Die Spielberichte der 1. Mannschaft aus der

30. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Rheinböllen 2:4 (1:1)
             

Saisonfinale in der Fußball-Bezirksliga Mitte: Und für die SG Vordereifel endete die Spielzeit in der Partie gegen den TuS Rheinböllen definitiv durch ein Gegentor von Rheinböllens Christoph Bittner in allerletzter Sekunde der Nachspielzeit. Mit 2:4 (1:1) verlor die SGV zu Hause und findet sich so in der Abschlusstabelle mit 37 Punkten auf Tabellenplatz zehn wider. Die Gäste aus dem Hunsrück dagegen landeten nach einer tollen Saison auf einem hervorragenden fünften Rang (53 Punkte).

Dementsprechend fielen auch die Kommentare der beiden Trainer nach dem Schlusspfiff aus. Vordereifels Peter Geisen war zwar mit dem Auftritt seiner Elf am letzten Spieltag nicht ganz unzufrieden, dafür aber mit der abgelaufenen Saison. „Heute hat nach vorne der bedingungslose Abschluss gefehlt und viel zu oft wurden die freien Mitspieler übersehen. Das hätte besser sein können. Ansonsten war es eine durchwachsene Saison und mit dem Gesamtergebnis kann ich nicht zufrieden sein, weil einfach mehr drin gewesen wäre. Vor dem Spiel habe ich der Mannschaft schon gesagt, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wann wir das letzte Mal überzeugend gespielt haben. Das muss wohl so Anfang Dezember gewesen sein. Von daher waren die Spiele in 2017 allesamt bescheiden.“

Sein Gegenüber Kevin Schneck hatte natürlich allen Grund zu strahlen. „Mit dem heutigen Sieg haben wir das beste Vereinsergebnis überhaupt erzielt und damit alle Erwartungen übertroffen. Vor allem wenn man bedenkt, dass uns vor der Saison prognostiziert wurde, wir würden gegen den Abstieg spielen. Ich muss deshalb der Mannschaft, die sich super entwickelt hat, ein ganz großes Kompliment machen. Auch heute hat sie auswärts wieder gezeigt, wie sie einen Rückstand noch drehen kann.“

Und daran hatte ein Spieler einen ganz großen Anteil. Der erst 19-jährige Christoph Bittner erzielte drei Tore und steht mit 20 Saisontreffern in der Torjägerliste als Zweiter hinter Unzenbergs Daniel Georg ganz weit vorne. Rheinböllen begann die Begegnung geduldig, abwartend und kontrolliert. Aber es dauerte trotzdem nicht lange und man lag in Führung. Nach einer Fehlerkette in der Heimabwehr war Bittner zur Stelle und markierte das 0:1 (10.). Aber der Gastgeber wurde besser und kam zu einigen schönen Angriffen, denen aber der letzte Schliff zum Erfolg fehlte. So etwa nach einer halben Stunde wurde es dann doch zwingender. Zuerst scheiterte der unermüdlich rackernde Mittelstürmer Patrick Stein zwei Mal knapp (27., 30.), dann setzte er einen Ball an den Pfosten (31.), ehe ihm dann mit dem Kopf nach einem Zuspiel von Steffen Diensberg doch das Tor zum 1:1-Halbzeitstand gelang (33.). Nach dem Wiederanpfiff wurde das Spiel insgesamt lebendiger und interessanter. Zunächst waren die Gäste etwa bis zur 60. Spielminute am Drücker, dann kam der Gastgeber besser ins Spiel und auch zum Tor. Vorausgegangen war der schönste Angriff der Partie. Farhad Ataai, in 63. Minute eingewechselt und damit genauso wie Markus May zu seinem Saisondebüt gekommen, hatte Stein über rechts geschickt, dessen genaue Hereingabe der mitgelaufene Kevin Dreidoppel nur noch zum 2:1 über die Linie drücken musste (76.). Aber die Rheinböllener Antwort kam direkt. Andreas Herdt bediente Bittner und es stand 2:2 (78.). Beim folgenden Tor hatte Alexander Schleicher seinen großen Auftritt, als er die gesamte Vordereifeler Abwehr im Strafraum austanzte und dann sicher zum 2:3 einnetzte (83.). Das Treffer zum 2:4-Endstand in der 94. Minute resultierte aus einem Vordereifeler Freistoß, als deren alle elf Spieler in den Rheinböllener Strafraum aufgerückt waren, der abgewehrte Ball bei Bittner landete und der die Kugel seelenruhig in das von Torwart Daniel Wilhelmy verwaiste Tor einschob.


Rheinböllens Christoph Bittner zog nicht nur in dieser Szene den Vordereifelern Max Geisen (hinten) und Farad Ataai davon, Bittner traf dreimal beim 4:2 des TuS in Laubach und wurde zweitbester Torschütze der Liga.
Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Bittner (10.), 1:1 Stein (33.), 2:1 Dreidoppel (76.), 2:2 Bittner (78.), 2:3 Schleicher (83.), 2:4 Bittner (90.+4)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Nicole Justen (Külz)


Zuschauer:
70

SG Vordereifel:
Wilhelmy, Hoffmann, Weiler, Geisen, Hoffmann, N. Diensberg, S. Diensberg (46. Dreidoppel), May (86. J. Hartmann), Anheier, Feldhausen (63. Ataai), Stein

TuS Rheinböllen:
Reifenschneider, Pira, D. Flesch, Kusnecov, Ruof, Acht, Herdt, T. Flesch, Bittner, Hankammer (86. Stoll), Klinck (46. Schleicher)
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29. Spieltag

SG Moselkern - SG Vordereifel 4:1 (1:0)
         

Am vorletzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte kam es mit dem Spiel der SG Moselkern/Müden/Treis-Karden und der SG Vordereifel zum einzigen überkreislichen Duell zweier Mannschaften aus dem Kreis Cochem-Zell. Und die Partie auf dem Treiser Kunstrasen hatte einen klaren Sieger. Mit 4:1 (1:0) siegte der Gastgeber und revanchierte sich damit für die 0:3-Hinspielniederlage von vor sechs Monaten in der Eifel.

Mit jetzt 51 Punkten liegt man weiter auf Tabellenplatz vier, während Vordereifel einen Rang abrutschte und jetzt Neunter ist (37 Punkte). Auf dem Platz tat sich zunächst nicht viel. Moselkern bestimmte das Spielgeschehen und die Gäste agierten eher abwartend. Zu sehen war viel Mittelfeld und wenig Torraum. Die erste nennenswerte Aktion resultierte aus der 24. Minute, als Moselkerns Angreifer Markus Thönnes zu zaghaft vor dem von Patrice Sesterhenn gehüteten Gästetor auftrat und am Keeper scheiterte. Besser machte er es wenig später. Spielertrainer Andreas Oberreiter hatte ihn gekonnt eingesetzt und Thönnes musste die Kugel nur noch zum 1:0-Pausenstand über die Linie drücken (34.).

War die erste Hälfte eher aktionsarm, sah das nach dem Wiederanpfiff ganz anders aus. Innerhalb weniger Minuten war in der Partie mehr Pfeffer drin, als in den gesamten ersten 45 Minuten. Aber der Reihe nach. Zuerst flog ein Freistoß von Oberreiter knapp am Kasten vorbei (49.), dann bremste Vordereifels starker Innenverteidiger Lukas Weiler Arlind Schmitt in letzter Sekunde am Torschuss (50.). Aber auch der Gast zeigte sich in dieser Phase munter. Einen Kopfball von Max Geisen klärte Simon Breitbach auf der Torlinie (51), dann scheiterte Patrice Stein an Heimtorwart Julian Steitz (53.), um kurz darauf ein Zuspiel von Steffen Diensberg erfolgreich zum 1:1 einzulochen. Die Freude bei Vordereifel währte aber nicht lange – nur zwei Minuten. Markus Thönnes schlug einen Ball vor das Gästetor und unglücklich beförderte Geisen die Kugel mit dem Kopf zum 2:1 ins eigene Netz (55.). Ab da war von Vordereifel nicht mehr viel zu sehen, dafür drehte die Oberreiter Elf so richtig auf und erspielte sich gegen einen Gegner in Unterzahl ein Paket an besten Tormöglichkeiten. Julian Hartmann hatte nach einem Foul an Arlind Schmitt Gelb-Rot gesehen (63.). Die vergebenen Chancen aus Sicht des Gastgebers im Zeitraffer: Michael Freiwald (57.), Oberreiter (68.), Freiwald (76. 77.), Schmitt (77.) und erneut Obereiter (79.) schafften aus bester Position kein Tor.

Dann war es doch soweit, als Schmitt einen unnötigen Vordereifeler Ballverlust nach einem Zuspiel von Freiwald erfolgreich zum 3:1 abschloss (84.). Nachdem auch der erst kurz zuvor eingewechselte Tobias Viertl noch freistehend an Sesterhenn gescheitert war (89.), markierte Freiwald in der Nachspielzeit mit dem schönsten Tor des Tages schlussendlich den 4:1-Endstand (90.+1).

Vier Worte reichten Vordereifels Trainer Peter Geisen nach dem Abpfiff einer einseitigen Partie als Kommentar zum Auftritte seiner Elf: „Das war gar nichts.“ Umso strahlender zeigte sich sein Gegenüber Oberreiter: „Wir haben gewonnen, auch wenn das Ergebnis höher hätte ausfallen müssen. Egal, mit diesem Sieg in unserem letzten Heimspiel haben wir unseren Ibald-Zwillingen einen wunderschönes Abschiedsgeschenk zum Ende ihrer Karriere gemacht.“ Und was meinten die 33-jährigen Martin und Peter Ibald dazu: „Nach 28 Jahren aktivem Fußball ist unser Plan, dass wir wirklich aufhören wollen.“ Wollen heißt aber nicht werden. „Aufhören mit dem Fußball tut man eigentlich nie, ein bisschen kicken werden wir bestimmt immer. Jedenfalls werden wir keine komplette Saison mehr spielen, aber so Stand-by das wird immer noch laufen“, äußerten sich beide und konnten unter dem Applaus der einheimischen Zuschauer ein Tränchen doch nicht ganz unterdrücken.


Für Moselkerns Martin Ibald (in Grün, hier im Zweikampf mit Vordereifels Nico Anheier) und seinen Zwillingsbruder Peter war es das vorerst letzte Heimspiel im SG-Dress, beide beendeten am Samstag ihre Karriere gemäß dem Slogan auf ihren T-Shirts nach Schlusspfiff: Eine Zwilling geht niemals allein. Sie durften neben einem emotionalen Abschied einen 4:1-Sieg feiern.

Foto: Alfons Benz

 Tore:
1:0 Markus Thönnes (34.), 1:1 Stein (53.), 2:1 Geisen (55., Eigentor), 3:1 Schmitt (83.), 4:1 Freiwald 90.+1)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für J. Hartmann (SGV, 63.)

Schiedsrichter:
Benjamin Klapper (Andernach)

Zuschauer:
280

SG Moselkern:
Steitz, Breitbach, M. Ibald, Röhrig, Schnorpfeil (88. Angsten), Oberreiter (87. T. Viertl), Freiwald, Marc Thönnes, P. Ibald, Markus Thönnes (75. Windheuser), Schmitt

SG Vordereifel:
Sesterhenn, N. Diensberg (60. Feldhausen), Geisen, Weiler, Hoffmann, T. Hartmann (69. Shepherd), J. Hartmann, Hammes, S. Diensberg, Anheier (86. Risser), Stein
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28. Spieltag

SG Vordereifel - SV Gering-Kollig 1:2 (1:1)
           

Am drittletzten Spieltag verlor die SG Vordereifel ihr Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte gegen die SG Elztal im 1:2 (1:1). Und die Kommentare beider Trainer sagen das aus, was den etwa 100 Zuschauern an diesem regnerischen Sonntagnachmittag auf dem Laubacher Rasen geboten wurde. Vordereifels Trainer Peter Geisen war alles andere als zufrieden: „Das war ein ganz schwacher Auftritt von uns. Lange hat es nach einem Unentschieden ausgesehen, aber Elztal hat mehr für die Punkte getan und deshalb auch nicht unverdient gewonnen.“ Sein Gegenüber Lars Lauber sagte: „Wir haben insgesamt wohl etwas mehr investiert, und am Ende waren wir auch noch die glücklichere Mannschaft.“

Das Spiel zweier Teams, die auch kommende Saison in der Bezirksliga spielen werden, hatte nur wenige Höhepunkte. Es war ein langweiliges und bedächtiges Gekicke, in dem sich fast nichts Spannendes und wirklich Nennenswertes tat. Über weite Strecken plätscherte die Partie so vor sich hin und die Zuschauer wurden phasenweise mehr von den auf die aufgespannten Schirme prasselnden Regentropfen wachgehalten, als vom Geschehen auf dem Platz. Es dauerte eine Viertelstunde bis zum ersten Eintrag in den Notizblock, als ein Ball von Steffen Diensberg nur knapp am Tor der Gäste aus den Orten Gering und Kollig vorbeirollte (15.). Dann allerdings passierte doch etwas, und das unter gnädiger Mithilfe der Gästedefensive. Patrick Stein schlug eine Flanke und der sträflich frei stehende Luca Feldhausen machte mit dem Kopf das 1:0 ins lange obere Toreck (23.). Profitiert hatte der Torschütze bei seinem 13. Saisontreffer von einer völlig unsortierten gegnerischen Abwehr. Kurz darauf parierte Michael Berg im Gästetor einen Knaller von Stein (24.). Kurz vor der Pause hatte dann Daniel Wilhelmy im Heimtor, der für den etatmäßigen Keeper Patrice Sesterhenn diesmal zwischen den Pfosten stand, seine Momente. Zuerst lenkte er einen Schuss von Matthias Thelen über die Latte (44.), um dann quasi mit dem Halbzeitpfiff an einer Hereingabe von Jan Müller vorbeizuspringen und so Mathias Finkemeyer, dem Kapitän der Gäste, den Kopfball zum 1:1-Pausenstand zu ermöglichen (45.).

Nach dem Wiederanpfiff war von aufhellenden Szenen weiter nicht viel zu sehen. Zu sehen war aber, dass der Gast etwas engagierter wirkte. Allerdings war es wieder Feldhausen, der den ersten Akzent setzen konnte. Sein Ball aber verfehlte das Ziel nur knapp (52.). Auf der anderen Seite war Wilhelmy diesmal hellwach, als er einen Schuss des frei stehenden Marvin Rech glänzend abwehrte (66.).

Es folgte dann noch die 83. Minute. Und wie bei den beiden Toren zuvor war es wieder ein langer Ball in den Strafraum, der fruchtete. Elztals quirliger Angreifer Martin Eberz hatte die Kugel angenommen, sich durchgetankt, und sein noch abgefälschter Schuss landete zum 1:2-Siegtreffer in den Vordereifeler Maschen.

Mit diesem Erfolg steht die SG Elztal mit jetzt 35 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz und ist endgültig aller Abstiegssorgen frei. Die SG Vordereifel hat zwei Punkte mehr auf dem Konto und ist im Tableau auch zwei Ränge besser zu finden.


Die SG Vordereifel (von links mit Kapitän Julian Hartmann und Max Geisen) zeigten seinen Fans gegen die SG Elztal keine gute Partie und verlor 1:2.
Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Feldhausen (23.), 1:1 Finkemeyer (45.), 1:2 Eberz (83.)


Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Christoph Zimmer (Wittlich)


Zuschauer:
100

SG Vordereifel:
Wilhelmy, N. Diensberg, Weiler, Geisen, Hoffmann, St. Diensberg, Dreidoppel (78. Hammes), J. Hartmann, Anheier (55. Schäfer), Feldhausen (55. Shepherd), Stein

SV Gering-Kollig:
Berg, Finkemeyer, Amling, Müller, Eberz, Lohn (90. Steffens), Groiss (61. Rech), Thelen, Funk, Wedemeyer, Fischer
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27. Spieltag

SG Bad Breisig - SG Vordereifel 4:5 (1:3)
       
Fußball-Bezirksligist SG Vordereifel hat mit dem 5:4 (3:1).-Auswärtssieg bei der SG Bad Breisig den Klassenerhalt auch theoretisch unter Dach und Fach gebracht. Praktisch war der schon vorher gesichert, was man dem Spiel der Gäste beim Tabellenletzten auch anmerkte, wie SGV-Trainer Peter Geisen fand.

„Die Jungs haben nach dem Spiel gefeiert und das sollen sie auch. Für mich als Trainer gab es nicht so viel Grund zu feiern“, sagte er. Das lag daran, dass Vordereifel nach dem frühen 2:0 laut Geisen 80 Minuten lang das Fußballspielen eingestellt hat. „Die beiden Tore waren richtig gut herausgespielt, aber dann haben wir uns darauf ausgeruht und nur noch das Nötigste getan“, ärgerte sich Geisen über das Verhalten einige seiner Spieler. Steffen Diensberg (2.) und Kevin Dreidoppel (10.) hatten mit ihren Treffern für besagte 2:0-Führung gesorgt, aber danach war lange Schicht im Schacht. Oliver Diefenbach verkürzte für Bad Breisg (30.), Nico Anheier brachte Vordereifel noch vor der Pause mit 3:1 in Führung.

