Die Spielberichte der 1. Mannschaft aus der

14. Spieltag
SG Vordereifel - Ata Sport Urmitz 3:3 (2:2)
    

In einer von Beginn an hochintensiven und bis zur letzten Sekunde spannenden Partie der Fußball-Bezirksliga Mitte trennten sich die SG Vordereifel und Ata Sport Urmitz auf dem Rasenplatz in Laubach 3:3 (2:2)-Unentschieden. Vordereifel rutschte mit jetzt 27 Punkten um einen Platz auf den vierten Tabellenrang ab. Urmitz verbleibt mit aktuell 20 Zählern auf Rang sechs.

Die rund 100 Zuschauer sahen bei regnerischem Wetter eine Partie, in der ihnen kein Moment der Unaufmerksamkeit vergönnt war. Wer nur wenige Sekunden zu spät kam, der hatte schon etwas verpasst. Gleich mit seinem ersten Pfiff nach dem Anstoß zeigte der gut leitende Schiedsrichter Alexander Ullrich aus Herforst in der Eifel auf den Elfmeterpunkt. Es waren gerade mal 19 Sekunden gespielt, als Sezer Erol Matthias Tutas im Strafraum von den Beinen holte und es einen Foulelfmeter für Vordereifel gab. Eine Angelegenheit für Yannick Bach, der zum 1:0 einnetzte (1.). Es entwickelte sich danach ein rasantes und offenes Spiel, in dem beide Mannschaften voll auf Angriff setzten. Ein Taktieren und Abwarten gab es nicht.

Als erstes mit Erfolg für die Gäste vom Rhein. Erol hatte geflankt und Giovanni Rago die Kugel mit dem Kopf ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich gesetzt (13.). Das muntere Spiel ging weiter. Diesmal war wieder der Gastgeber an der Reihe, als Bach eine Hereingabe von Luca Fuhrmann mit dem Kopf in die Urmitzer Maschen zum 2:1 beförderte (22.). Nach dem Rückstand drehte Urmitz dann so richtig auf und jeder Angriff wirkte brandgefährlich. Zuerst traf Durim Jusufi nur den Pfosten, ehe es erneut Rago war, der ein Zuspiel von Spielertrainer Dzenis Ramovic nach eine Vordereifeler Unachtsamkeit in der Defensive zum 2:2-Pausenstand abschloss (39.). Vordereifel hatte er vorher mehrmals versäumt, aus einigen guten Angriffen Kapital zu schlagen. Nach dem Pausentee ging es direkt wieder in die Vollen. Urplötzlich tauchte Bach völlig frei vor Christian Bersch im gegnerischen Kasten auf, scheiterte aber am Keeper (48.). Im direkten Gegenzug lud Vordereifel den Gast dann quasi zum Toreschießen ein. Dem erst 19-jährigen Jonas Gorges war der entscheidende Fehlpass passiert. Den ersten Urmitzer Schussversuch parierte Torwart Patrice Sesterhenn noch bravourös, war dann aber beim vierten Versuch und dem Ball von Dzenis Ramovic machtlos (49.). Vordereifel lag 2:3 zurück, und musste ab sofort auf Torjäger Bach verzichten, der sich bei der vergebenen Chance am Rücken verletzt hatte. Für ihn kam Matthias Breitbach aufs Feld (52.).

Von da ab machte dann fast nur die Eifel-SG das Spiel und das ab der 67. Minute in Überzahl. Edis Ramovic hatte wegen Spielerbeleidigung Rot gesehen. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte in Richtung Gästetor. Einmal fehlte beim Abschluss das Glück und das andere Mal wurden die Angriffe einfach nicht richtig ausgespielt. Tutas hatte nur die Latte getroffen (73.), und Fuhrmann und wieder Tutas waren ganz knapp gescheitert (75., 77.). Dann fiel das Tor aber doch. Es war der unermüdlich rackernde Max Geisen, dem der Treffer zum 3:3-Endstand gelang, als er einen weiten Einwurf von Lukas Weiler einköpfte (85.).

„Das war eine Erleichterung. Was bin ich froh, da hätte kein Blatt mehr zwischen Latte und Ball gepasst“, sprudelte es aus ihm heraus. Ajet Uzejrovic, Co-Trainer von Urmitz, war mit der Punkteilung zufrieden, sein Kollege von Gegenüber Kevin Schneck nicht. „Hier in Vordereifel holt nicht jede Mannschaft einen Punkt. Und das in Unterzahl“, sagte Uzejrovic. Schneck dagegen haderte vor allem mit den vergebenen Möglichkeiten: „Es hätten heute drei Punkte sein müssen, denn wir hatten richtig dicke Chancen. Wenn du aber die Tore nicht machst, dann klappt das nicht. Bis zum Sechszehner war es okay, dann wurde aber einfach nicht sauber und viel zu überhastet weitergespielt.“


Hohes Bein, Hochspannung bis zum Ende: In einer turbulenten Bezirksligapartie kassierte Ata Urmitz (weiße Trikots) bei der SG Vordereifel noch den späten 3:3-Ausgleich. Am Sonntag empfangen die Urmitzer nun auf heimischem Kunstrasen den Aufsteiger SG Braunshorn.

Foto: Alfons Benz

Vordereifel: Sesterhenn – Geisen, Eberhardt, Weiler, Stulla (46. Koczyba), J. Hartmann, Schmitt, Fuhrmann (90.+3 Kirsch), Gorges, Tutas, Bach (52. M. Breitbach)

Urmitz: Bersch – Port, Dinler, Karaman (46. Selcuk), Jusufi, Faljic (74. Ulbrecht), Erol, Farik, E. Ramovic, D. Ramovic, Rago

Schiedsrichter: Alexander Ullrich (Herforst)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Bach (1. Foulelfmeter), 1:1 Rago (13.), 2:1 Bach (22.), 2:2 Rago (39.), 2:3 D. Ramovic (49.), 3:3 Geisen (85.)

Besonderheit: Rot für Edis Ramovic (Urmitz, 67.) wegen Beleidigung

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13
. Spieltag
TuS Kottenheim - SG Vordereifel 0:2 (0:0)
   

Erst den Sieg beim TuS Kottenheim gefeiert, danach noch auf dem „Kölsche Owend“ in Kaisersesch weiter gefeiert: Es war ein gelungener Samstagabend für Fußball-Bezirksligist SG Vordereifel, der nach einer zähen ersten Hälfte durch zwei Treffer von Yannick Bach mit 2:0 (0:0) beim Schlusslicht siegte und den dritten Tabellenplatz festigte.

Kottenheim kam gut in die Partie. Bereits nach sechs Minuten hatte Spielertrainer Johannes Stenz die erste Möglichkeit, vertändelte den Ball aber freistehend vor dem gegnerischen Gehäuse. In der Folge entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel. Kottenheim war leicht feldüberlegen, während die Gäste ein ums andere Mal ihre Angriffe über den schnellen Fabian Müllen auf der linken Außenbahn gestalteten. Es dauerte allerdings bis zur 40. Minute, ehe die nächste große Torchance entstand: Sascha Engelmeier traf nach einem abgefälschten Schuss nur die Latte. Vordereifels Trainer Kevin Schneck sagte zur ersten Hälfte: „Bei den Szenen hatten wir bisschen Glück, wir haben uns bisschen vom Kottenheimer Spiel anstecken lassen. Es war viel Gebolze auf beiden Seiten.“ Zu Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Gäste allmählich besser ins Spiel. „Wir haben etwas umgestellt“, sagte Schneck, der mit Patryk Koczyba einen offensiven Mann für Johannes Kirsch brachte. Mitte der zweiten Hälfte gingen die Gäste dann in Führung: Nach einem Zuspiel von Max Geisen auf Yannick Bach funktionierte die Kottenheimer Abseitsfalle nicht, sodass Bach gekonnt zur Gästeführung einschieben durfte (66.). Nur wenig später bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen. Kottenheims Torhüter Bastian Müller hatte Müllen gefoult. Den Strafstoß verwandelte erneut Bach souverän (72.). Kottenheims Jan Malte Schröter sah noch Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels (88.).

