Saison 2015/16

Siege Remis Niederlagen Tore Punkte
Heim 9 3 3 28:15 30
Auswärts 3 3 9 13:37 12
Gesamt 12 6 12 41:52 42



Name Geb.Datum Position Spiele Vorlagen
Daniel Wilhelmy 28.02.84 T 7 - - - - - - -
Patrice Sesterhenn 24.07.92 T 23 - - - - 1 - -
Peter Hoffmann 20.02.89 A 5 - 1 4 - - - -
Lukas Weiler 12.11.88 A 4 - - - 2 - -
-
Alex Stripling 14.01.88 A 14 1 - 5 2 - - -
Max Geisen 14.04.94 A 26 - 2 1 2 5 - 1
Fabian Röhrig 15.01.92 A 26 3 - 1 2 13 - -
Pascal Schenk 16.03.95 A 14 1 - 6 5 2 - -
David Hübel 18.10.84 A 15 1 - 2 1 3 - 2
Simon Göbel 05.10.89 A 7 - - - 2 1 - -
Sebastian Fortmann 18.08.92 A 1 - - 1 - - - -
Mirco Mono 04.09.92 M 28 - - 1 4 5 - -
Tobias Hartmann 13.08.88 M 26 1 - 2 12 9 - -
Julian Hartmann 06.07.93 M 25 1 4 - 3 4 - -
Florian Breitbach 12.04.92 M - - - - - - - -
Algin Williams 04.09.85 M 29 1 1 - 1 6 - -
Steffen Diensberg 24.04.94 M 26 4 3 3 10 3 - -
Julian Hammes 07.02.95 M 21 1 - 7 10 4 - -
Matthias Bender 14.01.96 M 11 2 - 2 3 - - -
Markus May 09.10.83 M 3 - - 3 - - - -
Maxime Höger 23.06.96 M 2 - - 2 - - - -
René Risser 12.04.97 M 1 - - 1 - - - -
Markus Thönnes 11.06.94 M 12 3 2 7 1 2 - -
Benedikt Mono 02.08.91 M 16 - 1 2 1 3 - -
Thomas Wendland 29.04.90 M 3 - - 2 1 - - -
Andreas Stroh 10.10.91 M 8 - - 8 - - - -
Matthias Tutas 04.02.92 S 20 8 5 6 6 3 - -
Patrick Stein 31.07.86 S 24 13 6 1 10 7 - -
Kevin Kasperski 16.11.94 S 3 - - 3 - 1 - -
Florian Hartmann 07.11.82 S 1 - - 1 - - - -
Marvin Schümmer 15.03.86 S 1 - - 1 - - - -
Daniel Stripling 19.03.91 S 6 - - 6 - - - -
Jan Schäfer 15.03.86 S 3 - - 2 - 1 - 1

Trainer: Jörg Bach
Tormanntrainer: Frank Pinkhaus

Diese Daten stammen ausschließlich aus der Meisterschaft.


Die Spielberichte der 1. Mannschaft aus der

30. Spieltag
SG Vordereifel - FC Plaidt 4:0 (1:0)
    
 
Jörg Bach hatte als Trainer der SG Vordereifel vor einigen Wochen noch die Heimpartie gegen den FC Plaidt als das entscheidende Endspiel um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga Mitte tituliert. Ein Endspiel wurde es aber nicht, der Verbleib in der Liga war schon in trockenen Tüchern. Dafür war der hochverdiente 4:0 (1:0)-Sieg der Abschluss einer erfolgreichen Saison, die man als drittbestes Rückrundenteam mit 42 Punkten auf einem überragenden siebten Tabellenrang beendete. Die Geschichte des Spiels, in dem es auch beim Gegner um nichts mehr ging, ist schnell erzählt. Vordereifel wirkte konzentrierter, zeigte mehr Spielwillen und machte die Tore. Aus dem Gewühl heraus gelang David Hübel das 1:0 (33.).

Zur Pause hätte es jedoch höher als 1:0 stehen müssen, Patrick Stein setzte aber einen an ihm verursachten Foulelfmeter an den Pfosten (39.). Aber es kam ja noch Halbzeit zwei und deren Beginn stand ganz im Zeichen von Julian Hammes. Schon vor dem Wiederanpfiff sorgte für Aufmerksamkeit, als er beim Sprung über die Bande unglücklich hängen blieb und kopfüber zu Boden ging. Die Zuschauer hatte er auf seiner Seite. Erst Recht, als ihm, der sonst oft beste Chancen liegen lässt, das 2:0 gelang (52.). Die weiteren Tore zum 4:0-Endstand markierten Fabian Röhrig (66) und erneut Stein (80.).

Mit dem Schlusspfiff war dann auch die aktive Trainerzeit von Bach beendet (wir berichteten). Zufrieden gab er zu Protokoll: „Vordereifel hat individuell eine hohe Qualität, man muss aber als Mannschaft auftreten. Das gleicht irgendwie dem Zusammenlegen eines Puzzlespiels. Ganz wichtig war, dass die Jungs daran geglaubt haben, dass ein gutes Spielsystem auf die Mannschaft und nicht auf einzelne Spieler passen muss. Für mich war das eine schwere Aufgabe, die letztendlich aber zum Erfolg geführt hat.“ Auch Algin Williams, der verletzt passen musste, aber allgemein als der konstanteste Saisonspieler gesehen wurde, hatte seine Meinung dazu. „Jörg war als Profi früher Abwehrspieler. Unter ihm waren wir defensiv sehr gut eingestellt. Ich bin total happy. Aber dass es so endet, damit hat doch keiner gerechnet.“ Auch Max Geisen, der von Bach zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde, sah es ähnlich. „Wir sind viel cleverer geworden und in der Liga richtig angekommen. Das Ergebnis sah man auch an unseren vielen Zu-Null-Spielen.“ Und wie sieht es für die neue Saison aus? Mit Niklas Diensberg kommt der jüngere Bruder von Steffen von den Rheinlandliga-A-Junioren aus Cochem. „Für mich ist das überragend, mit meinem Bruder spielen zu können, schließlich hat er von mir das Fußballspielen gelernt“, schmunzelt der Linksfuß. Weitere Neuverpflichtungen wollte Geschäftsführer Mark Klasen noch keine vermelden. „Mit fünf Spielern sind die Gespräche gelaufen, allerdings noch nicht abschließend mit deren Vereinen. Es sind erfahrene Spieler, die aber noch nicht höherklassig gespielt haben.“


Vordereifels Julian Hammes (Nummer 18) machte wie die komplette SG-Elf zum Abschluss ein starkes Spiel und erzielte den Treffer zum 2:0 beim 4:0 gegen Plaidt. Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0 Hübel (33.), 2:0 Hammes (52.), 3:0 Röhrig (66.), 4:0 Stein (80.)

Besonderheiten:
Stein (SGV) schießt Foulelfmeter an den Pfosten (39.)

Schiedsrichter:
Dirk Huster (Kasdorf)

Zuschauer:
125

SG Vordereifel
Wilhelmy, Geisen, Röhrig, Hübel, M. Mono, Hammes, B. Mono, T. Hartmann (70. Stroh), Diensberg, Stein, Tutas (60. Thönnes)

FC Plaidt
Prangenberg, Einig, Mertens, Szafraniec, Yamuk (46. Gratzki), Acar, Mayer (81. Rogalsky), Chamnankit, Marder, Pachl, Molitor

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29. Spieltag

SG Mülheim Kärlich - SG Vordereifel 0:2 (0:0)

Die SG Vordereifel lässt trotz bereits erreichten Klassenerhalts nicht locker: Mit 2:0 (0:0) gewann die bei der SG Mülheim-Kärlich II, die ihrerseits als Tabellendrittletzter keine gute Karten im Abstiegskampf hat. Vordereifel hat dagegen nun 39 Punkte auf dem Konto und kletterte auf Platz acht.
Mit viel Tempo starteten die Mülheimer in die Partie, ließen auf dem Kunstrasen den Ball gut laufen und hatten deutlich mehr Spielanteile, in Tornähe blieben Hausherren aber harmlos. Kam ein Schuss einmal wirklich auf das Tor, war er sichere Beute des Gästetorwarts Daniel Wilhelmy, der sich über 90 Minuten mit sehr gutem Stellungsspiel auszeichnete und wie berichtet für Stammkeeper Patrice Sesterhenn zwischen den Pfosten stand.
Die Gäste tauchten deutlich seltener im Strafraum auf. Sie verlegten sich auf konsequente Abwehrarbeit und lange Schläge, um vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen. Ein Missverständnis auf Mülheimer Seite zwischen Torwart Niklas Schäfer und Jürgen Czakert klärte das Team mit Glück gegen Julian Hammes. Steffen Diensberg Freistoß aus etwas dreißig Metern holte sich Schäfer problemlos. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel machte Diensberg es besser. Aus 18 Metern zirkelte er den Ball über die Mauer in die aus seiner Sicht linke obere Ecke und brachte die Gäste in Führung. Aussichtsreich kam in der 69. Minute der zur Halbzeit eingewechselte Pascal Zimmer vor das Gehäuse, Wilhelmy klärte mit dem rechten Fuß. Die Gäste verließen sich weiter auf ihre recht stabile Defensive. „Wir stehen in der Abwehr sehr gut“, weiß deren Trainer Jörg Bach. Bekamen sie den Ball sicher zu fassen, ging es schnell – zu schnell für die Gastgeber. In der 80. Minute hebelten Patrick Stein und der eingewechselte Matthias Tutas mit einem traumwandlerisch sicheren Doppelpass die Mülheimer Abwehr aus – 0:2 durch Stein. Das war der Endstand, nachdem die Vordereifeler den Abend noch in Koblenz ausklingen ließen und den in der Vorwoche geschafften Klassenerhalt „nachfeierten“.


Auch die Hürde Mülheim-Kärlich II übersprang Vordereifel (in Rot mit Steffen Diensberg). Am kommenden Samstag könnte mit einem Sieg daheim gegen Plaidt sogar der siebte Platz herausspringen. Foto: Thomas Frey

Tore:
0:1 Diensberg (49.), 0:2 Stein (80.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Sören Müller (Oberneisen)

Zuschauer:
50

SG Mülheim-Kärlich II
Schäfer, Czakert, Richter, Henning, Aga (46. Zimmer), Schauer (84. Karnstedt), Schmidt, Golz (66. Grasso), Runkel, Sener, Hoffmann

SG Vordereifel
Wilhelmy, B. Mono, Röhrig, Williams (46. Schäfer), T. Hartmann, Hübel, Geisen, M. Mono, J. Hammes (51. Tutas), Diensberg, Stein (86. Thönnes)

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28. Spieltag
SG Sargenroth - SG Vordereifel 1:3 (0:0)
 
Die SG Sargenroth/Unzenberg/Mengerschied unterlag in der Fußball-Bezirksliga Mitte der SG Vordereifel verdient mit 1:3 (0:0). Die Gäste unter Trainer und Ex-Profi Jörg Bach sicherten sich damit vorzeitig den Klassenerhalt. Sargenroth konnte nicht an die Leistung unter der Woche anknüpfen, als man im Derby gegen Kirchberg mit 4:1 deutlich die Oberhand behielt. Den Gästen war das nur recht, sie feierten ausgelassen. Mann des Tages war Patrick Stein mit einem Hattrick nach der Pause.

Bei strahlendem Sonnenschein boten beide Teams eine eher durchwachsene erste Hälfte. Einzelne Warnschüsse von Patrick Stein für Vordereifel und Lars Herrmann für Sargenroth waren alles, was man in den ersten 20 Minuten zu sehen bekam. Schon bald darauf verletzten sich mit Tim Schneberger und Markus Dämgen nacheinander beide Innenverteidiger der Heimelf – und Coach Andreas Auler wurde zu frühen Wechseln gezwungen. „So etwas ist natürlich alles andere als optimal, da gehen einem gegen Ende des Spiels die Optionen aus“, sagte er nach der Partie.

Mitte der ersten Hälfte hatte Vordereifel eine Doppelchance durch Julian Hammes. Beide Male über links freigespielt, schob er jeweils aus kürzester Distanz am Tor vorbei – Glück für die Hausherren. Exakt solche Szenen veranlassten Bach zur Pause laut zu werden: „Man bekommt auswärts gegen Teams aus der gleichen Tabellenregion nicht unzählige Chancen, da muss auch mal eine sitzen.“

Der zweite Durchgang war noch keine Minute alt, da stimmten die Gäste ihren Trainer milde. Sargenroth klärte unsauber, den Abpraller nahm Stein auf und wurde im Strafraum gefoult. Er verwandelt höchstselbst – 1:0 (46.). Spätestens nach der Gästeführung lief bei Sargenroth nicht mehr viel zusammen. Hatten sie im ersten Abschnitt noch mit langen, windunterstützten Bällen auf Torjäger Daniel Georg operiert, fehlten ihnen in Durchgang zwei sämtliche Ideen. „Es ist halt schwierig, nach solch einem Highlight wie dem Derbysieg gegen Kirchberg die hundertprozentige Einstellung zu finden“, stellte sich Auler vor sein Team. Ungeachtet dessen spielte Vordereifel nun stark auf. Nach einem punktgenauen Diagonalball von Benedikt Mono auf seinen Bruder Mirco bediente dieser den mitgelaufenen Stein, der zum 2:0 traf (59.). Dass Sargenroth nicht höher ins Hintertreffen geriet, hatten sie ihrem super aufgelegten Keeper Björn Moldenhauer zu verdanken, der die Duelle mit Steffen Diensberg (64.) und Stein (66.) für sich entschied. Der bemühte, aber bis dahin glücklose Daniel Georg versuchte es in der 72. Minute mit einem Lupfer – aufs Tornetz.

Besser machte es zwei Minuten später Gästestürmer Stein – er startete in der eigenen Hälfte und wurde auf die Reise geschickt, behielt die Ruhe und machte seinen Hattrick perfekt (75.). Die Heim-SG betrieb dann in der Schlussphase Ergebniskosmetik: Lars Herrmann passt quer auf seinen Sturmpartner Georg – 1:3 (85.).

Vordereifels scheidender Trainer Bach erklärte nach dem Spiel: „Ich habe die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz übernommen. Dass wir zwei Spieltage vor Schluss den Klassenverbleib sicher haben, ist schon sensationell. Anfangs bat ich die Jungs, ihre Einstellung zum Fußball mal zu überdenken. Sie haben hart gearbeitet und wurden jetzt dafür belohnt. Waren die ersten Spiele ausschließlich ergebnisorientiert angelegt, sah man in den letzten Partien, dass sie meine Idee vom Spiel verinnerlicht haben und wir uns die Siege auch mit schönem Fußball verdient haben.“


Das war der erste Streich, zwei weitere folgten: Vordereifels Patrick Stein traf per Elfmeter zum 1:0 gegen Sargenroths starken Keeper Björn Moldenhauer, später legte Stein zwei weitere Tore zum 3:0 nach. Am Ende gewannen die Gäste in Mengerschied mit 3:1 und durften den frühzeitigen Klassenerhalt feiern. Foto: B&P Schmitt

Tore:
0:1, 0:2, 0:3 Stein (46., 59., 75.), 1:3 Georg (85.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Sebastian Nicolay (Cochem)

Zuschauer:
100

SG Sargenroth
Moldenhauer, Kaiser, Schneberger (18. Tittel), Herrmann, Wickert, Dämgen (25. Caspar), Kleid, Georg, Singer, Ghanem (68. Bullerschen), Steffens

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Williams, Röhrig, M. Mono, T. Hartmann, B. Mono, Hübel, Diensberg (81. Thönnes), Stein (89. Hoffmann), Hammes (53. Tutas)

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 27. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Immendorf 1:0 (0:0)

Das müsste es für die SG Vordereifel doch gewesen sein, mit dem Verbleib in der Fußball-Bezirksliga Mitte. Mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten TuS Immendorf erzielte die Elf von Trainer Jörg Bach den fünften Heimsieg in Folge, schraubte ihr Zählerkonto auf 33 Punkte hoch und schaffte damit wohl den entscheidenden Schritt weg von der abstiegsgefährdeten Zone.

Matchwinner des Tages war bei anhaltendem Dauerregen in einer von beiden Seiten kämpferisch stark geführten Partie Matthias Tutas. In der 70. stand der zuletzt verletzungsbedingt pausierende Angreifer genau da, wo man als Stürmer stehen muss. Tutas markierte nur Sekunden nach seiner Einwechslung mit seiner ersten Ballberührung den vielumjubelten Siegtreffer zum 1:0 (70.). Stürmerkollege Patrick Stein hatte den Ball aufgelegt und dabei von einem Ausrutscher von Roman Cron auf dem nassen Laubacher Rasen profitiert.

Letztendlich war es ein verdienter Dreier, weil die Eifel-SG vor allem nach der Pause alles auf den Sieg gesetzt hatte. Aber es war eine schwere Geburt. Auch wenn man im ersten Abschnitt schon mehr Spielanteile hatte, Immendorf war ein unangenehmer Gegner, der auch Nadelstiche nach vorne setzte. Bei Vordereifel klappte das Spiel in die Spitze zunächst nicht so richtig. Einzig Jan Schäfer kam zu einer Chance, verzog die Kugel aber (25.). Auf der anderen Seite fehlte bei einem Kopfball von Philip Strüder nicht viel (28.) und Heimkeeper Patrice Sesterhenn musste bei einem Schuss von Julian Moog sein ganzes Können aufbieten (44.).

