Saison 2014/15

Siege Remis Niederlagen Tore Punkte
Heim 6 2 7 32:33 20
Auswärts 4 2 9 23:38 14
Gesamt 10 4 16 55:71 31



Name Geb.Datum Position Spiele Vorlagen
Daniel Wilhelmy 28.02.84 T 24 - - - - - - -
Patrice Sesterhenn 24.07.92 T 6 - - - - - - -
Peter Hoffmann 20.02.89 A 21 - - 6 7 4 - -
Jochen Krämer 04.06.89 A 19 - 2 - 4 6 - -
Simon Göbel 05.10.89 A 4 - - 2 2 1 - -
Lukas Weiler 12.11.88 A 27 - 1 1 3 4 1
-
Alex Stripling 14.01.88 A 24 2 1 2 4 6 - -
Philipp Bons 23.09.90 A 2 - - 1 1 - - -
Max Geisen 14.04.94 A 29 3 1 - 5 8 1 -
Kevin Wöbcke 28.11.88 A 1 - - 1 - - - -
Tobias Hartmann 13.08.88 M 28 2 1 - 8 5 - 1
Julian Hartmann 06.07.93 M 25 2 4 5 6 3 - -
Florian Breitbach 12.04.92 M 8 2 1 4 3 2 1 -
Algin Williams 04.09.85 M 25 1 1 5 2 7 - -
Tim Wilhelmy 21.02.90 M 16 4 1 4 5 4 - -
Steffen Diensberg 24.04.94 M 30 4 3 2 9 7 1 -
Matthias Adams 16.02.90 M 11 - - 6 4 2 - -
Julian Hammes 07.02.95 M 21 2 - 16 3 2 - -
Thomas Wendland 29.04.90 M 1 - - 1 - - - -
Patrick Pohl 22.10.83 M 4 - - 3 1 1 - -
Maxime Höger 23.06.96 M 4 - 2 4 - - - -
Matthias Bender 14.01.96 M 11 3 - 2 1 2 - -
Markus May 09.10.83 M 11 2 1 2 3 2 - -
Matthias Tutas 04.02.92 S 25 14 8 3 6 3 1 -
Patrick Stein 31.07.86 S 20 13 9 1 - 6 - -
Patrick Reuter 15.08.94 S 4 - - 4 - - - -
Kevin Kasperski 16.11.94 S 8 1 - 6 1 1 - -
Juri Hanke 12.06.84 S 1 - - 1 - - - -

Trainer: Peter Geisen
Tormanntrainer: Frank Pinkhaus

Diese Daten stammen ausschließlich aus der Meisterschaft.


Die Spielberichte der 1. Mannschaft aus der

30. Spieltag
 
SG Vordereifel - SF Höhr-Grenzhausen 3:1 (1:1)

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr jubelte die SG Vordereifel ausgelassen auf dem Rasen in Bremm an der Mosel. Ein Jahr später durfte die Eifel-SG auf dem heimischen Rasen in Laubach mindestens genauso ausgelassen jubeln. Hatte man im Vorjahr mit einem 5:0-Auswärtssieg den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga Mitte geschafft, brachte man am Pfingstsamstag mit dem 3:1 (1:1)-Sieg gegen die bereits abgestiegene SF Höhr-Grenzhausen zum Abschluss einer aufregenden und nervenzehrenden Saison den Klassenerhalt in trockene Tücher.

Bis es aber endlich soweit war, sahen die 250 Zuschauer eine schwere Geburt und kein schönes Spiel. Und einen Beginn, der es aber in sich hatte. 25 Sekunden waren gespielt und schon stand es 0:1. Keiner wusste so recht weshalb, wieso, warum Simon Fein plötzlich völlig allein vor Torwart Patrice Sesterhenn auftauchte. Außer Fein wohl selbst, denn gekonnt lupfte er den Ball über den Keeper ins Netz (1.). Nur eine Minute später rannte Raphael Roenspies alleine aufs Heimtor zu, verzog aber kläglich (2.). Was war los mit dem Gastgeber, zumindest ein Zähler sollte doch her? Und nach drei Minuten hatte man den auch wieder: Julian Hartmann hatte sich durchgetankt und Steffen Diensberg musste nur noch zum 1:1-Ausgleich einschieben (3.). Aber Vordereifel tat sich weiter schwer, endlich Klarheit zu schaffen. Nervosität, viel schlampige Zweikämpfe und Abspielfehler brachten Höhr immer wieder ins Spiel, das jedoch zu wenig damit anzufangen wusste. Auf der anderen Seite hatten sie mit Torwart Kevin Klauer aber einen Spieler in ihren Reihen, der nicht nur glänzend zwischen den Pfosten agierte, sondern auch von hinten heraus in der Art eines Spielmachers das eigene Spiel nach vorne lenkte. Machtlos wäre er bei einem Kopfball von Patrick Stein ans Lattenkreuz (57.) und einem Schuss von Alexander Stripling an den Pfosten (62.) gewesen. Machtlos war er auch nach einem Foul von Dirk Stebel an Stein im Strafraum, als der Gefoulte selbst den Foulelfmeter sicher zur 2:1-Führung verwandelte (59.). Wer jetzt gedacht hatte, nach diesem erlösenden Treffer käme etwas Ruhe in das Spiel der Eifel-SG, der sah sich getäuscht. Viel zu unsortiert und ohne Konzept wurde weiter gespielt, allerdings gegen einen Gegner, der nicht umsonst schon abgestiegen war. Als Matthias Tutas dann aber einen Eckball von Markus May zum 3:1-Endstand einköpfte (82.), durfte die SGV ihn feiern - den lange herbeigesehnten Klassenerhalt.