Schnecks Resümee: „Wir hatten in der zweiten Hälfte noch so viele Chancen, die wir schlecht ausspielen. Da müssen wir drei, vier Tore mehr machen, aber wir machen sie eben nicht, da müssen wir einfach konsequenter im Abschluss sein. Aber aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg auch verdient.“

Vordereifel: Sesterhenn – Kirsch (46. Koczyba), Weiler, Tutas (72. J. Hartmann), Müllen, Fuhrmann, Geisen, Gorges, Schmitt, Bach (78. Breitbach), Eberhardt

Tore: 0:1 Bach (66.), 0:2 Bach (72. FE)

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12
. Spieltag
SG Vordereifel - FV Rübenach 4:0 (2:0)
    

Die Partie in der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen der SG Vordereifel und dem FV Rübenach endete auf dem Rasenplatz in Laubach mit einem klaren und nie gefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg der Heimelf. Vordereifel liegt mit jetzt 23 Punkten weiter auf Tabellenrang drei, während der Aufsteiger vom Rhein durch die Niederlage und seinen 12 Zählern auf der Habenseite von Platz acht auf zehn abrutschte.

Bei bissiger Kälte sahen die Zuschauer von Beginn an eine sehr einseitige Partie, was sich auch schnell in Zahlen ausdrückte. Stürmer Yannick Bach hatte sich gegen zwei Mann durchgesetzt und abgezogen. Gästetorwart David Giejlo konnte den flachen Ball zwar noch abwehren, aber Fabian Müllen stand genau da, wo ein Torjäger stehen sollte und markierte das Tor zur frühen 1:0-Führung (13.). Die erste erwähnenswerte Aktion der Gäste resultierte aus der 19. Minute, als ein Ball von Pascal Tillmanns eine leichte Beute von Vordereifelds Keeper Patrice Sesterhenn wurde. Danach hatte SGV-Kapitän Matthias Tutas freie Bahn, scheiterte aber an Giejlo (26.). Nur wenig später zappelte dann doch wieder das Rübenacher Tornetz. Müllen hatte über links seine Antrittsschnelligkeit ausgespielt und sein abgefälschter Ball landete zum 2:0-Pausenstand in den gegnerischen Maschen (27.). Es war sein neuntes Saisontor.

Auch danach gestand Rübenach dem Gegner weiter viel Spielraum zu und brachte selbst nicht viel auf die Reihe. „Wir haben heute von der ersten Minute an absolut jede Zweikampfstärke und jede Aggressivität gegen den Ball vermissen lassen. Dazu haben wir den Gegner noch zu seinen Toren eingeladen. Wir haben ganz verdient verloren“, kommentierte Rübenachs Trainer Benedikt Lauer den Auftritt seiner Elf in der Eifel.

Nach dem warmen Pausentee ging es dann ganz schnell. Es waren erst zehn Sekunden gespielt und das Pendel schlug endgültig nur noch in Richtung Heimsieg aus. Tutas war in den Strafraum eingedrungen und von Daniel Geisen unsanft von den Beilen geholt worden. Schiedsrichter Arndt Collmann zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Die Ausführung war Aufgabe von Bach und der vollendete gewohnt sicher. Vordereifel führte 3:0 (46.). An sich war der Drops danach gelutscht, denn auch die Hereinnahme dreier Angreifer auf Rübenacher Seite in der 64. Minute ließ keinerlei Verbesserung in deren Spiel erkennen. Das letzte Highlight des Tages durfte dann Vordereifels Defensivmann Alexej Eberhardt setzen. Die Kugel lag halbrechts zum Freistoß bereit und Linksfuß Eberhardt setzte sie elegant in den langen Winkel zum 4:0-Endstand (74.). Tutas hätte das Ergebnis noch höher schrauben können, scheiterte aber freistehend an Giejlo (77.). Bezeichnend für das Spiel der Gäste war, dass sie bis auf die allerletzte Spielszene, als Richard Hipke aus aussichtsreicher Position in Sesterhenn seinen Meister fand (90.), keine wirklich Torchance verzeichnen konnten. „Ich fand den Gegner erschreckend schwach“, äußerte sich Vordereifels Co-Trainer Florian Breitbach nach dem Abpfiff hatte aber ein großes Lob für seine Elf parat. „Das war über 90 Minuten eine super geschlossene Mannschaftsleistung mit einer tollen Arbeit aller Spieler.“


In der vergangenen Saison duellierten sich diese beiden Spieler nur im Training, dieses Mal trafen sie mit verschiedenen Teams aufeinander: Vordereifels Alexej Eberhardt (in Rot) und Rübenachs Björn Kremer kamen jeweils vom Oberligisten FV Engers zu ihren jetzigen Teams. Eberhardt hatte am Ende klar die Nase vorn und traf sogar noch mit einem schönen Freistoß zum 4:0-Endstand in Laubach.

Foto: Alfons Benz
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11
. Spieltag
SG Liebshausen - SG Vordereifel 1:0 (0:0)
   

Die SG Liebshausen/Mörschbach/Argenthal wird ganz sicher nicht mehr der Lieblingsgegner der SG Vordereifel in der Fußball-Bezirksliga Mitte. In einer umkämpften Partie rang die SG den Tabellendritten nieder. Es war die vierte Niederlage in der vierten Saison aufeinander für die Gäste bei den Hunsrückern. Matchwinner war Kapitän und Innenverteidiger Lars Silbernagel. In der 79. Minute köpfte er einen Freistoß von Daniel Römer zum erlösenden 1:0 ein. Damit war der erste Heimdreier der laufenden Runde für Liebshausen geschafft.

Spielerische Leckerbissen hatte keiner erwartet. Aber Kampfgeist und Einsatzbereitschaft können ein Fußballspiel auch interessant gestalten. Davon hatten beide Mannschaften etwas vorzuweisen. Alleine die Luftduelle zwischen Lars Silbernagel und dem baumlangen Yannick Bach hatten es in sich. Schmerzfrei ging das selten für beide Seiten aus. Ein paar Kopfschmerzen dürften übrig geblieben sein.

Vor der Pause verlief die Partie ausgeglichen, mit leichten Feldvorteilen für die Heim-SG. Die besseren Chancen hatten aber die Gäste. Der völlig blank stehende Matthias Tutas traf den Pfosten. Bach hatte danach noch zwei gute Möglichkeiten – ohne Torerfolg. Einmal, weil der wieder im Tor stehende Michael Reuther glänzend hielt und der nächste Versuch zu hoch angesetzt war. „Michael hat im Tor eine große Ausstrahlung“, begründete Co-Trainer Jürgen Kiefer die Maßnahme, dem jungen Marvin Hofrath eine Pause zu gönnen.

Der nur ein Jahr ältere Daniel Römer packte in der 41. Minute seine „linke Klebe“ aus und stellte Gästetorwart Patrice Sesterhenn vor erhebliche Probleme. Den Aufsetzer wehrte er gegen die tief stehende Sonne glänzend zur Ecke. So gingen die 23 Akteure – der Schiedsrichter zählt auch dazu – mit einem torlosen 0:0 in die Energietankpause.

Direkt nach Wiederanpfiff hatte der Gast seine stärkste Phase. Der quirlige Fabian Müllen wirbelte die Gastgeberabwehr heftig durcheinander. Die beste Chance zur Führung hatte Tutas nach 69 Minuten. Heimkeeper Michael Reuther wusste wegen der tiefstehenden Sonne nicht, ob er noch im Strafraum war oder schon davor. Tutas jagte ihm die Kugel ab und versemmelte die Gästeführung.

Das war der Weckruf für die Heimmannschaft. Mutig hatten sie auf ein System mit drei Angreifern gesetzt. Max Kunze, Maurice Volkweis und etwas zurück gezogen Daniel Römer gingen volles Risiko. Das sollte sich auszahlen. Letztgenannter zirkelte einen Freistoß genau auf den Kopf von Silbernagel, der die gesamte Eifelabwehr übersprang und überlegt zum 1:0 einnickte (79.). Der erste Heimsieg war perfekt. Komisch nur, warum SG-Trainer Jan Wächter keine Meinung abgeben wollte: „Ich möchte nicht in der Zeitung stehen“, sagte er und übergab an seinen „Co“ Jürgen Kiefer. „Wille und Einsatz waren da, wir konnten aus dem Vollen schöpfen personell.“ Gäste-Coach Kevin Schneck, den man noch aus seiner Zeit aus Rheinböllen kennt, war relaxter als Wächter: „Dämlich für uns ist halt, dass die SG ausgerechnet gegen uns den ersten Heimsieg holt.“ Damit kletterte Liebshausen auf den elften Tabellenplatz.



