Die Spielberichte der 1. Mannschaft aus der


10. Spieltag
SG Gönnersdorf - SG Vordereifel 2:1 (1:1)
   

Die SG Vordereifel hat auch ihre Auswärtspartie bei der SG Gönnersdorf verloren. Allerdings war das 1:2 (1:1) zumindest ein kleiner Schritt nach vorne im Abstiegskampf, auch wenn das in der Tabelle nicht zum Vorschein kommt. Denn dort bleiben die Gäste Drittletzter mit sechs Punkten. Mengerschied hat nach dem 1:5 gegen Metternich die gleiche Punktzahl. Von hinten schickt sich aber Cosmos Koblenz an, wieder in die Spur zu kommen, denn das Schlusslicht hat nach dem 2:0 gegen Müden nur noch zwei Zähler Rückstand auf die beiden vor ihm platzierten Teams.

"Wir sind nach neun Spielen mit dem Erreichten sehr zufrieden. Grundstein für diesen Erfolg war die stabilisierte Defensive. Da haben wir einen deutlichen Schritt nach vorn machen können“, freute sich Gönnersdorfs Trainer Ralph Seul. Einen Schritt nach vorne haben auch die Gäste gegenüber dem 0:9 zuletzt gegen Ahrweiler gemacht. Mark Klasen, Sportlicher Leiter der SG, war nicht vor Ort, konnte aber vom Hörensagen berichten: „Wir hatten die Woche noch mal im Vorstand zusammengesessen und setzen die Mannschaft nicht unter Druck, was Ergebnisse betrifft. Aber wir wollten eine Steigerung sehen und das hat man, wie ich gehört habe, auf jeden Fall.“ Zurück zum Spiel: Gönnersdorf hatte druckvoll begonnen und durch Torjäger Timo Schmidgen in der fünften und zehnten Minute die ersten Chancen der Partie. Nach einer Viertelstunde war es dann so weit. Mit einem gefühlvollen Heber markierte Tobias Felten die verdiente Führung. Die Gäste kamen danach aber stärker auf. Der Ausgleich in der 29. Minute hatte sich angekündigt. Nach einem schnellen Einwurf und einer Flanke war Max Geisen für die Vordereifeler per Kopf zur Stelle. Auch über einen Rückstand zur Pause hätten sich die Hausherren nicht beschweren dürfen. Zwei Kontersituationen vor dem Kabinengang führten fast zum 1:2. Seul mahnte in der Pause zu mehr Konzentration – und seine Akteure nahmen sich die Worte zu Herzen. Defensiv machte Gönnersdorf in der zweiten Halbzeit keinen Fehler mehr. Die Angriffe der Gäste wurden gut und konsequent verteidigt, nach vorn fehlte aber die letzte Durchschlagskraft. Ein Einwechselspieler sollte dies schließlich ändern. Tim Aus der Wieschen kam in der 72. Minute ins Spiel und sorgte acht Minuten später für großen Jubel beim Gönnersdorfer Anhang. Felten hatte sich über links durchgesetzt und den Ball kurz vor dem Strafraum quergelegt. Aus der Wieschen zögerte nicht und hämmerte den Ball aus 17 Metern in die Maschen.

Auch danach stand die Abwehr weiter stabil, sodass der vierte Saisonsieg nicht mehr in Gefahr geriet. „Die Partie hatte viele Parallelen zum letztjährigen Spiel gegen Vordereifel. Der Unterschied zur 1:2-Niederlage von damals war diesmal ganz einfach die bessere Defensive nach dem Ausgleich“, so Seul.

Hart umkämpft war die Partie der SG Gönnersdorf-Brohl (links mit Felix Antwerpen) gegen die SG Vordereifel mit Steffen Diensberg, in der sich die Gastgeber am Ende knapp mit 2:1 durchsetzten.
Foto: Vollrath

Tore:
1:0 Felten (11.), 1:1 Geisen (23.), 2:1 aus der Wieschen (74.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Christina Hehn (Vallendar)

Zuschauer:
120

SG Gönnersdorf:
Klee, C. Heuser, Gimnig, Betzing, K. Schütz, P. Schütz (72. Aus der Wieschen), Felten (87. Göbel), Schunk, Antwerpen, Hargens, Schmidgen (88. Szlinkiert)

SG Vordereifel:
Sesterhenn, S. Diensberg, Schmitt, Hartmann, Weiler, Mey, N. Diensberg (79. F. Müllen), Dreidoppel, Geisen, Adams (60. Feldhausen), Stulla
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9. Spieltag
SG Vordereifel - Ahrweiler BC 0:9 (0:4)
 

Schwarzer Sonntag für die SG Vordereifel: Mit 0:9 (0:4) ging der Fußball-Bezirksligist auf dem eigenen Geläuf in Laubach gegen den Tabellenführer Ahrweiler BC unter. Der sechsfache Torschütze Almir Porca und der dreifache Knipser Jan Rieder machten mit den Vordereifelern, was sie wollten.

Beim 0:1 hatte Vordereifel Pech, Stefan Schmitt hatte sich am Kopf verletzt, musste behandelt werden. Die SGV war in Unterzahl und genau über Schmitts Seite wurde der Angriff eingeleitet, den Almir Porca zum 1:0 für Ahrweiler abschloss (10.). Schmitt musste raus, für ihn kam Algin Williams. Mit einem Doppelschlag in der 14. und 17. Minute erhöhte Porca, der in der Vorsaison noch im Kader des Regionalligisten TuS Koblenz stand, auf 3:0. Jan Rieder durfte noch vor der Pause auf 4:0 stellen (35.).