Mit 34 Punkten beendet man die Saison jetzt auf dem sicheren zwölften Tabellenplatz. Und Trainer Peter Geisen geht mit einem guten Gefühl in die Sommerpause. "Heute war wie bei den Spielern auch bei mir die Anspannung bis zum Schluss da. Für einige Spieler war die Belastung vielleicht sogar zu groß. Wir haben zwar gekämpft und geackert, aber gelungen ist uns nie so richtig was. Aber was soll's, wir haben unser Ziel erreicht und sind zufrieden." Insgesamt hatte er eine sehr wechselhafte Saison ohne eine gewisse Konstanz gesehen. "Besser wurde es doch erst nach der Winterpause, als wir uns vor allem zu Hause gut präsentiert und hier auch die entscheidenden Punkte geholt haben", ergänzte er.

Am Rande des Spiels gab es aber auch für die kommende Saison schon einiges zu vermelden. Die mögliche SG mit dem A-Klasse-Zweiten SV Binningen wird wohl immer konkreter, wie Hans-Theo Berenz und Helmut Junglas vom SG-Vorstand bestätigten. "Wir haben ernsthafte Gespräche geführt und schon gute Schritte in diese Richtung gemacht." Und wie sehen das Binninger Spieler, die als Zuschauer in Laubach weilten? Namentlich genannt werden wollte keiner, aber wie zu vernehmen war, ist auch ihnen klar, dass man alleine nicht genug Spieler hätte, um in der A-Klasse spielen zu können und von daher der Zusammenschluss fast dei einzige Möglichkeit wäre, weiter im Kreis-Oberhaus mitmischen zu können. Es war eine Mischung aus realistischer und positiver Reaktion einer SG gegenüber. Man darf also gespannt sein, was die neue Saison in der Eifel bringt. Zumindest wären alle damit einverstanden, wenn die Wechselhaftigkeit einer besseren Konstanz weichen würde.


Viele Zweikämpfe in einem recht zerfahrenen Spiel sahen die 250 Zuschauer in Laubach, die aber am Ende den Klassenerhalt der Vordereifeler (von links mit Tobias Hartmann, Steffen Diensberg und Markus May) feiern durften, die SG bleibt nach dem dem 3:1 gegen Höhr in der Bezirksliga.
Foto: Alfons Benz - Alfons Benz

Tore:
0:1 Fein (1.), 1:1 Diensberg (3.), 2:1 Stein (59. FE), 3:1 Tutas (82.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Roman Herberich (Kaub)

Zuschauer:
250

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Geisen, Williams, Stripling, J. Hartmann (31. Tutas),
T. Hartmann (84. Kasperski), May, Bender, Diensberg (84. Hammes), Stein

SF Höhr-Grenzhausen

Klauer, Sprenger, Schmidt, Vural, Deinert, Roenspies, Misterek, Braun, Stebel, Fein, Bay

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29. Spieltag
     
FC Metternich - SG Vordereifel 2:2 (1:0)

„Die Enttäuschung ist groß“, stellte Dominik Treis niedergeschlagen fest. Eine gute Stunde lang hatten der Trainer des FC Metternich, seine Mannschaft sowie die FC-Fans unter den 370 Zuschauern in der Kaul den Aufstieg vor Augen, dann schlug der Gast aus der Vordereifel eiskalt zu. Nach dem 2:2 (1:0) gegen die SG Vordereifel sieht es jetzt ganz nach einem Entscheidungsspiel gegen die SG Andernach um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Mitte und den Platz in der Rheinlandliga aus.

Dabei lief es im letzten Saison-Heimspiel auf dem Metternicher Rasenplatz ganz nach den Wünschen des Spitzenreiters. Zweimal wurde die Fünfer-Kette der Gäste geknackt, die Trainer Peter Geisen hatte einstudieren lassen, „um die Außenbahnen unter Kontrolle zu halten“. Zunächst legte Jonas Simek den ganzen Ärger über einen verweigerten Elfmeterpfiff in seinen Schuss zum 1:0 (45.), sein 20. Saisontor. Und gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff sah sich der agile Emre Simsek von Christian Oellinger perfekt bedient, kreuzte in den Strafraum und hob den Ball über Gäste-Keeper Daniel Wilhelmy zum 2:0 in die Maschen.

Rheinlandliga, wir kommen, der FC Germania auf Aufstiegskurs! Vergessen war alle Nervosität aus der ersten Hälfte, „da waren wir zu verkrampft“, meinte Coach Treis. Vergessen auch jene Phase zwischen der 23. und 27. Minute, als Schlussmann Oliver Junker mit freundlicher Unterstützung der Latte die Null festhielt. Zwar hatte Vordereifel-Trainer Geisen seine Mannen „in der Pause aufrichten müssen“, aber alle Psycho-Tricks schienen nach einer Stunde verpufft. „Das dritte Tor haben wir versäumt, aber das wäre auch nicht nötig gewesen ohne diesen einen individuellen Fehler“, meinte FC-Coach Treis. Innenverteidiger Oellinger trat über den Ball, Gästestürmer Kevin Kasperski, drei Minuten zuvor eingewechselt, sah sich plötzlich in bester Schussposition und nutzte das zum Anschlusstreffer (72.). „Wir haben nie aufgesteckt“, betonte Peter Geisen, die abstiegsgefährdeten Gäste witterten ihre Chance. Die schenkte ihnen Schiedsrichter Michael Lehmann aus Hahnstätten, der das Spiel souverän laufen ließ (was der Qualität zugutekam), aber in dieser einen Situation knapp fünf Minuten vor Schluss dann doch pfiff. „Es wurde klar der Ball gespielt“, meinte Metternichs Trainer; der Unparteiische, der zuvor schon Simon Wagner gelb-rot gezeigt hatte, sah das anders, entschied auf Freistoß und verwies Timo Hoffmeyer mit der zweiten Verwarnung des Feldes. Und als wäre das noch nicht genug gewesen, schickte Vordereifels Markus May den ruhenden Ball aus halblinker Position auf die Reise, die nach einem Zwischenstopp am rechten Pfosten hinter der FC-Torlinie endete.