Enge Zweikämpfe wie hier zwischen Liebshausens Roman Theise (in Rot, links) und Vordereifels Luca Fuhrmann gab es oft in Liebshausen zu sehen, mit dem besseren Ende für die Gastgeber.

Foto: Photo-Moments by Dennis Irmiter

Liebshausen: Reuther – Silbernagel, Hilgert-Walber, Thönges, Volkweis (81. Schmidt), Römer, Peifer (85. Metz), Kauer, Theise, Kunze (78. M. Schulzki), L. Schulzki

Vordereifel: Sesterhenn – Weiler, Schmitt, Tutas, Müllen, Fuhrmann, Geisen, Williams, Thiesen, Bach, Eberhardt

Schiedsrichter: Dominik Tyrankowski (Bingen)

Zuschauer: 195

Tor: 1:0 Silbernagel (79.)

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10. Spieltag
SG Vordereifel - SG Treis-Karden 3:0 (1:0)
 


Wer am Sonntagnachmittag bei herrlichem Sonnenschein ein gutes Fußballspiel sehen wollte, der musste nicht unbedingt nach Laubach zur Begegnung in der Bezirksliga Mitte zwischen der gastgebenden SG Vordereifel und der SG Treis-Karden/Müden/Moselkern fahren. Denn beim 3:0 (1:0)-Sieg der Heimelf blieb das COC-Derby spielerisch doch hinter dem zurück, was überkreislicher Fußball bieten sollte.

Dafür sah die stattliche Zuschauerkulisse von 250 Besuchern aber eine Partie, in der die Mannschaft letztendlich die drei Punkte behielt, die das machte, was im Fußball zählt: Tore. Und die erzielte nur die Eifel-SG. Mit jetzt 20 Punkten aus 10 Spielen steht man weiter auf Tabellenrang drei und hat schon jetzt das von Trainer Kevin Schneck ausgegebene Soll für die Hinrunde erreicht. Beim Gegner von der Mosel sieht es dagegen immer bitterer aus. Zwar ist man noch ein Spiel im Rückstand, aber mit nur acht Zählern auf der Habenseite liegt man aktuell auf dem 14. Platz – einem Abstiegsrang. Entsprechend nüchtern fiel die Analyse von Co-Trainer Jens Thönnes nach dem Abpfiff aus: „Heute hat die bessere Mannschaft gewonnen. Wir haben unter der Woche gut trainiert, haben das aber nicht auf den Platz bringen können. Jetzt sind wir wirklich unten angekommen und müssen nur schauen, da wieder rauszukommen. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.“ Ganz anders sah es natürlich bei Schneck aus. „Wir sind mit den ganzen jungen Kerlen auf einem guten Weg und das ist genau der, den wir auch gehen wollen. Auf den Punkten ausruhen dürfen wir uns aber nicht. Ganz im Gegenteil, wir müssen immer weiter hart arbeiten. Auch wenn der eine oder andere Mal sagt, wieso habt ihr denn den Eberhardt, den Tutas, jetzt noch den Thiesen geholt. Aber die jungen bewegen sich genau um diese erfahren Spieler, und wir werden den eingeschlagenen Weg gemeinsam gehen“, sagte der Coach. Und die scheinen ihm das danken zu wollen. Beispielgebend zeigten sie das beim ersten Tor kurz vor der Pause. Über links hatte sich Jonas Gorges, 19 Jahre alt, durchgesetzt und mustergültig den 21-jährigen Patryk Koczyba bedient. Dessen perfektes Zuspiel vollendete der auch erst 19 Jahre alte Luca Fuhrmann mit einem strammen Schuss in die Treis-Kardener Maschen zur 1:0-Halbzeitführung (42.).

Vorher war auf dem Platz außer viel Langholz fußballerisch nicht viel zu sehen gewesen. Einzig der quirlige Fabian Müllen hatte mit einigen Alleingängen Aufmerksamkeit geweckt. Für die erste wirkliche Torszene des Spiels hatte kurz vor dem Gegentor Marc Thönnes mit einem Solo auf der anderen Seite gesorgt. Vordereifels Torwart Patrice Sesterhenn wehrte seinen Schuss jedoch gekonnt zur Ecke ab (41.). Nach dem Wechsel erhöhte die Mosel-SG zwar den Druck, brachte mit Arlind Schmitt einen weiteren Angreifer, aber das Tor machte der Gegner. Nach einem unnötigen Ballverluste der Gäste marschierte Müllen auf das von Tim Scherrer gehütete Gästetor zu und konnte von Mirco Mono im Strafraum nur mit einem Foul gebremst werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Yannick Bach sicher zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung (62.). Die Gäste steckten nicht auf, probierten es weiter, aber irgendwie beschlich einen nie das Gefühl, dass es auch mal fruchten könnte. Die Vordereifeler Defensive um die Innenverteidiger Lukas Weiler und Alexej Eberhard stand sicher und Treis-Karden fiel nichts ein. Entschieden wurde das Spiel nach einem Standard. Steffen Schmitt schlug einen Eckball nach innen und Matthias Tutas zeigte seine Torjägerqualitäten, als der die Kugel mit dem Kopf gezielt zum 3:0-Endstand im gegnerischen Netz unterbrachte (75.). Für etwas Ergebniskorrektur hätte in der allerletzten Spielminute noch ein Schuss von Mladen Markota sorgen können. Sein Ball landete jedoch am Lattenkreuz (90.+3).

Vordereifels Neuzugang Patrick Thiesen (in Rot) hielt sich im Derby vor 250 Zuschauren in Laubach in dieser Szene den Treis-Kardener Markus Thönnes vom Leib. Seine Elf tat das im übertragenen Sinn auch und gewann das Derby gegen die Moselaner mit 3:0.

Foto: Alfons Benz

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9. Spieltag
SG Braunshorn - SG Vordereifel 0:2 (0:0)
       

Aufsteiger SG Braunshorn/Hausbay-Pfalzfeld/Bickenbach musste trotz einer starken Leistung in der ersten Hälfte dem Gast zum Sieg gratulieren: Der Fußball-Bezirksligist verlor trotz bester Gelegenheiten gegen die SG Vordereifel mit 0:2 (0:0). Die Gäste bleiben damit starker Dritter, die Gastgeber rutschten auf den sechsten Rang ab. Dabei war durchaus ein Plätzetausch zwischen beiden Mannschaften drin.

Die erste dicke Möglichkeit hatten die wie in der Vorwoche stark ersatzgeschwächten Einheimischen bereits nach fünf Spielminuten, als Ilja Heizmann sich über links durchsetzte und nach innen passte. Dort fand sein Pass mit Niklas Kneip einen Abnehmer in aussichtsreicher Position, allerdings flog dessen Linkschuss über das Gehäuse. Bereits drei Minuten danach kam Heizmann selbst zum Abschluss, verfehlte jedoch knapp.

Vordereifels Torwart Patrice Sesterhenn stand nach einer Viertelstunde im Mittelpunkt: Einen starken Distanzschuss von Kneip parierte der Keeper mit einem sensationellen Reflex und verhinderte so einen frühen Rückstand seines Teams. Und nochmals hatten die Braunshorner Anhänger den Torjubel schon auf den Lippen, aber auch Kevin Leidig scheiterte mit seinem Kopfball ganz frei aus kurzer Distanz nur knapp (20.), ein Kopfball von Florian Link war nur kurz vorher Zentimeter am langen Pfosten vorbeigegangen. Braunshorn setzte die Vordereifeler mit frühem Anlaufen sehr unter Druck, verpasste aber die Belohnung dafür. Auf der anderen Seite kam Vordereifel erst in der 35. Minute zu seiner ersten nennenswerten Chance: Nach einer Ecke landete der Ball bei Yannick Bach, der jedoch weit über das Braunshorner Tor zielte. Es folgte noch ein Fernschuss von Gäste-Akteur Steffen Schmitt, aber dieser verfehlte sein Ziel (38.).