Der zweite Durchgang begann für Vordereifel so schlecht wie der erste endete. Gerade mal etwas mehr als eine Minute war gespielt, da verwandelte Porca einen Elfmeter zum 5:0. Dann trat wieder Rieder in Erscheinung mit einem Doppelpack binnen sieben Minuten (59., 66.) zum 6:0 und 7:0. Rieder schraubte mit seinen insgesamt drei Toren in Laubach sein Trefferkonto auf vier. Doch damit nicht genug, weil Porca noch torhungrig war: Er markierte binnen sechs Minuten das 8:0 und 9:0 (69., 75). Porca polierte seine Bilanz mit dem Sixpack auf 17 Saisontore auf. Damit liegt er nach neun Spieltagen in der Torschützenwertung klar vorne. Insgesamt hat Ahrweiler nun schon 35 Mal getroffen.

„Mit dem 0:3 nach 17 Minuten war das Spiel natürlich früh entschieden“, sagte ein aufgeräumter Vordereifel-Trainer Peter Geisen nach dem Spiel: „Mehrere Tore sind wie das 0:1 gefallen. Ahrweiler kam über außen und spielte die Bälle tief rein. Es ist natürlich schwierig, diese Qualität zu verteidigen. Aber wir haben in vielen Szenen die Zuordnung und den Zugriff einfach verloren. Letztendlich darf man aber nicht mit 0:9 verlieren.“

Unter der Woche wird Geisen viele Gespräche führen müssen: „Das war jetzt der Tiefpunkt, wir müssen uns sammeln und vieles abschütteln. Das Spiel hat aber zum bisherigen Saisonverlauf gepasst. Wir haben einiges aufzuholen in Sachen Einstellung, Aufwand und Bereitschaft.“

Ahrweilers Co-Trainer Jasmin Ibrahimovic sagte: „Wir haben als Mannschaft super verteidigt und uns offensiv geduldig gezeigt. Wir haben die Fünferkette immer wieder über die Außen ausgehebelt und im richtigen Moment den freien Mann angespielt. Vordereifel war sicherlich ersatzgeschwächt, aber das soll die Leistung nicht schmälern. Heute hätte der Gegner auch in Bestbesetzung keine Chance gehabt. Wir haben einfach eine richtige gute Leistung abgerufen.“


Nicht nur die Lufthoheit hatte der Ahrweiler BC (in Weiß) beim Auswärtsspiel in Laubach, auch in allen anderen Belangen war der Tabellenführer der hilflosen SG Vordereifel deutlich überlegen. Ahrweiler gewann mit 9:0.
Foto: Markus Kroth

  Tore:
0:1, 0:2 und 0:3 Porca (10., 14., 17.), 0:4 Rieder (35.), 0:5 Porca (Elfmeter, 47.), 0:6 und 0:7 Rieder (59., 66.), 0:8 und 0:9 Porca (69., 75.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Mohr  (Strohn)


Zuschauer:
100

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Kirsch, S. Diensberg (68. S. Diensberg), Schmitt (11. Williams), To. Hartmann, Weiler, N. Diensberg, Geisen, Feldhausen (46. Gorges), Adams, Stulla

Ahrweiler BC
:
Gorr, Ahrens (53. Gemein), Dick, Sukic, Götte, Ferenc (57. Modronja), Liersch, Zimnol, Jacobs (63. Hürtgen), Rieder, Porca
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8. Spieltag

SG Mengerschied - SG Vordereifel 2:2 (1:1)
   

Mit 2:2 (1:1) trennten sich die punktgleichen SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth und SG Vordereifel auf dem Mengerschieder Rasen in der Fußball-Bezirksliga Mitte. Ein 6:6 war auch möglich – nach einer Inflation von vergebenen Chancen. Eine Punkteteilung wäre es dennoch gewesen, was keinem weiterhilft. Einen leichten Vorteil davon hat für Vordereifel, weil der Punkt in der Fremde errungen wurde.

Der Auftakt war verheißungsvoll für die Gastgeber: Nach nur fünf Minuten war Patrick Kaspar nach einer Ecke von Daniel Georg per Abstauber mit dem Fuß zur Stelle, es stand 1:0 für die Gastgeber. Der Innenverteidiger soll bei Standardsituationen eigentlich wegen seiner Kopfballstärke im Strafraum auftauchen. Er kann es aber auch mit dem Fuß.

Die Freude über die Führung hatte nicht lange Bestand. Der sehr quirlige Lukas Mey, der vor seinem am gestrigen Sonntag beginnenden Urlaub doch noch mitspielen konnte, überwand mit einer tollen Einzelleistung den wiedergenesenen Björn Moldenhauer im Mengerschieder Kasten (11.), der keine Abwehrmöglichkeit hatte. Moldenhauer stand erstmals in dieser Saison in der Startelf. Sein Vertreter Christopher Spreyer ist aufgrund seiner guten Leistungen bislang nicht abgeschrieben und wird wie berichtet weitere Einsatzmöglichkeiten bekommen, alle zwei Spiele wird nunmehr gewechselt.

Vor dem 1:1-Ausgleich bestand die dicke Möglichkeit für Moritz Steffens auf 2:0 für Mengerschied zu erhöhen. Trotz seiner inzwischen 29 Jahren sprintete Daniel Georg locker an der Vordereifeler Abwehr vorbei, passte von der Torauslinie flach nach innen auf Steffens, der nahm den Ball direkt. Aber mit einer Glanzreaktion schaffte es Vordereifels Torwart, Patrice Sesterhenn, der neben Mey zu den besten seiner Elf gehörte, das Tor zu verhindern. „Den muss Moritz flach unten rein schieben“, bemängelte Mengerschieds Trainer Andreas Auler.

War es die verpasse Chance oder der Ausgleich der Gäste? Die Hunsrück-SG geriet fortan in arge Nöte und verlor völlig den Zugriff auf das Spiel und konnte froh sein, dass der Gast aussichtsreiche Möglichkeiten versemmelte. Wie Sturmführer Patrick Stein. Zweimal köpfte er an der indisponierten Mengerschieder Abwehr knapp vorbei.

„Wir können mit dem Punkt nicht zufrieden sein, müssen aber damit leben“, meinte Vordereifels Trainer Peter Geisen. Richtig unzufrieden war er in der 49. Minute: Christoph Braun dribbelte auf engstem Raum bis zur Grundlinie, legte nach innen auf, Vordereifels Abwehrspieler Lukas Weiler, blieb fast nichts anderes übrig, als das Spielgerät zum 1:2 ins eigene Tor zu bugsieren. War das die Vorentscheidung? Denkste.