Nach der Pause, um genau zu sein ab der 70. Minute, ging das muntere Toreschießen weiter: Zunächst traf wieder Bad Breisig zum 2:3 durch Lokman Ünal (70.), dann war Patrick Stein dran für Vordereifel zum 4:2 (72.), in der 85. Minute gelang Oldie Jacques Daoud das 3:4, zwei Minuten später glich Timo Schäfer sogar zum 4:4 aus. „Die Schlussphase war enttäuschend“, sagte Geisen, der aber noch einen Patrick Stein auf dem Feld und damit den Siegtorschützen in seinen Reihen hatte. In unnachahmlicher Art tankte sich Stein durch, legte sich den Ball mit dem Kopf vor und traf aus 13 Metern in der letzten Minute zum 5:4. „Paddy war der Einzige, der so richtig bei der Sache war. Es war bezeichnend, dass er das letzte Tor gemacht hat“, sagte Geisen. Mit der einzige waren die Feldspieler gemeint, denn auch Torwart Patrice Sesterhenn nahm Geisen von seiner Kritik aus. „Er ist oft allein gelassen worden, wir haben Bad Breisig eingeladen zu den Toren“, berichtete Vordereifels Coach. Sesterhenn rettete noch einige Male in brenzligen Situationen gegen die individuell durchaus guten Offensivkräfte der Gastgeber. Am Ende stand aber der Klassenerhalt für Vordereifel. Mit 37 Punkten kletterte die SG auf Platz acht und könnte im Schlussspurt noch ein, zwei Plätze gutmachen.


Schlechte Aussichten für die SG Bad Breisig (links Timo Schäfer): Nach dem 4:5 in letzter Minute gegen die SG Vordereifel beträgt der Rückstand drei Spiele vor Schluss nun neun Punkte.

Foto: Vollrath

 Tore:
0:1 S. Diensberg (6.), 0:2 Dreidoppel (10.), 1:2 Diefenbach (30.), 1:3 Anheier (37.), 2:3 Ünal (70.), 2:4 Stein (72.), 3:4 J. Daoud (85.), 4:4 Schäfer (87.), 4:5 Stein (90.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Chris Schneider (Koblenz)

Zuschauer:
50

SG Bad Breisig:
Pütz, Levent, R. Daoud, A. Daoud (70. Hübner), Ünal, Lückenbach, Schulze, Schäfer, Diefenbach, J. Daoud, Buschbaum

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hammes, Weiler, Geisen, Hoffmann (50. Shepherd), Dreidoppel, N. Diensberg, S. Diensberg (75. Peters), J. Hartmann, Stein, Anheier (80. Feldhausen)
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26. Spieltag

SG Vordereifel - SG Unzenberg 7:1 (4:1)
          

Zuletzt fuhren die Fußballer der SG Unzenberg/Sargenroth/Mengerschied nach einem Gastspiel auf dem Laubacher Rasen gegen die SG Vordereifel jeweils ohne einen Punkt im Gepäck zurück von der Eifel in den Hunsrück. Und am 26. Spieltag der laufenden Saison in der Bezirksliga Mitte war das wieder genauso. Mit 7:1 (4:1) fegte Vordereifel die Gäste vom Spielfeld und ließ einen etwas missmutigen Andreas Auler zurück. 

Unzenbergs Trainer wollte die Niederlage nämlich nicht nur dem Fehlen von vier Stammspieler zuschreiben. „Momentan ist nicht mehr drin. Von mir aus kann die Saison schon sofort aufhören. Aber trotzdem, mit dieser Einstellung, die schon die ganzen letzten Wochen nicht stimmt, kommt dann so etwas zusammen“, äußerte sich Auler. Gefehlt hatten ihm Daniel Georg, Christian Kleid, Lars Herrmann und Markus Dämgen.

Seinem Gegenüber Peter Geisen gefiel natürlich der Sieg: „Irgendwie hat man im Vorfeld ja gelesen, dass Unzenberg hier nicht punkten kann und damit unser Lieblingsgegner ist. Ich persönlich habe das nicht so gesehen. Bei uns hat heute von Beginn an die Einstellung gestimmt und die Tore fielen zum richtigen Zeitpunkt. Das hat uns natürlich geholfen und irgendwann wird es dann ein Selbstläufer.“

Mit diesem Erfolg dürfte jetzt ein weiteres Jahr in der Bezirksliga gesichert sein. Vordereifel liegt mit 34 Punkten auf Tabellenplatz neun und der Abstand auf den drittletzten und wohl ersten Abstiegsrang beträgt satte zehn Zähler bei noch vier ausstehenden Spielen. Unzenberg hat vier Punkte mehr und Platz sieben inne. Abstieg war hier ja nie ein Thema.

Die Geschichte des Spiels ist an sich schnell erzählt. Die Gastgeber bestimmten vom Anpfiff weg das Geschehen auf dem Platz und kamen schnell zum 1:0 durch Trainersohn Max Geisen, der einen Freistoß von Julian Hartmann einnickte (10.). Auch das Tor zum 1:1-Ausgleich durch Raphael Pink mit dem Kopf nach einer Hereingabe von Marc Caspar (17.) weckte die Geister der Gäste nicht und schockte auch nicht die Geisen-Elf. Im Gegenteil. Nico Anheier bediente Patrick Stein und es stand 2:1 (21.). Drei Minuten später legte Peter Hoffmann für Anheier auf und per Kopf fiel das 3:1 (24.). Den Pausenstand von 4:1 markierte Tobias Hartmann mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze weg (38.).

Unverändertes Bild nach dem Wiederanpfiff: Von rechts schlug Anheier eine Flanke und Stein war da zum 5:1 (53.). Bei seinem dritten Tor an diesem Tag profitierte Stein von einem hart getreten Freistoß von Luca Feldhausen, den Gästekeeper Björn Moldenhauer lediglich abklatschte und Vordereifels Torjäger nur zum 6:1 abstauben musste (73.). Den Schlusspunkt zum 7:1-Endstand setzte Feldhausen mit Köpfchen, als er eine Hereingabe von Hoffmann erfolgreich verwertete (87.). Das war es dann gewesen.

Und gleich nach dem Schlusspfiff öffneten sich Geisen und Karl-Heinz Gorges und Helmut Junglas vom Vorstand zur neuen Saison und zu schon feststehenden Neuzugängen. „Uns ist die sportliche Perspektive wichtig. Wir wollen in der kommenden Saison vier Spieltage vor Schluss nicht noch über den Abstieg reden müssen. Dieses Thema soll erst gar nicht mehr auf den Tisch kommen. Aber wir werden das Schritt für Schritt angehen.“ Helfen sollen dabei schon mal zwei Neue, die beide vom TuS Mayen kommen. Für die Offensive ist das der erst 19-jährige Lukas Mey und für die Defensive Steffen Schmitt.


Die SG Vordereifel (in Rot-Weiß, von links mit Lukas Weiler und Kevin Dreidoppel) war ganz klar obenauf gegen die SG Unzenberg/Mengerschied/Sargenroth um Startelf-Debütant Nico Wagner. Vordereifel siegte mit 7:1 in Laubach und muss den Blick im Klassement mit nun 34 Punkten nicht mehr nach unten richten.
Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Geisen (10.), 1:1 Pink (17.), 2:1 Stein (21.), 3:1 Anheier (24.), 4:1 T. Hartmann (38.), 5:1, 6:1 Stein (53., 73.), 7:1 Feldhausen (87.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Ingo Kreutz (Lutzerath)

Zuschauer:
100

SG Vordereifel:
Sesterhenn, N. Diensberg, Weiler, Geisen, Hoffmann, Dreidoppel, J. Hartmann (78. Hammes), T. Hartmann (64. Peters), Feldhausen, Stein, Anheier (69. Shepherd)

SG Unzenberg:
Moldenhauer, Kaiser, Schneeberger, Wickert (46. Ghanem), Caspar (52. Bullerschen), Tittel, Wagner (80. Wust), Klein, Pink, Braun, Steffens
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25. Spieltag

SG Mülheim-Kärlich II - SG Vordereifel 4:2 (2:1)
      

Nur zweimal keimte Hoffnung bei Vordereifel auf: Nach einer halben Stunde verkürzte Nico Anheier auf 1:2. Mülheim-Kärlichs Winterzugang Ali Ayari hatte die Gastgeber zuvor mit einem Doppelpack (11., 23.) mit 2:0 in Front gebracht. „Nach Nicos Anschlusstor hatten wir gute zehn Minuten, da habe ich auch in der Pause gedacht, da kommt die zweite Hälfte noch was von uns“, sagte Geisen.

Aber kaum war dessen Kabinenansprache beendet, klingelte es zum dritten Mal im Vordereifeler Gehäuse. Jeremy Heyer traf zum 3:1 (47.). Der Sekunden zuvor eingewechselte Luca Feldhausen ließ mit seinem erstem Ballkontakt, der zum 2:3 führte (61.), zum zweiten Mal die Gäste-Fans auf eine Wende hoffen. Doch Heyer mit seinem zweiten Treffer in der 67. Minute entschied Heyer die Begegnung endgültig. „Das 4:2 wird auch unserer Leistung gerecht, wir haben verdient gewonnen“, bilanzierte Mülheim-Kärlichs Spielertrainer Cihan Akkaya. Dem konnte Geisen nur beipflichten: „Das war zu wenig von uns. Kein Vergleich zum Auswärtssieg in Plaidt eine Woche zuvor. Wir waren diesmal irgendwie gar nicht auf dem Platz.“

Durch die Niederlage beim Drittletzten Mülheim-Kärlich II verringerte sich der Abstand auf die Abstiegszone, die beim Gegner beginnt, auf sieben Punkte. Sorgen muss sich Geisens Team bei fünf ausstehenden Spieltagen keine großen machen, trotzdem sagt der Trainer: „Wir sollten gegen Unzenberg drei Punkte holen, damit wir endgültig gesichert sind.“

Tore:
1:0, 2:0 Ayari (11.,23.), 2:1 Anheier (30.), 3:1 Heyer (47.), 3:2 Feldhausen (61.), 4:2 Heyer (67.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Christopher Groß (Münchenroth)

Zuschauer:
80

SG Mülheim-Kärlich II:
Becker, Kuhn, Köhler (65. Ternes), T. Schmitz, Sallashi, Jeha (41. Köse), Ayari, Heyer, F. Schmitz, Ouro-Djeri (86. Fischer), Heid

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hoffmann, S. Diensberg, N. Diensberg, T. Hartmann (60. Peters), Weiler, J. Hartmann, Hammes (60. Feldhausen), Shepherd, Geisen, Anheier (65. Dreidoppel)
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24. Spieltag

FC Plaidt - SG Vordereifel 1:2 (0:0)
      

Peter Geisen war überglücklich. „Endlich ist uns mal wieder ein Auswärtssieg gelungen“, frohlockte der Trainer der SG Vordereifel nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg in der Fußball-Bezirksliga beim FC Plaidt. „Und der ist auch noch nicht unverdient.“ Zu verdanken hatten die Gäste den Sieg einem Mann, der eigentlich in der Startelf hatte stehen sollen, dann jedoch wegen Knieproblemen nur für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stand – und aus wenigen Minuten das Maximum herausholte: Julian Hartmann wurde zum Mann der Partie, als er in der 74. Minute das 2:1 markierte.

Kurz vor dem Anpfiff nahm Geisen seinen Mann mit der Nummer zehn aus der ersten Elf. 90 Minuten waren für Hartmann nicht drin, für 20 hingegen sollte es reichen. Als er dann auf dem Platz stand, dauerte es nur zwei Minuten, ehe er auf Vorarbeit von Nico Anheier den siegbringenden Treffer markierte. Der Vorarbeit Anheiers war ein langer Ball vorausgegangen – und damit hatte der Plan der Gäste komplett gegriffen. „Wir wollten kompakt stehen und mit einzelnen Angriffen die Entscheidung herbeiführen“, betonte Geisen: „Das ist uns gelungen. Wir haben nicht viel zugelassen, und das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Nur einmal musste SG-Torhüter Patrice Sesterhenn hinter sich greifen. In der 48. Minute gab es Freistoß für die Gastgeber, die den Ball an den Strafraum schlug. Dort klärten die Angereisten eigentlich zweimal, doch das Spielgerät kam immer wieder zurück, und am Ende war John Rausch an der Strafraumgrenze zur Stelle und lupfte die Kugel in die Maschen (48.). Die Antworte der Vordereifeler ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Steffen Diensberg schlug in der 52. Minute einen Freistoß von halbrechts in den Strafraum. Der Ball war scharf geschossen, segelte an allen Akteuren und letztlich auch an FC-Torhüter Niklas Nett vorbei ins Tor. „Es war total wichtig, dass wir sofort zurückgekommen sind“, ordnete Geisen den Ausgleich ein. Vor dem Seitenwechsel hatte er ein ausgeglichenes Spiel mit einigen Halbchancen auf beiden Seiten gesehen.

Unsanft auf dem Boden aufgeschlagen ist der FC Plaidt (vorn mit Juri Pineker). Das 1:2 gegen die SG Vordereifel Müllenbach bedeutet für die Alemannia einen herben Dämpfer im Abstiegskampf. Foto: Andreas Walz

Tore:
1:0 Rausch (48.), 1:1 S. Diensberg (52.), 1:2 J. Hartmann (74.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Athanasios Fasoulas (Ahrbrück)

Zuschauer:
80

FC Plaidt:
Nix, Schlich, Homfeld, Zimmer, Mertens, Pineker, Akayoglu, Rausch, Rawert, Pies (75. Marder), Birkner (60. Molitor)

SG Vordereifel:
 Sesterhenn, Hoffmann, S. Diensberg (75. Peters), N. Diensberg, T. Hartmann, Weiler, Stein (88. Reuter), Hammes (72. J. Hartmann), Shepherd, Geisen, Anheier
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Nachholspiel - 19. Spieltag

SG Vordereifel - Ata Sport Urmitz 1:2 (1:2)
        

Oje, oje: Das war nichts, was die SG Vordereifel im Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga Mitte auf dem heimischen Rasen in Laubach gegen den Drittletzten Ata Sport Urmitz bot. Auch die bisher gezeigte Heimstärke nutzte nichts, die Partie ging verdient mit 1:2 (1:2) verloren und hinterließ einen sichtlich geknickten SGV-Trainer Peter Geisen.

„Diese Niederlage gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle hinter uns steht, tut so richtig weh. Jede Woche kassieren wir die Tore nach individuellen Fehlern. In der Halbzeit habe ich schon gesagt, am besten machen wir uns die Dinger selber rein, dann ersparen wir dem Gegner die Arbeit“, sagte ein bitter enttäuschter Geisen. In der Tat war das, was die rund 80 Zuschauer bei kalten Temperaturen vom Anstoß weg sahen, aus einheimischer Sicht nicht aufwärmend. Viel zu zerfahren und unkonzentriert ging man gegen einen Gast vor, der mit Aggressivität und Kampfgeist zeigte, dass er die drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg unbedingt mitholen wollte.

So fiel dann auch das 0:1 durch Edis Ramovic in der 12. Minute. Völlig unbedrängt zog der Torschütze aus 20 Metern ab – und mit einem Aufsetzer schlug der Ball im Netz ein. Ob der Ball erst durch einen Platzfehler den richtigen Weg ins Netz fand, sei dahin gestellt. Vordereifels Torwart Patrice Sesterhenn sah in dieser Situation jedenfalls nicht gut aus.

Dann die beste SGV-Szene: Einen Eckball von Steffen Diensberg verlängerte Patrick Stein mit dem Kopf an den Innenpfosten. Peter Hoffmann war zur Stelle und verwertete den Abpraller zum 1:1 (18.). Einen Ruck in der Geisen-Elf erzeugte das aber nicht. Vielmehr führten eigene Unzulänglichkeiten vermehrt zu brenzligen Szenen vor dem eigenen Kasten, aber noch nicht zu weiteren gegnerischen Toren. „Wir haben uns schnell den Schneid abkaufen lassen. Urmitz war zweikampfstärker und bissiger“, so der Coach. Haare raufend muss für Geisen dann die Aktion von Rechtverteidiger Ryan Shepherd kurz vor der Pause direkt vor der Trainerbank gewesen sein. Völlig unnötig legte er Alpay Colaklar den Ball auf. Der nahm das Geschenk dankend an und versenkte die Kugel zum Halbzeit- und gleichzeitig Endstand von 2:1 im Netz (42.).

Vordereifel blieben noch 45 Minuten, die eigenen Fehler auszubügeln. Zwar hatte man mehr Spielanteile, Brauchbares kam dabei jedoch in keiner Weise bei herum. Im Gegenteil: Zwei Mal musste Sesterhenn in höchster Not retten (47., 64.). Einzig ein Fernschuss von Max Geisen, den Gästekeeper Michael Wall glänzend parierte, erzeugte etwas Hoffnung (67.).