So ging es mit 0:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel legte die SGV dann voll den Vorwärtsgang ein und kam zu guten Torchancen, aber noch ohne Erfolg. Zuerst streifte ein Ball von Fabian Röhrig nur den Außenpfosten (49.), dann zielte Steffen Diensberg knapp über den Kasten (50.), ehe Stein aus drei Metern die Kugel nicht im gegnerischen Netz unterbrachte (54.). Ab der 58. Minute spielte Immendorf dann in Unterzahl. Der bereits verwarnte Philip Rosenbaum sah Gelb-Rot. Er hatte den davon eilenden David Hübel von den Beinen geholt. Wieder war es dann Stein, dem der mögliche Torerfolg verwehrt blieb, als er eine Hereingabe von Julian Hammes nur um Haaresbreite verfehlte (63.). Aber dann kam ja Tutas und Vordereifel lag mit 1:0 vorne. Kurz darauf verhinderte Gästetorwart Pascal Keul dessen zweiten Treffer, als er einen Kopfball mit einer Glanzparade entschärfte (74.).

Trotz eines Manns weniger gaben die Gäste nie auf, zeigten Kampfgeist bis zum Abpfiff und strapazierten so die Nerven von SG-Coach Bach. Als unermüdlicher Antreiber an der Seitenlinie wurde er gleichsam zum zwölften Mann auf dem Platz. Beruhigt wurde er erst, als Immendorfs Michael Steiner einen Freistoß von der Strafraumgrenze in die Mauer schoss (85.), Stein alleine vor dem gegnerischen Tor verzog (88.), und Schiedsrichter Fabian Mohr nach zwei Minuten Nachspielzeit endlich die Partie beendete.

Die drei Punkte waren im Sack und Bach strahlte, auch wenn er noch keine Gratulationen zum Klassenerhalt hören wollte: „Wir sind rein rechnerisch noch nicht durch. Umso wichtiger war dieser Heimsieg und das wieder mit einer Null hinten. Garant dafür war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung und auch das glückliche Händchen des Trainers bei der Einwechslung.“ Sein Gegenüber Josef Feling machte seinen Spielern keine Vorwürfe: „Wenn du unten drin stehst, gelingt einfach nicht das Tor und hinten raus reicht es dann nicht.“


David Hübel (vorne, in Rot) und seine Vordereifeler können für eine weitere Saison in der Bezirksliga Mitte planen. Sie gewannen am Samstag gegen Immendorf mit 1:0 und haben nun 33 Punkte auf dem Konto. Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0 Tutas (70.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Rosenbaum (Immendorf, 58.).

Schiedsrichter:
Fabian Mohr (Strohn)

Zuschauer:
70

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Röhrig, Williams, M. Mono, Schäfer, Hübel, T. Hartmann, Diensberg (86. B. Mono), Hammes (69. Tutas), Stein (89. May)

TuS Immendorf
Keul, Scheel, Steiner, Rosenbaum, Cron, Wißfeld, Strüder (69. Krieghoff), Schwickert, Moog, Farik (74. Feling), Jochem


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26. Spieltag
SG Westum - SG Vordereifel 1:0 (0:0)
    

 Die SG Vordereifel musste beim Auswärtsspiel bei der SG Westum/Löhndorf dem direkten Konkurrenten beim 0:1 (0:0) im Abstiegskampf drei Zähler überlassen. Der Mitte-Bezirksligist zollte dabei auch der englischen Woche Tribut. „Der Sieg gegen Oberwinter hat uns viel Kraft gekostet“, nahm Trainer Jörg Bach seine Fußballer in Schutz, und erwartet einen spannenden Schlussspurt: „Ich denke, dass die Frage, wer absteigt, am letzten Spieltag beantwortet wird.“

Seiner Mannschaft setzte gestern bei der SGW voll auf Defensive. Bach räumte ein: „Wir wollten lange das 0:0 halten.“ Dieses Konzept schien auch aufzugehen. Die Jungs aus der Vordereifel setzten offensiv zwar gar keine Akzente. Das gelang den Westumern, die vor dem Spieltag sechs Punkte hinter der SG lagen, aber auch nicht. Vordereifel-Keeper Patrice Sesterhenn musste nur einmal eingreifen. Nach Wiederbeginn änderte sich wenig. Die Gäste tief, die Westumer ohne Durchschlagskraft. „Man hat aber bemerkt, dass uns immer mehr die Kraft ausgeht“, erklärte Bach. Nach 87 Minuten war es so weit. Das Bollwerk gab nach. Die SGW ging mit 1:0 in Führung. Joker Daniel Stripling hätte um ein Haar noch ausgeglichen (90.+2).

Der SG Westum/Löhndorf (in Blau) gelang gegen die SG Vordereifel ein wichtiger Sieg. Die Gäste müssen wie auch die Hausherren weiter um den Klassenverbleib zittern.Foto: Vollrath

Tore:
1:0 Morgenschweis (87.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Christian Fritzen (Neuwied)

Zuschauer:
unbekannt

SG Westum
Oedekoven, Speich, Marienfeld, Hoffmann, Nachtsheim, Ritterath, Wagner (90. Fuchs), Schmitz, Münch, Erenz (63. Ramacher), May (58. Morgenschweis)

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Röhrig, Williams, M. Mono, J. Hartmann (75. Thönnes), T. Hartmann, Hübel, Diensberg (80. Stroh), Stein, J. Hammes (85. D. Stripling)

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19. Spieltag

SG Vordereifel - TuS Oberwinter 2:0 (0:0)
   

Was war das nur für ein geniales Ding von Steffen Diensberg am Mittwochabend auf dem Laubacher Fußballrasen in der Partie der Bezirksliga Mitte zwischen der SG Vordereifel und dem TuS Oberwinter? 72 Minuten waren gespielt und Vordereifels Angreifer setzte zur Überraschung aller von links einen Freistoß aus spitzem Winkel mit dem Spann seines starken linken Fußes direkt ins kurze Eck des Gästetors. Es war das Tor zum Endstand von 2:0, nachdem man noch torlos in die Halbzeit gegangen war.

Diensberg hatte seiner Elf damit drei immens wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Mit jetzt 30 Punkten auf der Habenseite liegt man auf Tabellenrang zehn und der Abstand auf den möglichen ersten Abstiegsplatz 14 beträgt bei fünf noch ausstehenden Spielen schon etwas beruhigende sechs Punkte. Der Torschütze war über sein Tor selbst gar nicht mal so überrascht. „Ich habe die freie Ecke gesehen und einfach gezielt. War doch nicht verkehrt, oder“, gab er nach dem Spiel verschmitzt zu Protokoll und nahm zuerst mal ein Schlückchen Siegerbier zu sich. Ihm war aber nicht nur dieses Tor gelungen, sondern er hatte nach einer genau gezirkelten Flanke von Julian Hartmann auch schon das Tor zur 1:0-Führung eingeköpft (60.). Und es waren genau diese Treffer des Matchwinners, die neben dem hell leuchtenden Vollmond auch die Vordereifeler Gesichter über alles strahlen ließen. Und Grund dazu hatten sie allemal.

Vom Anpfiff weg ging man couragiert zur Sache, zeigte sich kämpferisch stark und ging früh und aggressiv auf den Ball. „Das sind unsere Stärken und unser Potenzial und heute haben elf Mann auf dem Platz darauf aufgebaut. Das ist aber auch das Ergebnis harter Arbeit und heraus kam die mit Sicherheit beste Saisonleistung“, sparte Heimtrainer Jörg Bach nicht mit Lob für seine Mannschaft. Die hatte in der Partie schnell das Heft des Handelns in die Hand genommen, ließ hinten gegen einen schwachen Tabellenfünften nichts zu, gewann meistens die entscheidenden Zweikämpfe, zeigte sich nach vorne stark, machte hier jedoch (noch) zu wenig aus ihren Chancen. Die größte ließ Tobias Hartmann liegen, als er alleine in Richtung Gästetor lief, sein Querpass auf den mit eilenden Julian Hartmann viel zu schwach war (37.). Nach dem Pausentee legte die SGV weiter den Vorwärtsgang ein mit dem bekannten Ergebnis. Einmal musste man jedoch auf Seiten des Gastgebers mal kurz durchschnaufen. Tim Palm erhielt drei Meter vor dem Tor freistehend den Ball, trat aber über die Kugel (64.). Die Riesenchance zum unverdienten Ausgleich war dahin. Gästetrainer Tomas Lopez war selbstverständlich mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden: „Vordereifel war einfach besser. Auf dem Rasen hier muss man arbeiten und kämpfen, und das haben wir nicht angenommen. Insgesamt haben wir viel zu wenig getan.“

Am Rande sei noch bemerkt, dass sich genau wie Peter Geisen, Bachs Vorgänger als Trainer bei der SGV, mit Josef Ivanovic auch der Coach für die neue Saison das Spiel nicht hatte entgehen lassen. „Das ist eine richtig gute Mannschaft“, kommentierte Ivanovic kurz. Allerdings werden ihm vom gestrigen Aufgebot nach der Sommerpause definitiv Mirco Mono und Fabian Röhrig fehlen, die ja bekanntlich beim Ligakonkurrenten SG Müden/Moselkern angeheuert haben (wir berichteten). Wie es dagegen mit Matthias Tutas, der verletzt passen musste, aussieht, war abschließend nicht zu klären. Hartnäckig hält sich aber das Gerücht, dass der viel umworbene Angreifer demnächst für den TuS Mayen auflaufen wird.

   
Nicht zu stoppen: Vordereifels Steffen Diensberg (in Rot) setzte sich gegen Oberwinter zweimal entscheidend durch und erzielte beide Tore beim wichtigen Sieg, der der SG die Punkte 28, 29 und 30 bescherte. Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0, 2:0 Diensberg (60., 72.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Kevin Wydymanski (Koblenz)

Zuschauer:
85

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Röhrig, Williams, M. Mono, Geisen, Hübel, T. Hartmann (86. Stroh), Diensberg, Hammes (90. D. Stripling), Stein

TuS Oberwinter
  Kauert, Dogan, Koll, Palm, Jaber, Brötz, Islami (80. Lüttel), Irmgartz, Merken, Nuhn (82. Gilles), Saess (90. Schmidt)

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25. Spieltag

SG Vordereifel - FC Cosmos Koblenz 3:1 (1:0)
   

Am Ende musste die SG Vordereifel zwar noch mal ein wenig zittern, doch die kleinen Zweifel am Heimerfolg, die der Gegentreffer drei Minuten vor Spielende vielleicht noch einmal aufkommen ließ, erwiesen sich letztlich als unbegründet. Mit 3:1 (1:0) setzte sich die Mannschaft von Trainer Jörg Bach gegen Cosmos Koblenz durch und sammelte damit drei immens wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus der Bezirksliga Mitte. „Es ist wichtig, dass wir in der Situation, in der wir sind, unsere Heimspiele gewinnen“, stufte auch Bach den Erfolg als wertvoll ein.

Dass die SG für die Bezirksliga plant, stellte der Vorsitzende Helmut Junglas erst unter der Woche klar. Dass auch die Mannschaft dieses Ziel verfolgt, wurde während der 90 Minuten am Sonntagnachmittag deutlich. „Ich denke, wir haben das diszipliniert gemacht“, war Bach hinterher zufrieden mit der Vorstellung seiner Jungs. Der Ex-Profi hatte sich vor eineinhalb Wochen ein Bild vom Gegner gemacht, als dieser den unangefochtenen Spitzenreiter Emmelshausen mi 2:1 in die Schranken wies. „Mir war klar, dass Cosmos individuell sehr gut besetzt ist und deshalb versucht, über die Eins-gegen-Eins-Situationen zum Erfolg kommt.“

Bach hatte seiner Mannschaft offenbar das richtige Gegenmittel mit auf den Platz gegeben. Die Gastgeber machten die Räume eng und scheuten – bis auf eine kurze Phase nach der Pause – kaum einen Zweikampf. Das gefiel den Gästen so gar nicht, die aus diesem Grund überwiegend auf lange Bälle in die Spitze setzten. Die meisten davon flogen allerdings ins Niemandsland.

Da auch die Hausherren auf dem holprigen Rasenplatz in Laubach spielerisch eher wenig zustande brachten, wäre die Begegnung wohl torlos in die Pause gegangen, hätte nicht Fabian Künzel eine halbhohe Hereingabe von Steffen Diensberg mit der Hand geblockt (37.). Die SG Vordereifel nahm das Elfmetergeschenk dankend an und ging in Person von Patrick Stein in Führung, der den Strafstoß trocken verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis Jörg Bach seinem Kapitän befahl, seien Mitspieler mal kräftig wach zu rütteln. Cosmos drückte nun auf den Ausgleich, auch weil die Einheimischen das Engagement aus dem ersten Abschnitt vermissen ließen. Trotzdem bot sich Cosmos nur eine nennenswerte Torgelegenheit, als Anil Buerue den Ball aus 10 Metern per Volleyabnahme über das Tor jagte (52.). In der 66. Minute fand die Drangphase der Gäste dann ein jähes Ende, binnen drei Minuten machte Vordereifel den Sack zu. Jeweils aus kurzer Distanz hatten Tobias Hartmann (66.) und Stein zum zweiten (69.) freistehend keine Mühe, auf 3:0 zu erhöhen. Bei beiden Treffern blieb Gästekeeper Tim Renda nichts anderes übrig, als tatenlos zuzuschauen. Der hatte sich bereits früh in der Partie nach einem Zusammenprall in der Leistengegend verletzt. Renda kämpfte sich bis zur 71. Minute durch, bis Spielertrainer Admir Softic ein Einsehen hatte und den Schlussmann durch Sandro Esposito, nominell Feldspieler, austauschte.

Der hielt seinen Kasten in der Schlussphase sauber und durfte zudem noch einmal jubeln, als Softic auf 1:3 verkürzte (88.). Die Vorarbeit zum einzigen Treffer der Gäste lieferte Ismyil Barut. Der 22-Tore-Mann blieb bis dahin weitgehend blass, ließ seine Klasse dann aber aufblitzen, als er gleich mehrere Gegenspieler alt aussehen ließ und Softic mustergültig bediente. Die Freude über seinen Treffer hielt sich ob der enttäuschenden Niederlage jedoch jedoch in Grenzen. „Müllenbach hat das kämpferisch gut gemacht“, sprach Softic dem Gegner ein Kompliment aus und nahm sein eigenes Team vor dem Saisonendspurt in die Pflicht: Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht noch unten reinrutschen.“

   
Der Schein trügt: In dieser Szene behauptet sich Cosmos-Verteidiger Recep Barut (links) zwar gegen Patrick Stein, doch in den entscheidenden Situationen war der SG-Stürmer zur Stelle. Foto: Helmut Gassen

Tore:

1:0 Stein (37., Handelfmeter), 2:0 T. Hartmann (66.), 3:0 Stein (69.), 3:1 Softic (88.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Ronny Jäckel (Mayen-Hausen)

Zuschauer:
70

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Röhrig, Williams, Mono, J. Hartmann, T. Hartmann, Hübel, Diensberg, Stein (84. D. Stripling), Hammes (87. Stroh)

FC Cosmos Koblenz
  Renda (71. S. Esposito), Künzel, R. Barut, Softic, Zeytinli, Buerue, Petrovici, An. Buhler, Varelis, Wehbi (82. V. Esposito), I. Barut

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24. Spieltag

SG Liebshausen - SG Vordereifel 3:0 (1:0)
     
  In der Fußball-Bezirksliga Mitte verlor die SG Vordereifel mit 0:3 (0:1) bei der die SG Liebshausen/Mörschbach/Argenthal und ist weiter abstiegsgefährdet. Bei Liebshausen dürfte der Sieg auch die letzten Zweifler davon überzeugt haben, dass die Mannschaft von Coach Michael Schwegel mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben wird. Letztgenannter war selbst bereits die Woche über verhindert und fehlte aus privaten Gründen auch gegen Vordereifel an der Seitenlinie. Er wurde vertreten von den verletzten SG-Akteuren Lars Silbernagel und Roman Theise.

Zum Spiel: In der ersten Halbzeit traf die Heim-SG auf eher defensiv agierende Gäste, lediglich deren Stürmer Steffen Diensberg und Julian Hammes versuchten in Vertretung der fehlenden Patrick Stein und Matthias Tutas in der gegnerischen Hälfte zu stören. So war es wenig verwunderlich, dass die Gäste nie gefährlich vor das Tor von Axel Cygan gelangten. Dieser vertrat übrigens den ebenfalls privat verhinderten, etatmäßigen Keeper Michael Reuther und kam zu seinem Saisondebüt. Die Gastgeber versuchten ihr Glück in der ersten Hälfte mit einem Mix aus langen Bällen und geordnetem Spielaufbau, konnten aber nie richtig zwingenden Druck aufbauen. Dennoch war die 1:0-Pausenführung verdient und dem Spielverlauf entsprechend. Maurice Volkweis hatte sich in der 32. Minute nach einem feinen, langen Pass von Raphael Kauer im Strafraum gegen Vordereifels Defensivmann Simon Göbel durchgesetzt und im Anschluss Torhüter Patrice Sesterhenn umkurvt und zur Führung eingeschoben.