Obwohl nun die für Mengerschied optimale Situation der möglichen Konter entstand. Georg tauchte dreimal alleine vor dem gegnerischen Torwart auf, das Tor erzielte aber Vordereifel. Und zwar erneut durch Mey in der 77. Minute. „Ein Unentschieden zu Haus gegen einen direkten Kontrahenten ist zu wenig. Mit einem Sieg wären wir vom Kopf her freier für die Zukunft“, sagte Auler. Etwas ähnliches wird auch sein Gegenüber Geisen gedacht haben.

Abgeblockt: Mengerschieds Marcel Klein (links) wird hier von Vordereifels Niklas Diensberg am Schuss gehindert, die Partie endete 2:2.
Foto: B&P Schmitt

Tore:
1:0 Kaspar (5.), 1:1 Mey (11.), 2:1 Weiler (49., Eigentor), 2:2 Mey (77.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Torsten Moog (Oberwesel)

Zuschauer:
65

SG Mengerschied:
Moldenhauer, Herrmann, Kaspar, Caspar, Tittel, Georg, Ketouati (68. Kratz), Klein (81. Wagner), Pink, Braun, Steffens

SG Vordereifel:
Sesterhenn, S. Diensberg, Schmitt, Hartmann, Weiler, Stein, Mey, N. Diensberg, Dreidoppel (46. Peters, 78. Feldhausen), Geisen, Adams
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7. Spieltag
SG Vordereifel - Ata Sport Urmitz 2:5 (1:1)
 

Vor dem siebten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte trennten die SG Vordereifel und Ata Sport Urmitz in der Tabelle neun Plätze und elf Punkte. Nach dem Gastspiel von Urmitz auf dem Rasen in Laubach und der 2:5 (1:1)-Heimniederlage sind es jetzt 14 Punkte und 12 Plätze.

Während Urmitz durch den Sieg weiter Zweiter ist, rutschte Vordereifel auf den drittletzten Rang 14 ab (fünf Punkte). Vor dem Abpfiff schon abwandernde Zuschauer und nach dem Abpfiff hängende Köpfe bei den Vordereifeler Spielern beschrieben die Stimmung beim Verlierer und seinen Zuschauern. Trainer Peter Geisen zeigte sich nach dem Spiel gefasst, machte aber deutlich, woran es derzeit bei seiner Elf hapert. „Heute hat man gesehen, dass wir trotz eines breiten Kaders bei Ausfällen von Stammspielern die Positionen nicht eins zu eins ersetzen können“, so der Coach. Dabei sah es in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. In einer kampfbetonten und mit vielen Nickligkeiten durchsäten, aber nicht unfairen Partie kam Vordereifel zur ersten Chance. Ein Freistoß von Lukas Mey segelte an Freund und Feind vorbei, aber auch knapp am Urmitzer Tor (14.). Es folgten einige sehenswerte Aktionen der Gastgeber, die letztendlich jedoch erfolglos blieben. Immer beteiligt war in dieser Phase der quirlige Mey. Das Tor machte dann aber der Gast vom Rhein. Dzenis Ramovic nahm ein Zuspiel von Alpay Colaklar auf, machte eine Körperdrehung, kam frei zum Schuss und es stand 0:1 (32.).

Kurz darauf folgte sicherlich einer der Knackpunkte für die SGV-Niederlage: Schon gelb verwarnt ließ sich Tom Stulla zu einem unnötigen Foul hinreißen und musste mit Gelb-Rot vom Platz (35.). Aber noch war ja nichts verloren. Mey war es dann, der mit entschlossenem Einsatz den 1:1-Halbzeitstand markierte (41.).

Und es kam noch besser für die in Unterzahl spielende Heimelf. Luca Feldhausen schloss einen tollen Spielzug nach Zuspiel von Mey erfolgreich zum 2:1 ab (48.). Und es hätte noch besser werden können. Und wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Mey eine gute Gelegenheit erfolgreich abgeschlossen und nicht im letzten Moment noch am Torschuss gehindert worden. So nahm das Unheil für Vordereifel quasi im Gegenzug seinen Lauf.

Völlig unbedrängt durfte Edis Ramovic einen flach getreten Freistoß zum 2:2-Ausgleich ins gegnerische Netz befördern (56.). Als Edis Ramovic dann eine geniale Einzelaktion von Durim Jusufi zur erneuten Führung zum 3:2 abschloss (67.), war nur noch Urmitz am Drücker. „Die letzten 20 Minuten waren einfach eine Qual, aber auch vorher schon waren wir teils im Tiefschlaf“, beschrieb Geisen die Situation seiner Elf, die ja nur noch zu zehnt war. Einzig Torhüter Patrice Sesterhenn war hellwach, als er zuerst gegen Jusufi und dann im Nachschuss zwei Mal gegen Edis Ramovic glänzend parierte (73.).

Die Tore fielen dann doch noch. Zuerst machte Dzenis Ramovic das 2:4 (81.), und Colaklar markierte den 2:5-Endstand (87.). Gästetrainer Ajet Uzejrovic strahlte: „Der Sieg war verdient. Die zweite Halbzeit in Überzahl und mit der Einwechslung von zwei Stammspielern war spielentscheidend.“ In der Tat war es vor allem der kaum zu bremsende Durim Jusufi, der die Vordereifeler Defensive mehr als einmal in große Schwierigkeiten gebracht hatte.


Schwerstarbeit hatte Vordereifels Max Geisen (links) gegen den Urmitzer Dzenis Ramovic zu verrichten, es gelang allerdings nicht, denn der Ata-Stürmer traf zweimal beim 5:2 seiner Mannschaft in Laubach.
Foto: Alfons Benz

  Tore:
0:1 D. Ramovic (32.), 1:1 Mey (41.), 2:1 Feldhausen (48.), 2:2, 2:3 E. Ramovic (56., 67.), 2:4 D. Ramovic (81.), 2:5 Colaklar (87.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Stulla (SGV) wg. wdh. Foulspiels (36.)