Ansonsten sah man nur Hau-Ruck-Fußball mit langen Bällen nach vorne, die die gut stehende Urmitzer Defensive nie in Gefahr brachte. Auch die vielen weiten Einwürfe von Lukas Weiler vor das gegnerische Tor fruchteten nicht. Ebenso die Fernschüsse, die alle ihr Ziel verfehlten. Torhüter Wall hatte einen ruhigen Abend. Dzenis Ramovic, der gesperrte Spielertrainer von Urmitz, jubelte nach dem Abpfiff: „Das war ein gutes Spiel von uns. Wir wussten um die langen Bälle von Vordereifel und haben mit einem tollen Kampf nichts zugelassen.“

Urmitz hat jetzt 22 Punkte, machte einen Platz nach vorne gut und ist jetzt Viertletzter. Sechs Zähler besser und weiter auf Rang zehn liegt die SG Vordereifel. Mit einem Sieg hätte die SGV fast alle Zweifel am Klassenverbleib beseitigen können. So kann es mit weiteren Pleiten in Plaidt (Drittletzter) am Sonntag und dann am Karsamstag in Mülheim-Kärlich (Vorletzter) doch noch mal eng werden in Sachen Rettung.

Tore:
0:1 E. Ramovic (12.), 1:1 Hoffmann (18.), 1:2 Colaklar (42.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Philipp Michels (Lissendorf)

Zuschauer:
80

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Shepherd (46. Hammes), Hoffmann Weiler, Dreidoppel, Geisen, J. Hartmann, T. Hartmann, St. Diensberg, Stein, Anheier

Ata Sport Urmitz:
Wall, Erol, Aslan, Atlen, Ates (75. Ostavari), Colaklar (87. Decker), Ücgoz, E. Ramovic, Stutzke, Dervishay, Michalakis
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23. Spieltag
SG Vordereifel - FC Cosmos Koblenz 2:2 (2:0)
        

Patrick „Paddy“ Stein hätte wenige Momente vor Toresschluss zum Helden der Fußball-Bezirksliga-Partie zwischen der SG Vordereifel und Cosmos Koblenz werden können: Der nimmermüde Kämpfer spritzte in eine missglückte Absprache am Strafraum der Gästeabwehr, eroberte den Ball und legte ihn am Torwart vorbei – aber auch am Gehäuse. Ein Treffer zum 3:2 wäre jedoch zu viel des Guten gewesen, so blieb es beim 2:2 (2:0), ein Ergebnis, das den Gastgebern im unteren Tabellenmittelfeld wenig weiterhilft.

Fast hätte es obendrein eine Doublette zum Vorrundenspiel gegeben – da führten die Vordereifeler in Koblenz schon mit 2:0, gaben die Punkte (2:3) noch ab. Auch in Laubach spielte am Ende nur noch eine Mannschaft: Cosmos. Vor der Pause jedoch düpierte Nico Anheier gleich zu Beginn die zunächst schlafmützig wirkende Defensivkette von Cosmos: 1:0 (3.). Derselbe Spieler verwandelte einen Strafstoß (45.) zum 2:0. Klingt nach klaren Kräfteverhältnissen. Aber Vordereifels Trainer Peter Geisen relativierte: „Na ja, spielbestimmend waren wir nicht, aber effektiv. Wir machen aus drei Chancen zwei Tore.“ Zwei Treffer hätten allerdings auch die Gäste vor dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Hamid Rostamzada erzielen können: Anil Hassan Buerue (7.) und Jay Takahashi (36.) verpassten knapp.

Setzten die Vordereifeler in der ersten Hälfte hier und da spielerische Akzente, so kam ihr Aufbauspiel nach der Pause völlig zum Erliegen. Man hätte sich jemanden im Mittelfeld gewünscht, der in der Lage ist, das Spiel zu beruhigen und die Nebenleute mit sauberen Pässen einzusetzen. Fehlanzeige, das Aufbauspiel der Einheimischen erschöpfte sich in langen Pässen auf die beiden Spitzen. Und ergab sich vorne eine Gelegenheit, übersah man oft den besser postierten Nebenmann.

Cosmos kombinierte im zweiten Abschnitt oftmals über fünf, sechs Stationen, ohne dass ein Vordereifeler den Ball eroberte. Auch lange Pässe fanden oft einen Abnehmer. Ein solcher Spielzug (55.) fand sein Ziel, als ein Querschläger in der Vordereifeler Abwehr von Albert Buhler nach innen geflankt wurde und Agim Xhaferi zum 2:1 abstaubte. „Es war mir klar, dass wir ein 2:0 nicht verwalten können, denn Cosmos ist so spielstark, die sind schwer aufzuhalten“, schätzte SG-Coach Geisen die Situation realistisch ein. Nach dem Strafstoßtor von Gabriel Petrovici (72.) schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die Koblenzer auf die Siegerstraße einbiegen würden. Ihr Powerspiel aufs Vordereifeler Gehäuse hielt zwar an, aber es kamen nur wenige zwingende Einschussmöglichkeiten zustande. Cosmos-Spielertrainer Erkan Aydogan etwas geknickt: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur auf ein Tor gespielt, da muss mehr rausspringen.“ Aber Aydogan attestierte auch den Eifelern, dass sie „sehr gut gekämpft haben“. Und das traf auch für die SG-Defensive zu.

Einer, der „irre viel ackerte“ (Geisen), war besagter Patrick Stein. An ihm, so gab Trainer Geisen seinen Spielern vor dem Mittwoch-Heimspiel gegen Urmitz mit auf den Weg, „dürfen sich andere in der Mannschaft ruhig ein Beispiel nehmen.“

Tore:
1:0, 2:0 Anheier (3.; 45., Strafstoß), 2:1 Xhaferi (55.), 2:2 Petrovici (72., Strafstoß)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Hamid Rostamzada (Mayen)

Zuschauer:
120

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hammes, Geisen, Weiler, Shepherd, S. Diensberg (80. Peters), N. Diensberg (48. Hoffmann), J. Hartmann, T. Hartmann, Stein, Anheier (68. Dreidoppel)

FC Cosmos Koblenz:
Renda, Aydogan (64. Dogan), Xhaferi, Muriqi, Buerue, Acar, Petrovici, Takahashi, Takizawa, Boyraz (52. Buhler), Sato

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22. Spieltag

SG Argenthal - SG Vordereifel 3:2 (0:0)
    

Glücklich oder nicht. Verdient oder nicht. Hochklassig oder nicht. Das alles war Jan Wächter nach dem 3:2 (0:0)-Sieg seiner SG Argenthal/Liebshausen/Mörschbach in der Fußball-Bezirksliga Mitte über die SG Vordereifel vollkommen egal. Es war der erste Dreier in der Fußball-Bezirksliga Mitte seit 125 Tagen. Und es war der erste Dreier unter Wächter als Trainer. Und es war ein Sieg für die Moral. Nachvollziehbar, dass den Coach das Wie nicht interessierte. Thematisiert werden muss es trotzdem.

Ein Blick auf Gästetrainer Peter Geisen machte zumindest deutlich, dass man über die Adjektive glücklich und verdient durchaus nachdenken musste. Der Vordereifeler verschwand nach dem Abpfiff wortlos in die Kabine. Alleine. Ohne den Austausch mit irgendjemandem zu suchen. Und er stand auch für einen Kommentar nicht zur Verfügung. Der sei nicht ansprechbar, so der Tenor seiner Spieler. Auch das war irgendwie verständlich. Schließlich hatte seine SG zweimal geführt – und dennoch verloren. Auch, weil sie sich stellenweise haarsträubende Fehler in der Defensive erlaubt hatte.

Doch zurück zum Anfang. Halbzeit eins ist schnell zusammengefasst. Da passiert nämlich nahezu nichts. Mal ein paar Halbchancen, ein paar Schussversuche und vor allem viel Fußball ohne Struktur. Zweikämpfe im Mittelfeld, zahlreiche Luftduelle, kaum schöne Spielzüge. Und wenn doch, dann waren nahezu immer zwei Akteure beteiligt: Roman Theise bei den Gastgebern und Julian Hartmann bei den Gästen. Theise scheiterte nach zwei Minuten aus spitzem Winkel, Hartmann zimmerte den Ball nach einer schönen Einzelaktion übers Tor (17.), zog knapp vorbei (27.), wurde von SG-Keeper Marius Berg von den Beinen geholt – der vermutlich fällige Pfiff blieb aus (32.). Im Gegenzug bediente Theise den mitgelaufenen Maurice Volkweis, der den Ball allerdings nicht richtig traf. Nur an einer Aktion waren beide Spieler nicht beteiligt: Als die Vordereifeler Defensive einen Volksweis-Eckball nicht geklärt bekam und Stefan Hohl auf Lars Silbernagel passte, der den Ball allerdings nicht richtig traf (22.).

Fußballerisch wurde es in Halbzeit zwei zwar nicht besser, aber immerhin bekamen die Zuschauer Tore zu sehen. Das erste bereitete – natürlich – Hartmann mit einer schönen Einzelaktion vor. Er setzte sich über die linke Seite durch, passte in die Mitte auf den eingewechselten Julian Hammes, der nur noch den Fuß hinhalten musste. 0:1 (63.). Nur zwei Minuten später leistete sich Vordereifels Ryan Shepherd allerdings einen viel zu kurz geratenen Rückpass auf Keeper Patrice Sesterhenn. Theise – wer sonst – sprintete dazwischen, konnte vom Schlussmann nur per Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Raphael Kauer zum 1:1 (67.). Sechs Minuten später war die SG Vordereifel wieder an der Reihe. Ein Freistoß von Luca Feldhausen wurde zwar von der Argenthaler Defensive geblockt, allerdings vor die Füße von Niklas Diensberg, der aus spitzem Winkel zum 1:2 einschob. Wieder zwei Minuten später klingelte es auf der anderen Seite. Die Gäste-Defensive ließ Hohl ohne große Gegenwehr auf der rechten Seite ziehen. Hohl passte in die Mitte, da musste Theise nur noch den Fuß hinhalten (75.). Nichts machen konnte die Vordereifeler Defensive beim 3:2. Der eingewechselte Marvin Schulzki traf aus halblinker Position den langen Pfosten. Theise stand auch dieses Mal richtig und schob ein (81.).

Dann begann das große Zittern bei den Gastgebern. Vordereifel rannte an, verfehlte das Tor aber einige Male um Haaresbreite. Und ging es doch mal Richtung Tor, wurde es meist brenzlig. Marius Berg im Argenthaler Kasten hatte nicht seinen besten Tag erwischt, strahlte bei jeder Aktion Unsicherheit aus. So rutschte ihm beispielsweise ein eigentlich harmloser Freistoß von Kevin Dreidoppel durch die Finger, flog aber knapp am Tor vorbei (83.). Doch die Gastgeber hatten Glück: Die meisten Bälle kamen gar nicht erst auf den Kasten. Und so blieb es beim vielleicht glücklichen, vielleicht schmeichelhaften und garantiert nicht hochklassigen 3:2. Aber das zumindest interessierte auf Seiten der Gastgeber keinen. Vor allem Wächter nicht. „Wir haben das erzwungen und uns endlich für unser Engagement belohnt. Unterm Strich stehen die drei Punkte. Das zählt.“


Ebnete Argenthal mit zwei Treffern den Weg zum lang ersehnten Sieg: Roman Theise (links) setzte sich mit seiner Elf in Liebshausen mit 3:2 gegen die SG Vordereifel um Lukas Weiler durch.
Foto: hjs-Foto

Tore:
0:1 Hammes (63.), 1:1 R. Kauer (66./Foulelfmeter), 1:2 N. Diensberg (73.), 2:2, 3:2 Theise (75., 83.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Niclas Berg (Sohren)

Zuschauer:
150

SG Argenthal:
Berg, Silbernagel (46. Römer), Hohl, Schmitz, Hilgert-Walber, Volkweis, Weber, Leyendecker (79. Endres), Metz (73. Schulzki), Kauer, Theise

SG Vordereifel:
  Sesterhenn, Hoffmann (55. Hammes), S. Diensberg (84. D. Stripling), N. Diensberg, T. Hartmann, Weiler, J. Hartmann, Shepherd (84. Risser), Dreidoppel, Geisen, Feldhausen
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21. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Oberwinter 1:1 (1:1)
     

Widrige Bedingungen in der Eifel: Der Wind blies ordentlich in Laubach. Mit Unterstützung der Luft spielte Vordereifel im ersten Durchgang. Patrick Stein und Ryan Shepherd hatten in der ersten halben Stunde gute Tormöglichkeiten, Oberwinter ging aber nach 37 Minuten in Führung. „Aus dem Nichts“, wie Geisen hinzufügte. Die Gäste steckten den Ball gut durch, die Vordereifel-Abwehr stand unsortiert. „Wir haben die Schnittstelle nicht zumachen können“, monierte Geisen. Am Ende des Angriffs stand Mirco Koll und markierte das 1:0 für Oberwinter.

Doch Vordereifel ließ sich von dem Rückschlag nicht beirren und kam noch vor der Pause zum Ausgleich: Einen langen Ball erlief Stürmer Stein, der aus elf Metern und halbrechter Position zum 1:1 ins lange Eck einschoss (43.). Der mehr als verdiente Ausgleich.

Im zweiten Durchgang wurde der Wind noch extremer – und Vordereifel musste nun gegen die Luft ran. „Das war äußerst schwierig, auch weil Oberwinter nicht umsonst da oben steht“, meinte Geisen. Viele Ecken und Freistöße aus dem Halbfeld musste die SGV-Defensive verteidigen. Dabei erwies sich Keeper Patrice Sesterhenn als guter Rückhalt. „Ein paar Mal hat es gebrannt, aber wir haben insgesamt gut verteidigt“, lobte Geisen.

Fast wäre Vordereifel bei einem Konter in der 70. Minute die 2:1-Führung gelungen. Stein war auf und davon, verpasste aber das Abspiel und verzog den Ball – Chance vertan. Es blieb beim 1:1, mit dem Geisen wie gesagt sehr gut leben konnte: „Unter der Woche habe ich viel Leidenschaft gefordert. Das hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt.“

Zwei Randnotizen: Schiedsrichter Janek Eiden aus Reil machte einen guten Job in einem ruhigen Spiel und verteilte nur eine Gelbe Karte. „Der Schiri war eigentlich nur da, um die Zeit zu stoppen, so fair war es“, lobte Geisen den Unparteiischen, aber auch die faire Spielweise beider Mannschaften. Und: In der 88. Minute feierte A-Junior Luca Peters sein Bezirksliga-Debüt.

Durch den Punktgewinn gegen den Tabellendritten verbesserte sich Vordereifel auf den achten Platz. Der Vorsprung auf die Abstiegszone (drei müssen runter) beträgt stattliche zehn Zähler.


Einer von wenigen kniffligen Zweikämpfen im Spiel Vordereifel (in Rot mit Lukas Weiler) gegen Oberwinter: Die faire Begegnung in Laubach endete mit einem 1:1-Unentschieden. Foto: Markus Kroth

Tore:
0:1 Koll (37.), 1:1 Stein (43.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Janek Eiden (Reil)

Zuschauer:
150

SG Vordereifel:
Sesterhenn, S. Diensberg (80. Feldhausen), N. Diensberg (80. Peters), T. Hartmann, Weiler, J. Hartmann (72. Hoffmann), Hammes, Geisen, Shepherd, Dreidoppel, Stein

TuS Oberwinter:
Kauert, Koll, Gilles (70. Schweigert), Enke, Dogan, Merken, Sonntag, Irmgartz, Jaber, Groß, Thünker (85. Buqinca)
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20. Spieltag

SG Niederburg - SG Vordereifel 1:0 (1:0)
  

Nach einer brauchbaren ersten Halbzeit, gemessen an der Tabellensituation, kam im zweiten Durchgang Hektik auf. Schiedsrichter Dirk Huster schickte Vordereifels Nico Anheier in der 71. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Bei der zweiten Ampelkarte musste der Vordereifeler Spieler, Daniel Stripling, erst gar nicht vom Platz. Er war noch nicht drauf, sondern bekam sie beim Aufwärmen wegen Meckerns. „Wir haben gegen eine kampfstarke Truppe verloren. Den Rest hat der Schiedsrichter gemacht“, war Geisen mächtig angefressen. Er meinte damit die Schlussphase der Partie nach einer sehr schwachen zweiten Halbzeit von beiden Seiten. „Das hier kein Fußball zelebriert wird, war schon vorher klar bei den Tabellenständen“, sagte ein zufriedener Niederburger Trainer Patric Muders.