Die Gäste schienen die Pause genutzt zu haben, auf jeden Fall zeigten sie direkt mit Wiederanpfiff eine andere Körpersprache. Wenige Zeigerumdrehungen nach dem Pausentee passte Julian Hammes aus dem Mittelfeld auf David Hübel, der in Strafraumnähe nur durch ein Foul von Liebshausens Innenverteidiger Christopher Kauer gebremst werden konnte. Schiedsrichter Dirk Huster entschied die knifflige Situation auf Freistoß und verwarnte Kauer mit der gelben Karte. Die Meinungen über die Entscheidungen gingen auseinander. Letztendlich hätten sich die Gastgeber bei einem Elfmeterpfiff und einer roten Karte wohl nicht beschweren dürfen. „Ich will nicht sagen, dass die Partie dadurch entschieden wurde, sie wurde auf jeden Fall beeinflusst“, sagte Vordereifels Trainer Jörg Bach nach der Partie. In den Folgeminuten entschied die Heim-SG die Partie dann innerhalb von zwei Minuten. Beim 2:0 hatte SG-Abräumer Daniel Müller einen Freistoß auf Höhe der Mittellinie in den Strafraum geschlagen, wo Pascal Endres goldrichtig stand und aus halblinker Position in die gegenüberliegende Seite des Tores köpfte. Die Torschreie waren gerade verstummt, als Volkweis nach einem Pass von Marvin Schulzki vor dem gegnerischen Strafraum alleine auftauchte. Vordereifels Torhüter Sesterhenn war zwar aus seinem Kasten gekommen, erwischte den Ball aber nicht, so dass dieser an ihm vorbei in Richtung Tor rollte. Volkweis musste nur noch einschieben und hatte die Partie damit entschieden.

In der Folgezeit zeigten sich die Gäste weiter präsenter und spielten mutiger nach vorne. Am ärgsten war SG-Torhüter Cygan noch in der 83. Spielminute in Bedrängnis, als der eingewechselte Jan Schäfer nach einem Eckball per Kopf nur die Latte traf. Einen Aufreger gab es dann noch quasi mit dem Schlusspfiff: Schäfer war nach einem langen Ball im Laufduell mit Liebshausens eingewechseltem Innenverteidiger Stefan Hohl und traf diesen fast an der Torauslinie von hinten, als sich Cygan bereits den Ball ergattert hatte. Schiedsrichter Huster zögerte nicht und zeigte, zur Verwunderung der Zuschauer, dem bis dato nicht verwarnten Schäfer den roten Karton. In der Tat dürfte Huster hiermit etwas überzogen haben. „Wir sind in der ersten Hälfte nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben“, resümierte Bach, wohl wissend dass sein Team sieben fehlende Akteure nur schwer ersetzen kann. 

Liebshausens Daniel Hilgert-Walber (in Blau-Schwarz) legt hier den Ball an Vordereifels Mirco Mono vorbei. 3:0 endete die Partie, Liebshausen gewann damit sein fünftes Heimspiel in Folge.Foto: B&P Schmitt 


Tore:
1:0 Volkweis (32.), 2:0 Endres (52.), 3:0 Volkweis (53.)

Besonderheiten:
Rote Karte für Schäfer (SGV) wg. groben Foulspiels (90. +1)

Schiedsrichter:
Dirk Huster (Kasdorf)

Zuschauer:
130

SG Liebshausen
Cygan , Weber, Müller, Spengler (73. Gubetini), Hilgert-Walber, Endres, Volkweis, C. Kauer (85. Hohl), Schulzki, R. Kauer, Carbach

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Göbel, Williams, M. Mono, J. Hartmann, Röhrig, T. Hartmann (74. Stroh), Hübel (57. Schäfer), Hammes (68. D. Stripling), Diensberg

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23. Spieltag

SG Vordereifel - FC Gönnersdorf 1:0 (1:0)
           

Noch waren fast 60 Minuten auf dem Fußballrasen in Laubach zu spielen und die SG Vordereifel lag in der Partie der Bezirksliga Mitte gegen den FC Gönnersdorf durch ein Tor von Steffen Diensberg aus der 25 Minute mit 1:0 vorne, und Vordereifels verletzter Spieler Alexander Stripling wollte schon da ganz genau wissen, dass das auch das Endergebnis sei. Sehr zur Erleichterung der tief im Abstiegskampf stehenden Eifel-SG wurden seine hellseherischen Fähigkeiten Wahrheit. Obwohl es hinten raus für die Elf von Trainer Jörg Bach ein 1:0 (1:0)-Zittersieg wurde, die drei Punkte blieben nicht unverdient in der Eifel.

Auch wenn die Gäste vor allem in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile für sich verbuchen konnten, musste man dem Gastgeber die weitaus klareren Torchancen zuschreiben. Das hatte auch Gästetrainer Ralph Seul so gesehen. „Das Spiel haben wir im ersten Abschnitt verloren, das waren wir nicht hellwach und hätten auch höher zurückliegen können.“ Vom Anpfiff weg war es ein verteiltes Spiel, in dem die SGV vor allem in Person von Matthias Tutas die torgefährlicheren Aktionen zeigte. Aber noch ohne Erfolg.

Dass man einen Ball nie verloren geben darf, zeigte Steffen Diensberg in der 25. Minute. Am Boden liegend behauptete er gegen Christian Heuser die Kugel, legte Tutas auf, der geschickt wieder auf Diensberg durchsteckte und dessen Schuss aus spitzem Winkel fand den Weg zum 1:0 in die Gönnerdorfer Maschen (25.). Es hätte aber nicht bei dieser knappen Führung bleiben müssen. Zuerst scheiterte Diensberg aus bester Position an Gästekeeper Vincent Klee (43.), nur eine Minute später blieb Tutas nach einer tollen Einzelaktion der Treffer verwehrt, weil Klee wieder glänzend parierte (44.).

Nach dem Seitenwechsel bestimmte Gönnersdorf das Spiel und Vordereifel hatte Glück, als ein Ball von Tobias Schmidt aus aussichtsreichster Position nur am Pfosten landete (51.). Aber trotz der überwiegenden Verlagerung des Spielgeschehens in die Heimhälfte, die Bach-Elf hatte weiter ihre Chancen – und was für welche. Zunächst kam Julian Hammes völlig frei vor Klee zum Schuss, traf aber nur den Torwart (60.). Später war es Julian Hartmann, der eine weitere Großchance vor Klee liegen ließ (77.).

Zwar blieben die Gäste bis in die zweiminütige Nachspielzeit weiter feldüberlegen, aber wirkliche Torchancen ließ die Heimdefensive nicht mehr zu. Coach Bach wusste, dass seine Elf mit Kampf, Laufbereitschaft, Emotionen und Leidenschaft das Spiel gewonnen hatte, genau die Tugenden, die man im Abstiegskampf zum Überleben braucht. „Ich muss meine Mannschaft loben. Sie hat vor allem in der ersten Halbzeit toll gespielt. Nach der Pause ging es um das Ergebnis und es blieb immer eng, auch weil wir klare Torchancen ausgelassen haben.“ Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen können sich sehen lassen und haben das Punktekonto auf jetzt 24 Zähler hochgeschraubt. Weil die Konkurrenz aber auch gewonnen hat, geht es im Keller weiter eng zu.

   
Steffen Diensberg (Mitte, in Rot) war der Matchwinner beim Heimsieg der SG Vordereifel gegen den FC Gönnersdorf. Diensberg markierte nach 25 Minuten das goldene Tor beim 1:0-Erfolg.
Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0 Diensberg (25.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Henning Reif (Sankt Sebastian)

Zuschauer:
100

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Göbel (83. Hoffmann), Williams, M. Mono, J. Hartmann, Röhrig, T. Hartmann, Diensberg, Hammes (90.+2 Fortmann), Tutas (69. Stroh)

FC Gönnersdorf
 Klee, Heuser, Gimnig, Szlinkiert, Schmidgen, Schütz, T. Schmitz (70. Gonzalez), Felten, Eifler (64. M. Schmitz), Krupp, Göbel (85. Morschhausen)

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22. Spieltag

FSG Bengen - SG Vordereifel 1:1 (0:0)
     
  Nur knapp 44 Stunden nach dem wichtigen 3:1 zu Hause gegen den TuS Rheinböllen musste Fußball-Bezirksligist SG Vordereifel wieder im Abstiegskampf ran. Und wie sehr es Abstiegskampf war, verdeutlichte der Name des Gegners, denn es ging zum Schlusslicht FSG Bengen auf den Kunstrasen nach Leimersdorf. Dort sah es bis zur ersten Minute der Nachspielzeit nach einem weiteren Dreier für die Vordereifeler aus, ehe die Gastgeber doch zum 1:1 (0:0) trafen. Vier Punkte innerhalb von drei Tagen sind dennoch eine akzeptable Ausbeute, denn sie lassen die SG überm Strich stehen in der Tabelle. Derzeit ist es Platz elf von 16 Teams.

Lange Zeit sah es so aus, als könnte die Mannschaft von Trainer Jörg Bach nach dem Osterwochenende auf dem zehnten Rang stehen und auch Plaidt noch überholen, aber nach der Führung des eingewechselten Matthias Tutas, der einen Handelfmeter verwandelte (65.), gaben die Gäste die Partie immer mehr aus der Hand. Das lag sicherlich auch an der Doppelbelastung, hätte aber dennoch zum Sieg reichen können. Aber Bengens Spielertrainer Jörn Kreuzberg traf noch ganz spät zum Ausgleich. 

Nicht nur dieses Foul an Steffen Diensberg (links) von Bengens Chris Kläser tat der SG Vordereifel weh, auch der 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit schmerzte die Gäste im Abstiegskampf auf dem Kunstrasen in Leimersdorf.Foto: Vollrath 


Tore:
0:1 Tutas (65. HE), 1:1 Kreuzberg (90.+1)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Friese (FSG) wg. Meckerns (90. +2)

Schiedsrichter:
Paul Besjaew (Bendorf)

Zuschauer:
100

FSG Bengen
Schneider, Schüring (73. Bachem), Giffels, J. Kreuzberg, Kläser (79. Kernenbach), Schwiperich, D. Friese, Reineri (79. Dresen), D. Kreuzberg, Ciesla, Gesell

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Göbel, Williams, M. Mono, J. Hartmann, T. Hartmann (72. Wendland), Röhrig, Diensberg, Hammes (46. Tutas), Stein (81. May)

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17. Spieltag

SG Vordereifel - TuS Rheinböllen 3:1 (2:0)
           

Zumindest für die SG Vordereifel könnte es im Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga Mitte so weitergehen. Mit 3:1 (2:0) gewann die SG das Heimspiel auf dem Laubacher Rasen gegen den TuS Rheinböllen, während gleichzeitig die direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Klasse, die SG Westum und der FC Plaidt, ihre Spiele verloren. Mit jetzt 20 Punkten auf der Habenseite und noch einem Spiel in der Hinterhand (am 20. April zu Hause gegen Oberwinter) schaffte Vordereifel den Sprung auf Tabellenplatz zwölf und liegt damit aktuell ganz knapp vor den möglichen Abstiegsrängen.

Nach drei Niederlagen in Serie nach der Winterpause, allerdings alle gegen die drei in der Tabelle führenden Mannschaften, war dieser Sieg Balsam für die zuletzt doch arg strapazierte Seele der Elf von Trainer Jörg Bach. Und nicht nur Gästetrainer Peter Ritter sprach von einem verdienten Sieg der Eifel-SG: „Vordereifel hat nicht nur wegen der Tore verdient geworden. Sie waren vor allem in der zweiten Halbzeit viel griffiger, und wir haben einfach zu viele Fehler gemacht.“

Insbesondere blieben Ritter die 23. und die 27. Minute in Erinnerung. Hier hatte der Gastgeber die Zeichen früh auf Sieg gestellt. Vorher war Rheinböllen spielbestimmend, und Linksverteidiger Matthias Pira verpasste bei einem scharf getretenen Freistoß von Fabio Aquila die Kugel nur knapp (16.). Vordereifel zeigte dann, wie man es richtig macht. Rafal Czarnecki verlor im Mittelfeld den Ball ungeschickt an Steffen Diensberg, der die Kugel auf den zuletzt arg kritisierten Patrick Stein durchsteckte. Der Mittelstürmer, als Kapitän war er an diesem Abend von Algin Williams abgelöst worden, tankte sich geschickt durch und vollendete in aller Ruhe zur 1:0-Führung (23.). Das hatte Stein richtig gut gemacht. Kurz darauf führten die Eifeler mit zwei Toren Vorsprung. Bei einem langen Freistoß von Diensberg nutzte Williams eine Schwäche von Gästetorwart Marc Reifenschneider, der beim Herauslaufen den Ball nicht fand, und markierte mit Köpfchen den Treffer zum 2:0-Halbzeitstand (27.). Dass es nach 45 Minuten so stand, verdankte der Gastgeber auch Torwart Patrice Sesterhenn, der mit einer Glanzparade den Anschlusstreffer durch den völlig freistehenden Christoph Bittner noch soeben verhindern konnte (36.).

Nach dem Wechsel, Matthias Tutas war für Julian Hammes gekommen, wurde das Spiel offener, und Vordereifel zeigte viel mehr Durchschlagskraft nach vorne. Und das Ergebnis daraus ließ sich sehen: Tutas schickte gekonnt Stein in die Spitze, und der ließ abgeklärt mit seinem zweiten Treffer das Rheinböllener Netz zur 3:0-Führung zappeln (73.).

Etwas strapaziert wurden dann die Eifeler Nerven doch noch. Ungeschickt foulte Williams den erst kurz zuvor eingewechselten Markus Hofrath im Strafraum, und Schiedsrichter Torsten Schlösser zeigte zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Andy Herdt legte sich die Kugel zurecht, scheiterte aber an Sesterhenn (84.). Es hätten noch mal brenzlige Schlussminuten für Vordereifel werden können. Die wurden es dann trotz des späten, aber umso sehenswerteren Tores zum 3:1-Endstand durch Hofrath (88.) nicht mehr.

Vordereifels Coach Bach war nach dem Abpfiff natürlich sehr zufrieden: „Die schweren drei Spiele gegen die Spitzenteams konnten wir optimal nutzen, uns läuferisch und kämpferisch weiterzubringen. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, auf die ich auch nach den Ereignissen, die zuletzt hier passiert sind, ein bisschen gesetzt hatte. Das kampfbetonte Spiel ist ja die Stärke meiner Elf und die muss eindeutig in den Vordergrund gestellt werden. Und das haben die Jungs richtig gut gemacht.“

   
Nach einem Fehler von Rheinböllens Torwart Marc Reifenschneider (in Gelb, rechts sein Teamkollege Martin Dobrzynski) köpfte der neue Vordereifeler Kapitän Algin Williams die Kugel zum zwischenzeitlichen 2:0 für die SGV ins Netz. Am Ende gewannen die Vordereifeler mit 3:1, die beiden anderen Treffer für die SGV markierte der als Spielführer abgesetzte Patrick Stein
Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0 Stein (25.), 2:0 Williams (27.), 3:0 Stein (74.), 3:1 Hofrath (88.)

Besonderheiten:
Sesterhenn (SGV) hält Foulelfmeter von Herdt (83.)

Schiedsrichter:
Torsten Schlösser (Mürlenbach)

Zuschauer:
80

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler (65. Röhrig), Göbel, Williams, M. Mono, J. Hartmann, T. Hartmann (76. May), B. Mono, Diensberg, Hammes (46. Tutas), Stein

TuS Rheinböllen
 Reifenschneider, Pira (85. Klinck), Herdt, Dobrzynski, Kuznecov, Spengler, Aquila, Schleicher, Rott, Czarnecki (59. Ruof), Bittner (79. Hofrath)

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21. Spieltag

SG Vordereifel - TSV Emmelshausen 0:3 (0:2)
           

Mit dem TSV Emmelshausen gastierte der Ligaprimus der Fußball-Bezirksliga Mitte bei der SG Vordereifel und wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht. 0:3 (0:2) verloren die Gastgeber die Partie, in der sie nie den Hauch einer Chance hatten. In der noch unbegradigten Tabelle rutscht die SG mit 17 Zählern auf den 14. Platz, einem Abstiegsrang, ab. Die SG Vordereifel hat aber noch Nachholspiele in der Hinterhand.

Gegen den Tabellenführer wirkte die Elf von Trainer Jörg Bach eher hilflos. In die Karten spielte den Gästen dabei das frühe 1:0. Ausgerechnet Bachs Sohn Yannick (10.) traf für Emmelshausen. Mit einem tollen Pass in die Spitze hatte der unermüdliche Antreiber Tobias Lenz seinen Goalgetter auf Reisen geschickt. Der ließ sich diese Chance nicht entgehen. Für Bach war es der 23. Saisontreffer.

Fortan kontrollierte Emmelshausen das Spiel, ließ den Ball laufen. Chancen der SG Vordereifel wurden im Keim erstickt. Erst in der 28. Minute hatte Vordereifel durch Mirco Mono den ersten Torschuss zu verzeichnen. Mono verfehlte das Ziel aber deutlich. Aus Sicht der Zuschauer war wenig los auf dem Spielfeld. Vordereifel konnte nicht und der TSV musste nicht. Einzig bei einem Kopfball von Bach fehlte nicht viel (37.).

Kurz vor der Pause tat sich dann doch noch etwas. Unter gnädiger Mithilfe der SG-Defensive, die offensichtlich einen Abseitspfiff hören wollte, bediente Bach in der Mitte Lenz, der nur noch zum 2:0-Halbzeitstand einlochen musste (44.). Nach dem Pausentee dasselbe Bild: weiter nur in eine Richtung. In der 57. Minute war der Drops für die Gäste aus dem Hunsrück dann endgültig gelutscht. Bei einem Freistoß von Julian Feit aus 20 Metern parierte der ansonsten starke Patrice Sesterhenn im Heimtor etwas unglücklich. Die Kugel landete zum 3:0-Endstand im Netz. Die Gäste hatten dann noch mehrere Möglichkeiten, den Spielstand zu erhöhen. Zuerst streifte ein Schuss von Lenz nur die Latte (72.). Dann scheiterte Bach gleich zweimal frei stehend am glänzend reagierenden Sesterhenn (79., 90.). Zwischendurch vergab Benedikt Mono auf der anderen Seite die größte Chance des Spiels für die SG, als er nach einem Fehler von Ufuk Kurt völlig frei vor Gästetorwart Lukas Will auftauchte, aber kläglich am Keeper scheiterte (86.).