Entsetzen in der Kaul, Schmähungen an die Adresse der Schiris, Jubel bei den Gästen, die Germania-Akteure in Schockstarre. Der SG Vordereifel reichte dieses 2:2, „das ist gut für die Moral, obwohl wir noch nicht ganz durch sind“, wie Coach Geisen anmerkte. Sein Kollege Treis verwies darauf, dass ein Spiel mit neun gegen elf in den Schlussminuten „auch zu einer Niederlage führen kann“.

Die beiden Bezirksliga-Topteams stehen jetzt bei je 66 Punkten, die Tordifferenz fällt hinten runter (Treis: Eine sportliche Leistung, die nicht belohnt wird). Germania zum Abschluss bei Absteiger Eich und Andernach bei der Schießbude Cosmos: Also wohl Entscheidungsspiel. „Wir sind schon oft nach einem Rückschlag wieder aufgestanden“, sagte Dominik Treis. Das schaffte auch Geisens Elf nach dem späten 2:2 in der Vorwoche zu Hause gegen Rheinböllen. Die Vordereifeler haben es nun in der Hand, am Samstag daheim gegen die bereits abgestiegenen Höhr-Grenzhausener ein weitere Jahr in der Bezirksliga Mitte zu buchen.


Nach tollen Wochen in der Fußball-Bezirksliga Mitte, in denen der FC Metternich die SG Andernach eingeholt und überholt hat, musste die Germania nun einen Rückschlag hinnehmen. Im letzten Heimspiel der Saison, am vorletzten Spieltag, kam der FC (rechts mit Jonas Simek) nicht über ein 2:2 gegen die SG Vordereifel hinaus, sodass Andernach wieder mit Metternich nach Punkten gleichzog. Die Entscheidung Meisterschaft und Rheinlandligaaufstieg fällt nun am letzten Spieltag, oder, wenn es bei Punktgleichheit bleibt, in einem Entscheidungsspiel der beiden führenden Mannschaften.

Tore:

1:0 Simek (45.), 2:0 Simsek (59.), 2:1 Kasperski (73.), 2:2 May (90.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Wagner (85.) und Hoffmeyer (90.) wg. wdh. Foulspiels (beide FCM)

Schiedsrichter:
Michael Lehmann (Hahnstätten)

Zuschauer:
370

FC Metternich

Junker, Fast, Simsek, Hoffmeyer, Stiefenhofer, Weis, Oellinger (29. Felber), Wagner, Simek, Kühl-Decker, Roll (69. Lommer)


SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Hoffmann (73. Kasperski), Williams, Stripling, Geisen, J. Hartmann, May (68. Weiler), T. Hartmann (68. Diensberg), Bender, Stein, Tutas
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28. Spieltag
 
SG Vordereifel - Tus Rheinböllen 2:2 (1:0)

Fußball ist schon ein verrücktes Spiel und immer für neue oder ungewöhnliche Momente zu haben. So brauchte Schiedsrichter Fabian Mohr im Spiel der Bezirksliga Mitte zwischen der SG Vordereifel und dem TuS Rheinböllen gleich beide Hände, um mit acht Fingern die Nachspielzeit anzeigen zu können. Und die vorletzte Minute davon brachte das, was die Heimseite verzweifeln, die Gäste aber jubeln ließ. Tim Flesch schlug für die Hunsrücker einen Eckball in den Fünfmeterraum, nach einem Hin und Her landete die Kugel beim aufgerückten Gästekeeper Marc Reifenschneider und dem gelang das, weshalb sich die Heimelf am liebsten im Laubacher Rasen eingegraben hätte. Mit dem Kopf schob er den Ball in die Maschen zum nicht unverdienten 2:2 (1:0)-Endstand (90.+7).

Während Torschütze Reifenschneider sein Glück gar nicht fassen konnte („Ich wollte so viel wie möglich helfen, bin einfach vorne rein und mache das Ding. Was für ein geiles Gefühl.“), war Heimtrainer Peter Geisen nach den in den letzten Sekunden verschenkten zwei so wichtigen Punkten für den Klassenerhalt den Tränen nahe, rang sich aber noch zu einer Aussage durch. „Im Grunde genommen fehlen mir alle Worte. Das ist so was von bitter, das Tor so spät zu kassieren, aber was willst du machen?“ Vier Heimspiele in Folge hatte man gewonnen und am fünften Sieg war man so dicht dran. Durch die Punkteteilung rutschte man mit jetzt 30 Punkten auf Tabellenrang 13, den ersten Nichtabstiegsplatz ab, hat auf den Drittletzten Urmitz aber noch zwei Zähler Vorsprung.

Zum Spiel: Die erste Möglichkeit hat die Eifel-SG. Nach einem missglückten Rückspiel von Martin Dobrzynski tauchte Patrick Stein alleine vor Reifenschneider auf, fand in ihm aber seinen Meister (8.). Danach wirkte Rheinböllen ruhiger und sicherer, während die Geisen-Elf eher unkontrolliert spielte. So musste Heimtorwart Patrice Sesterhenn einen Kracher von Geburtstagskind Oliver Reiner zur Ecke lenken (29.), während auf der Gegenseite Matthias Bender aus guter Position einen Lupfer über den Kasten hob (30.). Dann war es doch soweit: Dobrzynski brachte im Strafraum Matthias Tutas zu Fall, und Stein verwandelte den Foulelfmeter sicher zum 1:0 (33.). Vor dem Pausentee hatte ein Kopfball von Oliver Reiner noch die Latte touchiert (41.).