Dagegen waren die ersten 45 Minuten munter anzuschauen. Beide Teams schenkten sich nichts und verzichteten weitgehend auf Fouls. Strafraumsituationen waren Mangelware, obwohl hier und da Stürmer im gegnerischen Strafraum auftauchten. So in der 15. Minute, als Eich im gegnerischen Sechzehnter sich selbst an die Hand schoss und damit einen Gegenangriff einleitete, den Anheier vergab. Ein Schmankerl gab es aber noch. Mit einem sauberen Schnittstellenpass bediente Christopher König Jan Schink, der passte flach nach innen, Mark Eich hielt die Innenseite des Fußballschuhs dagegen – und es stand 1:0 für Niederburg. Der Siegtreffer, wie sich 55 Minuten später herausstellen sollte. Warum 55 Minuten? Weil durch die vielen Unterbrechungen sechs Minuten nachgespielt wurden. Was sonst noch aus der zweiten Halbzeit fußballerisch zu berichten wäre? Eigentlich nichts. Wäre da nicht der Aufreger mit der zweiten Gelb-Roten Karte. Freimütig gestand Vordereifels Daniel Stripling, der normalerweise in der Vordereifeler Zweiten spielt, was er zu Huster sagte: „Da pfeift bei uns jeder B-Klassen-Schiri besser als Sie.“

Für Muders war es ein gelungener Nachmittag: „Die erste Halbzeit war doch okay. Wir müssen immer ans Limit gehen. Bei unserer Spielerdecke ist jeder Spieler wichtig. Außerdem wollen wir drei Punkte holen, egal wie.“ Und Schiedsrichter Dirk Huster fand: „Die erste Halbzeit war normal. Die Zweite dagegen schwer.“


Das Tor des Tages in Niederburg: Mark Eich (links) von den Gastgebern überwindet Vordereifels Torwart Patrice Sesterhenn zum 1:0-Erfolg.
Foto: hjs-Foto:

Tore:
 1:0 Eich (43.)

Besonderheiten:
Gelb-Rot für Anheier (71.) und Auswechselspieler D. Stripling (74., beide Vordereifel)

Schiedsrichter:
Dirk Huster (Kasdorf)

Zuschauer:
115

SG Niederburg:
C. Pabst, J. Eich, Bauer (70. S. Pabst), Eroglu, M. Schink, C. Hohl, Kasper, J. Schink (87. Schneider), König, M. Eich (89. Theiß), Zuck

SG Vordereifel:
  Sesterhenn, S. Diensberg, N. Diensberg, T. Hartmann, Weiler, Stein, J. Hartmann, Hammes (80. Höger), Shepherd, Geisen, Anheier
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18. Spieltag

TuS Kirchberg - SG Vordereifel 3:0 (2:0)
     
  
Durch einen 3:0 (1:0)- Erfolg gegen die SG Vordereifel überwintert der TuS Kirchberg in der Fußball-Bezirksliga Mitte als Tabellenführer. Der Sieg war in keiner Phase der 90 Minuten gefährdet gegen einen erschreckend harmlosen Gegner. Der TuS ließ noch weitere Möglichkeiten liegen.

Für den Kirchberger Spielmacher Jonas Heimer war es das letzte Spiel in dieser Saison. „Am 3. Januar geht es für ein halbes Jahr nach Neuseeland und Australien. In den beiden Ländern möchte ich eine work&travel-Tour machen“, erklärt Heimer seine längere Abwesenheit. „Das ist hart für uns, aber wir werden schon damit klarkommen“, sagt TuS-Trainer Christian Schneider zum herben Verlust.

In der letzten Partie des Jahres ließ der Tabellenführer von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger den Platz verlassen würde. Bereits nach acht Minuten steckte Süleyman Özer auf den bärenstarken Florian Daum durch, der aber an Gästekeeper Daniel Wilhelmy scheiterte. In der 22. Minute war der Kapitän jedoch zur Stelle und drückte eine präzise Flanke von Alex Malysch zur 1:0-Führung über die Linie. Fast noch das 2:0 vor der Pause: Kevin Schener zielte knapp neben den Pfosten.

Was boten die Gäste? Fast gar nichts im Spiel nach vorne, sieht man von einem Kopfball durch Nico Anheier (13.) ab, der niemand das Fürchten lehrte. „Wir haben noch das Beste rausgeholt. Es hat einfach in der Breite gefehlt, nach noch drei Absagen heute Morgen“, erklärte SG Trainer Peter Geisen, um hinzuzufügen: „Ich bin nicht allzu traurig, der Kirchberger Sieg geht in Ordnung.“ Geisen musste sogar Ersatztorwart Patrice Sesterhenn mangels Feldspieler-Alternativen in der 86. Minute einwechseln.

Der zweite Durchgang begann gleich mit einem Knaller. Direkt nach Wiederanpfiff hielt Alex Singer aus 20 Meter einfach drauf. Der Ball klatschte vom SG-Torwart direkt vor die Füße von Özer, der zum vermeintlichen 2:0 vollstreckte. Der ansonsten gute Schiedsrichter Arianit Besiri aus Trier hatte eine Abseitsstellung erkannt und verweigerte den Treffer. Fragwürdig.

Florian Daum bedankte sich in der 50. Minute erneut bei Malysch, als er nach dessen Flanke die 2:0-Führung herbeiführte. Schener scheiterte danach zweimal aussichtsreich, einmal mit links und einmal bei einem fulminanten Kracher an die Haltestangen des Netzes. Heimer hätte seinen vorläufigen Abschied mit einem Kopfballtor krönen können. Doch Kopfbälle zählen nicht unbedingt zu seinen starken Qualitäten.

Der eingewechselte Torsten Resch traf noch den rechten Torpfosten. Doppeltorschütze Daum wurde vom Gästetorwart am Hattrick gehindert, sodass Trainer Schneider zurecht meinte: „Wir haben noch einige Chancen liegen lassen.“ Zufrieden war er mit Tim Müller, der vor vier Tagen seinen 18. Geburtstag feierte und den 3:0-Endstand nach Pass von Artur Stürz herstellte. „Wir haben bisher eine überragende Saison gespielt. Ein Dank an die Spieler“, so das Jahresschlusswort von Schneider. Trotz der Niederlage beim Wintermeister Kirchberg kann auch die SG Vordereifel als Siebter mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden sein.

Kirchbergs Kapitän Florian Daum (links) führte seinen TuS zum Sieg gegen die SG Vordereifel (rechts Lukas Weiler). Daum markierte das 1:0 und 2:0 beim 3:0 gegen die Gäste. Beide Daum-Tore wurden von Alex Malysch per Flanke vorbereitet. Kirchberg überwintert damit als Tabellenführer.Foto: B&P Schmitt

Tore:
 1:0 und 2:0 F. Daum (22., 50.), 3:0 Müller (90.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Arianit Besiri (Trier)

Zuschauer:
125

TuS Kirchberg:
Kunz, J. Heimer, Reifenschneider, F. Daum (85. Stürz), Sauer, Sehn-Henn, Singer (74. Müller), Malysch, Sagel, Schener, Özer (61. Resch)

SG Vordereifel:
  Wilhelmy, Hammes (85. D. Stripling), Weiler, Geisen, Sheperd, N. Diensberg, J. Hartmann, T. Hartmann, S. Diensberg (85. Sesterhenn), Feldhausen, Anheier
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17. Spieltag
SG Vordereifel - SG Gönnersdorf 4:2 (3:0)
   
    
Nach zwei Auswärtsniederlagen forderte Peter Geisen, Trainer der SG Vordereifel, vor der Partie gegen die SG Gönnersdorf-Brohl von seiner Mannschaft die bisher in der Fußball-Bezirksliga Mitte gezeigte Heimstärke ein. Und seine Spieler hatten das wohl vernommen und taten ihm beim 4:2 (3:0)-Sieg auf dem Laubacher Rasen diesen Gefallen. Mit jetzt 26 Pluspunkten liegt die SG auf Tabellenrang sieben, während Gönnersdorf auf Platz neun abrutschte (24 Punkte).

Bei sonnigem, aber eiskaltem Wetter nahm die Partie sehr schnell ihren Lauf. Sechs Minuten waren gespielt, als es das erste Mal im Gönnersdorfer Kasten rappelte. Steffen Diensberg hatte eine Ecke hereingeschlagen und Julian Hartmann war es, der die abgewehrte Kugel aus dem Hinterhalt zum 1:0 einnetzte (6.). Der Eifeler Torjubel war noch nicht ganz verhallt und man durfte schon wieder jubeln. Niklas Diensberg hatte aufgelegt, und Trainersohn Max Geisen erzielte mit einem trockenen Schuss ins lange Eck das 2:0 (7.). Das Tor zum 3:0 entsprang dann einer Eigenproduktion der Gäste. Julian Hartmann hatte hereingeflankt und Christian Heuser beförderte den Ball mit dem Kopf unter den eigenen Giebel. Es waren erst elf Minuten gespielt. „Die ersten Minuten haben wir total verschlafen und irgendwie war das Spiel dann entschieden“, kommentierte Gästecoach Ralph Seul diese für seine Mannschaft alles andere als gut verlaufene Anfangsphase. Die erste Tormöglichkeit für die Gäste hatte Kapitän Timo Schmidgen, der Ball flog aber weit am Heimtor vorbei (17.). Danach verflachte die Partie stark. Gönnersdorf versuchte es erfolglos mit langen Bällen in die Spitze, und bei Vordereifel schien die Bequemlichkeit die Überhand zu gewinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff kam aber wieder etwas Bewegung rein. Patrick Stein marschierte aus der eigenen Hältfe alleine auf Gästekeeper Vincent Klee zu, scheiterte im Abschluss aber am Torwart (45.). Folglich wurden die Seiten beim Stand von 3:0 für die Gastgeber gewechselt.

Nach dem warmen Tee in der Pause tat sich zunächst wieder nicht viel vor den knapp 70 frierenden Zuschauern. Dann durften aber die Fans von Vordereifel erneut jubeln. Nico Anheier hatte Geisen angespielt, der mit seinem zweiten Treffer das 4:0 markierte und damit seinen starken Auftritt krönte (59.). Kurz darauf traf Anheier nur die Latte (63.). Als mit der untergehenden Sonne die Temperaturen so richtig in den Keller gingen, kam in die Partie aber nochmals richtig Leben rein. Zuerst gelang Kevin Schütz überraschend das Tor zum 4:1 (80.). Nur eine Minute später flankte er auf Philipp Ruthsch, der mit dem Kopf das 4:2 machte (81.). War da etwa noch was drin für die Gäste? Nein – spätestens in der 89. Minute war das Spiel entschieden, als Gönnerdorf es aus dem Gewühl heraus nicht schaffte, das Spielgerät trotz bester Möglichkeiten über die Linie zu bugsieren. Geisen war zufrieden: „Ich bin froh, dass wir das letzte Heimspiel vor der Winterpause so gestalten konnten. Wir hatten uns das vorgenommen und haben es phasenweise auch umsetzen können. Natürlich haben uns die frühen Tore dabei geholfen. Dass wir nachher generell noch zittern mussten, hätte nicht sein müssen. Da hat die Stabilität nachgelassen, aber letztendlich zähen nur die drei Punkte.“ Sein Kollege Seul musste den Sieg anerkennen, hatte aber noch eine grundsätzliche Bemerkung zum Spiel: „Bei dem gefrorenen Spielfeld hätte gar nicht erst angepfiffen werden dürfen. Ich glaube, meine Spieler waren vor allem vor der Pause fast mehr mit dem Platz als mit dem Spiel beschäftigt.“


Torschützen unter sich: Vordereifels Julian Hartmann (links) traf zum 1:0 und bereitete das 3:0 vor, der Gönnersdorfer Philipp Ruthsch traf zum 2:4-Endstand aus Sicht seiner Elf. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 J. Hartmann (6.), 2:0 Geisen (7.), 3:0 Ch. Heuser (11., Eigentor), 4:0 Geisen (59.), 4:1 K. Schütz (80.), 4:2 Ruthsch (81.)

Besonderheiten:
Rote Karte für Eifler (SGG) wegen Schiedsrichterbeleidigung (90.)

Schiedsrichter:
Thomas Haus (Wilsecker)


Zuschauer:
70

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hoffmann, Weiler, Geisen, Shepherd, J. Hartmann (68. Hammes), T. Hartmann, N. Diensberg, S. Diensberg (60. Feldhausen), Stein, Anheier

SG Gönnersdorf
:
Klee, Ch. Heuser, Szlinkiert (82. Eifler), Schmidgen, K. Schütz, Melcher, Felten (71. Göbel), Wagner, P. Schütz (71. A. Heuser), Ruthsch, Antwerpen
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16. Spieltag

FC Metternich - SG Vordereifel 3:1 (1:0)
   
  
Der SG Vordereifel fehlte beim Zweiten der Fußball-Bezirksliga Mitte, dem FC Metternich, einfach die Durchschlagskraft in der Offensive. Folglich unterlagen die Kombinierten mit 1:3 (0:1) und stehen auswärts erneut ohne Punkte da.

Das Spitzenteam legte die Verhältnisse gleich zu Beginn fest. Mit richtig viel Druck brachten die Metternicher die Vordereifeler in Bedrängnis, versäumten es dabei lediglich, zwei oder drei Treffer zu erzielen. Unterstützung erhielten sie von den Gästen. In der 25. Minute schlug der FC einen langen Ball in die Spitze. Die SG-Defensive stand nicht gut geordnet und ließ den Ball passieren – 0:1.

Doch das sollte der Weckruf für die SG gewesen sein. Fortan waren die Spielanteile ausgeglichener. Auch wenn die Metternicher weiterhin mehr Ballbesitz hatten und gefällig spielten, blieben die großen Möglichkeiten aus. Es dauerte etwa eine Stunde, bis sich die Auswärtigen belohnten. Eine Freistoßflanke unterschätzte der Metternicher Torhüter, wodurch er den Ball nicht richtig klären konnte. Peter Hoffmann bedankte sich, indem er das Spielgerät locker über den Schlussmann zum 1:1 hob (62.).

„Wir haben es danach geschafft, die Ruhe weiterhin im Spiel zu halten“, sagte SG-Trainer Peter Geisen und ergänzte: „Wir haben dann aber wieder einen Treffer verschenkt.“ Bei einer Flanke stimmte die Absprache in der Abwehrreihe nicht, sodass nach 70 Minuten wieder der Tabellenzweite mit 2:1 vorne lag. Vordereifel machte auf. Doch wie es nicht anders sein konnte an diesem Tag, schenkten sie dem FC den Erfolg nach 82 Minuten: Kevin Dreidoppel spielte einen zu kurzen Rückpass auf den eingewechselten Torwart Daniel Wilhelmy, der dabei zuschauen musste, wie ihm ein Metternicher den Ball vor der Nase wegschnappte und das vierte Tor des Tages markierte. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber wir bekommen auswärts chronisch nichts auf die Reihe. Gegen ein Team wie Metternich war das zu wenig“, resümierte Geisen.

Tore:
1:0 Volk (11.), 1:1 Hoffmann (62.), 2:1 Weis (69.), 3:1 Lommer (72.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Markus Wozlawek (Bad Breisig)

Zuschauer:
75

FC Metternich:
Junker, Menten, Kühl-Decker, J. Rittgen, Oellinger, Wagner (87. Tidelski), Lommer, L. Rittgen, Simsek, Volk (85. Renda), Weis (75. Foehl)

SG Vordereifel:
  Sesterhenn (62. Wilhelmy), Hoffmann, Geisen, Weiler, Hammes Shepherd, J. Hartmann, T. Hartmann, S. Diensberg (55. Dreidoppel), Feldhausen, Anheier (55. Schäfer)
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15. Spieltag

TuS Rheinböllen - SG Vordereifel 3:1 (0:0)
   
  
In der Fußball-Bezirksliga Mitte siegte der TuS Rheinböllen gegen die SG Vordereifel mit 3:1 (0:0). Es war bereits der fünfte Heimerfolg der laufenden Saison. Und es war ein Spiel, das so seine Geschichten hatte – ein Comeback, eine Blitzheilung und ein Keeper mit Torriecher.

Der eigenen Personalnot und dem zeitgleichen Punktspiel der zweiten Mannschaft geschuldet, erklärte sich der eigentlich zurückgetretene Philipp Steigerwald bereit, seinem TuS auszuhelfen. Trainer Kevin Tost brachte ihn von Beginn an. Durchgang eins ist schnell erzählt, das Stürmischste war eindeutig das Wetter. Speziell das Aufbauspiel der Hausherren war sehr fehlerbehaftet. „In der ersten Halbzeit waren wir einfach schlecht“, fand auch TuS-Trainer Tost. Ein wenig besser zu gefallen wussten da die Eifeler Gäste und waren mit dem Sturmduo Nico Anheier/Patrick Stein ein ums andere Mal gefährlich. Eine Co-Produktion der beiden hatte dann auch die größte Möglichkeit im ersten Abschnitt zur Folge, doch Rheinböllens Torwart Sebastian Butz parierte glänzend gegen den völlig freistehenden Stein (44.).