Nach dem Wechsel konnte Kneip nochmals aus halblinker Position allein auf das Gästetor zu laufen, aber erneut vereitelte Teufelskerl Sesterhenn mit einer starken Fußabwehr eine Heimführung (55.), der Ball touchierte noch den Pfosten. Überaus effektiv agierten dagegen dann die Eifeler Gäste: Einen Freistoß von Schmitt konnte Braunshorns Torwart Waldemar Tews zunächst noch abwehren, aber dann war Vordereifels Bach handlungsschnell zur Stelle und köpfte aus kurzer Distanz zur Gästeführung ein (59.).

Nach guter Leitung im ersten Durchgang verursachte dann die junge Schiedsrichterin Lea Hetger aus Hambuch unnötige Unruhe mit einigen unverständlichen Entscheidungen in der zweiten Hälfte. So erzielten die Gäste ihr zweites Tor aus stark abseitsverdächtiger Position: Erneut bereitete Schmitt vor und bediente den weit vorne stehenden Luca Fuhrmann auf halbrechts. Der 19-jährige bliebt eiskalt und zimmerte den Ball zum 2:0 für Vordereifel unhaltbar unter die Latte (71.). Kurz zuvor musste bei Braunshorn Kapitän Stefan Stroschein mit Verdacht auf Muskelfaserriss das Feld verlassen.

Aber auch nach dem zweiten Gästetreffer stecke Braunshorn nicht auf und kam noch zu Möglichkeiten. Dirk Wagner (81.) und Kai Wickert (89.) scheiterten knapp, aber zum Pechvogel des Tages avancierte Kneip, denn mit seinem Drehschuss von der Strafraumlinie traf er erneut nur den Pfosten (82.). Gästecoach Kevin Schneck, in dessen Elf erstmals der ehemaliger Oberliga-Kicker Patrick Thiesen von Beginn an mitwirkte und der Mayener Rheinlandliga-Torjäger der Vorsaison, Matthias Tutas, nach Schlüsselbeinbruch sein Debüt feierte, lobte vor allem seinen Keeper: „Unser Torwart hat heute einfach überragend gehalten und uns so einige Male im Spiel gehalten. Das war heute eine ultraschwere Partie, und wir hatten dabei einfach das Quäntchen Glück mehr. Die Spielanteile waren ausgeglichen und eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel. Aber beim 1:0 haben wir einen Tick schneller reagiert und nur dadurch dann gewonnen.“

Braunshorns Spielertrainer Mirko Bernd konnte seinem Team nur wenig vorwerfen: „Das war heute die mit Abstand beste erste Hälfte, die wir in dieser Saison daheim gespielt haben. Wir waren da die klar bessere Mannschaft, allerdings hat uns leider die Abgebrühtheit vor dem Tor einige Male gefehlt. Sesterhenn hält aber auch überragend, das muss man dann halt einfach anerkennen. Trotzdem müssen müssen wir das Spiel schon in der ersten Hälfte für uns entscheiden.“

Vordereifel mit Patryk Koczyba (in Blau, im Hintergrund Trainer Kevin Schneck) geriet in Braunshorn (von links mit Niklas Kneip und Kai Wickert) vor allem in der ersten Hälfte des öfteren ins Straucheln, aber rettete das 0:0 in die Pause. In der zweiten Hälfte gelangen den Gästen dann zwei Treffer zum Sieg.

Foto: hjs-Foto

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8. Spieltag
SG Vordereifel - SV Anadolu Spor Koblenz 1:1 (0:0)
 

Gerechte Punkteteilung auf dem Kaisersescher Kunstrasen: In einer äußerst mäßigen Partie der Fußball-Bezirksliga Mitte trennten sich die SG Vordereifel und der SV Anadolu Spor Koblenz schiedlich, aber nicht ganz friedlich mit 1:1 (0:0). Denn kurz nach Abpfiff kam es noch zu einigen unnötigen Handgreiflichkeiten. Als sich beide Lager wieder beruhigt hatten, stellten sie fest: Vordereifel verharrt auf Platz drei der Tabelle, Anadolu ist jetzt Zwölfter.

Auch auf dem Rasen spielte sich alles Wesentliche ganz zum Schluss der Partie ab. Yannick Bach traf in der 90. Minute mit seinem ersten Saisontor aus dem Nichts zum 1:0, Max Geisen hatte per schöner Flanke assistiert. Kuriosum am Rande: Just in dieser Phase lag Gästespieler Fatih Uranbeyi verletzt neben dem Spielfeld. Der Spieler, der für ihn eingewechselt werden sollte, besaß aber keine Schienbeinschützer. So wurde ihm die Einwechslung verwehrt, und über die verwaiste Seite bereitete Geisen die Führung vor. Doch die Hausherren schafften es nicht, den Vorsprung über die verbliebenen 120 Sekunden zu retten – und hatten es ehrlich gesagt auch nicht verdient an diesem Tag. Gästetorjäger Mumin Aga setzte sich im Strafraum durch und wurde vermeintlich von Heimkeeper Patrice Sesterhenn unfair gestoppt. Was folgte, war ein zweifelhafter Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Alexander Müller aus Mendig und ein eiskalter Aga vom Punkt – es stand 1:1 (90.+1).

Die vorherigen 90 Minuten sind schnell erzählt. Man merkte Vordereifel an, dass der Kunstrasen in Kaisersesch nicht der gewohnte Untergrund ist. Jonas Gorges' Lattenknaller (27.) war zwar hübsch anzusehen, blieb aber in Abschnitt eins die einzige Chance. Die optisch einen Tick überlegenen Gäste hatten da mit Agas und Hussein Jehas Chancen (4., 15., 29.) schon etwas mehr zu bieten. Nach dem Pausentee hatte Bach eine Doppelchance (60., 63.), wobei er die zweite davon frei aufs Tor zulaufend eigentlich verwerten muss. Doch er schob das Leder an den rechten Pfosten. Auf Gästeseite meldete sich Jeha noch mal mit zwei guten Abschlüssen (79., 82.). Dann folgte das beschriebene, aufregende Ende.

Gästespielertrainer Nenad Lazarevic war jedenfalls zufrieden: „Wir sind nicht mit der weißen Fahne in der Hand hierher gereist, haben uns in manchen Situationen aber nicht für unser engagiertes Spiel belohnt. Aber mit dem Punkt kann ich leben.“

Vordereifels Coach Kevin Schneck blies in ein ähnliches Horn, wurde aber in der Spielbewertung etwas deutlicher: „Es war ein ziemlicher Grottenkick. Wir wollten mit viel mehr Tempo spielen, alles passierte aber zu behäbig, zu langsam. Dennoch weiß ich auch schon aus meiner Zeit in Rheinböllen, Anadolu ist ein ungemein unangenehmer Gegner und schwer zu bespielen. Naja, den Punkt haben wir jetzt mal – insgesamt sind es jetzt 14, das ist okay.“



Da erzielt Yannick Bach (in Rot, rechts) seinen ersten Saisontreffer für die SG Vordereifel in der 90. Minute zum 1:0 gegen Anadolu Spor Koblenz – und es reicht doch nicht zum Sieg, denn die Gäste glichen kurz später in Kaisersesch per Elfmeter doch noch aus.

Foto: Peter Scherer

Vordereifel: Sesterhenn - Geisen, Weiler, Eberhardt, Schmitt - Fuhrmann (74. F. Breitbach, 82. Kirsch), Williams, Gorges - Müllen, Bach, Koczyba (46. Hoffmann)

Koblenz: Aydemir - Miles (27. Cobanoglu), Yuksel, H. Uranbeyi, Lazarevic - Carman, Ayari, Boyraz, F. Uranbeyi - Aga, Jeha

Schiedsrichter: Alexander Müller (Mendig)

Zuschauer: 85

Tore: 1:0 Bach (90.), 1:1 Aga (90. +1, Foulelfmeter)

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7. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Kirchberg 1:4 (1:2)
 

Dritter gegen Erster hieß es auf dem regennassen Rasen in Laubach im Spiel der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen der gastgebenden SG Vordereifel und dem TuS Kirchberg. Ob das nun am siebten Spieltag wirklich das Top-Spiel der Liga war, sei mal dahingestellt. Widrige äußere Bedingungen mit starkem Wind und teils sintflutartigem Regen ließen vom Start weg Spitzenfußball erst gar nicht aufkommen. Dennoch sahen die rund 80 Zuschauer bei der 1:4 (1:2)-Niederlage der Eifel-SG ein unterhaltsames Spiel zweier kampf- und laufstarker Teams, in dem letztendlich die ausgefuchstere Mannschaft die drei Punkte für sich verbuchte.