Nach Wiederanpfiff stand es dann ruckzuck 2:0. Einen langen Ball von Steffen Diensberg zauberte Stein zum Erstaunen aller mit einem Rückwärtslupfer über Reifenschneider hinweg in die Maschen (47.). Die Gäste erhöhten jetzt den Druck und dann schickte Manuel Acht Oliver Reiner auf Reisen, der sich diese Chance zum 2:1-Anschlusstreffer nicht entgehen ließ (56.). Es war noch mehr als eine halbe Stunde zu spielen. Was in diesem Moment aber noch niemand wusste, es gab ja noch die besagten acht Minuten obendrauf. Der Grund dafür war eine lange Verletzungspause von Rheinböllens Kapitän Philipp Steigerwald, der im Ballgerangel mit Sesterhenn unglücklich am Kehlkopf getroffen worden war (63.), die kuriose Szene kurz vor dem Abpfiff aber doch live auf dem Spielfeld miterleben durfte. Vorher hätte die Geisen-Elf den Sack jedoch schon zumachen können. Diensberg tauchte allein vor Reifenschneider auf, der den Ball aber gekonnt abwehren konnte, während sich der Nachschuss von Stein im Gewühl der TuS-Abwehrbeine verfing (77.).

Glück für die Gäste, deren Trainer Peter Ritter nach dem Abpfiffzufrieden war: „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, die nach dem 0:2-Rückstand wieder richtig gut ins Spiel gekommen ist. Auch wenn das Tor sehr spät fällt, war es verdient.“ Und zu seinem treffenden Keeper hatte auch noch was zu sagen: „Normal lasse ich den Torwart nicht so gerne nach vorne. Aber der ist mit so einer Überzeugung übers Feld gerannt, dass mir gar nichts anderes übrig blieb, als ihn durchzuwinken. Und das war gut so, oder?“ Aus Sicht der Gäste musste man dem natürlich nichts hinzufügen.


Rheinböllens Torjäger Benjamin Reiner (links) blieb zwar gegen Vordereifel mit Jochen Krämer ohne Treffer, aber die Hunsrücker entführten trotzdem einen Punkt beim 2:2 aus Laubach. 
Foto: Alfons Benz - Alfons Benz

Tore:
1:0, 2:0 Stein (33. Foulelfmeter, 47.), 2:1 O. Reiner (56.), 2:2 Reifenschneider (90.+7)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Mohr (Strohn)

Zuschauer:
120

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Geisen, Krämer, Bender, J. Hartmann, Williams, T. Hartmann (82. Kasperski), Diensberg (90.+6 Reuter), Tutas (59. May), Stein

TuS Rheinböllen
Reifenschneider, D. Flesch, Dobrzynski, Augustin, Steigerwald, Acht (73. Czarnecki), T. Flesch, Aquila (89. Hofrath), O. Reiner, B. Reiner

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27. Spieltag
     
FC Plaidt - SG Vordereifel 2:1 (0:0)

Nach dem starken Auftritt und dem Sieg gegen Andernach hat die SG Vordereifel beim Auswärtsspiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte in Plaidt wieder ihr schwache Gesicht gezeigt. Die Gäste verloren mit 1:2 (0:0) beim FC und müssen weiter um den Klassenerhalt bangen. Mit 29 Punkten steht Vordereifel noch über dem Strich, allerdings nur noch einen Zähler vor Mülheim-Kärlich II (2:2 gegen Mengerschied) und Urmitz (3:2 in Bengen).

„Das wird ein Rennen bis zum letzten Spieltag“, sagte SGV-Coach Peter Geisen, der nach eigener Aussage schon im Gefühl hatte, dass seine Elf nicht die Leistung abrufen würde wie gegen Andernach. Zu wankelmütig präsentiert sich der Aufsteiger in den letzten Wochen, denn Siege wechseln sich relegmäßig mit Niederlagen ab.

So auch dieses Mal auf der Asche in Plaidt, auf der die Gäste nur zu Beginn die Partie ausgeglichen gestalten konnten. „Die erste Viertelstunde war okay“, sagte Geisen. Allerdings hatte Plaidt da schon die Latte getroffen (3.) und sollte auch in der Folge die besseren Chancen haben. Bis zur Pause schlug sich das im Ergebnis aber nicht nieder, denn es stand noch 0:0.

Das änderte sich aber nach 57 Minuten, als Nico Dudek das 1:0 für Plaidt erzielte. Als Roman Bach nach 74 Minuten auf 2.0 erhöhte, war die Partie fast schon gelaufen. Daran änderte auch der Anschlusstreffer von Max Geisen nichts mehr, sein 1:2 in der 85. Minute war nicht mehr als Ergebniskosmetik aus Vordereifeler Sicht.

„Der Sieg für Plaidt geht klar in Ordnung“, gestand Peter Geisen, „wir haben nicht viel auf die Reihe bekommen. Ich weiß nicht, wie wir gegen Andernach gewinnen konnten. Das Zweikampfverhalten war unterirdisch. Plaidt war einfach aggressiver und bissiger. Sie haben auf unsere Fehler gewartet.“ Und die SG machte zu viele davon, um etwas Zählbares mitzubringen. „Wir müssen uns jetzt schütteln und dann geht es weiter“, hatte Geisen aber seinen Kampfeswillen nach der Partie schnell wiedergefunden. Jetzt muss seine Elf nachziehen.