Halbzeit zwei war gerade mal eine Minute alt, da verletzte sich der „Comebacker“ Steigerwald vermeintlich schwer, ohne Fremdeinwirkung fasste er sich nach einer unkontrollierten Landung ans Knie, blieb minutenlang liegen und konnte nur von zwei Betreuern gestützt das Spielfeld verlassen. Glücklicherweise ging es nach kurzer Zeit für ihn leicht humpelnd weiter. Just nach dieser Szene die bis dato nicht unverdiente Gästeführung. Anheier nutzte den „Geleitschutz“ (O-Ton Kevin Tost) der Rheinböllener Abwehr und schloss mit links zum 0:1 ab (49.).

Dann riss bei den Gästen allerdings völlig der Faden und die Heimelf drehte mit starken 20 Minuten die Partie. Zunächst stand der „Geheilte“ Steigerwald goldrichtig und traf zum 1:1 (54.), dann schob Christoph Bittner nach Pass von Christopher Rott zum umjubelten 2:1 ein. Rott hatte zuvor bei der Ballmitnahme gepatzt, behielt aber das Leder und den Blick für den besser postierten Sturmpartner (63.). Von den Vordereifelern, die am vorherigen Spieltag noch die hoch eingestufte SG Moselkern deutlich bezwangen, kam überraschenderweise kein Aufbäumen mehr.

Und so hatte das Spiel in der Nachspielzeit eine weitere Kuriosität parat. Marc Reifenschneider, eigentlich Stammkraft zwischen den Pfosten, wurde in der Schlussphase als vorderste Spitze eingewechselt – und traf prompt. Bei einem abgeklatschten Schuss von Andreas Herdt war er zur Stelle, staubte zum 3:1 ab und ließ sich gehörig feiern (90.+1). Damit wurde „Vordereifel-Schreck“ Reifenschneider zum Wiederholungstäter, denn bereits in der Vorsaison schlug er in der Nachspielzeit als Torwart zum damaligen 2:2 zu.

Tost war richtig aufgekratzt: „Bis zur Pause wäre ein Rückstand wohl das gerechtere Ergebnis gewesen, dann hatten wir aber 30 richtig gute Minuten in denen wir uns auch einige Chancen schön herausgespielt haben. 26 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt zu haben, ist schon Wahnsinn. Es kommen noch drei Spiele, in denen du punkten kannst, mit 30 Punkten über den Winter würden wir super dastehen.“

Ein niedergeschlagener Gästetrainer Peter Geisen sagte: „Eigentlich ist der Frust zu groß, um überhaupt was zu sagen. Nach der Führung haben wir keinen Aufwand mehr betrieben. Das Körperbetonte, dieses 'dem Gegner keinen Raum lassen' war nicht mehr vorhanden. Halbzeit zwei war bezirksligauntauglich – unerklärlicherweise.“


Rheinböllens Ex-Kapitän Philipp Steigerwald (in Weiß-Schwarz) feierte tatsächlich sein Comeback gegen Vordereifel mit Spielführer Tobias Hartmann – und er traf sogar zum wichtigen 1:1 für die Gastgeber beim 3:1.Foto: hjs-Foto

Tore:

0:1 Anheier (49.), 1:1 Steigerwald (54.), 2:1 Bittner (63.), 3:1 Reifenschneider (90.+1)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Chris Schneider (Koblenz)

Zuschauer:
130

TuS Rheinböllen:
Butz, Radic, D. Flesch, Kuznecov, Pira (58. Helmerich), Hankammer, Herdt, Steigerwald, Acht, Rott (90. Pham), Bittner (86. Reifenschneider)

SG Vordereifel:
  Sesterhenn, Hoffmann, Geisen, Weiler, Dreidoppel (87. Klippel), Shepherd, J. Hartmann, T. Hartmann, S. Diensberg (72. Feldhausen), Stein, Anheier
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14. Spieltag
SG Vordereifel - SG Moselkern 3:0 (0:0)
   
 
„Alles für den Derbysieg“ war auf einem Banner zu lesen, das die mitgereisten Gäste-Fans beim Spiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen der gastgebenden SG Vordereifel und ihrer SG Moselkern/Müden/Treis-Karden auf dem Sportplatz in Laubach ausgerollt hatten. Ein Derbysieg wurde es zwar, aber nicht für die SG von der Mosel, sondern beim 3:0 (0:0)-Heimsieg blieben die drei Punkte überraschend, aber hochverdient in der Eifel.

Vordereifels Trainer Peter Geisen konnte es gar nicht richtig fassen: „Wenn mir das vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wirklich daran geglaubt hätte ich nicht“, war seine erste Reaktion, um zugleich freudestrahlend nachzulegen: „Das war eine Topleistung heute, die beste in der Saison und das ohne eine Schwachstelle über 90 Minuten. Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft.“

Tatsächlich hatte sich sein Team bei frostigen Temperaturen und vor der großartigen Kulisse vor rund 260 Zuschauern von Beginn an hellwach gezeigt. Und welche Brisanz dann doch in so einem Derby steckt, in dem auf Moselkerner Seite mit Fabian Röhrig, Mirco Mono und Markus Thönnes immerhin drei Spieler in der Startelf standen, die in der vergangenen Spielzeit noch das gegnerische Trikot getragen hatten, zeigte sich vor allem in der ersten Viertelstunde. Der Gastgeber in Person von Max Geisen, Nico Anheier und Kevin Dreidoppel hatte gleich mal kräftig hingelangt und die beiden ersten dafür die Gelbe Karte gesehen. Gezeigt hatten sie damit aber direkt mal, wer denn der Herr auf dem Platz sein wollte und es tatsächlich auch wurde.

Die erste Möglichkeit hatte aber Moselkern. Zwei Minuten waren gespielt, als Patrice Sesterhenn, der wieder anstelle von Daniel Wilhelmy bei Vordereifel zwischen den Pfosten stand, einen Ball von Mirco Mono entschärfte. Im direkten Gegenzug verfehlte ein Schuss von Julian Hartman den Kasten von Gästekeeper Julian Steitz nur knapp (2.). Kurz darauf streifte ein Freistoß von Moselkerns Kapitän Marc Thönnes nur die Oberkante der Latte (7.). Immerhin waren mit der dreiminütigen Nachspielzeit zu diesem Zeitpunkt noch 86 Minuten zu spielen. Wirkliche Torgefahr vermochte die Mosel-SG bis zum Abpfiff jedoch nicht mehr auszustrahlen. Zu keinem Zeitpunkt fand sie wirklich ins Spiel. Vordereifel dagegen zeigte Biss, spielte aggressiv, hatte die Lufthoheit und die meisten „zweiten Bälle“, arbeitete gut gegen den Ball, wurde auch noch vorne immer gefährlicher. Zuerst landete ein Ball von Anheier am Pfosten und beim Nachschuss von Julian Hartmann fehlte nicht viel (36.). Die Seiten wurden so logischerweise beim Stand von 0:0 gewechselt.

Wer nach der Pause eine andere Gastmannschaft erwartet hatte, der sah sich schnell getäuscht. Vordereifel hielt ganz schnell wieder den Taktstock in der Hand. Einen Fernschuss von Steffen Diensberg entschärfte Steitz noch (47.), vier Minuten später aber war er chancenlos. Röhrig hatte auf der Strafraumlinie Patrick Stein zu Fall gebracht, und Anheier hämmerte den Foulelfmeter mit voller Wucht zum 1:0 mitten in die Moselkerner Maschen (51.).

Danach stand Schiedsrichter Alexander Mroß, der bis dahin das Spiel sicher geleitet hatte, des Öfteren im Mittelpunkt des Geschehens. Einerseits brachte er Unruhe damit ins Spiel, dass er manch harten Einsatz nicht ahndete, um dann beim Abpfeifen leichter Dinge allerseits Kopfschütteln zu erzeugen. Denn an sich hatte die Partie für ein Lokalderby einen eher friedlichen Charakter. Endgültig auf die Siegerstraße fand Vordereifel in der 71. Minute: Stein drosch einen Ball an den Pfosten, von wo er den Weg auf Marin Ibalds Brust und von dort zum 2:0 ins eigene Tornetz fand. Die endgültige Entscheidung lag dann bei Stein. Alleine auf Steitz zulaufend schloss er den Konter mit einem Lupfer zum 3:0-Endstand ab (87.).

Giftige Eifeler hatten müden Moselanern den Schneid abgekauft und damit einen zuvor in dieser Höhe von den meisten wohl nicht erwarteten Sieg eingefahren. Ein Spieler auf der Siegerseite hatte dabei noch doppelten Grund zum Strahlen. Innenverteidiger Lukas Weiler hatte Geburtstag und war überglücklich. „Dieser Erfolg ist doch ein Geschenk, das ich mir besser nicht hätte wünschen können.“ Und sein Trainer Geisen hatte noch ein Extralob für ihn parat. „Lukas hat heute überragend gespielt.“

Gäste-Spielertrainer Andreas Oberreiter hatte von seinem Team nicht viel gesehen: „Von uns war der überwiegende Teil nicht im Spiel. Das ist zwar kein Beinbruch, wir müssen aber sehen, dass wir die kommenden Wochen wieder positiv gestalten.“ Obwohl er sich sonst nicht zum Unparteiischen äußere, wollte er aber unbedingt folgendes loswerden. „Der Schiedsrichter hat zu unserem Kapitän gesagt: ,Wenn ihr noch einmal den Mund aufmacht, dann werde ich alles gegen euch pfeifen'. Wir werden das auf jeden Fall dem Verband melden, denn das gehört nicht auf den Platz, auch wenn es nicht spielentscheidend war. Nach dem Abpfiff hat der Schiri mich noch in seine Kabine bestellt, weil er das Gesagte zurücknehmen wollte.“ Eine Stellungnahme dazu von Schiri Mroß gab es nicht. Vordereifel ist es egal, mit jetzt 23 Punkten liegt man in der oberen Tabellenhälfte auf Platz sechs, während Moselkern mit 26 Zählern weiter Rang vier innehat.


Ihren Ex-Kollegen Markus Thönnes (in Weiß-Schwarz) auf Moselkerner Seite hatten die Vordereifeler Steffen Diensberg (rechts) und Tobias Hartmann meist sehr gut im Griff, die Hausherren gewannen in Laubach klar und verdient mit 3:0 gegen ihre Gäste. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Anheier (51. FE), 2:0 M. Ibald (71.), 3:0 Stein (86.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Alexander Mroß (Wolken)


Zuschauer:
270

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hoffmann, Weiler, Geisen, Dreidoppel, J. Hartmann (88. N. Diensberg), T. Hartmann, Shepherd, S. Diensberg (75. Feldhausen), Stein, Anheier (83. Hammes)

SG Moselkern
:
Steitz, Schnorpfeil, Röhrig, M. Ibald, Windheuser (85. B. Mono), P. Ibald, M. Mono, Marc Thönnes, Oberreiter, Markus Thönnes, Schmitt (78. Angsten)
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13. Spieltag

SV Gering-Kollig - SG Vordereifel 1:1 (0:1)
   
  
Ein ungerechtfertigter Elfmeter sorgte letztlich für ein gerechtes Ergebnis. Die SG Elztal und die SG Vordereifel Müllenbach haben die Punkte geteilt. Nach dem 1:1 (0:1) im Bezirksligaspiel auf der Elztaler Alm war keiner so richtig zufrieden. „Wir hatten unsere Chancen, um das Spiel zu entscheiden“, sagte Peter Geisen, Coach der SG Vordereifel. „Aber letztlich hatte Elztal über weite Strecken der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel. Das muss man einfach anerkennen.“

Das sah auch sein Gegenüber so: „Wir hatten mehr Chancen im zweiten Durchgang, es wäre auch ein Sieg möglich gewesen“, haderte Elztal-Trainer Lars Lauber, räumte aber ein: „Andererseits haben wir genau so eine Partie vor zwei Wochen zu Hause gegen Cosmos Koblenz verloren.“

Seine Elf lieferte den Gästen zu Beginn ein ausgeglichenes Spiel. Nach 17 Minuten hatte die Spielgemeinschaft aus der Vordereifel die erste gute Chance. Kapitän und Keeper Mark Schweitzer parierte stark. Drei Minuten später war Schweitzer jedoch machtlos.

Seine Vorderleute verschenkten den Ball im Spielaufbau. Ein langer Ball fand Vordereifel-Stürmer Patrick Stein. Er schloss eiskalt zum 1:0 ab. (20.). Die Hausherren antworteten mit mehr Offensive. Matthias Steffens tauchte gleich zwei Mal (25., 34.) gefährlich vor dem Gästetor auf.

Christian Funk nagelte in der 38. Minute einen Ball an die Querlatte. Nico Anheier hätte dann auf 2:0 stellen können, scheiterte aber am Torwächter der Elztaler. Bis zum Pausenpfiff blieb es beim 0:1.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die große Chance die Führung auszubauen. Schweitzer parierte aber gegen Patrick Stein (51.). Danach reihte sich eine Chance für die Gastgeber an die andere. Der Ausgleich in der 76. Spielminute war dann aber sehr glücklich. Dem eingewechselten Björn Gilles wurde im Strafraum der Ball weggespitzelt. Ein Kontakt war aber nicht zu erkennen.

Der Unparteiische entschied auf Strafstoß – eine schmeichelhafte Entscheidung. „Nie und nimmer Elfmeter“, legte sich Geisen fest. Funk war es egal, der Elztaler Angreifer verwandelte humorlos zum 1:1 (76.).

Auch danach hatte Elztal noch Siegchancen, es blieb aber beim Unentschieden. „Wir können damit leben. Es war wohl mehr drin, aber dafür hätten wir effektiver sein müssen“, resümierte Lauber. „Es ist schade“, erklärte Geisen. „Wir haben richtig gut angefangen und das im zweiten Durchgang etwas verschenkt.



Vehement versucht sich der Elztaler Jan Müller (im blauen Trikot) gegen zwei Kontrahenten von der SG Vordereifel durchzusetzen. Am Ende teilten sich die Bezirksligisten die Punkte.
Foto: Andreas Walz

Tore:

0:1 Stein (20.), 1:1 Funk (76. FE)


Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Niclas Berg (Sohren)

Zuschauer:
160

SV Gering-Kollig:
Schweitzer, Finkemeyer, Wedemeyer, Amling, Fischer, Groiss (85. Idczak), Müller, Steffens (66. Gilles), T. Lauber, Mintgen (69. Steffes), Funk

SG Vordereifel:
  Wilhelmy, Diensberg (70. Hoffmann), T. Hartmann, Weiler, Stein, J. Hartmann, Hammes, Dreidoppel, Geisen, Anheier (85. Stripling), Feldhausen (55. Shepherd)
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12. Spieltag
SG Vordereifel - SG Bad Breisig 3:1 (1:1)
  
 
Am zwölften Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte hatte die SG Vordereifel den Rheinlandliga-Absteiger SG Bad Breisig zu Gast auf dem Laubacher Rasen und gewann die Partie dank einer starken zweiten Halbzeit hochverdient mit 3:1 (1:1). Mit 19 Punkten auf der Habenseite hat man aktuell Tabellenrang sieben inne und liegt damit auf einem sicheren Mittelfeldplatz.

Aber das Spiel gegen die Gäste vom Rhein begann für die Elf von Peter Geisen alles andere als gut. Durch einen individuellen Fehler von Innenverteidiger Lukas Weiler begünstigt kam Oliver Diefenbach frei zum Schuss und es stand bereits nach sechs Minuten 0:1. „Ich war heute richtig angespannt. Wir haben zu Beginn etwas ohne Kopf gespielt, und wenn das 0:2 gegen uns fällt, dann kann das Spiel auch anders ausgehen“, beschrieb Geisen seine Gemütslage am Anfang. In der Tat wirkte Vordereifel verunsichert und bekam nichts auf die Kette, während Bad Breisig so richtig Bock zu haben schien. „Die haben vor der Pause wirklich gut gespielt und uns manchmal so richtig wehgetan“, so der Coach weiter.

Und es dauerte bis zur Mitte des ersten Abschnitts, bis die SGA mit einem Freistoß von Steffen Diensberg, den Gäste-Keeper Andreas Pütz noch soeben wegfaustete, ein erstes Ausrufezeichen setzte (22.). Weitere brenzlige Situationen in ihrem Strafraum überstand Bad Breisig danach schadlos, nicht aber die 42. Minute als Bilbil Krasniqi im Strafraum Hand machte, und Nico Anheier anschließend vom Elfmeterpunkt das Tor zum 1:1-Halbzeitstand machte (43.). Dass es aber bei diesem Stand geblieben war, das hatte die Heimelf auch Torwart Daniel Wilhelmy, der den gesperrten Patrice Sesterhenn vertrat, zu verdanken. Bei einem Schuss von Diefenbach hatte er glänzend reagiert (45.).

Nach dem Kabinengang bestimmte dann fast nur noch Vordereifel das Spielgeschehen. Die baldige Führung verpasste aber Anheier, als er eine platzierte Flanke des stark spielenden Julian Hammes aus bester Lage am Tor vorbei köpfte (48.). Auf der anderen Seite war Wilhelmy wieder reaktionsschnell bei einem Ball von Diefenbach zur Stelle (50.). Aber Vordereifel machte weiter mächtig Druck, ohne jedoch Zählbares dabei herauszuspielen. Dafür musste Wilhelmy bei einem Schuss von Timo Schäfer noch einmal glänzen (65.).