Da an diesem Sonntag in Laubach die einzige von vier angesetzten Partien zu Ende gespielt wurde, gibt die Tabelle ein noch etwas verzerrtes Bild wieder. Kirchberg liegt mit 21 Punkten und zwei Spielen mehr als der FC Metternich als Zweiter (15 Punkte) weiter vorne und die SG Vordereifel verbucht als Dritter unverändert 13 Zähler.

Gästetrainer Christian Schneider zeigte sich nach Spielende zufrieden: „Bei diesen Bedingungen war es schwierig. Nur haben wir es vielleicht einen Tick besser gemacht und deshalb auch verdient gewonnen gegen einen Gegner, der bis zum Schluss alles probiert und gegeben hat. Vor dieser Leistung der vielen jungen Spieler habe ich Respekt und sie werden ihren Weg machen.“ Sein Gegenüber Kevin Schneck hatte es ähnlich gesehen: „Heute hat nicht unbedingt die bessere, sondern die in den entscheidenden Momenten einfach clevere Mannschaft gewonnen. Fußballerisch konnten wir gegen einen Meisterschaftsfavoriten gut gegenhalten, aber die starken Individualisten bei Kirchberg haben die Partie dann entschieden. Wir konnten einige Nadelstiche setzen und das trotz der vorne fehlenden Yannick Bach und Matthias Tutas.“ In der Tat musste er krankheitsbedingt auf Bach und selbstverständlich auf den Langzeitverletzten Tutas verzichten.

Kirchberg spielte vor der Pause mit dem Wind im Rücken und hatte die erste Möglichkeit. Zuerst parierte Heimkeeper Patrice Sesterhenn einen Schuss von Artur Stürz glänzend; Jonas Heimer setzte den Abpraller an die Latte (11.). Auf der anderen Seite scheiterte Patryk Koczyba an Torwart Tim Jakobs (19.).

Den ersten Treffer des Tages schenkte sich Vordereifel dann unglücklich selbst ein. Nach einem Eckball rutschte die Kugel im Sechszehner hin und her, und Luca Fuhrmann bugsierte sie irgendwie zum 0:1 ins eigene Netz (31.). Das Wetter schien hierbei nicht ganz unbeteiligt gewesen zu sein. Fuhrmann machte sein Ding hinten dann vorne jedoch wieder gut. Nach einem Eckball rutschte Jakobs der Ball aus den Händen – und Fuhrmann war zum 1:1 zur Stelle (42.). Die Seiten wurden so aber nicht gewechselt. Im Gegenzug diskutierte man in Vordereifels Defensive noch zu sehr über eine Szene zuvor, ließ Kirchbergs Kapitän Florian Daum deshalb sträflich ungedeckt, und der dankte es mit dem Treffer zum 2:1-Pausenstand per Kopf (43.). Dass es dabei aber wirklich blieb, lag auch daran, dass ein Kracher von Steffen Schmitt nur an der Latte landete (45.).

Nach dem Pausentee marschierten die Gäste schnell in Richtung Sieg. Und wieder trug die Heimdefensive mit etwas Schläfrigkeit dazu bei. Heimer brachte den Ball nach innen, Daum vollendete sauber zum 3:1 (51.). Vordereifel steckte nicht auf und versuchte mit Kampf und Einsatz alles. Kirchberg stand aber sicher. Einzig Fabian Müllen kam nach einem Solo zum Schuss. Tim Müller beförderte den Ball aber mit dem Kopf über die Latte, prallte dabei gegen den Pfosten und musste verletzt raus (63.). Auch eine Reihe von Eckbällen brachte dem Gastgeber keinen Erfolg. Das Tor zum 1:4-Endstand markierte dann Alexander Singer kurz vor Schluss, als er einen Konter gekonnt abschloss (86.). Sein Trainer Schneider wollte noch ein Wort zum Gesamtbild seiner Mannschaft verlieren, das auch dazu beiträgt, dass man noch verlustpunktfrei dasteht: „Die Ergänzungsspieler Waldi Kratz und Yannik Gohres trainieren bei uns super mit und halten das Niveau so in allen Einheiten ständig hoch. Heute haben sie unsere Reserve unterstützt, und ich muss mich einfach bei ihnen für ihren Einsatz für den Verein bedanken.“



Alex Singer (rechts) ist nach seiner Rückenverletzung, die ihn lange außer Gefecht setzte, wieder in Top-Form und markierte den Treffer zum 4:1-Endstand beim Sieg des Tabellenführers TuS Kirchberg beim Dritten SG Vordereifel, bei der Torjäger Fabian Müllen (links) diesmal leer ausging.

Foto: Alfons Benz

Vordereifel: Sesterhenn – Geisen, Eberhardt, Weiler, Hoffmann, Koczyba (88. M. Breitbach), Schmitt, Gorges, J. Hartmann (88. Peters), Fuhrmann (70. F. Breitbach), Müllen

Kirchberg: Jakobs – J. Heimer, Carbach (20. Kühn), Kessler, Sagel, Resch, Wild, Stürz, Müller (63. Singer), Bär, F. Daum (88. Özer)

Schiedsrichter: Andreas Michel (Bendorf)

Zuschauer: 80

Tore: 0:1 Fuhrmann (31., Eigentor), 1:1 Fuhrmann (42.), 1:2 und 1:3 F. Daum (43., 51.), 1:4 Singer (86.)

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6. Spieltag
SG Gönnersdorf - SG Vordereifel 1:4 (0:3)
       

Die SG Vordereifel punktet in der Fußball-Bezirksliga Mitte fleißig weiter: Mit 4:1 (3:0) gewann das Team von Trainer Kevin Schneck bei der SG Gönnersdorf-Brohl und hat als Tabellendritter nach sechs Spielen bereits 13 Punkte aufzuweisen. Zwei Wermutstropen gab es aber beim insgesamt souveränen und verdienten Sieg: Matthias Adams und Yannick Bach mussten verletzt runter.

Bei Adams sieht es gar nicht gut aus, es besteht Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung. „Matze hat ein langes Bein gemacht und dabei von der Seite einen Schlag draufbekommen“, beschreibt Schneck die Szene, die zur Verletzung und in der Folge zur Auswechslung führten. Für Adams kam Algin Williams und reihte sich in einer Dreierkette mit Lukas Weiler und Alexej Eberhardt ein. Bach musste dagegen nach 70 Minuten gehen beziehungsweise humpeln. „Yannick hat ein Ziehen oder einen Stich hinten im Oberschenkel gefühlt“, sagt Schneck, „dass beide uns jetzt ausfallen, ist natürlich bitter.“ Zumal von der Konstellation her am kommende Woche ein „Spitzenspiel“ daheim gegen Tabellenführer Kirchberg ansteht. Davon will Schneck aber nichts wissen: „Alle Punkte, die wir haben, sind Puffer nach unten. Wir haben bis auf Kottenheim alles gegen Mannschaften von unten gewonnen, das war in gewisser Weise auch Pflicht, damit man selbst nicht da reinrutscht. Die 13 Punkte sehen lustig aus, und der Dreier jetzt war super, aber mehr auch nicht.“

Großen Anteil am Sieg hatte wieder einmal Fabian Müllen, der mit seinen beiden Treffer zum 1:0 (23.) und 2:0 (37.) die Richtung vorgab. Besonders das 1:0 war ein Traumtor, Müllen nahm eine lange Flanke direkt und traf ins lange Eck. „Wenn es läuft, dann läuft es“, lachte Schneck, denn Müllen hat nun bereits sieben Treffer erzielt. Kurz vor der Pause machte Jonas Gorges mit dem 3:0 so gut wie alles klar (45.). Gönnersdorf war lange ungefährlich, erst in der 83. Minute gelang den Anschluss durch Andreas Heuser, der in einen zu kurzen Rückpass von Williams gestartet war und traf. Doch der für Bach eingewechselte Florian Breitbach machte zwei Minuten später mit dem 4:1 alles klar.

Doppelpack beim Vordereifeler 4:1-Erfolg in Gönnersdorf: Fabian Müllen steht mit sieben Treffern an den ersten sechs Spieltagen ganz weit oben in der Bezirksliga-Torschützenliste – ähnlich wie seine SGV als Dritter der Bezirksliga-Tabelle.