Tore:

1:0 Dudek (57.), 2:0 Bach (74.) 2:1 Geisen (85.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Philipp Benner (Koblenz)

Zuschauer:
50

FC Plaidt

Ndolumingu, Irmgartz, Jakobs, Ferenc, Marder, J. Schumacher, T. Schumacher (55. Pachl), Yamuk, Dudek, Bach (88. Mertens), Hilberath (86. Zorlu)


SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Hoffmann (73. Kasperski), Williams, Stripling, Geisen, J. Hartmann, May (68. Weiler), T. Hartmann (68. Diensberg), Bender, Stein, Tutas
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26. Spieltag
 
SG Vordereifel - SG Andernach 3:2 (2:2)

Sicherlich hat Peter Geisen, Trainer der SG Vordereifel, in der laufenden Saison der Fußball-Bezirksliga Mitte schon des Öfteren davon geträumt, dass seine Elf auch mal gegen ein Spitzenteam Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holt. Gestern Nachmittag war es dann soweit, und es war nicht irgendeine Mannschaft, die man auf dem heimischen Rasen in Laubach mit 3:2 (2:2) besiegte. Nein, es war der Spitzenreiter SG Andernach.

Dabei standen die Anzeichen vor dem Anpfiff nicht mal gut. Unter der Woche hatte sich Rechtsverteidiger Lukas Weiler verletzt und nach dem Aufwärmen direkt vor dem Spiel musste auch noch Innenverteidiger Jochen Krämer passen. Trainersohn Max Geisen spielte auf der rechten Defensivseite und Algin William rutschte neben Peter Hoffmann kurzfristig in die Innenverteidigung. Und vorweg gesagt, alle machten ihre Sache gut. "Das war heute eine überragende Leistung ohne Abstriche. Ich muss vor allen Spielern den Hut ziehen. Keiner hat abgebaut und wenn du alles wie Leidenschaft und Kampfeswillen in die Waagschale wirfst, dann kommt irgendwann auch der Big Point, den wir immer holen wollten. Der Sieg war absolut verdient", freute sich Geisen. Aber wer darauf nach zehn Minuten gewettet hätte, der wäre sicherlich um einiges reicher geworden. Neun Minuten und es stand 0:1. Gästekapitän Kim Kossmann hatte einen Freistoß in den Fünfer geschlagen, Heimtorwart Patrice Sesterhenn konnte arg bedrängt die Kugel nicht festhalten und Philip Oster war mit dem Kopf zur Stelle und nickte ein (9.). Trotz wütender Vordereifeler Proteste, der ansonsten sehr sicher leitende Schiedsrichter Torsten Schlösser erkannte den Treffer an. Eine Minute vorher zeigte auf der Gegenseite Gästekeeper Niklas Nett bei einem präzisen Kopfball von Patrick Stein sein Können (8.), auf das er bis zum Abpfiff noch mehrmals bauen musste. Die Geisen-Elf kämpfte und kam zu Möglichkeiten. Ein Stein-Kopfball konnte noch soeben zur Ecke geklärt werden konnte (21.), und einen Ball von Matthias Tutas fischte Nett aus dem Winkel (31.). Dann wackelte das Andernacher Netz aber doch. Matthias Bender zog von der Strafraumgrenze beherzt ab und durch alle Beine schlug die Kugel zum 1:1 ein (33.). Fast im Gegenzug ging Andernach aber wieder in Führung. Peter Hoffmann foulte im Strafraum Daniel Kossmann und Kim Kossmann verwandelte den anschließenden Foulelfmeter sicher zum 1:2 (37.). Vordereifel hatte aber Bender. Aus einer fast ähnlichen Situation wie bei seinem ersten Tor markierte er den 2:2-Pausenstand (41.).

Mit viel Applaus wurden die einheimischen Spieler in die Kabine verabschiedet. Und so richtig hoch schlugen die Eifeler Fußballherzen erst in der 50. Minute. Geisen schlug einen langen Ball aufs Gästetor, Tutas bewies Köpfchen und nickte aus kurzer Entfernung zum 3:2-Siegtreffer ein (50.). Die vielleicht einzige Szene, die man Torwart Nett hätte ankreiden können. Seine Mannschaft hatte noch 40 Minuten Zeit und versuchte alles, um den Spitzenplatz zurückzuholen (nach dem 2:0-Sieg in Kirchberg liegt Metternich jetzt punktgleich mit dem besseren Torverhältnis vorne), aber sie wirkte angeschlagen. Die Fehlpässe in die Spitze häuften sich und Vordereifel verteidigte gut und aufopferungsvoll. Gästetrainer Franz Kowalski war ob dem Auftritt seiner Elf verärgert, erkannte die verdiente Niederlage aber an: "Wir haben an sich gut ins Spiel gefunden, dann waren wir hinten aber viel zu schläfrig und im Spielaufbau haben wir zu viele Fehler gemacht."

Alles andere als verärgert war der zweifache Torschütze Matthias Bender. "Natürlich bin ich super zufrieden. Zwei gute Schüsse, wobei die Bälle mir gut auf die Schlappen und dann im Kasten auch noch gut hinten rein gefallen sind. Aber heute war es die ganze Mannschaft, die überzeugt hat." Und wie wichtig diese drei Punkte noch sein können, zeigt die Tabelle. Mit 29 Punkten liegt man auf Platz elf, der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt aber lediglich mal zwei Zähler.