Danach war es aber um die Bad Breisiger Herrlichkeit geschehen, als Vordereifel mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten die Verhältnisse endlich zu seinen Gunsten richtete. Zuerst verwandelte Julian Hartmann einen Freistoß direkt zum 2:1 (73.), bevor Trainersohn Max Geisen, der auch ein tadelloses Spiel lieferte, seinen Auftritt hatte. Obwohl er nach seinem Nasenbeinbruch aus dem Spiel gegen Mülheim-Kärlich II von vor zwei Wochen mit einer Gesichtsmaske aus Carbon spielte, lief er bei einem Eckball getreten von Luca Feldhausen mit nach vorne. „Ich hatte noch gerufen, bleib zurück. Aber wenn er sich traut, dann soll er das auch machen“, berichtete der Vater. Und wie der Sohn das machte. Freistehend beförderte er die Kugel überlegt mit dem Kopf zum 3:1-Endstand in die gegnerischen Maschen (76.). Der Trainer war aber nicht nur mit den drei Punkten zufrieden. „Nach der Pause waren wir richtig gut und haben das Spiel mit einer tollen Energieleistung gewonnen. Kompliment an alle.“ Sein Gegenüber Christian Schmidgen musste die Niederlage neidlos anerkennen. „Die erste Viertelstunde haben wir klar dominiert. Als Vordereifel dann ein bisschen mehr gekämpft hat, fing es bei uns so langsam an nachzulassen.“


Ging trotz Maske keinem Zweikampf aus dem Weg und traf sogar per Kopf zum 3:1 für seine Vordereifeler: Trainersohn Max Geisen (links) war einer der besten Akteure beim Heimerfolg über Bad Breisig. Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Diefenbach (6.),1:1 Anheier (43., Handelfmeter), 2:1 J. Hartmann (73.), 3:1 Geisen (76.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Nicole Justen (Külz)


Zuschauer:
150

SG Vordereifel:
Wilhelmy. Hammes, Weiler, Geisen, Dreidoppel, J. Hartmann, T. Hartmann (83. N. Diensberg), Shepherd, S. Diensberg (73. Feldhausen), Stein, Anheier (88. D. Stripling)

SG Bad Breisig
:
Pütz, Ley, Krasniqi, Lückenbach, Schäfer, Zeineddine (81. Eilens), Diefenbach, Daoud, Buehrmann, Buschbaum, Kalyta (42. Held)
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11. Spieltag

SG Unzenberg - SG Vordereifel 4:1 (4:0)
 
 
Bevor die SG Vordereifel für die SG Unzenberg/Sargenroth/Mengerschied zu einem richtigen Angstgegner in der Fußball-Bezirksliga Mitte avancieren konnte, hat die Mannschaft des Trainerduos Andreas Auler und Christoph Braun das Heimspiel mit 4:1 (4:0) gewonnen. Unzenberg kletterte damit auf Rang acht in der Tabelle und lässt Vordereifel erst einmal hinter sich. „Erste Halbzeit gut, zweite Halbzeit schlecht“, lautete das prägnante Fazit von Auler nach der Partie. Der Coach hatte kurzfristig auf seinen Kollegen verzichten müssen – sowohl auf als auch neben dem Feld. „Brauni musste arbeiten“, so die ebenso kurze Erklärung.

Die Partie auf dem Feld lieferte da etwas mehr Gesprächsstoff. Beispielsweise den, dass Vordereifel besser in die Partie fand und vor allem im Mittelfeld das Mehr an Zweikämpfen gewann. Allerdings auch den, dass die Gäste sich aus dieser optischen Überlegenheit keine Möglichkeiten erarbeiten konnten. Christopher Spreyer im Tor der Gastgeber musste in Halbzeit eins nicht einmal entscheidend eingreifen. Oder den, dass Unzenberg sich vor der Pause gnadenlos effektiv präsentierte. Minute 16: Erster Angriff, erstes Tor. Nach einem Pass von Moritz Steffens auf Daniel Georg lief letzterer aus halblinker Position alleine auf Vordereifels Schlussmann Patrice Sesterhenn zu und schob zum 1:0 ins lange Eck. Fast eine Dublette von Tor eins war Treffer Nummer zwei. Wieder ein Pass von Steffens, wieder Georg über halblinks, wieder ins lange Eck (24.). Dieses Mal ließ er allerdings Daniel Wilhelmy im Gästetor keine Chance.

Vordereifels Coach Peter Geisen hatte nach 18. Minuten auswechseln müssen: Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld waren Unzenbergs Lars Herrmann und Sesterhenn zum Ball gelaufen, der Keeper kam einen Schritt zu spät und senste den Offensivmann um. Der Unparteiische Marco Christmann zögerte nicht und zog Rot. „Vielleicht war die Entscheidung ein wenig hart. Gelb hätte es auch getan“, meinte Geisen. „Absolut gerechtfertigt. Selbst wenn er kein letzter Mann war“, befand das heimische Publikum. Jedenfalls mussten die Gäste aus der Eifel gut 70 Minuten in Unterzahl spielen – und das machte sich zumindest knappe 30 Minuten bemerkbar.

Nach dem 2:0 hatte Georg in der 37. Minute die Chance nachzulegen. Nach einem flach getretenen Freistoß von Christian Kleid trete er sich um seinen Gegenspieler, zog den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbei. Dafür traf der zweifache Vorbereiter Moritz Steffens zwei Minuten vor der Pause. Nach einem langen Ball von Tarik Aygün auf Georg, der direkt abzog, konnte Wilhelmy den Ball nur noch zur Seite abwehren. Dort stand Steffens und schob aus spitzem Winkel ein. Den Schlusspunkt in Halbzeit eins setzte erneut Georg, der Wilhelmy beim Abschlag störte und vollstreckte (45.).

„Wir haben viel zu viele Fehler gemacht“, haderte Geisen. „Ich bin mir sicher, wenn wir mit einem 0:2 in die Halbzeit gegangen wären, hätten wir nicht verloren.“ Auch wenn das Mutmaßungen waren, kamen sie nicht von ungefähr. Denn spätestens nach dem Anschlusstreffer durch Patrick Stein (59.) – er war vier Minuten zuvor per Foulelfmeter an Spreyer gescheitert – waren die Gäste zunehmend am Drücker und profitierten dabei von zwei Fakten: Zum einen spielten die Gastgeber ihre Konter viel zu schlecht aus. Zum anderen stimmte bei den Gastgebern die Ordnung nicht mehr. Dadurch kam Vordereifel immer wieder in Tornähe, wurde aber nur einmal gefährlich, als der starke Julian Hartmann von halblinks an Spreyer scheiterte.

„Wir haben hier drei Punkte verloren, weil wir einfach besser spielen können und weil wir zu viele individuelle Fehler gemacht haben“, bilanzierte Geisen. Auler blieb bei seinem knappen Fazit. „Erste Halbzeit gut, zweite Halbzeit schlecht.“



Schon zur Pause war das Hunsrück-Eifel-Duell zwischen der SG Unzenberg (rechts Kapitän Christian Kleid) und der SG Vordereifel (mit Nico Anheier) entschieden. Unzenberg führte nach 45 Minuten mit 4:0 und gewann am Ende mit 4:1.
Foto: B&P Schmitt

Tore:

1:0, 2:0, 4:0 Georg (16., 24., 45.), 3:0 Steffens (42.), 4:1 Stein (59.)


Besonderheiten:
Rote Karte für Sesterhenn (SGV) wg. Notbremse (18.).
Spreyer (SGU) hält Foulelfmeter von Stein (55.)

Schiedsrichter:
Marco Christmann (Morshausen)

Zuschauer:
100

SG Unzenberg:
Spreyer, Herrmann, Wickert, Dämgen, Tittel, Kleid, Georg, Klein (65. Caspar), Pink, Aygün (40. Singer), Steffens (75. Weckmüller)

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hoffmann, Diensberg (81. Stroh), T. Hartmann, Weiler, Stein, J. Hartmann, Shepherd, Dreidoppel, Anheier (46. Geisen), Feldhausen (18. Wilhelmy)
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10. Spieltag
SG Vordereifel - SG Mülheim-Kärlich II 5:0 (3:0)
      
Personell arg gebeutelt musste die SG Vordereifel am zehnten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte auf dem Laubacher Rasen ohne etliche Stammspieler in die Partie gegen den Vorletzten SG Mülheim-Kärlich gehen. Trotzdem reichte es zu einem klaren und nie gefährdeten 5:0 (3:0)-Erfolg. 16 Punkte auf der Habenseite bedeuten mit Rang sieben einen sicheren Tabellenplatz im Mittelfeld und lassen die Elf von Trainer Peter Geisen nach einem Drittel der Saison gestärkt in die weitere Runde gehen.

Logisch, dass Geisen nach dem Abpfiff strahlte. „Ich bin hochzufrieden. Es ist traumhaft, fünf Tore zu schießen und hinten die Null zu halten. Mehr wollten wir nicht. Einige von den Spielern laufen mit ihren Blessuren auf der letzten Rille, ich kann sie deshalb für ihren Einsatz nur loben. Wir würden eh auch in bester Besetzung nie irgendeine Mannschaft gnadenlos an die Wand spielen. Was zählt, das sind die Punkte.“

Und seine Mannschaft zeigte schnell, wer an diesem herrlichen und von der Sonne verwöhnten Fußballsonntag in der Eifel das Sagen hatte. Zuerst lenkte der erst 17-jährige Mülheimer Torwart Daniel Kittsteiner einen Ball von Nico Anheier zur Ecke, um beim anschließenden Eckstoß Glück zu haben, dass Ryan Shepherd das Zuspiel von Luca Feldhausen freistehend am Kasten vorbei köpfte (6.). Dann verpasste der unermüdliche Mittelfeldrackerer Tobias Hartmann eine Hereingabe von Feldhausen nur um Zentimeter (18.). Es sollten aber noch die 23. und die 24. Spielminute kommen, die dem Spiel den Verlauf gaben, den man sich auf Seiten der Gastgeber gewünscht hatte. Auch wenn der Gegner dabei etwas mithalf. Steffen Diensberg trat einen Freistoß und Mustafa Köse lenkte die Kugel zum 0:1 ins eigene Netz. Kurz darauf schlug Feldhausen einen Eckball scharf aufs kurze Eck und unter leichter Mithilfe von Mühlheims Spielertrainer Cihan Akkaya stand es 2:0. Es war Feldhausens neunter Saisontreffer.

Aber Vordereifels Goalgetter hatte noch nicht genug. Halbrechts lag das Spielgerät etwa 30 Meter vom Gästetor weg, als Feldhausen zum Freistoß anlief und den Ball zum 3:0-Halbzeitstand exakt in den Winkel drosch (38.). Besser kann man so ein Ding nicht machen. In der Torjägerliste wird er jetzt mit zehn Toren geführt.

Nach der Pause kam Mülheim-Kärlich besser ins Spiel. Die Geisen-Elf schien in dieser Phase mit leichtfertigen Zuspielen in der Defensive quasi um ein Gegentor zu betten. Der Gegner zeigte sich aber zu zaghaft und schwach, um einige sich so ergebende Möglichkeiten erfolgreich abzuschließen. Anders Vordereifel: Feldhausen bediente Anheier, der trocken und ansatzlos abzog und die Kugel zum 4:0 in die gegnerischen Maschen hämmerte (64.).

Kurz darauf wurde Feldhausen mit Applaus gegen seinen immer noch leicht angeschlagenen Stürmerkollegen Patrick Stein ausgewechselt. Und der zeigte, dass er das Torschießen nicht verlernt hat. Mit einem eleganten Lupfer über Keeper Kittsteiner hinweg markierte er das Tor zum 5:0-Endstand (76.). Dass bei Vordereifel letztendlich hinten die Null stand, dafür sorgte dann Torwart Patrice Sesterhenn, als er bei einem Schuss von Umut Can Bora glänzte (78.). „Der Gegner war uns heute in allen Belangen überlegen und von meinen jungen Spielern hat sich keiner etwas getraut. Wir haben schlecht gespielt“, bilanzierte Akkaya den Auftritt seiner Elf.


Luca Feldhausen (in Rot) hat einen Lauf: Am zehnten Spieltag markierte der Vordereifeler Stürmer beim 5:0 gegen Mülheim-Kärlich seine Saisontore neun und zehn. Eine starke Ausbeute des Mannes, der vor der Saison von B-Nord-Klub Eifelhöhe kam.Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Köse (23., Eigentor), 2:0, 3:0 Feldhausen (24., 38.), 4:0 Anheier (64.), 5:0 Stein (76.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Ralf Skala (Bad Breisig)


Zuschauer:
150

SG Vordereifel:
Sesterhenn,  Hammes, Weiler, Göbel, Hoffmann (46. Dreidoppel), J. Hartmann, T. Hartmann (67. Stroh), Shepherd, Diensberg, Feldhausen (65. Stein), Anheier

SG Mülheim-Kärlich II
:
Kittsteiner, Czakert (56. Richter), Bora, Velbinger, Köse (46. C. Talamisi), Schmidt, Golz, Jeha, Akkaya, Ouro-Djeri, A. Talamisi (71. Ismael)
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9. Spieltag
SG Vordereifel - FC Plaidt 2:1 (1:1)
      
Mit dem FC Plaidt hatte die SG Vordereifel am neunten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Mitte den Tabellenletzten zu Gast auf dem Laubacher Rasen. Und das Schlusslicht mit bisher erst einem verbuchten Pluspunkt war für die Elf von Trainer Peter Geisen eine harte Nuss. Trotz keinem guten Spiel, dafür aber mit etwas Glück gewann man die Partie mit 2:1 (1:1) und belegt mit jetzt 13 Pluspunkten einen sicheren achten Tabellenrang.

„Das war unsere schlechteste erste Hälfte in dieser Saison. Aber egal, es ging es heute nur um die drei Punkte und die haben wir gewonnen. Vorher haben wir oft schon viel besseren Fußball gespielt, waren teilweise sogar die bessere Mannschaft und dann verloren. Heute war das mal anders gegen eine Mannschaft, die alles gab und die eindeutig besser ist als sie steht“, sagte ein erleichterte Geisen nach dem Abpfiff.

Dabei begann das Spiel gut für seine Elf. Zuerst vergab Korbinian Fuhrmann vor dem diesmal von Daniel Wilhelmy gehüteten Heimtor eine gute Chance (2.), ehe Julian Hartmann eine Minute später mit einem trockenen Schuss in den Winkel die 1:0-Führung markierte (3.). Danach tat sich einer nicht berauschenden Bezirksliga-Begegnung nicht mehr viel – bis zur 26. Minute: Plaidts Oliver Pachl schlug einen langen Diagonalball auf Daniel Molitor, der auf der sträflich vernachlässigten linken Vordereifeler Defensivseite leichtes Spiel hatte, die Kugel zum 1:1-Halbzeitstand einzunetzen. Einige Spieler des Gastgebers kamen in dieser Szene nicht über eine Statistenrolle hinaus. Kurz vor dem Pausenpfiff war dann Wilhelmy hellwach, als er gegen den ansonsten kaum zu bremsenden Juri Pineker klärte (40.).

Der Pausentee hatte offensichtlich Luca Feldhausen am besten geschmeckt. Nach einem langen Einwurf von Lukas Weiler kam der Ball zu ihm, und er machte mal wieder das, was ihn auszeichnet. Er zog vom linken Strafraumeck einfach ab und das Spielgerät fand noch leicht abgefälscht den Weg ins kurze Eck zum letztendlichen Endstand von 2:1 (48.). Danach fand Vordereifel für einige Minuten besser ins Spiel, ohne aber wirklich Sehenswertes zu produzieren. Um die 60. Minute zogen die Gäste die Zügel an und kamen auch zu ihren Möglichkeiten, die sie teilweise aber sträflich liegen ließen. Einen der wenigen sehenswerten Vordereifeler Aktionen nach vorne schloss Max Geisen mit einem Schuss knapp am Kasten vorbei ab (67.). Auf der anderen Seite hämmerte Fuhrmann den Ball aus bester Position haarscharf über den Kasten (77.), während im direkten Gegenzug Nico Anheier ein schönes Zuspiel von Patrick Stein nur um Millimeter neben den Posten setzte. Plaidt drängte jetzt mächtig auf den Ausgleich, aber erfolglos. Kurz vor dem Abpfiff sicherte Wilhelmy dann reflexartig bei einem Kopfball aus kurzer Entfernung von Molitor den Sieg (90.). Gästetrainer Thomas Esch war natürlich enttäuscht nach der Niederlage: „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen, nach dem Spiel aber nicht mehr. Hier und heute wäre viel mehr drin gewesen.“


Vordereifel mit Nico Anheier (rechts) hielt sich den FC Plaidt zwar in dieser Szene vom Leib, das gelang allerdings längst nicht immer während der 90 Minuten. Dennoch siegte die SG mit 2:1 gegen das Schlusslicht. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 J. Hartmann (3.), 1:1 Molitor (26.), 2:1 Feldhausen (48.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Mohr (Strohn)


Zuschauer:
130

SG Vordereifel:
Wilhelmy, Hammes, Weiler, Göbel, Hoffmann, Geisen, J. Hartmann, T. Hartmann (65. Shepherd), Feldhausen (65. Stein), Diensberg (72. Dreidoppel), Anheier

FC Plaidt:
Kuczera, Lenarz (71. Schmitz), Homfeld, Pies (65. Akoyoglu), Zimmer, Marder, Pachl, Molitor, Pineker, Fuhrmann (82. Einig), Schlich
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8. Spieltag

FC Cosmos Koblenz - SG Vordereifel 3:2 (2:2)
   

Bitterer Nachmittag für die SG Vordereifel in der Fußball-Bezirksliga Mitte: Bei Cosmos Koblenz führten die Gäste mit 2:0, mussten aber noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen und verloren schließlich unnötig mit 2:3.