Schiedsrichter:
Nicole Justen  (Külz)


Zuschauer:
130

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Weiler (59. Hoffmann), GeisenStulla, Schmitt, T. Hartmann, N. Diensberg, Dreidoppel (74. S. Diensberg), Mey, Müllen, Feldhausen (63. Adams)

ATA Sport Urmitz
:
T. Begen, Erol, Atlen (51. Jusufi), Atlen, Colaklar, Ates, E. Ramovic, D. Ramovic, Port, Deak (51. Yürek), Yücel (88. S. Begen)
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6. Spieltag

SV Gering-Kollig - SG Vordereifel 2:2 (1:2)
   

Am sechsten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte trennten sich am Freitagabend auf dem Rasenplatz in Gering die SG Elztal Gering-Kollig und die SG Vordereifel mit einem 2:2 (1:2)-Unentschieden. Der Gastgeber weist in der Tabelle jetzt bei noch einem Spiel weniger sieben Punkte auf. Der Gast kommt auf fünf Zähler.

Immerhin stattliche 210 Zuschauer hatten an diesem kalten Abend auf dem Maifeld den Weg zur Elztaler „Alm“ gefunden und sie sahen ein Spiel mit zwei komplett verschiedenen Halbzeiten. Vor dem Pausengang war Vordereifel dominant, in Abschnitt zwei Elztal. Und das hatte seine Gründe, auf die später einzugehen sein wird.

Der Reihe nach: Gegenüber der Partie von vor zwei Wochen gegen Müden, die zwar mit 1:2 verloren ging, war Gering nicht wiederzuerkennen. Ohne Kampf und Leidenschaft schien man sich dem in dieser Phase übermächtigen Gegner beugen zu wollen. Der machte Dampf, zu klaren Tormöglichkeiten kam er zunächst jedoch nicht. Dafür hatte er Lukas Mey in seinen Reihen. In der 20. Minute marschierte der 20-jährige Neuzugang aus Mayen von links in den Strafraum, zog ab und es stand 0:1. Julian Steitz, der ehemalige Müdener im Elztaler Kasten, hatte die Kugel noch abgefälscht, dem Torschützen aber auch das kurze Eck sträflich frei gelassen. Wie aus dem Nichts stand es dann plötzlich 1:1 (29.). Niclas Lohn hatte sich im gegnerischen Strafraum durchgetankt und Matthias Thelen dankend vollendet. Die Freude währte aber nur kurz. Fast im Gegenzug ließ Mey seinen Gegenspieler Ludwig Amling alt aussehen, und mit einem Schlenzer in den Winkel der Marke Traumtor markierte er den 1:2-Pausenstand (31.). Wenig später zeigte Steitz bei einem Freistoß von Mey seine Klasse, als er diesen mit einer Glanzparade noch gerade so über die Latte lenkte (40.).

Kurz vor der Pause folgte dann die Aktion, die die Vordereifeler Gemüter hochkochen ließ. Nach einem Foul sah Fabian Müllen, der vorher schon Gelb verwarnt war, von Schiedsrichterin Franziska Hilger die Gelb-Rote Karte (44.). „Das war ein Allerweltsfoul und Gelb-Rot völlig überzogen. Bis zu diesem Moment waren wir eindeutig die bessere Mannschaft und ohne den Platzverweis gewinnen wir dieses Spiel klar“, äußerte sich Gästetrainer Peter Geisen noch sehr moderat zu dieser für ihn spielentscheidenden Szene.

Nach Wiederanpfiff sahen die Zuschauer dann ein völlig anderes Spiel. Elztal rannte an und Vordereifel in Unterzahl war bedacht, das Ergebnis zu halten. Was aber nur teils gelang, denn schnell fiel der Treffer zum 2:2-Ausgleich und letztendlich auch zum Endstand. Linksfuß Thelen hatte sich fast an der rechten Eckfahne den Ball zum Freistoß zurechtgelegt und die Kugel ins lange obere Eck gezwirbelt (52.). Gästekeeper Patrice Sesterhenn sah hier nicht gut aus.

Danach entwickelte sich ein wildes Gekicke. Elztal marschierte weiter vehement, aber einfallslos an, und machte dem Gegner das Verteidigen leicht. „In der Pause hat es nach einer schlechten Hälfte ein Donnerwetter gegeben. Wir kamen zwar besser raus, so richtig ins Spiel fanden wir trotzdem nicht. Wenn man ein Tor machen will, muss man sich einfach mehr einfallen lassen. Zudem wären drei Punkte für uns auch unverdient gewesen“, sagte Elztal Coach Bernd Pauly zum durchwachsenen Auftritt seiner Elf. Völlig überflüssig sah kurz vor Schluss Vordereifels Angreifer Patrick Stein nach einer Unsportlichkeit noch die Rote Karte (84.). Aber auch aus dieser doppelten Überzahl wusste Elztal kein Kapital zu schlagen, während die Vordereifeler Konter über die zweiten 45 Minuten nie saßen.

Als Geisen sich nach dem Abpfiff trotz seines sichtlichen Ärgers mit Kritik an der Schiedsrichterin zurückhielt, fand der Vorsitzende der SG Vordereifel, Helmut Junglas, deutliche Worte: „Sie war doch total überfordert und hat alles gegen uns gepfiffen. Dieses Spiel war für sie mindestens zwei Klassen zu hoch.“ Pauly hatte übrigens an der Spielleitung von Franziska Hilger aus Glees nichts auszusetzen, empfand sie aus seiner Sicht im Gegensatz zum Spiel seiner Mannschaft vor dem Halbzeitpfiff auch nicht schlecht.

Elztals Kapitän Lukas Martini (vorn rechts) klärt hier vor seinem Gegenspieler Patrick Stein, der Vordereifer sah nach 84 Minuten die Rote Karte. Am Ende trennten sich beide Kontrahenten mit einem 2:2.