„Das war ein ungefährdeter Sieg. Durch das frühe Tor mussten wir gar nicht richtig zum Arbeiten kommen“, merkte Gästetrainer Marco Pfeffer gelassen an. Bei seinem Kollegen Jörg Bach sah das schon anders aus: „Hier besteht großer Redebedarf, vor allem zu den Undiszipliniertheiten auch schon unter der Woche im Training.“ Explizit gemeint hatte er dabei die Szene, als Kapitän Patrick Stein bei seiner Auswechslung in der 80. Minute die Binde voller Missmut zu Boden warf. 

   
Julian Feit (gelbes Trikot) wird hier von Vordereifels Simon Göbel unsanft gestoppt. Im Hintergrund beobachten SGV-Spieler Mirco Mono und TSV-Akteur Jonas Bersch die Szene. Feit gehörte zu den Torschützen beim ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg des Tabellenführers in Laubach.Foto: Alfons Benz

Tore:

0:1 Bach (10.), 0:2 Lenz (44.), 0:3 Feit (57.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Markus Wozlawek (Bad Breisig)

Zuschauer:
120

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Geisen (49. Wendland), Göbel, Williams, T. Hartmann (72. D. Stripling), Diensberg, M. Mono, B. Mono, Hammes, Stein (80. Stroh)

TSV Emmelshausen

 L. Will, Weber, Etzkorn, Retzmann, Bast (61. Aliqkai), Lenz, Kurt, Bersch, Christ (61. Kynast), Bach, Feit

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20. Spieltag

TuS Kirchberg - SG Vordereifel 3:0 (3:0)
     
 Nach 19 Minuten war die Bezirksliga-Partie auf dem Kirchberger Kunstrasenplatz gelaufen. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen führte Gastgeber TuS Kirchberg zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich mit 3:0 gegen die SG Vordereifel, zum anderen ist das, was die Zuschauer in den noch ausstehenden 70 Minuten zu sehen bekamen, mit ereignisarm noch harmlos umschrieben. Und so stand es trotz des verheißungsvollen Auftakts auch nach 90 Minuten noch 3:0.

Verheißungsvoll wurde es bereits nach drei Minuten, als Florian Daum eine Flanke von Süleymann Özer mit dem Kopf zum 1:0 verwertete. Für die beiden folgenden Treffer sorgte Torsten Resch, der zweimal über die rechte Seite freigespielt wurde. Beim ersten Tor schob er den Ball an Vordereifels Schlussmann Patrice Sesterhenn vorbei ins lange Eck (17.). Der zweite Treffer war ein sehenswerter Lupfer (19.). Allerdings waren beide Treffer zumindest laut Gästecoach Jörg Bach irregulär. „Bei einem halben Meter sage ich ja nichts. Das kann der Schiedsrichter nicht sehen. Aber wir sprechen hier von zwei, drei Metern, die der Spieler im Abseits stand.“

Der Rest des Spiels ist schnell zusammengefasst: Vordereifel stabilisierte sich in der Defensive. Kirchberg fand keine Mittel mehr, um das Abwehrbollwerk zu knacken. Und so passierte nahezu nichts mehr. „Ein 'bisschen gut' gegen 'will nicht' hat so am Ende 3:0 gewonnen“, fasste es TuS-Trainer Christian Schneider zusammen. Ein wenig ärgerte er sich, dass seine Mannschaft es nicht geschafft hatte, den Fußball der ersten 20 Minuten fortzusetzen, musste aber auch zugeben, dass das gegen defensiv agierende Gäste schwierig war.

Vordereifel – ohne neun Stammspieler, dafür mit vier Akteuren aus der B-Klasse angereist – spielte mit einem 5-4-1-System und beschränkte sich spätestens nach dem 3:0 darauf, keine weiteren Gegentreffer zu fangen. „Klar lag unser Fokus auf der Defensive“, so Bach. Der konnte seinem Team dann auch keinen großen Vorwurf machen. „Die Jungs haben alles reingeworfen und hatten sogar die beste Chance in der zweiten Hälfte.“ Bach spielte damit auf einen Angriff in der 56. Minute an, als Tobias Hartmann alleine vor Kirchbergs Tormann Peter Kunz stand – und im direkten Duell scheiterte. Es sollte die einzige echte Möglichkeit nach der Pause bleiben. Kirchbergs Resch und Alexander Singer versuchten es noch ein paar Mal aus der Distanz, allerdings ohne auch nur einmal in Tornähe zu kommen.

Einen negativen Höhepunkt hielt die Partie dann doch noch bereit. Resch und ein Vordereifeler gerieten an der Seitenlinie aneinander. Özer mischte sich ein, schubste den Gästespieler um und bekam Rot. „Ich habe die Jungs in der Halbzeit noch gewarnt, dass sie sich nicht provozieren lassen sollen“, so Schneider. „Das darf natürlich nicht passieren.“

Obwohl das Spiel in Kirchberg schon mit 3:0 zugunsten des TuS gegen Vordereifel entschieden war, gerieten sich die beiden Parteien noch in die Haare. Kirchbergs Doppeltorschütze Torsten Resch (Zweiter von links) hatte sich mit einem Vordereifeler gestritten, Süleyman Özer (links) mischte sich ein und sah die Rote Karte vom Schiedsrichter. Gäste-Torwart Patrice Sesterhenn (rechts) war als Schlichter unterwegs und an der Szene unbeteiligt.Foto: B&P Schmitt


Tore:
1:0 F. Daum (3.), 2:0 Resch (16.), 3:0 Resch (18.)

Besonderheiten:
Rote Karte für Özer (TuS) wg. Tätlichkeit (79.).

Schiedsrichter:
Jan-Hagen Engel (Monzelfeld)

Zuschauer:
100

TuS Kirchberg
Kunz, J. Heimer, Reifenschneider, F. Daum, Kilp, Sehn-Henn (74. M. Heimer), Resch, Singer, Berns, Schener (64. Wild), Özer

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Geisen, Göbel, Williams, M. Mono, B. Mono, Wendland (61. Höger), T. Hartmann (82. Stroh), Diensberg, Stein (82. D. Stripling)

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18. Spieltag

FC Metternich - SG Vordereifel 3:1 (1:1)
     
Die SG Vordereifel hat eine Überraschung zum Jahresauftakt in der Fußball-Bezirksliga Mitte verpasst: Nach einem Treffer von Kapitän Patrick Stein hatte der Abstiegskandidat mit 1:0 beim Tabellenvierten FC Metternich geführt, ehe die Gastgeber mit dem 1:1 kurz vor dem Pausentee zurück ins Spiel fanden. Am Ende siegte der favorisierte FCM dank zweier ganz später Treffer mit 3:1 (1:1).

Vordereifel suchte sein Heil vom Anpfiff weg in der Defensive, war auf Zerstören der Metternicher Aktionen aus und versuchte gelegentlich zu kontern. Einer dieser Konter führte in der 20. Minute zur 1:0-Gästeführung durch Stein. Es dauerte bis unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, ehe Metternich durch Paul Foehl der Treffer zum 1:1 gelang. Im zweiten Durchgang machte es Metternich besser und erspielte sich eine permanente Feldüberlegenheit. Was fehlte, waren lediglich die durchaus möglichen Treffer. Es dauerte bis zur Schlussminute, ehe Timo Hoffmeyer die 2:1-Führung der Metternicher per Freistoß erzielte. In der Nachspielzeit konnte Patrick Heyer noch auf 3:1 erhöhen. „Wir taten uns im ersten Durchgang recht schwer. Nach der Pause wurde unser Spiel erheblich besser, und am Ende waren die drei Punkte völlig verdient“, meinte Metternichs Trainer Dominik Treis. 


Tore:
0:1 Stein (22.), 1:1 Foehl (45.+1), 2:1 Hoffmeyer (90.+1), 3:1 Heyer (90.+6)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Stiefenhofer (FCM) wg. Unsportlichkeit (86.)

Schiedsrichter:
Marc Latsch (Andernach)

Zuschauer:
60

FC Metternich
Junker, Menten, Kühl-Decker, Simsek (83. Volk), Stiefenhofer, Foehl, Moskopp, Weis (65. Heyer), Wagner, Felber, Kraemer (46. Hoffmeyer)

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Geisen, Göbel (90.+2 Schümmer), Williams, M. Mono, B. Mono, T. Hartmann (55. Hammes), Diensberg, Stein, Tutas

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16. Spieltag

SG Müden - SG Vordereifel 3:0 (0:0)
          
„So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und „Derbysieger, Derbysieger“, tönte es nach dem Abpfiff der Partie in der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen der SG Müden/Moselkern und der SG Vordereifel lautstark aus den Kehlen der jubelnden Spieler von der Mosel. Zum Beginn der Rückrunde hatte man bei Sauwetter auf dem Müdener Hartplatz vor immerhin 250 Zuschauern im einzigen direkten überkreislichen Duell zweier Mannschaften aus dem COC-Landkreis – anders als im Hinspiel, das 1:1 endete – die Punkte nicht geteilt, sondern Müden hatte hochverdient mit 3:0 (0:0) gewonnen.

Mit 30 Punkten auf der Habenseite liegt man weiter auf Tabellenrang fünf, während die Eifel-SG trotz der Niederlage mit 17 Zählern Platz elf hielt. Der Abstand auf den ersten Abstiegsrang 14 beträgt hier vier Punkte. Müdens Spielertrainer Andreas Oberreiter wollte den Erfolg aber nicht am Derby-Charakter des Spiels ausmachen. „Natürlich bringt ein Sieg in einem lokalen Duell immer etwas Besonderes mit sich, aber mir ging es heute nach der Niederlage vor einer Woche hier gegen Sargenroth in erster Linie darum, dass wir die unter der Woche hart trainierte Änderung der Spielweise nach dem Wechsel von dem engen Moselkerner auf den größeren Müdener Platz erfolgreich umgesetzt haben. Vor allem das schnelle Umschaltspiel aus der Abwehr nach vorne hat mir mir bei unserem souveränen Sieg gefallen.“

Dabei hatte es sich seine Mannschaft, die mit den Zwillingen Peter und Martin Ibald und Michael Freiwald gleich drei Geburtstagskinder in ihren Reihen hatte, lange schwer gemacht und selbst gute Torchancen nicht verwertet. Und Vordereifel verteilte zunächst mal keine Geschenke, stand von Beginn an hinten mit einer sicheren Fünferkette, agierte nach vorne nur mit langen Bällen und hatte mit Daniel Wilhelmy ihren besten Mann im Tor. In der 20. Minute kam der Gastgeber zu seiner ersten guten Einschussmöglichkeit. Oberreiters Ball in die Spitze kam zu Arlind Schmitt, der aber an Wilhelmy scheiterte.

Dann kam aber der Moment, über den sich jeder Trainer tierisch ärgern muss. Müdens Spielmacher Marc Thönnes hatte David Hübel leicht gezupft, und Schiedsrichter Mario Schmidt aus Daun pfiff Freistoß für Vordereifel. Und was machte der erfahrene Hübel? Er leistete seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er Thönnes vehement in die Beine trat und dafür die Rote Karte sah (22.).

Für Müden war das das Zeichen, richtig Druck zu machen und die Vorentscheidung zu suchen. Und die Chancen kamen, blieben aber weiter ungenutzt. Oberreiter tauchte sträflich frei vor Wilhelmy auf, scheiterte (24.) aber genauso wie kurz darauf am Torwart (30.). In derselben Minute landete dann ein Ball von Peter Ibald am Pfosten, und bei einem Schuss von Freiwald war Wilhelmy mit dem Fuß zur Stelle (40.). Folglich wurden die Seiten mit 0:0 gewechselt.

Nach der Pause fand die Partie ihren Fortgang an guten Müdener Möglichkeiten und einem guten Gästekeeper – aber nur bis zur 49. Minute, als die einheimischen Zuschauer erstmals richtig jubilieren durften. Nach einem Schuss von Freiwald markierte Schmitt den längst fälligen Führungstreffer zum 1:0. Als Gästetrainer Jörg Bach darauf in der 61. Minute mit Pascal Schenk, Tobias Hartmann und Alexander Stripling gleich drei neue Spieler brachte, steigerte das zwar die Angriffsbemühungen der Gäste, aber ohne durchschlagenden Erfolg. Nicht eine wirkliche Torchance war auszumachen.

Tore fielen aber doch noch auf der Gegenseite. Zuerst hämmerte Thönnes einen Freistoß zum 2:0 unter die Latte (82.), und dann hatte Freiwald doch noch seinen Auftritt zum Geburtstag, als er eine Hereingabe von Fabian Windheuser zum 3:0-Endstand über die Linie drückte (86.). Den völlig unnötigen Platzverweis von Hübel wollte Bach nach dem Abpfiff nicht kommentieren, vielmehr aber den Auftritt seiner Elf: „Wir sind konditionell und kräftemäßig einfach nicht da, wo wir normalerweise sein müssten. Von daher gibt es keinen Vorwurf. Vielmehr haben sich die Jungs auch in Unterzahl richtig reingeworfen. Jetzt gehen wir kommenden Sonntag gegen Rheinböllen in unser letztes Spiel vor der Winterpause und werden versuchen, da noch mal was zu holen. Dann kommt die verdiente Pause, wo wir dann alles aufarbeiten können.“


Da stand David Hübel (in Rot) noch auf dem Platz: Kurze Zeit später, genauer in der 22. Minute, trat der Vordereifeler dem Müdener Marc Thönnes (weißes Trikot) unmotiviert und völlig überflüssig in die Beine und sah die Rote Karte. Damit erwies Hübel den Gästen einen Bärendienst, die fortan nichts gegen den Offensivwirbel der Moselaner ausrichten konnten und verdient mit 0:3 unterlagen. Thönnes schoss das 2:0 per Freistoß.Foto: Alfons Benz  

Tore:
1:0 Schmitt (49.), 2:0 M. Thönnes (82.), 3:0 Freiwald (86.)

Besonderheiten:
Rote Karte für Hübel (Vordereifel) wegen groben Foulspiels (22.)

Schiedsrichter:
Mario Schmidt (Daun)

Zuschauer:
250

SG Müden
Bleser, D. Viertl, Schnorpfeil, M. Ibald, Windheuser, Müller (90. Wellems, M. Thönnes, Freiwald (87. M. Franzen), Oberreiter (76. T. Viertl), Schmitt

SG Vordereifel
Wilhelmy, J. Hartmann, Geisen (61. Schenk), Röhrig, Williams, M. Mono, Hübel, B. Mono, M. Thönnes, Diensberg (61. T. Hartmann), Stein (61. A. Stripling)

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15. Spieltag

FC Plaidt - SG Vordereifel 1:1 (0:0)
          
Wenn zwei Teams gegeneinander spielen, die zuletzt viermal hintereinander nicht verloren haben, ist ein Unentschieden kein ungewöhnliches Ergebnis. So kam es dann auch in der Fußball-Bezirksliga Mitte im Spiel zwischen Gastgeber FC Plaidt und der SG Vordereifel. 1:1 (0:0) hieß es nach 90 Minuten mit zwei späten Toren auf beiden Seiten. Vordereifel steht mit 17 Punkten fünf Punkte vor dem Drittletzten Sargenroth, der aber zwei Partien weniger absolviert hat und gestern in Müden überraschend gewann.

Vordereifels Trainer Jörg Bach war klar, dass die Partie wahrscheinlich durch Standardsituationen entschieden werden würde. Denn Plaidt war zwar fußballerisch stark, schaffte es aber nicht, die starke Defensive der Gäste zu überwinden. Erst in der 84. Minute war das der Fall, als Murat Yamuk nach einem Eckball zum 1:0 für Plaidt einköpfte. Bach reagierte sofort und brachte Pascal Schenk und Steffen Diensberg für die Mono-Brüder Benedikt und Mirco. Zudem beorderte er Fabian Röhrig in die Sturmmitte. Das sollte sich in der 87. Minute auszahlen: Einen langen Einwurf von Lukas Weiler verlängerte Algin Williams in die Strafraummitte, wo Röhrig mit dem Fuß zur Stelle war und zum 1:1-Endstand traf. Für Bach war es ein gerechter Ausgleich, mit dem er sehr gut leben konnte: „Plaidt war die beste Mannschaft, gegen die wir bis jetzt gespielt haben. Fußballerisch waren sie richtig gut.“ Noch mehr Lob hat er aber für seinen eigene Elf übrig: „Wie wir gegen den Ball und in den Zweikämpfen gearbeitet haben, war schon stark. Wir haben teilweise von Dreierkette auf Fünferkette umgestellt, weil Plaidt manchmal mit drei Stürmern angegriffen hat. Aber wir haben fast nichts zugelassen wieder.“ Dagegen traf Williams in der zweiten Hälfte die Latte und ein Schuss von Benedikt Mono ging nur haarscharf am Tor vorbei. Ein Sieg wäre aber zu viel des Guten gewesen, das sah auch der SG-Trainer so. Bach durfte dennoch mit dem Auftritt zufrieden sein und den Punkt als nachträgliches Geschenk zu seinem 50. Geburtstag empfinden. Die Vordereifeler gehen also mit einer guten Serie im Rücken ins erste Rückrundenspiel am kommenden Wochenende. Das Derby in Müden steht an, Bach sah sich das 1:2 gestern gegen Sargenroth vor Ort an.