Einer der Gründe, warum es nicht zum Sieg für die ersatzgeschwächten Gäste reichte, war laut Trainer Peter Geisen: „Es lag daran, dass wir nicht das 3:0 machen. Wir waren in den ersten 25 Minuten richtig gut drin im Spiel“, sagte der SG-Trainer. Die Konsequenz aus dieser starken Anfangsphase: Vordereifel ging durch ein Freistoßtor und einen Elfmeter von Luca Feldhausen mit 2:0 in Führung (3., 17.). „Doppelpacker“ Feldhausen musste übrigens nach 49 Minuten passen, da er einen Schlag auf den Kopf erhielt, und die Partie fast zehn Minuten unterbrochen war. „Er war kurz weg, konnte sich auch an nichts erinnern“, berichtete Geisen, „deswegen haben wir den Krankenwagen gerufen. Aber Luca ist jetzt wieder auf dem Damm.“ Als Feldhausen raus musste, hatte es 2:2 gestanden. Luan Muriqi und Aykut Acar hatten jeweils mit Fernschüssen getroffen.

In die zweite Hälfte gab es lange Zeit weder hüben wie drüben Torgelegenheiten. In der 80. Minute brachte Geisen als dritten Wechsel den genesenen Florian Breitbach, der sich kurz darauf wieder am Knie verletzte und raus musste. Die SG war nur noch zu zehnt. Cosmos auch, da ein Spieler Rot gesehen hatte. In der Nachspielzeit sah dann noch ein Cosmos-Akteur Gelb-Rot, bevor Gabriel Petrovici der Siegtreffer mit einem direkten Freistoß gelang. „Es war wieder mal mehr drin für uns“, sagte Geisen, dessen Team mit zehn Punkten auf Platz acht liegt. Cosmos ist Sechster, aber für die Zuschauer der Gastgeber hatte Geisen noch ein Wort übrig: „Das ist teilweise unterirdisch, was da von draußen reinkommt. Leider haben wir uns teilweise davon anstecken lassen.“

Tore:
0:1 Feldhausen (3.), 0:2 Feldhausen (17. FE), 1:2 Muriqi (36.), 2:2 Acar (45.+4), 3:2 Petrovici (90.)


Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Muriqi (FCC) wg. Unsportlichkeit (90.+9).
Rote Karte für Zaghnoon (FCC) wg. Nachtretens (78.).
Das Spiel wurde wegen der Verletzung von Luca Feldhausen in der 49. Spielminute für 8 Minuten unterbrochen.

Schiedsrichter:
Maximilian Kaiser (Niederneisen)

Zuschauer:
50

FC Cosmos Koblenz:
Bender (46. Renda), Takizawa, Kayaalp, Petrovici, Buerue, Takahashi (90. +3 Barut), Acar, Muriqi, Zaghnoon, Xhaferi, Aydogan (90.+4 Esposito)

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hammes, Göbel, Weiler, Hoffmann, Shepherd, Geisen, J. Hartmann, Diensberg (80. Breitbach), D. Stripling (75. Stroh), Feldhausen (49. Dreidoppel)

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7. Spieltag
SG Vordereifel - SG Argenthal 1:2 (1:1)
     
Zweimal waren bis jetzt in der Fußball-Bezirksliga Mitte Teams aus dem Hunsrück zu Gast bei der SG Vordereifel auf dem Laubacher Rasen. Und zweimal mussten die Gäste die Rückreise ohne Punkte im Gepäck antreten. Nach den Siegen gegen Kirchberg und Niederburg war am siebten Spieltag mit der SG Argenthal/Liebshausen/Mörschbach erneut ein Team aus dem Hunsrück zu Gast in der Eifel. Diesmal aber mit dem nicht ganz unverdienten besseren Ende für die Hunsrück-Elf. Mit 2:1 (1:1) gewann die Mannschaft von Trainer Michael Schwegel und kletterte mit jetzt 14 Pluspunkten auf Tabellenplatz vier. Die Gastgeber rutschten durch die Heimniederlage mit weiterhin zehn Zählern auf Rang acht ab.

Vordereifels Coach Peter Geisen konnte mit dem Auftritt seiner Spieler nicht zufrieden sein und war es auch nicht: „Wenn man meint, man hätte eine gewisse Heimstärke, tut im Spiel dafür aber viel zu wenig, dann kann man auch zu Hause nicht gewinnen.“ Diese mangelnde Einstellung zum Spiel und Gegner zeigte sich vor allem in der ersten Hälfte, obwohl diese, was das Ergebnis betrifft, noch einen guten Weg nahm und einen noch besseren hätte nehmen können. Allerdings war der Einstieg in die Partie für Argenthal alles andere als gut. Es waren erst neun Minuten gespielt, als Innenverteidiger Stefan Hohl so unglücklich auf die Schulter fiel, von Schmerzen geplagt lange am Spielfeldrand behandelte werden musste, ehe er zur genaueren Diagnose mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren wurde. Wenig später legte Vordereifel dann die Führung vor. Luca Feldhausen hatte aus gut 35 Metern abgezogen und die Kugel fand über Gästekeeper Michael Reuther hinweg den Weg ins Tor zum 1:0 (13.). Bei so einem Ball hätten die meisten Torleute wohl unglücklich ausgesehen.

Völlig unnötig aus Sicht der Eifel-SG war dann die Szene, die zum 1:1-Ausgleich und zugleich zum Halbzeitstand führte. Rechtverteidiger Julian Hammes hatte Daniel Hilgert-Walber im Strafraum gelegt, und Roman Theise hämmerte den Foulelfmeter hart und knackig in die Maschen (22.). Vordereifel schien danach nicht mehr zu wollen. Träge, schläfrig, ohne Biss und Kampf zeigte man sich auf dem Platz. Und Argenthal kam zu Chancen. Zwei Schüsse von Marvin Schulzki verfehlten das Ziel nur um Haaresbreite (32., 35.), und bei einem Freistoß von Maurice Volkweis ins kurze Eck war Torwart Patrice Sesterhenn zur Stelle (34.). Als Vordereifel diese Phase schadlos überstanden hatte, durfte Feldhausen vom Elfmeterpunkt ran. Schiedsrichter Janek Eiden hatte nach einem Foul von Daniel Römer an Nico Anheier Strafstoß gepfiffen. Aber am Spielstand sollte sich nichts ändern. Feldhausen zielte zu genau und traf nur den Pfosten (39.). In der letzten Minute vor der Pause hatte Kevin Dreidoppel nochmals eine gute Möglichkeit, setzte sich zu einem erfolgreichen Abschluss aber zu zögerlich ein (45.).

Zehn Minuten waren nach dem Pausengang gespielt, als die Partie entschieden wurde. Theise hatte sich über links durchgesetzt, passte exakt auf Volkweis, der mit dem Kopf sicher zum 1:2-Endstand einnickte (55.). Auch wenn Vordereifel jetzt etwas aufdrehte und seine besten Spielminuten hinlegte, erfolgreich war das Spiel nicht. Wirkliche Torchancen waren nicht zu sehen, außer in der Schlussminute, als ein Schuss von Feldhausen von Reuther abgewehrt wurde. Die drei Punkte gingen in den Hunsrück. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, wer hier die wenigsten Fehler macht, der gewinnt heute. Und das waren leider nicht wir“, so Geisen weiter. Sein Kollege Schwegel strahlte in der sonnigen Eifel: „Es war ein erkämpfter Sieg. Wir wussten, hier zählt nicht das Spielerische, hier muss man dagegenhalten. Und das hat meine Elf heute sehr gut gemacht. Ich kann sie nur loben.“


Vordereifel um Julian Hartmann (links) zog den Kürzeren gegen die Gäste aus Argenthal, für die Maurice Volkweis (am Ball) zum Sieg traf. Foto: A. Benz

Tore:
1:0 Feldhausen (13.), 1:1 Theise (22., Foulelfmeter), 1:2 Volkweis (55.)

Besonderheiten:
Feldhausen schießt Foulelfmeter an den Pfosten (Vordereifel, 39.)

Schiedsrichter:
Janek Eiden (Wolf)


Zuschauer:
100

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hammes (78. Göbel), Weiler, Geisen, Hoffmann, J. Hartmann, T. Hartmann, Dreidoppel, Feldhausen, Diensberg (69. Shepherd, Anheier

SG Argenthal:
Reuther, Hohl (9. Klockner), Schmitz, Hilgert-Walber, Volkweis, Römer, Leyendecker (84. Kunze), Schulzki, Kauer, Theise, Wächter (75. Endres)
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6. Spieltag

TuS Oberwinter - SG Vordereifel 3:0 (0:0)
   

Die Kombinierten aus der Vordereifel hatten gleich nach wenigen Sekunden die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. In der zweiten Minute blockten die Oberwinterer einen Abschluss der Gäste. Der Ball sprang zum frei stehenden Nico Anheier, der das Spielgerät kontrollieren musste. Aus nur drei Metern wollte er gerade zur Führung einschieben, als ihm in letzter Sekunde ein TuS-Verteidiger den Ball vor den Füßen wegspitzelte. "Das war unsere klarste Torchance in der ganzen Partie. Wenn wir da in Führung gehen ...", trauerte SG-Coach Geisen der Möglichkeit hinterher.

Gegen die mit Dreierkette und daher sehr offensiv agierenden Hausherren beschränkten sich die Vordereifeler ansonsten eher darauf, die Null zu halten und Konter zu setzen. Ersteres sollte bis zum Pausenpfiff gelingen, im vordersten Drittel tauchten die Gäste aber kaum noch auf. "Wir haben 90 Minuten gegen den Ball gespielt und uns haben einfach auch die Ideen gefehlt", analysierte Geisen.

So kam es kurz nach dem Seitenwechsel zur richtungsweisenden Aktion: Nach einem SG-Ballverlust auf der Außenbahn schalteten die Oberwinterer schnell um. Die Hereingabe ins Zentrum drückte Jonas Jaber zum 1:0 über die Linie (51.). Ähnlich sah es nur sieben Minuten darauf aus, doch diesmal war Thomas Enke per Kopf zur Stelle und besorgte den zweiten Treffer für den TuS. Die SG machte auf und erspielte sich mehrere Eckbälle, die jedoch allesamt wirkungslos blieben. Mit einem Konter in der Nachspielzeit setzte Tim Palm den Schlusspunkt der Partie (90.+2). "Wir wollten mit breiter Brust auftreten, aber der Respekt war dann doch einfach zu groß", sagte Geisen und fügte an: "Oberwinter hat uns zu oft in Verlegenheit gebracht und unsere individuellen Fehler sofort ausgenutzt. Der Sieg geht daher völlig in Ordnung, auch in der Höhe."


Foto: vollrath

Tore:
1:0 Jaber (51.), 2:0 Enke (59.), 3:0 Palm (90.+2)


Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Ronny Jäckel (Hausen)

Zuschauer:
100

TuS Oberwinter:
Kauert, Dogan (90.+1 Nuhn), Gilles (87. Tekin), Enke, Irmgartz, Schweigert, Ferenc, Erens (89. Merken), Sonntag, Jaber, Palm

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hoffmann (75. Höger), Diensberg, Weiler, J. Hartmann, Hammes, Dreidoppel, Geisen, Stroh (66. Shepherd), Anheier, Feldhausen

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5. Spieltag
SG Vordereifel - SG Niederburg 4:0 (2:0)
   
Am fünften Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte hatte es die SG Vordereifel auf dem Rasen in Laubach mit dem Aufsteiger SG Niederburg/Biebernheim zu tun. Und die Gäste aus dem Hunsrück machten es dem Gastgeber nicht besonders schwer, zu einem nie gefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg zu kommen. Mit jetzt zehn Punkten auf der Habenseite hat die Elf von Peter Geisen einen gelungenen Saisonstart hingelegt und liegt aktuell auf Tabellenrang fünf.

Niederburg dagegen verharrt mit vier Zählern weiter auf dem zwölften Platz. Coach Patric Muders redete nach der Niederlage auch nicht lange um den heißen Brei herum, sondern hatte einen verdienten Erfolg der SGV gesehen. „Um heute hier gegen einen körperlich überlegenen Gegner bestehen zu können, hätte bei uns alles zusammenpassen müssen. Das war aber allein schon wegen der knappen Personaldecke nicht so“, sagte Muders. Er musste mit Erkan Eroglu, Michael und Christian Hohl auf drei Leistungsträger verzichten.

Dennoch bot sich seiner Elf kurz nach dem Anpfiff eine Möglichkeit, als Angreifer Marc Bauer alleine vor Heimkeeper Patrice Sesterhenn, der ansonsten einen sehr ruhigen Nachmittag verbrachte, auftauchte. Die besseren und zahlreicheren Gelegenheiten hatte aber eindeutig Vordereifel. Zweimal vergab Stürmer Patrick Stein und einmal landete sein Ball am Pfosten: Und das alles in der Anfangsphase. Dafür waren seine Mitspieler an diesem Tag, der trotz des klaren Heimsiegs kein berauschender Bezirksliga-Sonntag war, auf das erfolgreiche Ummünzen von Standardsituationen in Tore aus.

Innenverteidiger Lukas Weiler, bekannt für seine langen Einwürfe, brachte den Ball zu Nico Anheier, der mit dem Kopf zum 1:0 einnickte (10.). Danach war von beiden Seiten fußballerisch nicht mehr viel zu sehen. Die Partie verkam zu einem einfallslosen Mittelfeldgeplänkel mit mehr Spielanteilen auf Seiten von Vordereifel. In der 41. Minute durfte dann Weiler wieder mit einem Einwurf ran, der kurz abgewehrt wurde. Die Kugel landete bei Luca Feldhausen, der trocken von der Strafraumgrenze abzog, und zur 2:0-Habzeitführung traf.

Nach der Pause das gleiche Bild: Wieder flog ein Einwurf von Weiler in den Niederburger Strafraum, fand den Kopf von Max Geisen und es stand 3:0 (51.). Das Tor zum 4:0-Endstand fiel schließlich vom Elfmeterpunkt. Sehr zum Erstaunen der Gäste hatte Schiedsrichter Sebastian Nicolay nach einer Aktion von Markus Schink an Stein auf Foul und Strafstoß entschieden. Feldhausen ließ sich diese Möglichkeit nicht nehmen und verwandelte sicher (57.). Niederburg hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen und Vordereifel spielte seine Angriffe ideenlos, überhastet und ohne den gezielten Zug zum gegnerischen Tor schlecht zu Ende. Ein Grund auch, weshalb Geisen zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden war: „Natürlich ging es letztendlich nur um den Sieg. Jetzt können wir noch einmal Luft holen und doch etwas erleichtert am Sonntag nach Oberwinter fahren. Aber heute haben wir die Räume, die da waren und woraus man sich Torchancen erspielen muss, eindeutig vernachlässigt. Das muss besser werden und darüber werden wir reden müssen.“


Patrick Stein (in Rot) und seine Vordereifeler ließen Niederburg um Markus Schink (links) in Schieflage geraten, die Gastgeber siegten mit 4:0, Luca Feldhausen (im Hintergrund) traf dabei zweimal. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Anheier (10.), 2:0 Feldhausen (41.), 3:0 Geisen (51.), 4:0 Feldhausen (57., Foulelfmeter)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Sebastian Nicolay (Cochem)


Zuschauer:
150

SG Vordereifel:
Sesterhenn, Hammes, Weiler, Geisen, Hoffmann (55. S. Diensberg), J. Hartmann (67. Stroh), T. Hartmann, Dreidoppel, Feldhausen, Stein, Anheier (78. D. Stripling)

SG Niederburg:
Pabst, J. Eich, Thiele, C. Schink (78. Theiß), M. Schink, Knebel (60. Conredel), M. Eich (78. Klein), Kasper, Zuck, König, Bauer
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4. Spieltag

Ata Sport Urmitz - SG Vordereifel 2:2 (0:1)
    

"Wir sind sehr schlecht in die Partie gekommen. Es hat locker eine halbe Stunde gedauert, bis wir wirklich mit dem Kopf dabei waren", sagte SG-Trainer Peter Geisen. Viele Zweikämpfe entschieden die Gastgeber für sich, die in der zehnten Minute knapp am Gehäuse von Patrice Sesterhenn vorbeizielten. Ansonsten bestimmten Standardsituationen die Begegnung, Torchancen blieben Mangelware. Richtig im Duell angekommen waren die Kombinierten in der 35. Minute. Mit ihrem ersten Eckball, den Nico Anheier per Kopf in die Maschen beförderte, gingen sie in Front. Den Vorsprung nahmen sie mit in die Kabine.