Tore:
0:1 Mey (21.), 1:1 Thelen (29.), 1:2 Mey (31.), 2:2 Thelen (52.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Müllen (SGV) wg. wdh. Foulspiels (44.),
Rote Karte für Stein (SGV) wg. Unsportlichkeit (84.)


Schiedsrichter:
Franziska Hilger (Glees)

Zuschauer:
210


SV Gering-Kollig:
Steitz, Amling, Martini, Gilles (90. Fasel), Lohn, Groiss, Thelen, Idczak, Funk, Fischer, Steinbach (66. Eberz)

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Schmitt, Weiler, Geisen, Stulla, N. Diensberg, F. Müllen, Mey, Dreidoppel (70. Hoffmann), Peters (55. Williams), Stein
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5. Spieltag
SG Vordereifel - SV Anadolu Spor Koblenz 3:4 (3:2)

Peter Geisen hat beim unbeständigen Fußball-Bezirksligisten SG Vordereifel schon einiges erlebt. Starke Spiele, denen unerklärlich schnell schwache folgten. Und umgekehrt. Im Heimspiel in Laubach sah er beides in einem, denn nach starken Start ließ die SG gegen Aufsteiger Anadolu Spor Koblenz genauso stark nach und verlor nach 2:0- und 3:1-Führung noch 3:4. Die Gäste um den ehemaligen Karbacher Reyad David rückten mit guten zehn Punkten auf den fünften Platz vor. Vordereifel bleibt unten hängen, ist mit vier Zählern aus fünf Spielen nur Zwölfter.

„Ich war schon öfter mal enttäuscht, aber so ein Spiel noch zu verlieren, setzt dem die Krone auf“, sagte Geisen, der mitansehen musste, wie seine Elf eine Partie aus der Hand gab, die sie klar beherrscht hatte – zumindest 30 Minuten lang. Das musste auch David anerkennen: „Wir haben die erste halbe Stunde komplett verschlafen, sind dann aber aktiver geworden.“ Vordereifel ließ im gleichen Zeitraum nach, obwohl der Beginn laut Geisen „richtig, richtig gut“ war. Nach vier Minuten bediente Niklas Diensberg mit einem „überragenden Pass“ (Geisen) den flinken Lukas Mey, der den Ball ins Tor drückte. Die Gastgeber führten und gaben sich damit nicht zufrieden. In der zwölfte Minute nutzte Fabian Müllen auf rechts seinen Tempoüberschuss, tankte sich bis zur Grundlinie durch und passte zurück auf Patrick Stein, der keine Mühe hatte, auf 2:0 zu erhöhen. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Selcuk Bayram per Foulelfmeter war ein erste Anzeichen dafür, dass es die Hausherren ihren Gäste zu leicht machen sollten, Tore zu erzielen. Max Geisen ging bei einem hohen Ball in den eigenen Strafraum viel zu ungestüm zur Sache. Es gab Elfmeter, Bayram verwandelte (35.).

Nach 38 Minuten war der alte Abstand aber wieder hergestellt: Algin Williams stand am langen Pfosten nach einer Ecke völlig blank und köpfte zum 3:1 ein. „Da denkst du, es läuft wieder in die richtige Richtung, aber wir kamen nicht mehr richtig ins Spiel“, sagte Geisen. Dazu kam, dass Anadolu zu den berühmten psychologisch wichtigen Zeitpunkten traf: Zum Beispiel eine Minute vor der Pause zum 2:3 durch den Brasilianer Charles Rafael Horta. „In der Pause haben wir uns einiges vorgenommen und dann steht es nach zwei Minuten 3:3“, ärgerte sich Geisen. Wieder war Horta zur Stelle und glich in der 47. Minute aus.

Ab diesem Zeitpunkt lief bei Vordereifel nur noch ganz wenig zusammen. Auch weil die SG-Akteure sich zu sehr in Zweikämpfen aufreiben: „Wir suchen immer den Fight statt mal Ruhe reinzubringen, obwohl wir es könnten“, hat Geisen einen Punkt gefunden, an dem es zu arbeiten gilt mit Blick auf das Eifel-Duell am Freitag in Gering-Kollig bei der SG Elztal. In der 74. Minute kam am Sonntag der Knockout für die SG: Bayram traf zum 4:3 für die Koblenzer und schnürte damit wie Horta einen Doppelpack. „Alle Tore sind zu einfach gefallen“, sagte Geisen und David stimmte ihm zu: „Das war auf beiden Seiten zu leicht. Ich glaube, unser Sieg war am Ende verdient, weil wir mehr fürs Spiel getan haben, in der zweiten Hälfte vor allem.“

  Tore:
1:0 Mey (4.), 2:0 Stein (12.), 2:1 Bayram (35., Foulelfmeter), 3:1 Williams (38.), 3:2 Horta (44.), 3:3 Horta (47.), 3:4 Bayram (74.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Yannick Horten (Niederstadtfeld)


Zuschauer:
170

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Williams (75. Adams), T. Hartmann, Weiler, Stein, Mey, N. Diensberg (65. Feldhausen), F. Müllen, Dreidoppel, Geisen, Stulla

SV Anadolu Spor Koblenz
:
Aydemir, Ferreira, Niehaus (46. Aga), Yuksel, Dinler (60. Köhler), Cobanoglu, Akkaya, Horta, Sözen, Bayram (82. Öncebe), Sallashi
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4. Spieltag

SG Mülheim-Kärlich II - SG Vordereifel 2:2 (1:1)
  

Trainer Peter Geisen hatte eine Steigerung gefordert von seinen Bezirksliga-Fußballern der SG Vordereifel – und er bekam sie im Auswärtsspiel bei der SG Mülheim-Kärlich II. Mit dem 2:2 (1:1) konnten die Gäste leben, auch wenn gerade nach der 2:1-Führung etwas mehr drin gewesen wäre als das Remis.