War einer der Matchwinner beim 3:2-Sieg der SG Vordereifel gegen Spitzenreiter: Matthias Bender (links) traf doppelt, den Treffer zum Erfolg steuerte Matthias Tutas bei.
Foto: Alfons Benz - Alfons Benz

Tore:
0:1 Oster (9.), 1:1 Bender (33.), 1:2 K. Kossmann (37.), 2:2 Bender (41.), 3:2 Tutas (50.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Torsten Schlösser (Mürlenbach)

Zuschauer:
180

SG Vordereifel
Sesterhenn, Geisen, Hoffmann, Williams, Stripling, J. Hartmann (78. Diensberg), T. Hartmann, May, Bender, Stein, Tutas (89. Hammes)

SG Andernach
Nett, Unruh, D. Kossmann, Begen, K. Kossmann, Neunheuser, Oster, Reif (58. Groß), Chamnankit (74. Zeneli), Schipunow (71. Weidenbach), Hawel

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25. Spieltag
     
FC Cosmos Koblenz - SG Vordereifel 6:1 (2:1)

Es hatte alles so gut begonnen für die SG Vordereifel in der Fußball-Bezirksliga Mitte bei Cosmos Koblenz. Aber es endete in einem kleinen Debakel, denn nach 1:0-Führung verloren die abstiegsgefährdeten Gäste noch mit 1:6, zur Pause stand es 1:2. Der Blick auf die Resultate auf den anderen Plätze verrät: Es war kein Spieltag für die Vordereifeler, denn sowohl Höhr-Grenzhausen (1:0 gegen Bengen) als auch Mülheim-Kärlich II (2:0 gegen Emmelshausen) gewannen. Höhr ist jetzt nur zwei Punkte hinter der SG, die Viertletzter ist. Und Mülheim-Kärlich II zog sogar vorbei und hat mit 27 Punkten einen mehr als Vordereifel. Noch stehen die Eifeler einen Punkt über dem Strich, den derzeit ersten Abstiegsplatz belegt Urmitz mit 25 Zählern.

„Wir haben gut angefangen und bis zum 1:2 richtig gut gespielt“, sagte Vordereifels Trainer Peter Geisen, „aber die zweite Hälfte war eine Vorführung und beschämend. So hast du in der Bezirksliga nichts zu suchen. Da ist es auch keine Entschuldigung, dass Cosmos eine gute Mannschaft hat. Sie haben uns in der zweiten Hälfte zerlegt, das darf nicht passieren.“ Sein Ärger richtete sich ans komplette Team. „Klar sind die Tore nach individuellen Fehlen passiert, aber wir haben sie insgesamt spielen lassen und dann wirst du halt auseinandergenommen.“

Zunächst war der Plan der Gäste noch ganz gut aufgegangen. Bei Ballgewinn wollten die Vordereifeler schnell in die Spitze spielen. Das gelang besonders gut in der 4. Minute als Winterzugang Matthias Bender sein erstes Bezirksliga-Tor erzielte. Erst war Patrick Stein noch an Cosmos-Keeper Kevin Koch gescheitert, den Abstauber drückte Bender aber über die Linie. In der 36. Minute aber glich der Koblenzer Top-Torjäger Ismayil Barut aus, in der 45. Minute erhöhte er auf 2:1.

Vordereifel hatte sich zwar einige vorgenommen für den zweiten Durchgang, die Umsetzung war allerdings mangelhaft. Dagegen ließ Cosmos den Ball gut laufen und hatte vor allem im eingewechselten Ex-Bopparder Ionel Jilcu einen eiskalten Vollstrecker. Jilcu traf zum 3:1 (56.), 4:1 (65.) und 6:1 (85.). Das 5:1 erzielte Napha Niraphot (70.). „Wenn Cosmos Vollgas gegeben hätte, hätten sie noch mehr Tore schießen können“, sagte ein enttäuschter Geisen.

Tore:
0:1 Bender (22.), 1:1 Barut (34.), 2:1 Barut (43.), 3:1 Jilcu (55.), 4:1 Jilcu (65.), 5:1 Niraphot (69.), 6:1 Jilcu (85.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Niklas Bellgardt (Puderbach)

Zuschauer:
90

FC Cosmos Koblenz

Koch, Ismael, Buerue, Asche, Petrovici, Varelis, Buhler, Aydogdu, Gageanu (53. Jilcu), Barut, Niraphot (73. Karatas)

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Geisen (78. Hoffmann), Krämer, Stripling, May (63. Hammes), T. Hartmann, Bender, Diensberg (46. J. Hartmann), Stein, Tutas

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24. Spieltag
 
SG Vordereifel - SG Mengerschied 6:2 (1:0)

Wenn ein Fußballtrainer nach dem Schlusspfiff zu keinem Kommentar bereit ist, dann muss das Spiel nicht in seinem Sinne gelaufen sein. Das zumindest war wohl bei Andreas Auler, dem Trainer der SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth, im Abstiegsduell seiner Elf in der Bezirksliga Mitte bei der SG Vordereifel der Fall. Mit 6:2 (1:0) kassierte die Hunsrück-SG eine deftige Niederlage und verpasste damit die Chance, sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Mit jetzt 26 Punkten zog Vordereifel gleich und liegt nun auf Grund des besseren Torverhältnisses auf Tabellenplatz elf einen Rang vor Mengerschied. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 14 nach den Ergebnissen der anderen Abstiegskandidaten jetzt für beide Teams lediglich zwei Zähler.