Vordereifels Markus Thönnes (in Rot, hier im Zweikampf mit dem Ex-Karbacher Lukas Marder) holte mit seinem Team einen wichtigen Punkt auf dem Plaidter Kunstrasen gegen starke Gastgeber.Foto: Andreas Walz

Tore:
1:0 Yamuk (84.), 1:1 Röhrig (87.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fuat Yalcinkaya (Bendorf)

Zuschauer:
80

FC Plaidt
Prangenberg, Einig, Szafraniec, Aretz, Bach, Acar, Birkner, Jakobs, Molitor, Marder, Breitbach (81. Yamuk)

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Geisen, Röhrig, Williams, M. Mono (85. Schenk), B. Mono (85. Diensberg), Hübel, J. Hartmann, Thönnes, A. Stripling (70. Stein)

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14. Spieltag

SG Vordereifel - SG Mülheim-Kärlich II 2:0 (1:0)
           

Die SG Vordereifel hat in der Fußball-Bezirksliga Mitte zweifelsohne einen Lauf. Mit dem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den Tabellenletzten SG Mülheim-Kärlich II landete sie den vierten Sieg in Folge und ließ die Abstiegsränge damit erst mal um vier Zähler hinter sich. Mit 16 Punkten auf der Habenseite belegt man aktuell Tabellenplatz neun und ist im Mittelfeld angekommen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich deshalb Trainer Jörg Bach nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Fabian Mohr aus dem Eifelort Strohn. „Vor dem Spiel habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir durch einen Sieg die große Chance haben, die erste Mannschaft auf Sicht hinter uns zu lassen. Jetzt haben wir eine super Ausgangsposition. Das Team hat gelernt, zusammen gegen den Ball zu arbeiten, diszipliniert und nach vorne gradlinig zu spielen und nicht den Fußball neu zu erfinden. Das machen die Jungs richtig gut.“ Auch sein Gegenüber Jan Alsbach hatte eine klare Ansage parat: „Das war ein verdienter Sieg von Vordereifel. Mit dem derzeitigen Personal wird es uns unmöglich sein, die Liga zu halten. Die, die da sind zerreißen sich und geben alles, aber es reicht nicht.“

Dabei musste Bach noch auf die angeschlagenen Pascal Schenk und Matthias Tutas verzichten. Der Gegner vom Rhein begann mit dem Wind im Rücken, konnte diesen Vorteil aber gegen eine sehr stabile Heimabwehr mit den starken Innenverteidigern Fabian Röhrig und Algin Williams nicht nutzen. Einzig in der 18. Minute, als ein Freistoß von Jochen Lütkemeier durch den Vordereifeler Strafraum segelte und Christian Schauer frei stehend die Kugel verpasste. Aufatmen bei Vordereifel und eine Viertelstunde später war Jubeln angesagt. David Hübel setzte über links Markus Thönnes ein, dessen Hereingabe Julian Hartmann annahm, geschickt zwei Gegner täuschte und den Ball entschlossen und eiskalt zur 1:0-Führung unter die Latte drosch (33.). Glück hatte seine Elf als ein Freistoß von Lütkemeier das Tor nur knapp verfehlte (40.).

Nach dem Wiederanpfiff spielte die Bach-Elf mit dem Wind im Rücken, aber die Gäste schienen zunächst wacher im Spiel zu sein. Aber es ging auf dem Laubacher Rasen hin und her und herauskam dabei die schönste Szene der gesamten Partie. Max Geisen schickte über rechts Hartmann, der in der Mitte mustergültig den lauernden Thönnes bediente und der markierte mit einer Direktabnahme das umjubelte 2:0 (60.). Es war ein Bilderbuchtor und gleichzeitig der Endstand, den Hübel mit einem Konter aber leicht hätte höher schrauben können. Von der Mittellinie weg marschierte er ganz alleine auf das gegnerische Tor zu, scheiterte jedoch zu unentschlossen an Gästetorwart Patrick Bolz (74.). So reichte es dennoch zu dem verdienten Sieg, denn hinten brannte nichts mehr an und die drei Punkte waren im Sack. Einen ganz wesentlichen Anteil daran hatte Julian Hartmann, dessen Auftritt nicht nur den einheimischen Zuschauern, sondern auch seinem Trainer gefallen hatte. „Julian hat bei mir schon auf drei Positionen gespielt, er ist damit für die Mannschaft verdammt wichtig und auch heute hat er wieder einen Riesenspiel gemacht“, so Bach. Und der Spieler selbst sagte: „Wir waren das Gewinnen ja gar nicht mehr gewohnt. So ist das großartig und der richtige Wahnsinn.“ Nur auf mehrmalige Nachfrage gab er dann noch bescheiden zu Protokoll, dass er selbst seine Leistung nicht schlecht sieht. Der Auftritt von Julian Hartmann als Passgeber und Torschütze ließ nichts zu wünschen übrig. Gut gemacht, wie die gesamte Elf.

   

Vordereifels Julian Hartmann (rechts) lässt Mülheim-Kärlichs Kapitän Jochen Lütkemeier stehen. Es war sinnbildlich fürs Spiel, denn Hartmann machte eine ganz starke Partie, traf zum 1:0 und bereitet das 2:0 vor. Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0 J. Hartmann (33.), 2:0 Thönnes (60.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Mohr (Strohn)

Zuschauer:
130

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Röhrig, Williams, M. Mono, J. Hartmann (84. Diensberg), Hübel, B. Mono, Geisen, Thönnes (86. A. Stripling), Stein

SG Mülheim-Kärlich II

Bolz, Bora (69. Grasso), Schmitt, Öztürk, Aga (60. Karnstedt), Lütkemeier, Schauer, Cremer, Knöll (82. Görg), Kuhn, Schmidt

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13. Spieltag

SG Vordereifel - SG Sargenroth 3:1 (2:0)
           

Es stand zwar nicht die von Jörg Bach so gerne gesehene Null hinten, dafür freute sich der Trainer der SG Vordereifel aber umso mehr über die drei Punkte, die nach einem auf dem Laubacher Rasen hart erkämpften 3:1 (2:0)-Erfolg gegen die SG Sargenroth/Unzenberg/Mengerschied in der Eifel blieben. Die Eifel-SG landete in der Fußball-Bezirksliga Mitte den dritten Sieg in Folge und der ehemalige Tabellenletzte marschiert weiter aus dem Tabellenkeller in Richtung Mittelfeld. Mit jetzt 13 Punkten auf der Habenseite belegt man Platz zwölf, der Abstand auf die Abstiegsränge beträgt lediglich zwei Zähler.

Darüber hatte sich Bach nach der Partie aber sicherlich keine Gedanken gemacht, viel mehr hatte er ein dickes Lob für den engagierten Auftritt seine Mannschaft parat: „Das war heute für den neutralen Zuschauer bestimmt ein schlimmes Spiel. Aber mir geht es ums Ergebnis und deshalb können wir jetzt mal durchschnaufen. Seit ich hier bin steht die Disziplin an vordererster Front und das haben die Jungs zusammen mit dem Kampf angenommen und sie wissen, dass sie nicht Hacke, Spitze, eins, zwei, drei spielen müssen.“ Anscheinend hatte der Trainer das seinen Spielern kurz vor dem Anpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Daniel Richter nochmals so richtig eingeimpft, denn sie legten einen Start hin, der nicht besser hätte sein können. Bereits nach zwei Minuten lag man mit 1:0 vorne. Algin Williams hatte Mannschaftskapitän Patrick Stein auf Reisen geschickt, der Matthias Tutas bediente und die Gastgeber jubelten über den Treffer zur schnellen 1:0-Führung (2.). Stein wollte anscheinend Tutas nicht nachstehen und erzielte nur wenig später mit akrobatischem Seitfallzieher das 2:0. Es waren gerade mal zehn Minuten gespielt, Markus Thönnes hatte Stein aufgelegt.

Kurz zuvor hatte auf der anderen Seite der stark spielende Lars Herrmann eine gute Möglichkeit zum Ausgleich noch ausgelassen (5.). Die Gäste aus dem Hunsrück nahmen nun immer mehr das Heft des Handelns in die Hand und erspielten sich die eine oder andere Torchance. Glasklares war jedoch nicht dabei. Die dickste hatte noch Kapitän Christian Kleid, als sein aus 35 Metern getretener Freistoß durch die Finger von Heimkeeper Patrice Sesterhenn an die Latte rutschte (20.). Zur Pause stand es damit weiterhin 2:0 für Vordereifel.

Und die hatten nach dem Wiederanpfiff gleich die Riesenchance zum beruhigenden Ausbau der Führung gegen einen Gegner, der weiterhin im Vorwärtsgang unterwegs war. Stein tauchte völlig frei vor Gästetorwart Björn Moldenhauer auf, scheiterte aber an dem glänzend reagierenden Mann mit der Nummer 1 auf dem Rücken (49.). Sein Gegenüber Sesterhenn wäre gegen einen Ball von Daniel Georg machtlos gewesen, haarscharf schrammte die Kugel jedoch am langen Pfosten vorbei (68.). In der zweiten Hälfte war das gegenüber dem dicken Chancenplus in Abschnitt eins die erste wirkliche Chance der Hunsrück-SG auf das Anschlusstor gewesen. Das fiel dann doch, aber nicht aus dem Spiel heraus, sondern es musste eine Standardsituation her. Williams hatte 17 Meter von dem Tor Hand gespielt, und Kleid schoss den Ball wie an der Perlenschnur gezogen haarscharf und unhaltbar flach ins lange Toreck zum bis dahin verdienten 2:1 (72.).

Und das Spiel kannte jetzt nur eine Richtung und die hieß: Heimtor. Aber trotz der klaren Überlegenheit und vieler langer Bälle in den Strafraum, rum kam dabei nichts. Auch weil die Heimdefensive die vom Trainer klar verordnete Marschrichtung weiter verfolgte. Aber Bachs Truppe verteidigte nicht nur hinten erfolgreich, auch vorne tat sich wieder was – und wie. Max Geisen fing an der Mittellinie einen Abschlag von Moldenhauer ab und wuchtete die Kugel mit dem Kopf in die Sturmmitte, wo die einheimischen Besucher endlich wieder „den alten Stein“ sahen. Mit einer geschickten Körpertäuschung nahm er den Ball auf, kam frei zum Schuss und machte überlegt das Tor zum 3:1-Endstand (84.). Als er kurz darauf gegen Julian Hammes ausgewechselt und diesem die Kapitänsbinde über den Arm streifte, sah man ihm die Erleichterung und Freude über seinen erfolgreichen Auftritt so richtig ins Gesicht geschrieben. War das Schlüssel zum Aufwecken seiner zuletzt nicht mehr sichtbaren Torjägerqualitäten gewesen? Vielleicht, zumindest schienen ihm der Applaus der Zuschauer und auch der wohlwollende Klaps seines Trainers sichtlich geschmeckt zu haben.

Gästecoach Andreas Auler haderte natürlich mit den Ergebnis, machte seinem Team aber keine Vorwürfe. „Bei diesem Chancenverhältnis musste mindestens ein Punkt drin sein. Vordereifel macht direkt aus zwei Schüssen zwei Tore, und wir lassen viele Möglichkeiten ungenutzt. Das ist ärgerlich, aber es geht weiter.“

   

Augen zu und rein, Patrick Stein: Vordereifels Kapitän (in Rot, vorne) traf per Doppelpack beim 3:1-Sieg gegen Sargenroth zweimal, nachdem er zuletzt nicht regelmäßig getroffen hatte.
Foto: Alfons Benz - Alfons Benz

Tore:

1:0 Tutas (2.), Stein (10.), 2:1 Kleid (72.), 3:1 Stein (84.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Daniel Richter (Ahrbrück)

Zuschauer:
130

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler (57. Geisen), Röhrig, Williams, Schenk, J. Hartmann, Hübel, B. Mono, Tutas (51. A. Stripling), Thönnes, Stein (88. Hammes)

SG Sargenroth

Moldenhauer, Kaiser, Schneberger (60. Bullerschen), Herrmann, Tittel, Kleid, Georg, Klein, Singer (46. Dämgen), Pink (65. Aygün), Steffens

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12. Spieltag

TuS Immendorf - SG Vordereifel 0:3 (0:2)
          
Die SG Vordereifel hat durch den 3:0 (2:0)-Sieg beim TuS Immendorf erstmals in dieser Saison die Abstiegsplätze in der Fußball-Bezirksliga Mitte verlassen. Mit zehn Zählern sowie dem besseren Torverhältnis gegenüber den punktgleichen Westumern (ein Spiel weniger) und Bengenern steht die SGV über dem Strich.

Einen interessiert das allerdings nicht die Bohne: Vordereifels neuen Trainer Jörg Bach. „Auf die Tabelle zu gucken, ist Schwachsinn. Da besteht nur die Gefahr, dass man denkt, es läuft. In der Winterpause können wir mal drauf schauen. Der Sieg war ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung, nicht mehr und nicht weniger.“ Viel wichtiger ist für Bach das Auftreten seiner Mannschaft seit seinem Amtsantritt vor dem 0:1 gegen Liebshausen vor gut drei Wochen: „Man hat schon beim ersten Training gemerkt, dass die Mannschaft gewillt ist, die Vorgaben umzusetzen.“ Und die lauten: „Alle elf Spieler müssen gegen den Ball arbeiten. Das machen die Jungs richtig, richtig gut. Das ist vielleicht nicht immer schön, aber es ist ergebnisorientiert. Immendorf hatte optisch mehr Spielanteile, aber wir haben im ganzen Spiel keine richtige Torchance zugelassen.“

Dafür spielten die Gäste bei Ballgewinn sehr schnell nach vorne – und das trug bereits nach acht Minuten Früchte. Markus Thönnes setzte sich über links durch und bediente Matthias Tutas, der nur noch zum 1:0 einschieben musste. Das 2:0 erzielte der lange verletzte Thönnes selbst: Nach einem Konter und einem Pass von Max Geisen setzte er sich durch und erhöhte. Bach: „Dass wir Qualität nach vorne haben und Konter spielen können, ist klar. Wir haben die Leute richtig gut eingesetzt.“ Und am Ende wurde eingenetzt.

In der 75. Minute fiel dann die Entscheidung: Wieder war es Thönnes, der nach einem Konter nicht mit fairen Mitteln zu stoppen war. So griff der Immendorfer Rene Buchholzer 17 Meter vor dem eigenen Tor zum unfairen Mittel „Notbremse“ und musste folgerichtig nach einer Roten Karte das Feld verlassen. Aber damit nicht genug der Strafe für den TuS, denn SGV-Innenverteidiger Fabian Röhrig verwandelte den folgenden Freistoß direkt zum 3:0. Damit war der Sieg eingetütet, die Gelb-Rote Karte für Immendorfs Philip Rosenbaum fünf Minuten später tat nichts mehr groß zur Sache. „Wir waren vom Kopf her wach und sehr diszipliniert, ohne die Emotionen zu verlieren“, lobte Bach seine Elf.

Tore:
0:1 Tutas (8.), 0:2 Thönnes (28.), 0:3 Röhrig (75.)

Besonderheiten:
Rote Karte für Buchholzer (75.) wg. Notbremse und Gelb-Rote Karte für Rosenbaum (80.) wg. Meckerns (beide Immendorf)

Schiedsrichter:
Alexander Mürtz (Mendig)

Zuschauer:
80

TuS Immendorf
Keul, Scheel (60. Scherhag), Farik (66. Ferdinand), Rosenbaum, Pistono, Steiner, Schwickert (46. Buchholzer), Wünsch, Otte, Krieghoff, Jochem

SG Vordereifel
Sesterhenn, Röhrig, Williams, T. Hartmann (80. A. Stripling), B. Mono, M. Mono, Thönnes, Geisen (75. Bender), J. Hartmann, Stein, Tutas (60. Schenk)

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11. Spieltag

SG Vordereifel - SG Westum 3:1 (1:0)
           

Am elften Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte hat die SG Vordereifel nicht nur ihren ersten Sieg unter ihrem neuen Trainer Jörg Bach gefeiert, sondern auch den ersten Ligaerfolg in dieser Spielzeit überhaupt. Vordereifel gewann mit 3:1 (1:0) gegen die SG Westum. Insbesondere drei Platzverweise in der Schlussphase spielten den Gastgebern in die Karten.

Auch nach Abpfiff kochten die Emotionen bei den Spielern der SG Westum hoch, die in einer Spielertraube Schiedsrichter Ralf Volk belagerten und Redebedarf hatten. Zuvor schickte der Unparteiische gleich drei Gästeakteure innerhalb von elf Minuten mit Gelb-Rot vom Feld und ebnete in einer turbulenten Schlussphase der SG Vordereifel den Weg zum ersten Saisonsieg. Von Beginn an sahen die Zuschauer in Laubach ein intensives und ausgeglichenes Match. Beide Teams verteidigten intensiv und waren im Spielaufbau mit vielen langen und hohen Bällen nach vorne berechenbar. Den besseren Start erwischten die Hausherren: Nach einer Kopfballverlängerung von Patrick Stein stand Matthias Tutas dank eines Abstimmungsproblems in der Westumer Verteidigung plötzlich alleine vor Keeper Matthias Oedekoven. Den ließ Tutas aussteigen und schob zum 1:0 ein (7.). Westum wurde nur nach einem Freistoß gefährlich: Sebastian Ramacher war zu überrascht und brachte den Ball nicht aufs Tor (23.). Auch die Gastgeber hatten nach vorne nicht viel anzubieten. Flachschüsse von Maximilian Geisen und Alexander Stripling wehrte Westums Torwart mit dem Fuß ab.