„Es war eine klare Steigerung, was die Bereitschaft betrifft. Wir haben diszipliniert gestanden, auch taktisch war es gut“, sagte Geisen nach den zuletzt dürftigen Leistungen seiner Elf. Dennoch gingen die Gastgeber in Führung nach 25 Minuten durch den ehemaligen Karbacher Patrick Birkner, den die Vordereifeler bei einem langen Freistoß aus den Augen verloren und ihn praktisch zum Kopfballtor einluden. Birkner köpfte den Ball gegen den Innenpfosten, von da aus ging er zum 1:0 ins Netz. Aber im Gegensatz zu den Partien ließen die Gäste den Kopf nicht hängen, sondern übernahmen gerade in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte das Kommando. Resultat war das 1:1 durch Max Geisen, der nach einer abgewehrten Ecke samt Nachschuss goldrichtig stand und den Ball am Fünfmeterraum reindrückte.

Auch die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte gehörten Vordereifel. Folgerichtig fiel die Führung nach einem schön herausgespielten Treffer: Lukas Mey brachte den Ball von außen parallel zur Torauslinie scharf nach innen, der eingelaufene Fabian Müllen hielt am langen Pfosten den Fuß hin, es stand 2:1. „Danach vergeben wir zwei hundertprozentige Chancen, mit dem 3:1 wäre der Deckel drauf gewesen“, sagte Geisen. Kapitän Tobias Hartmann und Mey vergaben die Hochkaräter, Mülheim-Kärlich II blieb im Spiel und erhöhte den Druck. In der 80. Minute segelte ein langer Ball in den Vordereifeler Strafraum, aber statt ihn nach außen zu klären, landete der Abwehrversuch zentral vor dem Tor, von wo aus ihn Ali Ayari aus 16 Metern zum 2:2-Endstand unterbrachte. „Es war ein gerechtes Ergebnis gegen einen guten Gegner, der keine Laufkundschaft ist“, sagte Geisen.

Tore:
1:0 Birkner (25.), 1:1 Geisen (34.), 1:2 Müllen (53.), 2:2 Ayari (80.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Markus Wozlawek (Bad Breisig)

Zuschauer:
100


SG Mülheim-Kärlich II:
Kittsteiner, Reich (69. Suta), Schmidt (58. Lorenz), Dewald, Birkner, Schlauß, Fritsch, Poerschke, Rönz, Roth (66. Ayari), Wolf

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Schmitt, Stulla, Kirsch, Hoffmann (65. Weiler), Müllen (72. Williams), Geisen, T. Hartmann, Dreidoppel, Mey (82. Feldhausen), Stein
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3. Spieltag
SG Vordereifel - FC Metternich 0:3 (0:2)
 
Die Vorzeichen hätten kaum gegensätzlicher sein können: Auf der einen Seite die personell arg gebeutelte und im letzten Auswärtsspiel enttäuschende SG Vordereifel, auf der anderen der Aufstiegsanwärter FC Metternich, der vier Punkte aus zwei Spielen zum Saisonstart der Fußball-Bezirksliga Mitte auf seinem Konto verbuchte. Leichtes Spiel für die Gäste, sollte man da mitunter meinen. Doch es kam anders. In Laubach machte es die Elf von SG-Trainer Peter Geisen vor rund 150 Zuschauern aber deutlich besser als zuletzt beim enttäuschenden 0:3 in Niederburg und bot dem hohen Favoriten zumindest streckenweise tapfer die Stirn. Es sollte am Ende jedoch nicht belohnt werden, weil die Gäste von der Mosel ihre Qualitäten ausspielten und sich schließlich mit 3:0 (2:0) in der Vordereifel durchsetzten.

In Laubach entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, was in der zweiten Hälfte sogar äußert turbulent und in punkto Platzverweise bunt wurde. Doch der Reihe nach. „Meine Mannschaft hatte am Anfang mehr Ballbesitz, wir haben das allerdings nicht zu nutzen gewusst“, analysierte Geisen, der seiner Elf im Vergleich zum deprimierenden 0:3 in Niederburg eine „deutliche Stärkung“ bescheinigte. „Das war insgesamt besser“, so Geisen.

Nicht gut genug allerdings, denn mit der ersten Torchance der Metternicher stand es bereits 0:1. „Das war sehr unglücklich“, ärgerte sich Geisen über den Treffer von Tobias Lommer (21.). Zumal letzterer nur kurze Zeit später nachlegte und auf 2:0 erhöhte (25.). „Wir schaffen es einfach nicht, so ein 0:1 einfach auch mal sacken zu lassen“, kritisierte Geisen die erneute Führung, zu der Lommer einfach nur – völlig frei stehend vorm Tor – einschieben musste. „Er hatte leichtes Spiel. Das 0:2 war natürlich der frühe Genickbruch für uns“, sagte Geisen – ohne zu ahnen, dass es nach dem Pausentee auf beiden Seiten noch richtig hoch hergehen sollte.

Zunächst kassierte der Metternicher Simon Wagner Gelb-Rot (50.). „Danach waren wir 25 Minuten in Überzahl, konnten daraus aber leider kein Kapital schlagen“, trauerte Geisen den in dieser Phase durchaus vorhandenen, aber verpassten Möglichkeiten nach. Zumal dann die Überzahl auch dahin war, der eingewechselte Nico Anheier kassierte ebenfalls Gelb-Rot (75.). Der Metternicher Paul Foehl (85.) und Vordereifels Maximilian Geisen (88.) wollten dem nicht nachstehen und mussten ebenfalls vor dem Schlusspfiff vom Platz. Da war das Spiel aber schon gelaufen, Marcel Stieffenhofer traf noch zum 3:0 (90.). Aus 16 Metern traf er per abgefälschtem Schuss in die Maschen der Vordereifler.