Aber was war auf dem Laubacher Rasen passiert, dass Auler so angefressen war? Zur Halbzeit führten die Gastgeber hochverdient mit 1:0 durch ein Tor von Mattias Tutas (31.). Julian Hartmann hatte sich über rechts durchgesetzt, Gästekeeper Björn Mollenhauer konnte seinen platzierten Schuss nur abklatschen und Tutas stand zum Einlochen goldrichtig. Jedoch hätten die Gastgeber zur Pause gegen schwache Gäste durchaus höher führen können, hätten sie ihre Angriffe nur durchdachter abgeschlossen. Zudem vergab Tobias Hartmann eine hochkarätige Möglichkeit (16.), und Moldenhauer parierte einen Hammer vom bestens aufgelegten Alexander Stripling glänzend (45.).

Nach dem Pausentee nahm das Spiel dann die Fahrt auf, die Auler gar nicht gefiel. Besonders gefiel ihm dabei nicht die Rolle, die Schiedsrichter Jan Schöning aus Niederzissen spielte. Aber der Reihe nach: Es waren 55 Minuten gespielt, als Schöning erstmals auf den Mengerschieder Elfmeterpunkte zeigte. Mannschaftskapitän Christian Kleid hatte Patrick Stein von den Beinen geholt und sah dafür Gelb. Den Elfmeter verwandelte Tutas sicher zum 2:0 (56.). Eine Minute später traf Steffen Diensberg nur den Pfosten des Gästetors (57.), dann flog ein Freistoß von Markus May nur knapp über die Latte (58.). Danach spielten erneut Kleid, Stein und Tutas die Hauptrolle. Kleid foulte wieder Stein im Strafraum, sah dafür Gelb-Rot und Tutas markierte vom Punkt das 3:0 (62.). Hier mokierte Auler lautstark, dass der Ball vor dem Zuspiel auf Stein weit im Seitenaus gewesen sei. Der Schiedsrichter hatte es anders gesehen.

Als Daniel Georg dann vom Gegner sträflich allein gelassen das Tor zum 1:3 gelang (70.), währte die Freude auf Gästeseite nur bis zur 74. Minute und schlug sogar in Richtung Zorn um. Diesmal fuhr Kevin Kaiser Stein innerhalb der Strafraumgrenze in die Parade, sah dafür Rot und Tutas gelang mit seinem dritten Strafstoßtor das 4:1 (74.). Auler war jetzt richtig angefressen und vom Spielfeldrand rief er emotional hoch geladen rein: "Wir gehen runter." Diesmal hatte er anders als der gut platzierte Referee das Foul weit vor der Strafraumgrenze gesehen.

Kurz darauf gelang Gästetorjäger Georg aus dem Gewühl heraus das 2:4 (79.). Tobias Hartmann stellte dann gegen nur noch neun Mengerschieder nach schönem Zuspiel von Maxime Höger mit dem Tor zum 5:2 den alten Abstand wieder her (81.).

Jetzt erlebten die Zuschauer in Laubach etwas, was sie in der Form vermutlich noch nie so gesehen hatten. Völlig frustriert schoben sich die Gäste den Ball in der eigenen Hälfte lustlos zu und kassierten dafür prompt die Quittung. Stein sprang dazwischen und durfte zum 6:2-Endstand einlochen (86.).

Natürlich war auf Vordereifeler Seite der Jubel über diesen Sieg im Spiel der Spiele, wie man die Partie vorher tituliert hatte, groß. Trainer Peter Geisen strahlte: "Wir müssen uns nicht entschuldigen für irgendwelche Elfmeter, zumal keiner dabei war, der nicht seine Berechtigung hatte. Dass sich ein Gästetrainer darüber aufregt, kann ich aber ein bisschen verstehen." Aber halt nur ein bisschen, weil die Freude über ein Riesenspiel seiner Elf überwog. Einen Spieler hob er noch besonders hervor - und zwar Stripling. "Alex hatte von Beginn an verinnerlicht, was wir heute vorhatten. Wir wollten unbedingt gewinnen."



Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Tutas (31.), 2:0 Tutas (56.FE), 3:0 Tutas (62.FE), 3:1 Georg (70.), 4:1 Tutas (74.FE), 4:2 Georg (79.), 5:2 T. Hartmann (81.), 6:2 Stein (87.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Kleid (SGM) wg. wdh. Foulspiels (62.)
Rote Karte für Kaiser (SGM) wg. Notbremse (74.)

Schiedsrichter:
Jan Schöning (Niederzissen)

Zuschauer:
160

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Krämer (15. May), Geisen, Stripling, J. Hartmann (86. Reuter), T. Hartmann, Bender, Diensberg (72. Höger), Stein, Tutas

SG Mengerschied
Moldenhauer, Kaiser, Schneberger, Herrmann, Wickert, Dämgen, Sehn Henn, Tittel, Kleid, Georg, Steffens

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23. Spieltag
     
TSV Emmelshausen - SG Vordereifel 3:0 (2:0)

Fußball-Bezirksligist TSV Emmelshausen bleibt auf dem heimischen Kunstrasenplatz eine Macht, das musste auch die SG Vordereifel erfahren. Gegen die abstiegsgefährdete SG erspielten sich die Vorderhunsrücker am Ostersamstag ihren zehnten Saisonheimsieg, indem sie die Gäste mit einem selten gefährdeten 3:0 (2:0) nach Hause schickten. Vordereifel rutschte einen Platz ab, da der nächste Gegner Mengerschied erneut siegte und nun 26 Punkte auf dem Konto hat. Bei der SGV sind es 23, der Abstand auf die Abstiegsplätze beträgt nur zwei Punkte. Schlusslicht Eich scheint mit 17 Zählern abgeschlagen.