Die Gäste kamen wacher aus der Kabine: Nach einem weiten Einwurf rutschte der Ball durch den gesamten Vordereifeler Sechzehner zu Martin Münch durch. Der ließ mit einer kurzen Drehung seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete sehenswert aus neun Metern per Linksschuss ins lange Eck (55.).

Vordereifel hatte nun Probleme, die Gäste vom eigenen Tor wegzuhalten. Dann begann eine turbulente Schlussphase, in der vor allem Schiedsrichter Volk im Mittelpunkt stand. Nach einem langen Ball zog Matthias Tutas am Gästetorhüter vorbei und fiel im Strafraum. Der Schiedsrichter entschied auf Schwalbe und Gelb für Tutas (72.). Sechs Minuten später landete ein direkter Freistoß von Münch am Vordereifeler Außennetz. Nach 80 Minuten die strittigste Szene des Spiels: Westums Niklas Hoffmann, gerade erst verwarnt (79.), musste nach einem riskanten, aber fairen Einsteigen per Ampelkarte das Feld verlassen. „Er trifft klar den Ball, das war gut erkennbar“, war Gästecoach Elmar Schäfer nicht einverstanden. Doppelt bitter für Westum: Am anschließenden Freistoß von Julian Hartmann flog Keeper Oedekoven vorbei. Fabian Röhrig verlängerte und Pascal Schenk berührte den Ball leicht zur 2:1-Führung.

Tom Weber fällte direkt nach dem Tor im Mittelfeld seinen Gegenspieler ohne Not, die Folge war der nächste Platzverweis für Westum (83.). Einige Konter ließ Vordereifel in doppelter Überzahl liegen, ehe Benedikt Mono den eingewechselten Markus Thönnes bediente, der zum 3:1 einschob (90.). Wenige Augenblicke später meckerte sich Westums Kapitän Carsten Ritterath erst zu Gelb und dann zum Platzverweis (90.).

Westums Trainer Schäfer war dann auch entsprechend bedient: „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, wir haben nach dem frühen Rückstand nicht aufgesteckt. Wenn in einem umkämpften, aber fairen Spiel acht gegen elf Spieler runtergehen, stimmt mich das nachdenklich. Nach dem 1:1 hatten wir Auftrieb, aber dann kam der Einfluss des Schiedsrichters ins Spiel. Trotzdem müssen wir uns beide Gegentore selbst zuschreiben.“ Erleichtert war Vordereifels Trainer Jörg Bach: „Wir haben ihre Undiszipliniertheiten ausgenutzt, was soll ich zu den Platzverweisen sagen? In unserer Situation müssen wir auf Ergebnis spielen, absoluten Willen zeigen mit einer starken Physis, emotional und verbal da sein. Das haben heute alle Spieler zu 100 Prozent gezeigt“, war Bach zufrieden.

   

Den ersten Gegner vom Leib gehalten: Mirco Mono (rechts) und die SG Vordereifel haben in Laubach beim 3:1 gegen Westum den ersten Saisonsieg eingefahren und den letzten Tabellenplatz verlassen. Foto: Markus Kroth

Tore:

1:0 Tutas (7.), 1:1 Münch (55.), 2:1 Schenk (86.), 3:1 Thönnes (90.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karten für Hoffmann, Weber und Ritterath (alle Westum, 81., 85., 90.)

Schiedsrichter:
Ralf Volk (Brey)

Zuschauer:
150

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Röhrig, Williams, M. Mono (62. Schenk), T. Hartmann, B. Mono, Geisen, Tutas (73. Thönnes), A. Stripling (46. Bender) Stein

SG Westum

Oedekoven, Heinz, Ritterath, Ramacher, Speich, Hoffmann, Münch (79. Wagner), Weber, Fuchs (83. May), Nachtsheim, Schmitz (64. Ossendorf)

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10. Spieltag

FC Cosmos Koblenz - SG Vordereifel 0:0
          
Es ist die Politik der kleinen Schritte, die die SG Vordereifel unter ihrem neuen Trainer Jörg Bach in der Fußball-Bezirksliga Mitte Stück für Stück aus dem Tabellenkeller führen soll. Einen ersten Teilerfolg gab es nun im Auswärtsspiel in Moselweiß bei Cosmos Koblenz beim 0:0.

Bach war zufrieden mit dem Auftritt seiner neuen Mannschaft, die schon im ersten Spiel beim 0:1 gegen Liebshausen bewiesen hatte, dass sie zumindest defensiv stabiler steht. „Wir haben das sehr konzentriert und diszipliniert gemacht“, konstatierte Bach, „gegen eine spielstarke Mannschaft mit sehr viel individueller Klasse haben wir außer einem Freistoß von Albert Buhler keine echte Chance zugelassen.“ Die besagte Möglichkeit datierte aus der 60. Minute. Vordereifels Torwart Patrice Sesterhenn lenkte Buhlers Schuss an die Latte. „Wir haben jetzt gegen Liebshausen und Cosmos drei Torchancen zugelassen. Das sind die kleinen Schritte, die wir gehen müssen. Wir haben mit elf Mann richtig gut gegen den Ball gearbeitet, waren zweikampfstark und laufstark. Das war richtig gut und da muss man der Mannschaft mal ein Kompliment machen“, sagte Bach. Nicht ganz so gut hat ihm gefallen, dass seine Elf auch nur eine Chance hatte – und zwar in der 45. Minute, als Patrick Stein eine Volleyabnahme knapp über das Tor schoss. Zuvor hatte Matthias Tutas eine Flanke per Kopf auf Stein verlängert. „Wir haben aber noch nicht die Konzentration, die Konter bis zum Ende auszuspielen. Da müssen wir dran arbeiten“, weiß Bach, denn die kleinen Schritte sollen sich auch über kurz oder lang in der Tabelle ausdrücken. Das 0:0 war das vierte Remis in der Saison, mit vier Punkten bleibt die SGV Schlusslicht.

Tore:
keine

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Dirk Huster (Kasdorf)

Zuschauer:
65

FC Cosmos Koblenz

Renda, Zeytinli, Ergat, Ismael (46. Varelis), Buerue, Buhler, Künzel, Jilcu, Miles (66. Barut), Boboescu, Niraphot (76. Aydogdu)

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Röhrig, Williams, A. Stripling, Geisen, T. Hartmann, B. Mono, Bender (88. Schenk), Stein (71. Thönnes), Tutas

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9. Spieltag

SG Vordereifel - SG Liebshausen 0:1 (0:1)
      

Das nennt man einen misslungenen Einstand: Nach nicht einmal 48 Stunden als neuer Trainer der SG Vordereifel kassierte der Binninger Jörg Bach mit seiner Elf im Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte gegen die SG Liebshausen/Mörschbach/Argenthal mit 0:1 (0:1) die erste Niederlage.

Wollte der Vorstand der Eifel-SG noch kurz vor dem Wochenende nicht zu Namen in der Trainerfrage Stellung nehmen, verkündete er kurz später, was fast alle Spatzen von den Eifeldächern gepfiffen hatten. Nämlich, dass Bach als neuer Trainer verpflichtet wurde. Der SV Binningen ist ja seit dieser Saison Teil der SG Vordereifel und letzter Trainer in Binningen war bis zum Ende der vergangenen Saison der 49-jährige Ex-Profi von Fortuna Düsseldorf, Wattenscheid 09 und dem HSV. Im Sommer hatte es ihn in den höherklassigen Fußball zum Oberligisten Spvgg Wirges gezogen, was aber nur zu einem kurzen Intermezzo verkam. Bereits Anfang September und nach nur zwei Punkten aus den ersten sechs Partien trennten sich die Wege – und so wurde Bach zur naheliegendsten Lösung in Laubach. Dort löste er Daniel Göbel, der zwei Spiele für den zuvor entlassenen Coach Peter Geisen eingesprungenen war, auf der Bank ab.

In der ersten Halbzeit sahen die gespannten Zuschauer eine Heimelf, die viel zu ängstlich agierte und nie den Biss zeigte, wirklich etwas gegen den Aufenthalt ganz unten im Tabellenkeller tun zu wollen. Der Tabellendritte aus dem Hunsrück bestimmte die Partie und der Zug zum gegnerischen Tor war da. Zuerst ging ein Ball von Pascal Endres knapp am Kasten vorbei (13.), dann wackelte aber das Vordereifeler Netz. Roman Theise zog aus 30 Metern ab und die Kugel flog bereits zum 0:1-Endstand in die Maschen (17.). SGV-Torwart Daniel Wilhelmy machte dabei eine unglückliche Figur, auch wenn er vielleicht durch die tiefstehende Sonne geblendet wurde. So richtig Bewegung in die Partie kam dann nochmal kurz vor dem Seitenwechsel. Zunächst fischte Wilhelmy einen Ball von Raphael Kauer aus dem unteren Eck (41.), bis der unrühmliche Auftritt von Vordereifels bis dahin bestem Spieler kam. Innenverteidiger David Hübel holte Kauer mit einem ungestümen und überzogen Körpereinsatz an der Außenlinie von den Beinen und sah dafür von Schiedsrichter Viktor Baur Rot (43.). Auch wenn es für das erste Foul Hübels eine harte Entscheidung war, sie war vertretbar.

Wer nach dem Pausentee einen in Unterzahl spielenden Gastgeber im Tiefgang erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Engagiert, aggressiv und zweikampfbereit ging man ins Spiel und es hätte der Tag von Mannschaftskapitän Patrick Stein werden müssen. Wurde es aber nicht. Zuerst schoss er einen Handelfmeter schwach am Tor vorbei (56.), dann scheiterte er freistehend nach tollem Zuspiel von Matthias Tutas an Gästetorwart Michael Reuther (79.), um dann eine geniale Hereingabe des stark spielenden Julian Hartmann aus bester Position am Tor vorbeizuschieben (88.). Das musste der Ausgleich sein, war es aber nicht. So bleibt die SG Vordereifel weiter sieglos und mit drei Punkten auch Tabellenletzter.

Bach weiß natürlich, wo er mit seiner Arbeit wird ansetzen müssen: „Nach der Pause hat meine Mannschaft ein Riesenspiel gemacht. Aber in Halbzeit eins hat man klar gesehen, weshalb wir unten stehen. Es fehlt einfach der Mut, den Ballbesitz besser auszuspielen und auch unter Druck den Ball mal zu behaupten. Ich muss die Jungs moralisch aufbauen, damit das fehlende Selbstbewusstsein zurückkommt.“ Sein Gegenüber Michael Schwegel musste eingestehen, dass es ein glücklicher Sieg war: „Ein Unentschieden wäre nach dem Spielverlauf gerecht gewesen. Dass wir in Überzahl solche Probleme kriegen, das darf einfach nicht passieren, auch wenn der Gegner mit nur zehn Mann viel aggressiver als vorher gespielt hat.“

 
Die SG Vordereifel hat das erste Spiel unter Jörg Bach (rechtes Foto links, mit seinem Vorgänger als Interimscoach Daniel Göbel) verloren. Beim 0:1 gegen Liebshausen (vorne mit Pascal Endres) sah der SG-Innenverteidiger David Hübel (hinten) die Rote Karte. Fotos: Alfons Benz

Tore:

0:1 Theise (17.)

Besonderheiten:
Rot für Hübel (Vordereifel, 43.) wegen groben Foulspiels; Stein (Vordereifel) verschießt Handelfmeter (56.)

Schiedsrichter:
Viktor Baur (Daun)

Zuschauer:
145

SG Vordereifel
Wilhelmy, J. Hartmann, Röhrig, Hübel, M. Mono (78. B. Mono), Williams, Geisen, Bender, A. Stripling, Diensberg (51. Tutas), Stein

SG Liebshausen

Reuther, Weber, Silbernagel, Hohl, Müller, Schmidt, Endres (54. Volkweis), C. Kauer, Schulzki (64. Hilgert-Walber), R. Kauer, Theise

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8. Spieltag

FC Gönnersdorf - SG Vordereifel 3:0 (2:0)
      
Die SG Vordereifel musste unter Interimstrainer Daniel Göbel ihre erste Niederlage hinnehmen. Beim FC Gönnersdorf verloren die Vordereifeler mit 0:3 (0:2) und rutschten durch den 2:1-Sieg von Westum gegen Mülheim-Kärlich II auf den letzten Tabellenplatz ab.

Göbel hatte dabei nicht mal eine schlechten Auftritt seiner Mannschaft auf dem engen Gönnersdorfer Rasen gesehen, aber einen äußerst uneffektiven: „Gönnersdorf war nicht drei Tore besser, aber drei Tore effektiver. Wir spielen unsere Bälle in der Vorwärtsbewegung nicht gut aus, der vorletzte oder letzte Pass kommt oft nicht an. Gönnersdorf hat das gut gemacht. Sie spielen einfache Bälle in die Spitze und wissen genau, was sie machen.“

So auch beim 1:0 nach 16 Minuten, als Vordereifel den Ballbesitzer nicht unter Druck setzen konnte und der schließlich quer nach innen passte, wo Timo Schmidgen wartete und nur einschieben brauchte. „Vor dem Tor stand der Gönnersdorfer zwei Meter im Abseits“, ärgerte sich Göbel, „aber danach spielen sie es gut aus.“ Das war beim 2:0 ähnlich: Die Gäste verloren den Ball in der Vorwärtsbewegung, ein, zwei schnelle und einfache Pässe später stand Schmidgen wieder allein vor Torwart Patrice Sesterhenn und ließ ihm keine Chance (37.).

Die beste Vordereifeler Chance hatte noch Alexander Stripling, dessen Bogenlampe auf der Latte landete. Mit dem 0:2 aus Sicht der Gäste ging es in die Kabinen, das ärgerte Göbel. „Wir müssten es einfach mal schaffen, mit einem 0:0 in die Pause zu gehen, das würde Sicherheit geben.“

In der zweiten Hälfte versuchte Vordereifel dann Druck zu entwickeln. Das gelang zwar, die großen Chancen sprangen dabei aber nicht heraus. Mit dem 3:0 war der Widerstand aber gebrochen, Sebastian Friedsam köpfte es nach einer Ecke (67.). „Das passiert, darf aber nicht passieren“, vermisste Göbel in dieser Aktion die Zuordnung. Die Partie war verloren, es war die fünfte Niederlage im achten Spiel, gewonnen haben die Vordereifeler bislang noch gar nicht. „Die Mannschaft hat ja gekämpft und alles versucht. Aber wir spielen zu viele Fehlpässe und sind dann in der Defensive, damit meine ich nicht die Abwehr, insgesamt nicht sicher genug“, erklärte Göbel die derzeitige Situation der SG, die weiter auf der Suche nach einem Trainer ist.

Tore:
1:0, 2:0 Schmidgen (16./37.), 3:0 Friedsam (67.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Schneider (Grafschaft)

Zuschauer:
70

FC Gönnersdorf

Klee, Schmitz, Heuser, Schütz Krupp (20. Goebel), Friedsam (72. Morschhausen), Felten, Theurer, Szlinkiert, Hargens, Schmidgen (84. Bleis)

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Williams, Röhrig, Schenk (46. Kasperski), T. Hartmann (65. Thönnes), Geisen, M. Mono, A. Stripling, Diensberg, Tutas

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7. Spieltag

SG Vordereifel - FSG Bengen 2:2 (2:0)
      

Kehren neue Besen wirklich gut? Zumindest die einheimischen Besucher der Partie in der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen der SG Vordereifel und der FSG Bengen erhielten auf diese alte Redensart nach dem 2:2 (2:0)-Unentschieden und nach einer turbulenten Vorwoche bei beiden Vereinen nur bedingt eine Antwort.

Während beim Gast aus der Grafschaft Trainer Wolfgang Müller selbst das Handtuch geworfen hatte, erhielt beim Gastgeber Coach Peter Geisen die Kündigung von Seiten der SG. Als Interimslösungen saßen bei Bengen Dieter Nolden und bei der Eifel-SG Daniel Göbel auf der Bank. Und Nolden hatte auf die obige Frage eine klare Antwort, die eindeutig „Ja“ lautete. Er hatte allen Grund zufrieden zu sein. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause bog seine Elf einen 0:2-Rückstand noch in ein Remis um. Ganz anderes sah das bei seinem Gegenüber Göbel aus. „Ich bin total unzufrieden. Aber nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Da ging nach der klaren Führung und dem ersten Gegentreffer das Selbstbewusstsein komplett verloren.“ Woran es lag, dass seine Spieler wieder so schnell den Kopf hängen lassen und ein sicher geglaubtes Spiel so leichtfertig aus der Hand geben, die Antwort darauf hatte er nach den wenigen gemeinsamen Trainingsminuten noch nicht parat. Sein Kapitän Patrick Stein, der verletzt nur als Linienrichter agierte, wollte vor dem Spiel nichts zur Entlassung von Geisen sagen, forderte von seinen Mitspielern aber, auf dem Platz Charakter zu zeigen. Den wollte er ihnen zur Pause mit einer 2:0-Führung im Rücken auch nicht absprechen. Hatte sie von Beginn an doch gezeigt, dass sie gewinnen wollte, auch wenn die spielerischen Mittel dazu doch sehr dürftig waren. Lange Vordereifeler Bälle fanden vorne keine Abnehmer in einer Partie zweier Mannschaften, die sich keinen Schönheitspreis verdienen, dafür aber drei Punkte einspielen wollten. Dann endlich war es aus Heimsicht doch soweit. Peter Hoffmann fand in der Spitze mit Matthias Tutas den richtigen Mann, der mit einer Drehung frei vor Gästetorwart Tobias Wäsch auftauchte und diesem beim Tor zum 1:0 keine Chance ließ (24.).