Foto: Alfons Benz

Vordereifel: Sesterhenn – Kirsch, Weiler, Adams (35. Williams), J. Hartmann, Müllen, Fuhrmann (61. Koczyba), Geisen, Gorges, Eberhardt, Bach (70. Breitbach)
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5. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Rheinböllen 1:1 (1:0)
 

Ein Punkt blieb in der Eifel, ein Punkt ging mit in den Hunsrück beim Spiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen der SG Vordereifel und dem TuS Rheinböllen. Die Partie auf dem Laubacher Rasen endete vor 100 Zuschauern 1:1 (1:0)

Gästetrainer Reyad David war enttäuscht von diesem Ergebnis: „Wenn man gesehen hat, dass Vordereifel die letzte Viertelstunde gar nicht mehr das Spiel machen wollte, dann haben wir hier zwei Punkte verloren. Leider lagen wir bis dahin zurück und dann ist es immer schwer, was zu machen. Zuletzt gegen Kirchberg hatten wir auch 60 bis 70 Prozent Ballbesitz und sind dennoch mit leeren Händen dagestanden. Auch hier hat heute die Konzentration gefehlt, zufrieden bin ich nur mit dem Spielerischen und der Laufleistung“, haderte er nach dem Abpfiff mit der Punkteteilung. Sein Gegenüber Kevin Schneck, Davids Vorgänger beim Gegner, hatte dagegen nichts gegen den nur einen Punkt im Heimspiel: „Ich kann damit leben. Das muss ich ganz klar sagen. Wir hatten heute einige Jungs auf dem Platz, die gerade mal 19 Jahre alt sind. Die werden irgendwann nervös gegen eine Mannschaft, die vor allem in der Zentrale sehr gereift aufgestellt ist. Das sind clevere Fußballer und da muss ich sehen, dass ich meine Jungen durchbringe. Aber ehrlich, hat Rheinböllen denn überhaupt wirklich Zwingendes zustande gebracht?“, äußerte sich der Heimcoach.

Zum Spiel: Stürmisch und mit viel Tempo ging es los auf beiden Seiten. Die erste Chance hatte der Gast. Bei einem Schuss von Nils Vogt fehlte nicht viel (9.). Auf der anderen Seite flog ein Schuss von Julian Hartmann knapp am gegnerischen Tor vorbei (13.). Das war es dann auch schon fast gewesen an sehenswerten Aktionen in der ersten Hälfte. Für die Zuschauer war es ein langweiliges Spiel mit einem leichten Übergewicht für Rheinböllen. Dann war es doch soweit. Das Tor machte aber nicht der Gast, sondern der Gastgeber nach einer Gemeinschaftsaktion des Vordereifeler Stürmerduos Yannick Bach und Fabian Müllen. Bach setzte über links durch, und Müllen brachte die Hereingabe im Stile eines wirklichen Torjägers sauber im Rheinböllener Kasten zur 1:0-Halbzeitführung unter (42.). Es war Müllens fünftes Saisontor. Top-Torjäger Bach dagegen bleibt weiter ohne Treffer, konnte dafür aber schon mehrmals erfolgreich auflegen.

Nach dem Wiederanpfiff bot sich auf dem Platz weiter dasselbe Bild. Vordereifel tat nicht viel, sicherte nur die Führung ab. Und Rheinböllen fiel im Rückstand liegend wenig ein. Einfallslos wurde nach vorne gespielt, der wirkliche Zug zum Tor fehlte. Anspielpartner vor dem Vordereifeler Tor boten sich von hinten heraus kaum an. Es schien fast, als ob die Angreifer Angst hätten, den Ball zu erhalten. Auf der anderen Seite versuchte es Vordereifel immer wieder mit langen Bällen auf Bach – aber ohne Ergebnis. In der 63. Minute wechselte David dann Nico Merg gegen Vogt, der vor allem in den ersten 45 Minuten am auffälligsten agiert hatte, ein. Es sollte sich auszahlen. Merg machte nämlich wenig später genau das, was man als Stürmer machen sollte. Er zog einfach mal aus 18 Metern ab, und der Ball schlug für Heimtorwart Patrice Sesterhenn unhaltbar zum 1:1-Ausgleich im Netz ein (72.). Es war zugleich schon der Endstand. Wie erwähnt lag das weiter daran, dass Rheinböllen nicht konnte und Vordereifel offensichtlich nicht wollte.

So wurden aus drei möglichen Punkten für den Gast nur einer, und für den Gastgeber ebenso. Schneck sah das gelassen und wollte auch gar nicht mehr auf die Besonderheit dieser Begegnung gegen einen Gegner, der sich vergangene Saison vor dem letzten Spieltag von ihm getrennt hatte, eingehen. Viel wichtiger war ihm der mit seiner jungen Mannschaft eroberte Punkt. „Nach fünf Spielen haben wir zehn Punkte und liegen damit voll im Soll und haben Rheinböllen mit seinen acht Zählern hinter uns gelassen. Natürlich sind in so einem Spiel Emotionen drin, das gehört im Fußball aber dazu.“



Am Boden waren am Ende weder die Vordereifeler (in Rot, von links mit Routinier Alexej Eberhardt und Youngster Jonas Gorges) noch die Rheinböllener um Andy Herdt, denn das Duell in Laubach endete mit 1:1.

Foto: Alfons Benz

Vordereifel: Sesterhenn – Geisen, Eberhardt, Weiler, Hoffmann, Koczyba (86. Kirsch), Gorges, J. Hartmann (81. F. Breitbach), Fuhrmann (73. Peters), Müllen, Bach

Rheinböllen: Reifenschneider – Radic, D. Flesch, Kuznecov, Klinck (71. Czarnecki), Hankammer, Aquila, A. Herdt, T. Flesch, Vogt (63. Merg), Gubetini (88. Acht)

Schiedsrichter: Dominik Franklin (Wittlich)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Müllen (42.), 1:1 Merg (72.)

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4. Spieltag
SV Vesalia Oberwesel - SG Vordereifel 0:2 (0:0)
     

„Ein komisches Spiel.“ Das war die erste Reaktion von Kevin Schneck, Trainer der SG Vordereifel, nach dem 2:0 (0:0)-Sieg beim SV Oberwesel. Die Gastgeber warten damit weiterhin auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga Mitte. „Dabei habe ich uns besser gesehen“, meinte SV-Trainer Peter Ritter. In erster Linie war das Spiel aber tatsächlich eines: komisch. Und es hatte mit Vordereifel sicherlich einen glücklichen Sieger. Ob nun verdient oder nicht. Das war auch Schneck egal. „Drei Punkte auswärts, das ist es, was erst einmal zählt.“ Der Gästecoach gab aber zu, dass die Partie durchaus – wo wir wieder bei seiner Einschätzung „komisch“ wären – auch mit einem tor- und glanzlosen 0:0 hätte enden können.

Glanzlos war es nämlich, was beide Mannschaften über weite Strecken boten. Oberwesel wollte zwar Spielkultur auf den Platz bringen, das gelang allerdings nur leidlich und nur phasenweise. Und Vordereifel? Das spielte deutlich schnörkelloser, agierte viel mit langen Bällen in die Spitze – und war damit unterm Strich sogar ein wenig gefährlicher. Zu den wenigen Möglichkeiten und nennenswerten Aktionen: Oberwesel kam ein wenig besser ins Spiel, hatte durch Christoph Bittner nach acht Minuten eine Chance. Aus neun Metern zog der Stürmer ab, Patrice Sesterhenn im Vordereifeler Tor reagierte aber gut. Anschließend sahen die Zuschauer knapp ein halbes Dutzend Ecken der Gäste binnen weniger Minuten. Die beste Chance nach einer dieser Ecken hatte Maximilian Geisen, als er einen Kopfball knapp neben den Pfosten setzte (17.). Zwei Minuten später durfte sich auch der bis dahin glanzlose Yannick Bach im Kopfball versuchen, doch er scheiterte freistehend. Sinnbildlich, dass auch die nächste Gelegenheit aus einer Standardsituation resultierte. Dieses Mal war es Oberwesels Lukas Stüber, der den Ball aus dem Gewühl heraus neben das Tor setzte.