„Wir hatten keinen richtigen Zug zum Tor. Deshalb geht der Sieg auch in Ordnung“, sagte Geisen, „auch wenn er meiner Meinung nach um ein Tor zu hoch ausgefallen ist.“

Der Aufstiegsfavorit Metternich ist damit jedenfalls auf Kurs. Nachlegen nach vier Punkten aus den ersten zwei Spielen – das war das erklärte Ziel des Metternicher Trainers Patrick Baade. „Wenn wir um die Spitze mitspielen wollen, müssen auch solch schwere Aufgaben bewältigt werden“, sagte der FC-Coach im Vorfeld ohne Umschweife. Seine Elf befolgte dies, auch wenn sie sich schwerer tat, als es ihr vielleicht lieb war.


Vordereifel (in Rot, am Ball mit Neuzugang Fabian Müllen) versuchte zwar, sich zu Hause gegen den Favoriten Metternich durchzusetzen, am Ende stand aber eine 0:3-Niederlage auf dem Laubacher Rasen für die Gastgeber zu Buche.
Foto: Jens Weber

Tore:
0:1, 0:2 Lommer (21., 25.), 0:3 Stieffenhofer (90.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karten für Wagner (Metternich, 50.), Anheier (Vordereifel, 70.), Foehl (Metternich, 85.) und Geisen (Vordereifel, 88.)

Schiedsrichter:
Marco Christmann (Morshausen)


Zuschauer:
150

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Weis (46. Anheier), Kirsch, Schmitt, Stulla, Müllen, T. Hartmann (65. Gorges), Geisen, Dreidoppel, Adams (65. Feldhausen), Stein

FC Metternich
:
Gerharz, Menten, Kühl-Decker, Oellinger, Heyer (54. Stiefenhofer), Wagner, Lommer (84. Volk), Rittgen, Foehl (46. Weis), Simsek, Stieffenhofer
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2. Spieltag

SG Niederburg - SG Vordereifel 3:0 (2:0)
   
Gelungene Heimpremiere in der neuen Spielzeit für die SG Niederburg/Biebernheim/Damscheid in der Fußball-Bezirksliga Mitte: Auf dem Kunstrasen in Niederburg gelang den Hausherren ein auch in der Höhe verdientes 3:0 (2:0) gegen die SG Vordereifel. Unter anderem trug sich Neuzugang David Buschbaum für die Hunsrücker in die Torschützenliste ein.

Niederburgs Coach Patric Muders konnte im Gegensatz zur Niederlage gegen Rheinböllen wieder auf seinen spielenden Co-Trainer Erkan Eroglu zurückgreifen. Gästetrainer Peter Geisen fehlten acht Spieler, die zum engeren Stammkader gehören, er machte aber unmissverständlich klar: „Diese Ausrede lasse ich nicht gelten, die Jungs auf dem Platz können alle kicken – wenn sie wollen.“ Aber scheinbar wollten sie nicht, denn Lukas Meys Pfostenknaller (12.) war das einzige offensive Lebenszeichen der Eifeler während der gesamten Partie. Anders die Heimelf. Zielten Jan Schink (10.) und Mark Eich (30.) noch neben das das Gehäuse, machte es Mittelfeldakteur Buschbaum kurz darauf besser. Ein abgeblockter Schuss von Dominik Knebel fiel ihm etwas glücklich vor die Füße, im Anschluss behielt er aber den Kopf oben und verwandelte den Nachschuss zur Führung (33.). Drei Minuten später holte Niederburg zum Doppelschlag aus. Stürmer Schink narrte in Höhe der Mittellinie zwei Gegenspieler per Beinschuss und sah den diagonal gestarteten Dennis Thiele, der ins lange Eck einschob (36.). Irgendwie hatte man bereits zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass das Spiel damit „gelaufen“ war, in Anbetracht der Harmlosigkeit der Gäste. Zudem musste der einzige Aktivposten Mey kurz nach dem Seitenwechsel angeschlagen vom Feld.

Niederburg spielte sich unbeirrt Chancen heraus. Schinks toller Freistoß scheiterte nur an der noch besseren Parade von Gästekeeper Patrice Sesterhenn (68.). Den anschließenden Eckball setzte Buschbaum per Kopf auf die Latte (69.). Fast hätte der eingewechselte Jonas Becker das Ergebnis in die Höhe geschraubt, doch Sesterhenn lenkte das Leder noch über den Querbalken (80.). Dies war dann Kapitän Christopher König vorbehalten. Einen Konter verwertete er in der Nachspielzeit zum 3:0 (90.+ 1). Einen Wermutstropfen gab es für Niederburg dann leider doch noch. Torwart Pascal Rück musste mit Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung vom Platz getragen werden.

Mit dem Spiel war Muders sehr zufrieden: „Die Standardschwäche aus dem Rheinböllen-Spiel wurde abgestellt und nach vorne haben wir es gut gemacht. Wenn einer mal einen nicht so guten Tag erwischt, springt ein anderer in die Bresche.“ Sehr angetan ist Muders derzeit von Dominik Knebel: „Dommi hat einen großen Sprung gemacht, löst seine Aufgabe im Mittelfeld sehr souverän.“

Ganz anders die Gemütslage bei Gästetrainer Geisen: „Die Spieler haben einfach nicht verinnerlicht was ich ihnen in den Trainingseinheiten unter der Woche mitgegeben habe. Man muss hier das Körperliche in die Waagschale werfen in Niederburg. Und obwohl die Mannschaft sehr jung war heute, ist das ein klarer Vorwurf meinerseits an die Spieler.“


Größenvorteil Niederburg: Neuzugang David Buschbaum (in Blau) setzte sich mit seinem Team gegen Vordereifel (von links mit Tom Stulla und Lukas Mey) mit 3:0 durch, Buschbaum traf zum 1:0.
Foto: hjs-Foto

Tore:
1:0 Buschbaum (33.), 2:0 Thiele (36.), 3:0 König (90. +1)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Christian Baum (Dickenschied)

Zuschauer:
140


SG Niederburg:
Rück, J. Eich, M. Schink, Eroglu, Thiele, Buschbaum, Knebel, König, M. Hohl (67. Zuck), M. Eich (87. Kasper), J. Schink (79. Becker)

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Stulla, Geisen, Kirsch, Weis (75. Feldhausen), Schmitt, Mey (53. Williams), Dreidoppel (53. Gorges), Müllen, Stein, Adams
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1. Spieltag
SG Vordereifel - SV Oberwesel 4:2 (0:2)
 
Was war das am Freitagabend im ersten Spiel der Fußball-Bezirksliga Mitte nur für ein verrückter Einstieg in die neue Saison. Beim 4:2 (0:2)-Erfolg der gastgebenden SG Vordereifel gegen den bärenstarken Neuling SV Oberwesel gingen die drei Punkte nicht an die bessere Mannschaft, sondern an die mit den meisten Toren – und das zählt im Fußball halt.