Drei Minuten später rappelte es wieder im Gästetor. Matthias Bender drosch einen Abpraller von der Strafraumgrenze zum 2:0-Halbzeitstand in die Maschen (27.). Alles schien gut zu laufen für die Eifel-SG, die kurz nach dem Wiederanpfiff durch Mirco Mono die große Chance zum dritten Tor hatte. Er scheiterte aber nach einem guten Zuspiel von Alexander Stripling freistehend mit einem ungenauen Ball an Wäsch (50.). Göbel schwante Böses: „Wenn wir jetzt ein Tor kassieren, dann geht die Wackelei bei uns wieder los.“ Wie recht er hatte. Nolden hatte mit dem A-Junior Jannik Dresen einen zweiten Angreifer gebracht und damit ein goldenes Händchen bewiesen. Irgendwie landete der Ball bei dem 19-Jährigen, der kaltschnäuzig den Anschlusstreffer zum 2:1 markierte (53.). Es war übrigens Bengens erste Torchance gewesen.

Das Tor tat dem Gästespiel gut, während die SGV sich das Spiel aus der Hand nehmen ließ mit schlimmen Folgen. Tobias Giffels war es, dem der Treffer zum 2:2-Endstand gelang (68.). Dieser Treffer schien die Göbel-Truppe aber etwas wachzurütteln. Zuerst lenkte Wäsch einen Freistoß von Bender über die Latte und in derselben Minute streifte ein Ball von Bender haarscharf am Tordreieck vorbei (76.). „Weiter so, wir sind wieder dran“, rief Göbel lautstark seinen Spielern zu. Sie erhöhten das Tempo, hatten aber sogar noch etwas Glück, als ein Kopfball von Youngster Dresen nur die Latte traf (87.). Ein weiteres Gegentor wäre aber auch zu viel des Guten für Bengen gewesen. Den Abschluss machten dann zwei Spieler. Stripling zog ab und Wäsch parierte (90.). Eine Minute später dasselbe Muster (91.), dann pfiff der sicher leitende Schiedsrichter Marius Kremer aus Wellen ab.

Enttäuschung machte sich bei der Heimelf breit und auch der SG-Vorsitzende Helmut Junglas musste enttäuscht eingestehen, dass neue Besen nicht gleich gut kehren. Zur Trainerfrage konnte er keine Antwort geben: „Wir sind mit einigen Trainern im Gespräch, aber Namen kann ich nun wirklich noch keine nennen.“ Mit jetzt drei Punkten aus drei Heim-Unentschieden liegt Vordereifel weiter auf dem vorletzten Platz.


Keine hochklassige, dafür aber eine sehr umkämpfte Partie legten die SG Vordereifel (in Rot mit 2:0-Torschütze Matthias Bender) und die FSG Bengen um Tobias Gesell auf den Laubacher Rasen. Am Ende war keiner obenauf, die beiden Teams trennten sich 2:2. Foto: Alfons Benz

Tore:

1:0 Tutas (24.), 2:0 Bender (27.), 2:1 Dresen (53.), 2:2 Giffels (68.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Marius Kremer (Wellen)

Zuschauer:
130

SG Vordereifel
Sesterhenn, Schenk (73. Hammes), Williams, Hoffmann, J. Hartmann, Mono, Bender, T. Hartmann, Diensberg, A. Stripling, Tutas

FSG Bengen

Wäsch, Reineri (89. Scholl), Bachem, Giffels, Dahr, Münch, Schwiperich, Bauer, Nolden (46. Dresen), Lang, Gesell (79. Friese)

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6. Spieltag
TSV Emmelshausen - SG Vordereifel 9:0 (5:0)
       
Auch im seinem dritten Heimspiel hat Fußball-Bezirksligist TSV Emmelshausen einen Kantersieg eingefahren: Nach dem Cosmos Koblenz (10:0) und dem TuS Immendorf (9:0) zuvor, schickten die Vorderhunsrücker auch die SG Vordereifel mit einer deftigen 9:0-Packung nach Hause.

Dabei hatte Vordereifels Alexander Stripling aus aussichtsreicher Position die erste gute Chance der Partie, aber TSV-Torwart Lukas Will I parierte den Versuch (11.). Danach jedoch wurden die Einheimischen immer stärker. Und so eröffnete der TSV den Torreigen in der 14. Minute: Tobias Lenz bediente über links Christ, der mit links ins lange Eck zum 1:0 traf. Die Gäste beschwerten sich heftig beim Schiedsrichter – und in der Tat war Christ bei der Ballabgabe knapp im Abseits.

Wenig später wurde Lenz gefoult, aber Andreas Retzmann schoss den fälligen Elfmeter am Tor vorbei (18.). Wieder Christ sprintete über links auf und davon und zielte diesmal ins kurze Eck zur 2:0-Führung (23.). SG-Abwehrspieler Mirco Mono verlängerte unglücklich mit dem Kopf, sodass erneut Christ nach einer geschickten Körpertäuschung zum 3:0 für Emmelshausen einnetzen konnte (32.) – perfekt war der lupenreine Hattrick des Linksaußen. Mit zwei Toren in 120 Sekunden schraubte der Binninger Yannick Bach die TSV-Führung auf 5:0: Zunächst legte Christ für ihn auf (38.), bevor Bach den SG-Torwart Patrice Sesterhenn umkurvte und dann einschoss (40.). Kurz nach dem Wechsel war mit Tobias Schinnen ein weiterer COC-Akteur für Emmelshausen zur Stelle: Lenz passte überlegt zurück und der Ediger-Ellerer Schinnen machte das halbe Dutzend aus kurzer Distanz voll (47.). Wieder wurde Schinnen in der 58. Minute optimal vor seinem Treffer zum 7:0 bedient, denn Bach spielte ihn uneigennützig an. Zum vierten Mal bereitete Lenz einen TSV-Treffer vor, indem er überlegt auf Bach passte (69.), der sein Torekonto in dieser Saison auf stattliche elf Treffer schraubte. Den Schlusspunkt setzte Joker Ufuk Kurt mit seinem 9:0 (78.).

TSV-Coach Marco Pfeffer freute sich über den nächsten Dreier in Serie: „Das war wieder beeindruckend. Man hat gesehen, dass alle hungrig sind und hoch wollen. Dafür müssen wir immer wieder neue Power aufbringen. Nach einem Ballverlust wollen wir den Ball immer wieder nach drei bis sechs Sekunden zurück haben.“ Der Gäste-Trainer Peter Geisen konnte auch nach der Pleite noch lächeln: „Besser wir verlieren einmal 0:9, anstatt neunmal 0:1. Wenn wir früh eine der beiden Chancen machen, geht es vielleicht nicht so hoch aus. Aber wir waren nicht die Ersten, die hier Prügel bezogen haben und werden nicht die Letzten sein. Das war schon bitter, denn so hoch habe ich noch nie als Spieler und auch noch nicht als Trainer verloren.“


Da half alles Reklamieren von Vordereifels Abwehrspieler Fabian Röhrig (in Rot) nicht: Der Treffer von Marcel Christ zum 1:0 für den TSV Emmelshausen zählte, obwohl Christ knapp im Abseits stand. Es war der Beginn der nächsten Emmelshausener Tor-Show vor eigenem Publikum: Der TSV gewann nach dem 10:0 gegen Cosmos und dem 9:0 gegen Immendorf auch mit 9:0 gegen Vordereifel. Dem überragenden Christ gelang ein lupenreiner Hattrick.Foto: W. Schmidt

Tore:

1:0, 2:0 und 3:0 Christ (14., 23., 32.), 4:0 und 5:0 Bach (38., 40.) 6:0 und 7:0 Schinnen (47., 58.), 8:0 Bach (69.), 9:0 Kurt (78.)

Besonderheiten:
Retzmann (TSV) verschießt Foulelfmeter (18.)

Schiedsrichter:
Jan Lehmann (Hahnstätten)

Zuschauer:
240

TSV Emmelshausen

Will I, Etzkorn, Christ (64. Aliqkaj), Lenz, Rath, Retzmann (56. Kurt), Bersch, Weber, Schinnen (61. Kynast), Feit

SG Vordereifel
Sesterhenn, J. Hartmann, Schenk, Röhrig (45. Höger), Mono, Bender, Stripling, T. Hartmann, Tutas (52. F. Hartmann), Diensberg (87. Risser), Hammes

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5. Spieltag
SG Vordereifel - TuS Kirchberg 2:3 (1:1)
       
Hängende Köpfe in der Eifel und strahlende Gesichter bei den Gästen aus dem Hunsrück. Beim Gastspiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte setzte sich in einer spannungsgeladenen Partie beim 3:2 (1:1)-Erfolg des Mitfavoriten TuS Kirchberg gegen den Drittletzten SG Vordereifel nämlich nicht unbedingt das bessere, dafür aber das vor allem beim Torabschluss wesentlich cleverere Team durch. Und die erzielten Tore sind im Fußball nun mal entscheidend für die Vergabe der Punkte. Kirchberg darf sich nun am Mittwoch auf den Rheinlandpokal-Kracher gegen Oberligist TuS Koblenz freuen.

Dabei waren die Gastgeber gegenüber dem grottenschlechten Auftritt vor sechs Tagen bei der 1:5-Niederlage in Oberwinter nicht wiederzuerkennen. Engagiert, kampfstark und mit Siegeswillen beseelt ging man in die Partie, die Fehlerquote im Mittelfeld war aber nicht zu übersehen. Und das bestrafte Kirchberg gnadenlos. "Wir wussten um die Vordereifeler Probleme beim Spielaufbau, haben deshalb auf deren Fehler gelauert und wollten daraus mit einem schnellen Umschaltspiel erfolgreich nach vorne kommen. Und das hat ganz gut geklappt", verriet Gästetrainer Christian Schneider nach dem Abpfiff einen Teil seiner Spieltaktik. Und wie das geklappt hat, dafür war das Tor zum 0:1 ein Paradebeispiel, wovon später noch weitere kommen sollten. Vordereifel verlor den Ball unnötig im Mittelfeld an Alexander Singer, der setzte optimal seinen Kapitän Florian Daum, der übrigens einen bärenstarken Tag erwischt hatte, ein und der Mittelstürmer markiert mit einem galanten Lupfer über den chancenlosen Heimtorwart Patrice Sesterhenn die erste Führung. Es waren gerade mal neun Minuten gespielt.

Leicht wurde es dann SG-Angreifer Matthias Tutas bei seinem Tor zum 1:1-Pausenstand gemacht. Der erst 17-jährige Tim Reifenschneider brachte Tutas im Strafraum zu Fall - und Schiedsrichter Jan Schöning zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte selbst verwandelte den Foulelfmeter sicher (37.).

Nach der Halbzeit ging das muntere Spiel so weiter, Vordereifel machte richtig Druck und Kirchberg wartete ab - mit Erfolg. Wieder verlor die Eifel-SG leicht den Ball, Jonas Heimer bediente Daum, der die Kugel von der Strafraumgrenze zum 1:2 unter die Latte hämmerte (53.). Neun Minuten später dasselbe Spiel und dasselbe Ergebnis. Diesmal war es Torsten Resch, der sich im Alleingang die geschenkte Chance zum 1:3 nicht nehmen ließ (62.). Vordereifel aber ließ die Köpfe nicht hängen. Zuerst musste Gästekeeper Peter Kunz all' seine Kunst aufbieten, um einen langen Ball von Steffen Diensberg noch zur Ecke zu lenken (64.), dann schlenzte Alexander Stripling die Kugel knapp am Gästetor vorbei (69.). Dann war es endlich soweit. David Hübel, der für den angeschlagenen Innenverteidiger Fabian Röhrig gekommen war, schlug einen langen Ball zu Tutas, dessen Verlängerung Stripling mit dem Kopf zum 2:3-Anschlusstreffer in die Maschen setzte (75.). Dabei blieb es.

SG-Trainer Peter Geisen sagte: "Wir haben heute eigentlich durch eigene Fehler drei Punkte verschenkt. Die Möglichkeiten zu den Kirchberger Toren sind doch durch unsere Aufbaufehler mustergültig vorbereitet worden. Das ist unser altes Leiden, und das muss ich der Mannschaft vorwerfen." Er hatte aber auch eine Leistungssteigerung gesehen. "Der Auftritt an sich war gar nicht so schlecht. Wir stehen aber wieder mit null Erfolg da. Und das ist sehr ärgerlich, weil wir endlich einen Sieg brauchen, um unten rauszukommen." Diese Sorgen hat Schneider nicht, sein Team mischt weiter ganz vorne mit.


Kirchbergs Kapitän Florian Daum (links) und seine Teamkollegen Jonas Heimer (Nummer 2) und Tim Reifenschneider waren alles andere am Boden bei der SG Vordereifel um (von links) Matthias Tutas und Kevin Kasperski. Der TuS gewann zwar knapp, aber doch verdient mit 3:2 in Laubach
. Foto: Alfons Benz

Tore:

0:1 Daum (9.), 1:1 Tutas (37. FE), 1:2 Daum (53.), 1:3 Resch (62.), 2:3 A. Stripling (75.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Jan Schöning (Niederzissen)

Zuschauer:
150

SG Vordereifel
Sesterhenn, Williams, Röhrig (49. Hübel), Schenk, M. Mono, Bender (72. Kasperski), T. Hartmann (78. Hammes), J. Hartmann, Diensberg, A. Stripling, Tutas

TuS Kirchberg

Kunz, Kasper, Reifenschneider, Wagner, Heimer, Saur, Kilp (68. Michel), Sehn Henn, Resch (75. Özer), Singer, Daum

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4. Spieltag 
TuS Oberwinter - SG Vordereifel 5:1 (1:1)
       
So schön das Erlebnis für den Mitte-Bezirksligisten SG Vordereifel am Mittwoch im Fußball-Rheinlandpokal gegen den Oberligisten TuS Koblenz beim starken Auftritt trotz Ausscheidens vor mehr als 1000 Zuschauern war, so schrecklich war das, was sich SG-Coach Peter Geisen beim 1:5 (1:1) in der Liga beim TuS Oberwinter ansehen musste.

„Im Großen und Ganzen war es unterirdisch“, nahm Geisen kein Blatt vor den Mund, „das war weniger als Null, auch wenn das eigentlich gar nicht geht.“ Auf der Bandorfer Höhe ging aber selbst das. Und es deutete sich früh an. „Wir haben alles angesprochen, aber man hat direkt zu Beginn gemerkt, dass nichts geht“, monierte Geisen. Eingeteilt hatte er auch zwei Akteure, die bei Ecken den kurzen und langen Pfosten besetzen sollten. Beim 1:0 für Oberwinter durch den baumlangen Thomas Enke war aber nur ein Vordereifeler seiner Pflicht nachgekommen. Enke köpfte in das freie Eck. „Das war bezeichnend für unseren Auftritt“, sagte der SG-Trainer. Dass sein Team in der Pause nicht hinten lag, hatte es Matthias Tutas zu verdanken, der ebenfalls nach einer Ecke per Seitfallzieher zum 1:1 traf (34.). „Das war aber auch unsere einzige Torchance im ganzen Spiel. Wenn es zur Pause schon 4:1 steht, brauchen wir uns nicht zu beschweren“, sagte Geisen ehrlich.

Nach dem Kabinengang fielen die Tore aber dann auf dem Oberwinterer Kunstrasen. Und zwar im Zehn-Minuten-Takt fielen die Tore. Und das erste Mal in der 55. Minute: Jonas Jaber spielte zunächst Gilles frei, der mit einem Schuss aus 16 Metern sehenswert das 2:1 erzielte. Nach einer Kombination mit Tim Palm erhöhte Fabio Cardoso auf 3:1 in der 65. Minute. Zwei Minuten später war Vordereifel nur noch zu zehnt, weil Trainersohn Max Geisen die Rote Karte sah. Nach einem harten Zweikampf hatte er sich auf eine Rangelei eingelassen, es wurde geschubst, Geisen riss schließlich seinen Gegenspieler am Trikot um. „Natürlich war da auch Frust dabei, aber er muss sich im Griff haben. Wir hätten auch mit elf Mann verloren, das war ein Bärendienst“, schrieb der Vater dem Sohn ins Stammbuch.

Mit einem Mann weniger waren die Gäste dann noch überforderter als sie es vorher schon waren. Nach einer schnellen Kombination von Cardoso und Palm konnte Müllenbach nur noch zugucken, Jaber hatte leichtes Spiel und vollstreckte zum 4:1 (80.). Kurz vor Ende trug sich dann noch der eingewechselte Mirco Koll in die Torschützenliste ein und führte nach Flanke Gilles den 5:1-Endstand herbei (89.).

Geisen hatte zwar nach dem Koblenz-Spiel etwas durchgewechselt und frische Leute gebracht, da er sich erhoffte, dadurch einen Impuls nach dem Highlight zu setzen. Aber die Wechsel verpufften. „Über das Koblenz-Spiel können sie wegen mir noch in Jahren erzählen, aber es zählt der Augenblick. Wenn wir so spielen, gewinnen wir gegen niemanden“, lauteten die harten Schlussworte eines enttäuschten Trainers.