Auf dem 1:0 schienen sich die Vordereifeler dann allerdings noch etwas zu lange auszuruhen. In der ersten Aktion nach dem Wiederanpfiff verloren die SG-Kicker den Ball an die Urmitzer. Einen Ball in die Tiefe spielten die Auswärtigen dann zu lasch zu ihrem Torhüter zurück, sodass ein Spieler der Hausherren dazwischen spritzen konnte. Im Duell mit Sesterhenn hakte sich der Urmitzer ein und holte einen Elfmeter heraus. "Das ging so in Ordnung", kommentierte Geisen. Dzenis Ramovic behielt die Nerven und egalisierte den Spielstand zum 1:1 (47.).

Für die Antwort ließen sich die SG'ler nicht viel Zeit. In der 49. Minute bekamen sie einen Freistoß im Halbfeld zugesprochen. Noch bevor dieser ausgeführt werden konnte, unterbrach der Schiedsrichter die Partie, weil er im Gerangel einen Schlag eines Urmitzers gegen Patrick Stein gesehen hatte. Die Folge: Strafstoß für Vordereifel. Luca Feldhausen verwandelte zur erneuten Führung - 2:1 (49.). Die SG hatte das Geschehen nun im Griff und gute Möglichkeiten, mit dem 3:1 den Deckel drauf zu machen. Dreimal konterten sie in Gleich- oder Überzahl. Der Treffer allerdings sollte nicht fallen, da die Gäste ihre Konter einfach nicht gut ausspielten. Die beste Chance bot sich Julian Hartmann, der freistehend den Ball zugesteckt bekam, jedoch aus aussichtsreicher Position verzog (58.). Kurz darauf wurde der eingewechselte Daniel Stripling geschickt, kam aber eine Fußspitze zu spät.

In der 77. Minute dann der Ausgleich: Nach einer Flanke stand Edis Ramovic mit dem Rücken zum Tor, verwandelte aber trotzdem (77.). In der Nachspielzeit musste er noch mit der Gelb-Roten Karte den Platz verlassen. "Gegen diese fußballerisch starke Mannschaft mit einer brutal guten Offensive sind wir mit einem Punkt definitiv zufrieden", resümierte Geisen.

Tore:
0:1 Anheier (35.), 1:1 D. Ramovic (47.FE), 1:2 Feldhausen (49. FE), 2:2 E. Ramovic (77.)


Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte gegen E. Ramovic (Urmitz) wg. Unsportlichkeit

Schiedsrichter:
Jens Bachmann (Hilgert)

Zuschauer:
100

Ata Sport Urmitz:
Begen, Erol, Atlen, Ates, Varelis, Karaman, E. Ramovic, D. Ramovic, Colaklar (67. Rempfer), Aslan (21. Hofmann/64. Rago), Michalakis


SG Vordereifel:
Sesterhenn,
Hammes, Weiler, Geisen, Shepherd (55. Schäfer),  Feldhausen (74. D. Stripling), T. Hartmann (90.+2 Stroh), J. Hartmann, S. Diensberg, Anheier, Stein
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3. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Kirchberg 3:2 (2:0)
 
Wer hätte damit vor dem Gastspiel des Meisterschaftsanwärters TuS Kirchberg in der Fußball-Bezirksliga Mitte bei der SG Vordereifel gerechnet? Wohl nur die kühnsten Optimisten aufseiten der Gastgeber. Aber Fakt ist, die Heimelf besiegte in einer spannenden Partie die Gäste mit 3:2 (2:0) und legte damit einen gelungenen Start in die neue Saison hin. Nach drei Spielen hat die SG sechs Punkte auf dem Konto und belegt zusammen mit der SG Unzenberg torgleich (7:6) den fünften Tabellenrang.

Gästetrainer Christian Schneider hatte mit einem schweren Spiel auf dem Laubacher Rasen gerechnet: „Wir haben uns hier immer schwergetan und so war es auch heute wieder. Allerdings haben wir auch schlecht verteidigt. Vor allem bei den Gegentoren hat unser Stellungsspiel hinten gar nicht gepasst. Das müssen wir unbedingt abstellen, weil uns das schon öfters passiert ist.“ Er meinte damit natürlich auch die Szene, die zum 1:0 für Vordereifel geführt hatte. Lukas Weiler fand mit einem weiten Einwurf den völlig frei stehenden Nico Anheier, der die Kugel mit dem Kopf geschickt im Winkel unterbrachte. Es waren erst zehn Minuten gespielt. Es sollte aber noch besser für die mit einem starken Wind im Rücken spielende Eifel-SG kommen: Ein langer Ball landete bei Ryan Shepherd, der zuerst nur die Latte traf, im Nachsetzen aber die 2:0-Führung markierte (14.).

Irgendwie war das Erstaunen beim SG-Anhang über diesen zu diesem frühen Zeitpunkt wohl nicht erwarteten Spielstand zu greifen. Aber die Seiten hätten nicht beim Stand von 2:0 gewechselt werden müssen. Die Gästedefensive überstand vielmehr noch einige brenzlige Situationen schadlos, einmal musste Gästekeeper Peter Kunz bei einem erneuten Kopfball von Anheier nach einem Einwurf von Weiler sein ganzes Können aufbieten, um den Kasten sauber zu halten (35.).

Die Schneider-Elf hatte bis dahin einfach zu wenig gezeigt und nach vorne viel zu ungeduldig agiert. Nach dem Seitenwechsel spielten sie mit Windunterstützung, Co-Trainer Artem Sagel war für Torsten Resch aufgelaufen und es kamen Chancen heraus (47., 53.). Der Anschlusstreffer zum 2:1 gelang Jonas Heimer, der einen Ball von Alexander Singer einnickte (55.). Wer nun dachte, Kirchberg dreht auf, der sah sich getäuscht. Vordereifel stand gut und kämpfte verbissen um jeden Ball. Einzig bei zwei Weitschüssen von Oliver Michel in einer Minute fehlte nicht viel (65.). Dann kam auf der Heimseite die Sternstunde von Neuzugang Luca Feldhausen. Der kurz zuvor eingewechselte Kevin Dreidoppel war gefoult worden und Feldhausen zirkelte den Freistoß gekonnt zum 3:1 in den Winkel (76.). „Der war schon super geschossen“, kommentierte Coach Schneider das Gegentor.

Es waren mit der Nachspielzeit noch knapp 20 Minuten zu spielen. Aber gegen aufopferungsvoll verteidigende Vordereifeler gelang Kapitän Florian Daum nach einem Konter nur noch das Tor zum Endstand von 2:3 (82.). Großer Jubel auf der Eifelseite und eine Hunsrücker Niedergeschlagenheit, die sich aber in Grenzen hielt, waren dann das Szenario auf und neben dem Platz beim Abpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Hamid Rostamzada aus Mayen.

Vordereifels Trainer Peter Geisen sagte zum Auftritt seiner Elf: „Kompliment an meine Mannschaft. Was sie heute abgerufen hat, war sensationell. Wir sind personell ja arg geschrumpft ins Spiel gegangen, haben aber das Beste dabei herausgeholt. Was will man als Trainer mehr. Auch der Sieg geht alleine schon wegen unserer besseren Torchancen in Ordnung. Im Fußball ist es halt mal so, dass man mit Ballbesitz keine Spiele gewinnt.“


Nico Anheier (in Rot) gelang einer der drei Treffer beim Vordereifeler 3:2-Sieg gegen Kirchberg. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Anheier (10.), 2:0 Shepherd (14.), 2:1 Heimer (55.), 3:1 Feldhausen (73.), 3:2 Daum (81.)


Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Hamid Rostamzada (Mayen)


Zuschauer:
120

SG Vordereifel:
Sesterhenn,
Hammes, Weiler, Geisen, Hoffmann, Feldhausen (82. Stroh), T. Hartmann, J. Hartmann, Shepherd, S. Diensberg (68. Dreidoppel), Anheier

TuS Kirchberg:
Kunz, Heimer, Reifenschneider, Bär, Sehn-Henn, Resch (46. Sagel), Singer, Michel, Berns (71. Krämer), L. Gohres (63. Özer), Daum
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2. Spieltag
SG Gönnersdorf-Brohl  - SG Vordereifel 1:2 (1:1)
 
Tolle Teamleistung beschert Vordereifel ersten Dreier

Bezirksliga Führung durch Steins Seitfallzieher währt nur vier Minuten – Gäste lassen in Gönnersdorf beim 2:1 viele Möglichkeiten liegen

Am zweiten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte ist der SG Vordereifel der erste Dreier geglückt. Bei der SG Gönnersdorf-Brohl siegte das Team von Peter Geisen mit 2:1 (1:1).

Gleich nach acht Minuten war Patrick Stein zur Stelle. Bei einem Eckball durch Steffen Diensberg verpassten mehrere Spieler knapp, sodass Stein den Ball aus fünf Metern per Seitfallzieher über die Linie beförderte. Doch der Vorsprung sollte nicht von langer Dauer sein: In der zwölften Minute wehrten die Kicker aus der Vordereifel einen Freistoß der Gastgeber zunächst ab. Keeper Patrice Sesterhenn forderte den Ball, doch Lukas Weiler klärte vor ihm – jedoch nicht weit genug. Aus dem Getümmel heraus traf Patrick Melcher zum Ausgleich. „Das ist ein Problem von uns. Wir schaffen es nicht, eine Führung lange zu verwalten“, monierte SGV-Trainer Geisen.

Nach der Anfangsviertelstunde entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und ein sehenswertes Bezirksligaspiel. Gute Möglichkeiten boten sich auf beiden Seiten, die besseren hatten aber die Gäste. Besonders knapp war es bei einer scharfen Hereingabe von der Grundlinie, an der Tobias Hartmann Sekunden vor dem Pausenpfiff vorbeirauschte – nur einen Meter vor der Torlinie. Besser machte es die SGV nach dem Seitenwechsel. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld setzte Julian Hartmann mit einem starken Pass durch die Schnittstelle Diensberg in Szene. Vom Flügel zog der Angreifer ins Zentrum und verwandelte ins lange Eck zum 2:1 (53.). Die Gönnersdorfer machten Druck und kamen zu Abschlüssen, von denen aber die wenigsten Sesterhenn in Bredouille brachten. Die Vorentscheidung verpasste die SGV gleich zweimal, weil der Gönnersdorfer Schlussmann glänzend parierte. „Es hätte sich keiner beschweren können, wenn es deutlicher ausgefallen wäre“, sagte Geisen. „Das Team hat das umgesetzt, was wir wollten. Eine tolle Mannschaftsleistung. Ich würde jemandem Unrecht tun, wenn ich einen Spieler heraushebe.“



Tore:

1:0 Stein (8.), 1:1 Melcher (12.), 1:2 Diensberg (53.)


Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Chris Schneider (Koblenz)


Zuschauer:
100

SG Gönnersdorf-Brohl:
Klee, Zeytinli, Göbel (61. Ruthsch), Heuser, Wagner, Szlinkiert, K. Schütz, Felten (10. P. Schütz), Melcher, Schmidgen, Hargens


SG Vordereifel:
Sesterhenn,
Hammes, Weiler, Geisen, Hoffmann, Diensberg (90. Höger), T. Hartmann,  J. Hartmann, Feldhausen (75. Stroh), Anheier (87. Shepherd),  Stein
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1. Spieltag
SG Vordereifel - FC Metternich 2:3 (1:1)
 
Das war ein misslungener Heimauftakt der SG Vordereifel zum Saisonstart in der Fußball-Bezirksliga Mitte auf dem Laubacher Rasen bei der 2:3 (1:1)-Niederlage gegen den FC Metternich. Es war aber ein Spiel, das nicht nur an den Nerven der Gastgeber gezehrt hatte, sondern auch bei den Gästen wird diese bis zum Abpfiff turbulente Partie auf der Heimfahrt ganz bestimmt noch für reichlich Gesprächsstoff gesorgt haben.

Zum unrühmlichen Höhepunkt für die Heimelf und zum finalen Glücksmoment für die Gäste wurden die letzten Spielsekunden, als beim Gastgeber zunächst Unvermögen und dann Pech zusammenkamen. Es war die 91. Spielminute, die Gäste lagen mit 3:2 vorne, hatten aber nach zwei Platzverweisen schon zehn Minuten zwei Mann weniger auf dem Platz, als Metternichs Patrick Pavone ungeschickt Julian Hartmann im eigenen Strafraum von den Beinen holte. Foulelfmeter – und für Vordereifel die letzte Chance zum Ausgleichstreffer. Patrick Stein lief an, traf nur den Pfosten, und Tobias Hartmann setzte den Abpraller an die Latte. Aus und vorbei, die drei Punkte gingen letztendlich verdient an den Rhein.

Angefressen zeigte sich SGV-Trainer Peter Geisen nach dem Abpfiff. „Wenn man bedenkt, dass Metternich in Unterzahl gespielt hat, dann geht deren Sieg in Ordnung. Wir haben generell nicht das gespielt, was wir können. In keiner Phase konnten wir dem Spiel auch nur annähernd mal irgendwie unseren Stempel aufdrücken.“

In der Tat übernahm Metternich schnell das Heft des Handelns in die Hand, machte mächtig Druck und ließ die Heimdefensive kaum einmal zum Durchschnaufen kommen. Wirkliche Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus. Die lagen eher auf Seiten der Geisen-Elf. Zuerst parierte Gästekeeper Sebastian Vack einen Schuss von Luca Feldhausen (7.), dann lenkte er einen Ball von Julian Hammes noch soeben ab (15.). Danach brannte die Vordereifeler Abwehr des Öfteren lichterloh, aber das Tor für Metternich wollte nicht fallen. Es war dann ein eher harmloser Flatterball von Simon Wagner, der für Heimtorwart Patrice Sesterhenn nicht ganz unhaltbar zum 0:1 ins Netz ging (35.). Die Seiten gewechselt wurden aber beim Stand von 1:1. Nico Anheier war es, der getroffen hatte (44.).

Nach der Pause dasselbe Bild: Metternich stürmte und Vordereifel hatte die Chance, und was für eine. Stein hatte Steffen Diensberg bedient, der kurz vor dem Tor diese tolle Möglichkeit jedoch kläglich versiebte (66.). Ein von Hammes verursachter Handelfmeter führte dann durch Christian Oellinger zum 1:2-Zwischenstand (74.). Es folgten jetzt die drei hektischsten Minuten mit den letztendlich spielentscheidenden Szenen. Zuerst machte Stein das 2:2 (79.), dann sah Yannick Weiß in der selben Minute Gelb-Rot wegen Meckerns, dann hämmerte Wagner einen Freistoß aus 25 Metern zum 2:3-Endstand in die Maschen (80.) und dem sofort anschließend sah Jannik Menten wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (81.). Es blieben Vordereifel also noch etwa zehn Minuten, das Blatt gegen nur noch neun Gegenspieler zu seinen Gunsten zu wenden. Es folgte aber ein kopfloses Anrennen ohne sehenswerte Angriffsaktionen – bis auf die bereits oben beschriebene, aber ergebnislose, in der Nachspielzeit. Entsprechend erleichtert zeigte sich Gästecoach Tobias Lommer: „Ich glaube, ich bin heute 10, 12 oder sogar 15 Jahre gealtert. Irgendwie war es aber auch das, wofür der Fußball steht und ich ihn liebe. Unter dem Strich kann ich natürlich vor allem mit dem Ergebnis, aber auch der Mannschaftsleistung zufrieden sein.“


Hart umkämpft war die Partie zwischen Vordereifel (in Rot) und Metternich in Laubach, am Ende setzte sich neun Metternicher durch – auch weil die Gastgeber in der Nachspielzeit einen Elfmeter verschossen.Foto: Alfons Benz

Tore:

0:1 Wagner (35.), 1:1 Anheier (44.), 1:2 Oellinger (74., Handelfmeter), 2:2 Stein (79.), 2:3 Wagner (80.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Y. Weis (79., Metternich); Rot für Menten (81., Metternich) wegen Tätlichkeit; Stein schießt Foulelfmeter an den Pfosten (90. +2.)

Schiedsrichter:
Viktor Baur (Daun)

Zuschauer:
135

SG Vordereifel
Sesterhenn, Hammes, Weiler, Geisen, Hoffmann, J. Hartmann, T. Hartmann, Dreidoppel (19. S. Diensberg), Anheier, Feldhausen (77. Shepherd), Stein

FC Metternich
Vack, Menten, Kühl-Decker, Moskopp, Rittgen (67. Stienhofer), Oellinger, Heyer (63. Pavone), Wagner, Schauer (89. N. Weis), Simsek, Y. Weis