Dabei sah es lange so aus, als ob der SVO für seinen couragierten Auftritt auch die Ernte einfahren könnte. 62 Jahre hatte es gedauert, bis Oberwesel wieder im überkreislichen Fußball auftreten durfte, bis zum ersten Tor auf der neuen Bühne dauerte es aber nur zwei Minuten. Jonas Strunk war der Torschütze. Eine leichte Unachtsamkeit in der Vordereifeler Defensive hatte er gnadenlos ausgenutzt, der Aufsteiger führte 1:0 (2.). Und nicht nur die mitgereisten Zuschauer vom Rhein staunten über das Spiel ihrer Elf. Sie sahen eine strukturierte Spielanlage und hinten eine klare Lufthoheit gegen die langen Vordereifeler Bälle in die Spitze. Beim Gastgeber dagegen lief nichts zusammen. Ohne eigene Ideen war gegen diesen robusten und spritzigen Gegner kein Kraut gewachsen. Darüber hinaus musste man noch verkraften, dass mit Kapitän Julian Hartmann nach einem Ausrutscher auf dem regennassen Rasen ein wichtiger Aufbauspieler schon in der siebten Minute verletzungsbedingt vom Platz musste. Den 0:2-Halbzeitstand markierte dann der gegnerische Kapitän Christoph Fahning mit einem sehenswerten Freistoß genau in den Winkel (20.).

Nach der Pause zunächst dasselbe Bild. Oberwesel war weiter das bessere Team, während Vordereifel nicht aus den Pötten kam. Alles deutete auf einen blamablen Saisoneinstieg des Zehnten aus der Vorsaison hin, der gleich mit vier Neuzugängen (Steffen Schmidt, Lukas Mey, Fabian Müllen und Tom Stulla) und dem Wiedereinsteiger Matthias Adams in Spiel gegangen war. Dann aber kam die 64. Minute, und Oberwesel machte den ersten Fehler. Es sollten weitere folgen. Nach einem langen Einwurf tauchte Trainersohn Max Geisen alleine vor Gästekeeper Julian Retzmann auf und erzielte clever den Anschlusstreffer zum 1:2 (64.). „Ohne dieses unnötige Gegentor, glaube ich, hätten wir hier nicht verloren“, äußerte sich Oberwesels Coach Peter Ritter zu dieser die Partie drehenden Szene. Widersprochen hätte dieser Aussage wohl kaum einer unter den 100 Zuschauern. Das ist eben der Fußball und macht ihn so spannend und sehenswert. Tom Stulla – einer der vier vom TuS Mayen gekommenen Spieler – gelang mit einer Direktabnahme aus gut 25 Metern der 2:2-Ausgleich (72.), ehe Torjäger Patrick Stein nur eine Minute später die Führung zum 3:2 markierte (73.). Profitiert hatte er dabei von einem Wegrutscher Chris Jäckels, der ihm freie Bahn in Richtung gegnerisches Tor beschert hatte. Verkehrte Fußballwelt in Laubach.

Danach versuchte der Aufsteiger die so gnadenlos verlorene Führung zurückzuholen, öffnete die Abwehr und kassierte dadurch in der Nachspielzeit noch den Treffer von Kevin Dreidoppel zum 4:2-Endstand (90.+1). Steffen Diensberg hatte den Torschützen mit einem Pass in die Schnittstelle ideal freigespielt. Vier Torchancen, vier Tore. Effizienter kann man nicht spielen. Vordereifels Trainer Peter Geisen strahlte nach dem Abpfiff über den Saisoneinstand seiner Elf, war aber auch grundehrlich: „Dieser Sieg ist nicht verdient, und der Gegner tut mir wirklich leid. Vor allem in der ersten Hälfte hat Oberwesel richtig gut gespielt. Uns war aber auch klar, dass wir nach einem Tor wieder im Spiel sind, und der Neuling vielleicht ein bisschen fickrig wird. So kam es dann ja auch. Meiner Mannschaft muss ich ein Kompliment machen, wie sie den Rückstand weggesteckt hat und wie sie zurückkam.“

Auch Ritter hatte ein Kompliment für seine Spieler parat: „Bis zu den Toren waren wir klar besser. Wir haben aber durch die eigenen Fehler Lehrgeld bezahlt und die Spieler mussten erkennen, wie das in dieser Liga bestraft wird. In der A-Klasse wäre das so nicht passiert.“


Eine ganz enge Geschichte war das Duell zwischen Vordereifel (in Rot mit Max Geisen) und Oberwesel mit Iljaz Gubetini. Am Ende musste der Aufsteiger Lehrgeld bezahken und verlor 2:4.
Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Strunk (2.), 0:2 Fahning (20.), 1:2 Geisen (64.), 2:2 Stulla (72.), 3:2 Stein (73.), 4:2 Dreidoppel (90.+1)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Alexander Müller (Mendig)


Zuschauer:
100

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Schmitt, Kirsch, Stulla, Dreidoppel, Müllen (80. S. Diensberg), J. Hartmann (7. Hoffmann), Geisen, Adams (46. Peters), Mey, Stein

SV Oberwesel:
Retzmann, J.Stüber, Strunk, T. Jäckel, Mitchard (73. Clemens), Lehre (75. L. Stüber), Engel, Fahning, Gubetini, Ströter, C. Jäckel
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