Mit diesem präzisen Kopfstoß markiert Thomas Enke (Zweiter von rechts) im Heimspiel gegen die SG Vordereifel Müllenbach das 1:0 für den TuS Oberwinter. Am Ende stand es 5:1 für den Rheinlandliga-Absteiger. Foto: Vollrath

Tore:
1:0 Enke (16.), 1:1 Tutas (33.), 2:1 Gilles (55.), 3:1 Cardoso (65.), 4:1 Jaber (80.), 5:1 Koll (89.)

Besonderheiten:
Rote Karte für Geisen (SGV) wg. Tätlichkeit (67.)

Schiedsrichter:
Roman Herberich (Kaub)


Zuschauer:
124

TuS Oberwinter
Kauert, Palm (83. Koll), Jaber, Cardoso (83. Nuhn), Tekin (53. Groß), Brötz, Irmgartz, Merken, Gilles, Enke, Antwerpen


SG Vordereifel
Sesterhenn, Williams, Röhrig, Bender (74. T. Hartmann), Schenk (40. Diensberg), Geisen, M. Mono, Hammes (78. Kasperski), A. Stripling, Tutas, Stein

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3. Spieltag
SG Vordereifel - FC Metternich 1:1 (1:0)
      
Bei hochsommerlichem Wetter und Temperaturen um die 30 Grad waren es zwei Tore vom Elfmeterpunkt, die der SG Vordereifel im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga Mitte auf dem Laubacher Rasen gegen den amtierenden Vizemeister und einen der Aufstiegsfavoriten, dem FC Metternich, ein glückliches 1:1 (1:0)-Unentschieden bescherten. „Hätte man mir vor der Partie gesagt, dass wir heute einen Punkt holen, ich wäre zufrieden gewesen. Jetzt haben wir in einem reinen Kampfspiel mit viel mehr Ballbesitz von Metternich den Punkt geholt und ich bin zufrieden“, äußerte sich SG-Trainer Peter Geisen nach dem Abpfiff.

In der Tat sahen die Zuschauer über 90 Minuten hinweg eine drückende Überlegenheit des Gegners mit nur gelegentlichen Vordereifeler Angriffsversuchen. Dabei hatte Geisen seine Mannschaft taktisch umgestellt. Matthias Tutas fehlte verletzungsbedingt und hinten spielte man erstmals mit einer Dreierkette um Algin Williams, Fabian Röhrig und links Pascal Schenk. Vor allem Williams und Röhrig machten hier ihre Sache richtig gut und ließen vor einem sicheren Torwart Daniel Wilhelmy kaum etwas anbrennen. Probleme tauchten da schon eher in dem verstärkten Mittelfeld auf. „Wir wollten in der Mitte in Überzahl agieren, was uns aber nicht gelungen ist“, so Geisen weiter. „Vor allem bei den sogenannten zweiten Bällen waren wir nie da und nach vorn spielten wir vielleicht auch aus Respekt vor dem starken Gegner einfach zu verhalten.“

So entwickelte sich schnell eine sehr einseitige Begegnung, in der dennoch die Gastgeber die erste Möglichkeit hatten. Urplötzlich landete ein langer Ball von Matthias Bender bei Patrick Stein, der aber zentral wenige Meter vor dem Gästetor die Kugel viel zu zaghaft vorbeiköpfte. Eine gute Chance war vertan (4.). Auf der anderen Seite dominierte Metternich zwar, aber wirkliche Torgelegenheiten waren nicht auszumachen. Und dann stand es nach 22. Minuten plötzlich 1:0 für die Heimelf. Ein Ball von Tobias Hartmann landete im Strafraum am Arm von Christian Oellinger, und Schiedsrichter Lukas Hepp traf nach Meinung von Gästetrainer Dominik Treis die fragwürdige Entscheidung zum Handelfmeter, den Stein schließlich sicher zur 1:0-Halbzeitführung verwandelte.

Außer einem Ball von Jonas Simek, der haarscharf am langen Eck vorbeiging (32.) und einem Freistoß von Stein, bei dem auch nicht viel fehlte (33.), und einer der Hitze geschuldeten Wasserpause (auch in Hälfte zwei gab es eine) ist die Geschichte bis zum Pausenpfiff schnell erzählt.

Nach der Halbzeit sahen die Besucher dasselbe Spiel, nur mit noch mehr Metternicher Spielanteilen und etwas besseren Torgelegenheiten, die jedoch nie einen wirklich zwingenden Charakter hatten. Timo Hoffmeyer hämmerte die Kugel ans Außennetz (56.), dann holte Heimkeeper Wilhelmy mit Bestnote einen Ball von Hoffmeyer aus dem Winkel (68.) und schließlich schlenzte Paul Foehl aus aussichtsreicher Position den Ball knapp vorbei (71.). Der einzig sehenswerte Heimangriff lief kurz darauf über rechts und Matthias Bender, dessen kluge Hereingabe in der Mitte aber keinen Abnehmer fand (75.).

Und dann kam doch der Moment, der Metternich den längst hochverdienten Ausgleich brachte. Alexander Stripling, in der 79. Minute für Schenk eingewechselt, foulte am Strafraumeck Simek, der den fälligen Strafstoß selbst zum letztendlichen 1:1-Endstand ins Netz schob. Ab da warf Metternich zwar wirklich alles nach vorne, aber außer einigen Schüssen am Heimtor vorbei sprang nichts Zählbares dabei heraus.

Mit etwas mehr Übersicht und Gelassenheit hätte die Geisen-Elf bei einem Konter das Spiel sogar noch zu ihren Gunsten entscheiden können. Trainersohn Max Geisen lief alleine aufs gegnerische Tor zu, vertändelte den Ball aber, anstatt den rechts mitlaufenden Stein zu bedienen (89.). Aber ehrlich gesagt, drei in der Eifel verbliebene Punkte hätten den Spielverlauf dann doch gänzlich auf den Kopf gestellt. Was natürlich FC-Coach Treis genauso sah. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr unzufrieden. Es ist schon sehr enttäuschend, dass wir aus so einem Spiel nur einen Punkt und den noch sehr spät mitnehmen.“

Für Vordereifel steht nun am Mittwoch das Spiel des Jahres an: In der zweiten Runde des Rheinlandpokals empfängt die SGV um 19.30 Uhr in Laubach den Oberligisten TuS Koblenz.


Vollen Einsatz zeigte Vordereifels Torschütze Patrick Stein (in Rot) in dieser Szene. Steins SGV erkämpfte sich ein 1:1 gegen den FC Metternich.Foto: Benz

Tore:
1:0 Stein (22. HE), 1:1 Simek (80. FE)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Lukas Heep (Neuwied)


Zuschauer:
150

SG Vordereifel
Wilhelmy, Williams, Röhrig, Schenk (61. A. Stripling), Geisen, Bender, T. Hartmann, J. Hartmann (24. Hammes), Diensberg (77. Hoffmann), M. Mono, Stein

FC Metternich

Junker, Kühl-Decker, Menten, Simsek (65. Moskopp), Mirenda (46. Hoffmeyer), Wagner, Stiefenhofer, Oellinger, Heyer (76. Volk), Foehl, Simek

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2. Spieltag
TuS Rheinböllen - SG Vordereifel 4:1 (3:1)
      
Spielerisch zeigten die Bezirksliga-Mitte-Fußballer der SG Vordereifel in ihrem Spiel beim TuS Rheinböllen keine schlechte Leistung. Doch vor dem gegnerischen Tor fehlte der SG die letzte Konsequenz. Zudem schlichen sich in der Defensive zu viele Fehler ein, weshalb die Kombinierten im Hunsrück eine 1:4 (1:3)-Niederlage einstecken musste.

Als Matthias Bender einen hervorragenden Spielzug über Matthias Tutas und Patrick Stein zum 1:1 verwerten konnte (22.), hatten die Anhänger der Gäste berechtigte Hoffnungen, um zumindest einen Punkt aus Rheinböllen mitnehmen zu können. Die SG spielte anständig nach vorne und ließ sich auch vom 0:1 nicht beirren. Marius Augustin hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und passte in die Mitte auf Stürmer Oliver Reiner. Der schirmte den Ball geschickt ab, wurde aber von der Gäste-Abwehr auch nicht entscheidend gestört. Reiner legte ab auf den frei stehenden Christopher Rott, dessen platzierter Innenspannschuss für Daniel Wilhelmy nicht zu halten war (19.).

Nach dem 1:1 durch Bender verlief die Partie ausgeglichen, wobei Vordereifel sein spielerisches Potenzial andeuten, aber dennoch nicht genug Gefahr ausstrahlen konnte. Da die TuS-Abwehr einen guten Job verrichtete, blieben meist nur noch Abschlüsse aus der Distanz übrig. Kurz vor der Pause wurden die Auswärtigen mit einem Doppelschlag kalt erwischt. Erneut setzte Reiner seinen Mitspieler Rott in Szene, der mit einer schönen Direktabnahme erfolgreich war (40.).

Wenig später lieferten sich Fabian Röhrig und Reiner einen Zweikampf im Strafraum, während sich die Kugel noch gar nicht in Nähe der beiden Akteure befand. Der Spieler der Gastgeber kam zu Fall, woraufhin Schiedsrichter Richard Kochanetzki auf Elfmeter entschied – eine auf den ersten Blick überraschende Entscheidung, über die sich jedoch keiner der Gäste beklagte. Reiner schnappte sich die Kugel und behielt vom Punkt aus die Nerven (44.). „Es waren eigentlich drei Chancen und drei Tore, bei denen wir uns anfängerhaft verhalten haben“, monierte SG-Coach Peter Geisen.

In den zweiten 45 Minuten überließ der TuS der SG das Spielfeld und setzte auf eigene Konter. Die wohl größte Chance zum 2:3 hatte Maximilian Geisen, der eine Flanke von links nur knapp verpasste (84.). Alles in allem agierte Vordereifel nicht zwingend genug und musste am Ende noch das 1:4 des bärenstarken Reiner hinnehmen (87.). „Rheinböllen hat auf unsere Fehler gewartet, die wir dann auch gemacht haben“, bemängelte Geisen. „Wenn man vorne seine Fähigkeiten nicht ganz ausschöpfen kann, sollte man zumindest hinten sattelfest stehen. Das haben wir leider nicht geschafft.“ Sein Gegenüber Peter Ritter sah in der SG im ersten Durchgang „einen ebenbürtigen Gegner. Wir haben in Hälfte zwei dann geduldig weitergespielt und hatten schon vorher einige Möglichkeiten zum 4:1“. 


Doppelpack: Rheinböllens Rückkehrer Christopher Rott (in Rot) setzte sich gegen Vordereifel mit Fabian Röhrig (Nummer 4) und Algin Williams (rechts) zweimal durch und traf wie Oliver Reiner doppelt beim 4:1.
Foto: hjs-Foto - Hermann-Josef St

Tore:
1:0 Rott (19.), 1:1 Bender (22.), 2:1 Rott (40.), 3:1 Reiner (44.FE), 4:1 Reiner (87.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
 Richard Kochanetzki (Koblenz)


Zuschauer:
100

TuS Rheinböllen
Reifenschneider, Augustin, Kuznecov (67. Dobrzynski), Ruof, Reiner, Schleicher (59. Steigerwald), Schener (78. Bittner), Aquila, Spengler, Herdt, Rott

SG Vordereifel
Wilhelmy, Röhrig, Bender, Williams, T. Hartmann, Stein, J. Hartmann, Tutas (46. Hammes), Diensberg (68. Hübel), Geisen, M. Mono (68. Schenk)

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1. Spieltag
SG Vordereifel - SG Müden/Moselkern 1:1 (0:1)
      
Derbyzeit in der Eifel: Gleich zum Rundenstart in der Fußball-Bezirksliga Mitte trafen in Laubach mit der SG Vordereifel und dem Aufsteiger SG Müden/Moselkern die beiden einzigen Ligavertreter aus dem Landkreis Cochem-Zell aufeinander, und der Lokalhit bot beim 1:1 (0:1)-Unentschieden genau den heißen Tanz, den die trotz des herbstlich nasskalten Wetters immerhin gekommenen 300 Zuschauer auch erwartet hatten.

Es war eine sehr intensive, schnelle und bis zum Schluss spannende Partie. Spielerische Höhepunkte fehlten zwar, sie standen aber auch schon vor dem Anpfiff erst gar nicht auf der Erwartungsliste. Besser ins Spiel fanden auf jeden Fall die Gäste von der Mosel, während die Heimelf gehemmt und übernervös agierte. Von Beginn an setzte der Neuling um Spielertrainer Andreas Oberreiter die Eifel-SG mächtig unter Druck und kam auch zu ersten Möglichkeiten. Ein Ball von Marc Thönnes verfehlte den Kasten (5.) nur knapp und bei einem Schuss von Pascal Leberig glänzte Heimtorwart Daniel Wilhelmy (7.).

Die Gastgeber taten sich nach vorne schwer, aber auch weil Müden hinten gut stand und nach Balleroberung schnell wieder in den Angriffsmodus fand. „Das ist unser Problem“, beschrieb SGV-Trainer Peter Geisen diese Situationen. „Mit dem verletzten Markus May fehlt uns ein Mann, der die Bälle hält und Ruhe ins Spiel bringt. Heute hatten wir viele unnötig Ballverluste und mussten eher gegen als mit dem Ball spielen.“

Der Gegentreffer fiel aber nicht aus dem Spiel heraus, sondern aus einer Standardsituation – und war absolut vermeidbar. Ein Freistoß von Marc Thönnes aus 35 Metern setzte auf dem rutschigen Rasen vor Keeper Wilhelmy auf und rutsche unter seinem Körper hindurch zum 0:1-Pausenstand ins Netz (37.). Diesen Ball muss der Torwart halten. Der Pausengang schien der Geisen-Elf aber gut getan zu haben. Mit viel mehr Druck und Schwung nahm man das Heft des Handelns in die Hand und erspielte sich auch Torchancen. Ein Schuss von Patrick Stein ging aber über den Kasten (48.). Trotz mehr Ballbesitz und gradlinigerem Spiel in Richtung Gästetor sprang wirklich Zählbares dabei nicht heraus. Es fehlte einfach der sinnvolle Abschluss. Mehr Torgefährlichkeit sah man eher beim Gast. Bei einem Schuss des stark aufspielenden Rechtsverteidigers Fabian Windheuser war wieder Wilhelmy zur Stelle (57.). „Wenn wir hier das 0:2 kassieren, hätten wir keinen Punkt erobert“, so Geisen.

Innverteidiger Fabian Röhrig war es dann, der zweimal goldrichtig auf der Linie stand und den Kasten sauber hielt. Zuerst bei einem Schuss von Oberreiter und dann beim Nachschuss von Arlind Schmitt (78.). Den anschließenden Eckball schloss Marc Thönnes mit einem Schuss knapp über das Gehäuse ab (79.). Kurz darauf verdiente sich Wilhelmy wieder die Bestnote, als er gegen den alleine auf ihn zustürmenden Oberreiter klärte (84.).

Aber die SG Vordereifel hat ja noch Matthias Tutas in ihren Reihen. Bis kurz vor Schluss von der Mosel-Defensive gut abgeschirmt, bewies der Torjäger in der 90. Minute mal wieder seine Qualitäten. Im Gewusel vor dem Gästetor bewahrte er die Ruhe und versenkte die Kugel überlegt und gekonnt im langen Eck zum 1:1-Endstand.

Natürlich wirkte Oberreiter zunächst etwas enttäuscht über die hergegebenen zwei Punkte, äußerte sich dann aber doch noch zufrieden. „Vor allem in Hälfte eins waren wir klar überlegen und hatten zudem die klar besseren Chancen. Zum Schluss wollten wir das 1:0 aber nur noch verteidigen und das geht meistens in die Hose. Dennoch bin ich froh, dass wir als Neuling mit einem Punkt auswärts in die Saison gestartet sind.“ Ein Extralob hatte er noch für Windheuser parat. „Respekt vor diesem jungen Spieler frisch aus der A-Jugend. Er hat mich sehr positiv überrascht mit einer richtig guten Partie.“

Die hatte Geisen bei seiner Mannschaft zwar nicht gesehen, sprach aber nur aufgrund des sehr späten Ausgleichstreffers von einem glücklichen Punktgewinn. „Wir haben heute gegen einen sehr starken Gegner gespielt, bei dessen Kontern immer höllische Aufmerksamkeit gefordert war“, lautete seine weitere Spielanalyse.


Aufsteiger SG Müden/Moselkern (links Spielertrainer Andreas Oberreiter, rechts Peter Ibald) hatte den Vordereifel-Torjäger Matthias Tutas (in Rot) gut im Griff – bis zur Nachspielzeit, als Tutas aus dem Gewühl doch noch der 1:1-Ausgleich für die Gastgeber gelang.Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 M. Thönnes (37.), 1:1 Tutas (90.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Athanasios Fasoulas (Ahrbrück)


Zuschauer:
350

SG Vordereifel
Wilhelmy, Williams, Geisen, Röhrig, Schenk (60. M. Mono), Bender, T. Hartmann (60. Hammes), J. Hartmann, Diensberg (87. Hoffmann), Stein, Tutas


SG Müden/Moselkern

Löscher, J. Thönnes (82. M. Ibald), Schnorpfeil, P. Ibald, Windheuser, Oberreiter, Freiwald (90. T. Viertl), M. Thönnes, Leberig, Müller, Schlüter (52. Schmitt)