Nach Wiederanpfiff erwischten erneut die Gastgeber den etwas besseren Start: Nach einer Ecke von Sebastian Mitchard kam Bittner am zweiten Pfosten zum Abschluss, wurde aber geblockt (47.). Dann dauerte es zwölf Minuten, ehe überhaupt noch einmal Nennenswertes passierte. Wieder für Oberwesel. Doch eine Direktabnahme von Lukas Stüber flog am Tor vorbei. Dann durfte Bach sich wieder einmal mit dem Kopf versuchen, scheiterte aber erneut aus kurzer Distanz (63.). Sechs Minuten später wurde es etwas lauter im Rhinelanderstadion. Da kam Benjamin Reiner nach einem schönen Solo im Strafraum zu Fall. Der vielleicht fällige Pfiff blieb aus. „Gehen wir 1:0 in Führung, nimmt das Spiel vermutlich einen ganz anderen Verlauf“, haderte Ritter. Stattdessen bewies Schneck mit der Einwechslung von Patryk Koczyba ein glückliches Händchen. Zwei Minuten auf dem Platz, erzielte er das 0:1 per schöner Direktabnahme (70.). Nur drei Minuten später machte Müllen den Sack nach einem der wenigen schönen Angriffen zu. „Es war schon ein ekliges Spiel. Es mutete ein wenig an, als hätte der 14. gegen den 15. gespielt“, bilanzierte Schneck.

Neuzugänge unter sich: Vordereifels Uwe Unterbörsch (am Ball) hatte wie seine Elf in Oberwesel mit Michael Hohl die Nase vorn.

Foto: hjs-Foto

Oberwesel: Retzmann – J. Stüber, Strunk, Jäckel, Bittner, Mitchard, L. Stüber (79. Engel), Schäfer, Reiner, Fahning, Hohl

Vordereifel: Sesterhenn – Weiler, Breitbach (69. Fuhrmann), Adams, Unterbörsch (69. Koczyba), Müllen, Geisen, Gorges, Eberhardt, Schmitt (86. Kirsch), Bach

Schiedsrichter: Robert Milz (Klosterkumbd)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Koczyba (70.), 0:2 Müllen (73.)

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3. Spieltag
SG Vordereifel - SG Mülheim-Kärlich II 4:1 (0:1)
 

Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg: Fußball-Bezirksligist SG Vordereifel hat sich mit dem 4:1 (0:1) gegen die SG Mülheim-Kärlich II auf den fünften Platz vorgearbeitet. Dabei hatte die Partie in Laubach nicht gut begonnen, geendet aber umso besser für die Gastgeber.

Bereits nach fünf Minuten ging die junge Mülheim-Kärlicher Truppe von Trainer Carsten Bent mit 1:0 in Führung. Michael Rönz profitierte dabei von einem Fehler im Spielaufbau der Vordereifeler. Torwart Patrice Sesterhenn hatte Steffen Schmitt angespielt, der 18 Meter vor dem Tor direkt angelaufen wurde von den Gästen, Schmitt verlor den Ball und kurz später stand es 0:1. „Wir haben zu Beginn zu viel klein-klein gespielt und waren zu lethargisch“, sagte Vordereifels Trainer Kevin Schneck, „das sind wir zu passiv gewesen. Aber nach zehn Minuten hatte es jeder geschnallt und von da ab waren wir viel besser im Spiel.“ Tore sollten für die Hausherren im ersten Abschnitt aber noch keine fallen.

„Wir haben zur Pause gesagt, dass wir einfach so weiterspielen müssen“, berichtete Schneck aus der Kabine. Das tat seine Elf und wurde nach 55 Minuten mit dem 1:1 belohnt. Matthias Adams hatte eine Ecke nach innen gebracht, die wurde verlängert und Maximilian Geisen schob den Ball am zweiten Pfosten in die Maschen. Eine Ecke, diesmal getreten von Jonas Gorges, war auch Ausgangspunkt für das 2:1. Der eingewechselte Florian Breitbach war mit dem Kopf zur Stelle. Die beiden letzten Tore gingen auf das Konto von Schmitt – und waren beide aus der Rubrik „sehenswert“. Beim 3:1 nach 75 Minuten fiel ihm der Ball nach einem abgeblockten Schuss vor die Füße, Schmitt zirkelte ihn ins lange Eck. Und fünf Minuten später hielt er bei einem Freistoß aus 30 Metern einfach mal drauf, der Ball fiel wie ein Stein hinter der Mauer ins Eck – fertig war der 4:1-Heimsieg. „Die Tore hat er wirklich gut gemacht“, lobte Schneck, „unser Sieg war verdient. Bei Mülheim-Kärlich hat man gemerkt, dass sie nach 60 Minuten abgebaut haben, vorher haben sie aber ein Wahnsinnspensum abgespult und waren läuferisch und in den Zweikämpfen sehr stark.“

Ein Zweikampf kurz vor der Pause führte zu einer schweren Schulterverletzung bei Gäste-Spieler Philipp Hürter. Er musste per Krankenwagen abtransportiert werden. „Wir wünschen gute Besserung“, sagte Schneck.



Vordereifels Maximilian Geisen (in Rot) war nur in dieser Szene gegen Mülheim-Kärlich II (von links mit 1:0-Torschütze Michael Rönz und Ronaldo Kröber) am Boden, denn in der 55. Minute leitete Geisen mit dem 1:1 die Wende ein. Steffen Schmitt besorgte mit zwei schönen Toren das 3:1 und 4:1 für die Hausherren in Laubach.

Foto: Andreas Walz

Vordereifel: Sesterhenn – Weiler, Koczyba (80. Kirsch), Adams, Hartmann (60. F. Breitbach), Müllen (83. Klasen), Geisen, Gorges, Eberhardt, Schmitt, Bach

Mülheim-Kärlich II: Kittsteiner – Lorenz, Schreiber, Kröber, Rönz, Scheu, Ouro-Djeri, Bora, Hürter, Weeser, Lembgen

Schiedsrichter: David Becker (SV Farschweiler)

Zuschauer: 90

Tore: 0:1 Rönz (5.), 1:1 Geisen (55.), 2:1 F. Breitbach (70.), 3:1 und 4:1 Schmitt (75., 80.)

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2. Spieltag
SV Gering-Kollig - SG Vordereifel 3:1 (3:0)
     
Der Held der SG Elztal Gering-Kollig im ersten Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte hieß Florian Geisler. Beim 3:1 (3:0)-Erfolg seiner Mannschaft gegen die SG Vordereifel hielt der Torhüter, der vor einem Jahr von B-Nord-Klub SG Hambuch kam, bis auf das eine Gegentor seinen Kasten mit bravourösen Taten sauber und sorgte so bei den eigenen Anhängern unter den 220 Zuschauern für großen Jubel.

Von Beginn an zeigte die Elf des neuen Elztaler Trainerduos Sascha Arenz und Sascha Wirtz Biss und Aggressivität, ging früh auf den Ball und ließ Vordereifeler Angriffe erst gar nicht zu. Und wurde dafür schnell belohnt – durch Niclas Lohn. Gekonnt nahm der Angreifer einen langen Ball von Matthias Thelen am Fünfereck an, zögerte nicht lange und drosch die Kugel zur verdienten 1:0-Führung ins Vordereifeler Netz (11.). Nur wenig später durften die Hausherren erneut jubeln. Eine Reihe von Unzulänglichkeiten der Gäste vom Mittelfeld bis in die Abwehr hinein ließ Elztal nicht unbestraft. Gnadenlos war Marvin Rech zur Stelle und es stand 2:0. Es waren erst 14 Minuten gespielt.

Von Vordereifel war in einer Partie ohne spielerische Glanzlichter auf beiden Seiten weiter nichts zu sehen. Nur vier Minuten später hätte Rech erneut einnetzen können. Alleine lief er auf Gästekeeper Patrice Sesterhenn zu, der ihm aber noch soeben den Ball vom einschussbereiten Fuß fischte (18.). Erstmals wurde die SGV in der 39. Minute gefährlich. Torjäger Yannick Bach scheiterte mit seinem Kopfball aus kürzester Distanz jedoch an Teufelskerl Geisler, den Nachschuss setzte Bach knapp am Tor vorbei.

Elztal machte es dann wieder besser, erneut unter gnädiger Mithilfe von Vordereifel. Rech hatte sich den Ball an der Mittellinie geschnappt, marschierte allein in Richtung Gästetor und bediente dann uneigennützig den mitgelaufenen Moritz Pies. Der Last-Minute-Neuzugang von Rheinlandligist Mendig ließ sich diese Chance nicht nehmen und markierte das zum 3:0-Halbzeitstand (43.). „Wir waren die erste Halbzeit nicht so zielstrebig und kompakt wie vor einer Woche beim Heimsieg gegen Cosmos. Wir haben viel zu viele Fehler vor den Gegentoren gemacht. Das müssen wir unbedingt abstellen. Wenn du zentral die Bälle verlierst, können die hinten das auch nicht immer ausbügeln“, kommentierte Gästetrainer Kevin Schneck den schwachen Auftritt seiner Mannschaft vor dem Seitenwechsel.

Nach dem Pausengang bot sich den Zuschauern ein anderes Bild. Schneck hatte mit Julian Hartmann und Jonas Gorges zwei offensiv orientierte Spieler gebracht, und die verstärkte Angriffsreihe war bald erfolgreich. Der dreifache Torschütze vom ersten Spieltag, Fabian Müllen, scheiterte zuerst noch an Geisler, Gorges brachte den Abpraller aber sicher zum 3:1 in den Maschen unter (59.). Dass das auch schon der Endstand sein sollte, das lag am bestens aufgelegten Geisler im Elztaler Kasten und am Schusspech der Gäste.

Brenzlige Situation vor dem eigenen Kasten überstand Elztal schadlos (63., 65.), hatte aber Glück als ein Kracher von Bach am Torkreuz landete, und Mannschaftskapitän Christian Funk den Nachschuss von Uwe Unterbörsch noch gerade so von der Linie kratzte (75.). In der vierminütigen Nachspielzeit hatten beide Mannschaften noch je eine gute Möglichkeit. Zuerst brachte Elztals zweiter Neuzugang Mickel Kohlhaas den Ball nicht im Vordereifeler Netz unter, dann zeigte erneut Geißler seine Stärke bei einem Kopfball von Max Geisen aus geringer Entfernung. Das war es dann gewesen. Elztal hatte den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Arenz strahlte mit seinen Spielern um die Wette: „Vordereifel hat nach der Pause alles nach vorne geschmissen und kam auch zu dicken Chancen. Da hat uns unser Torwart am Leben gehalten. In der ersten Hälfte waren wir aber die klar bessere Mannschaft und haben deshalb nicht unverdient gewonnen. Der Mann auf der Linie gehört halt auch zur Mannschaft, der ich ein dickes Lob für ihren Einsatz aussprechen muss.“



Hier geht die SG Elztal (blau-weiße Spielkleidung) in die Knie, am Ende zog die SG Vordereifel (mit Yannick Bach) auf der Alm den Kürzeren.

Foto: Andreas Walz

Elztal: Geisler – Amling, Idcak, Fasel, Steffes, Groiss, Funk, Lohn, Thelen (63. Fischer), Rech (67. Kohlhaas), Pies (80. Steinbach)

Vordereifel: Sesterhenn – Peters (46. J. Hartmann), Eberhardt, Weiler, Adams, Geisen, Schmitt, Koczyba (46. Gorges), Unterbörsch, Müllen, Bach

Schiedsrichter: Chris Schneider (Koblenz)

Zuschauer: 220

Tore: 1:0 Lohn (11), 2:0 Rech (14.), 3:0 Pies (42.), 3:1 Gorges (60.)

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1. Spieltag
SG Vordereifel - FC Cosmos Koblenz 3:1 (2:0)
 

Zuletzt war Fußball-Bezirksligist SG Vordereifel immer für einige Schlagzeilen gut. Meistens ging es dabei ums Personal. Mit einem 3:1 (2:0)-Sieg gegen den FC Cosmos Koblenz startete die SGV auf dem heimischen Rasen in Laubach nun in die neue Saison und die Meldungen werden endlich sportlicher Natur.

Und dafür, dass sie auch positiv ausfallen, dafür war am gestrigen Sonntagnachmittag Fabian Müllen verantwortlich. Der Kleinste auf dem Platz wurde zum Größten. Der wieselflinke Stürmer traf, und traf und traf. Er machte alle drei Tore und verschaffte seinem Trainer Kevin Schneck so einen gelungenen Einstand in die neue Saison. Entsprechend gut gelaunt äußerte sich dieser nach seinem ersten Meisterschaftsspiel für seine neue Elf: „Wir waren fast über die gesamte Spielzeit die klar bessere Mannschaft und ich glaube, dass wir deshalb auch verdient gewonnen haben. Den Jungs tut der Sieg bestimmt richtig gut, weil wir fast die gesamte Vorbereitung über permanent was auf die Fresse gekriegt haben. Ich bin mit der gesamten Mannschaftsleistung sehr zufrieden.“

Erstmals zufrieden sein konnte er bereits kurz nach dem Anpfiff des sicher leitenden Schiedsrichters Fabian Schneider aus Grafschaft. Es waren sechs Minuten gespielt und Uwe Unterbörsch traf nur den Pfosten, aber Müllen war beim zweiten Ball zur Stelle und es stand 1:0 (6.). Ab da nahm Vordereifel klar das Heft des Handelns in die Hand, kam auch zu Möglichkeiten, die aber alle nicht verwertet wurden. Die beste hatte noch Torjäger Yannick Bach, der ein Zuspiel von Patryk Koczyba aber über das gegnerische Tor bugsierte (21.). Glück hatte die Schneck-Truppe, als ein Hammer von Hervé Loulouga nur am Pfosten landete (23.). Besser machte es danach Müllen, als er ein Zuspiel von Bach genial zum 2:0 abschloss (35.). Als Cosmos wenig später eine brenzlige Situation vor dem eigenen Kasten schadlos überstand, wurden die Seiten folglich beim Stand von 2:0 für die Heimelf gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff verlor die Eifel-SG aber für kurze Zeit die Spielkontrolle. Nach einer nicht zügig reparierten Aktion der Gäste, flog die Kugel im Strafraum unglücklich an den Arm von Max Geisen und Faisal Aziz verwandelte den fälligen Handelfmeter sicher zum zwischenzeitlichen 2:1 (59.). Die Minute danach schien es so, als ob Cosmos ein Feuerwerk abbrennen und unbedingt zum Ausgleich kommen wollte. Aber Vordereifel hatte vorne ja Müllen. Unterbörsch steckte einen Konter zu ihm durch und dem an diesem Nachmittag bestens aufgelegten Angreifer gelang mit seinem dritten Tor schon bald der 3:1-Endstand (62.). Cosmos versuchte es in den verbleibenden 30 Minuten zwar, die Mittel aber waren begrenzt und die sichere Vordereifeler Defensivabteilung um den erst unter der Woche verpflichteten Neuzugang Alexej Eberhard ließ nichts anbrennen. Der erste Sieg war damit unter Dach und Fach und wird bei Vordereifel sicherlich für etwas Ruhe sorgen. Ruhe hatte Schneck über 90 Minuten aber nicht am Spielfeldrand. Lautstark dirigierte er seine Jungs, der Erfolg gab ihm Recht. Das musste auch Tayfun Kayaalp, der gegnerische Spieltrainer neidlos anerkennen: „Der Gegner war stark. Immer wenn wir das Spiel gemacht haben, haben sie uns wie nach dem 2:1 gut ausgekontert. Es war schwer, hier zu bestehen. Wir sind auch noch in der Lernphase und deshalb war es für uns trotzdem ein guter Auftakt in einem fairen Spiel.“



War nicht zu stoppen von den „Cosmonauten“ aus Koblenz: Fabian Müllern (in Rot) erzielte alle Treffer beim 3:1 für Vordereifel.

Foto: Alfons Benz

Vordereifel: Sesterhenn – Peters, Eberhardt, Weiler, Adams, Geisen, Koczyba (89. Gorges), Peters, Unterbörsch, Müllen, Bach

Cosmos Koblenz: Y. Dreidoppel – Ücgoz, Bürü, Kayaalp, Buerue (18. Ertürk), K. Dreidoppel, Aziz, Loulouga, Andza, Kerschbaum, Slavchev (66. Zaghnoon), Yarim

Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft)

Zuschauer: 90

Tore: 1:0, 2:0 Müllen (6., 35.), 2:1 Aziz (59., Handelfmeter), 3:1 Müllen (62.)