Den Einheimischen genügte gegen Vordereifel eine mäßige Vorstellung, denn der Aufsteiger hatte einen gebrauchten Tag erwischt. So sah es auch deren Trainer Peter Geisen: „Unsere Fehlerquote war einfach zu hoch und unser Passspiel war unterirdisch.“ Dabei hatten die Gäste die erste dicke Gelegenheit der Partie: Nach elf Minuten kam SG-Kapitän Patrick Stein aus kurzer Distanz und spitzem Winkel zum Abschluss, aber seine Schuss verpasste das TSV-Gehäuse knapp.

Danach dominierte Emmelshausens wieder das Geschehen, ohne jedoch oft spielerisch zu glänzen. Den Gästen gelang wenig und TSV-Torwart Lukas Will I verbrachte fortan insgesamt einen ruhigen Nachmittag. In der 28. Minute war Emmelshausens Martin Weber dann hellwach, als er blitzschnell ein Abstimmungsproblem in der SG-Defensive erkannte. Weber schnappte sich den Ball und lupfte überlegt über Gäste-Keeper Daniel Wilhelmy zur 1:0-Führung.

Genau fünf Minuten später verdoppelte der TSV seine Führung: Ufuk Kurt startete halblinks seinen Sololauf, ließ zwei Gästeverteidiger stehen und schloss seine schöne Einzelleistung perfekt mit einem Schuss aus 14 Metern ins lange Eck zum 2:0 ab (33.). Kurz nach dem Wechsel erhöhte Emmelshausen nochmals und profitierte dabei erneut von einem missglückten Abwehrversuch der Vordereifeler. Weder Torwart Daniel Wilhelmy noch Verteidiger Alexander Stripling klärten die TSV-Hereingabe über links konsequent, sodass Eric Peters als lachender Dritte aus kurzer Distanz das 3:0 markierte (48.).

Danach bemühten sich die Gäste zwar um den Anschlusstreffer, kamen dabei aber nicht wirklich zu großen Gelegenheiten. So wurde Stein kurz vor seinem Abschluss genauso von der TSV-Defensive gestoppt (66.) wie der eingewechselte Julian Hammes (79.). Peters hatte kurz danach die letzte TSV-Möglichkeit, schoss jedoch knapp drüber, sodass es beim 3:0 blieb.

TSV-Coach Marco Pfeffer freute sich über den Dreier, bilanzierte aber kritisch: „Wir haben heute ein katastrophales Spiel gemacht und unsere 2:0-Führung zur Halbzeit war mehr als schmeichelhaft. Wir hatten einfach einen schlechten Tag, waren nicht so lauffreudig und kamen nicht in unseren Kombinationsfußball, aber es hat zum Glück für die drei Punkte gereicht.“

Geisen trauerte der Stein-Chance aus der elften Minute nach: „Wenn der reingeht, kann es anders laufen. Aber es war ein verdienter Sieg für Emmelshausen, denn wir sind ja überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen.“ Einen Kommentar zu Pfeffers Anspielung im Vorfeld, dass Vordereifel im Hinspiel lieber auf einen schlechten Rasen statt auf den Kunstrasen in Kaisersesch ausgewichen war, konnte sich Geisen allerdings nicht verkneifen: „Zum Glück hat es heute nicht am Platz gelegen.“


Der TSV Emmelshausen (von links mit Jonas Bersch und Pascal Tillmanns) ließ der SG Vordereifel um Alexander Stripling nur wenig Raum und gewann zu Hause mit 3:0 gegen den harmlosen Aufsteiger.
Foto: Wolfgang Schmidt - Wolfgang Schmidt

Tore:
1:0 Weber (28.), 2:0 Kurt (33.), 3:0 Peters (47.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Mohr (Strohn)

Zuschauer:
114

TSV Emmelshausen
 
Will I – Gaida, Bast (67. Bender), Tillmanns, Kurt (61. Kynast), Hachenthal, Rath, Retzmann, Bersch (61. Lenz), Weber, Peters

SG Vordereifel

D. Wilhelmy, Weiler, Hoffmann, Krämer, Stripling, J. Hartmann, Geisen (59. Williams), T. Hartmann, Diensberg (61. Bender), Stein, Tutas (61. Hammes)

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22. Spieltag
 
SG Vordereifel - SG Eich 2:0 (1:0)

Nach dem Spiel war das Vordereifels Trainer Peter Geisen zunächst mal egal. Ihn interessierten nur die im Abstiegskampf verbuchten drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten. "Ich bin zufrieden. Wir haben heute fast nichts zugelassen, nur hätten wir den Sieg viel früher klar machen müssen." Das war in der Tat so. Vor allem vor der Pause mit dem stürmischen Westwind im Rücken dominierte seine Elf zwar klar die Partie, aber wirkliche Torchancen spielte sie nur zu Beginn heraus. Zuerst kam Torjäger Patrick Stein im Zusammenspiel mit Matthias Tutas, dem zweiten Torgaranten in den vorderen Reihen, zu einer guten Möglichkeit. Sein Ball flog jedoch knapp über die Latte (7.). Eine Minute später bewies Stein dann aber Köpfchen. Tutas lenkte einen weiten Einwurf von Lukas Weiler geschickt mit dem Kopf weiter und Stein stand goldrichtig. Sein Kopfball touchierte noch die Unterkante des Torbalkens, aber es stand 1:0 für die Gastgeber (8.).

Danach sahen die Zuschauer eine sehr einseitige Partie, in der nur die Eifel-SG den Vorwärtsgang eingelegt hatte. Weitere Tormöglichkeiten kamen dabei aber nicht rum. Wer nach dem Pausentee unter Mithilfe des Windes engagiertere Gäste erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Auch gegen die Windwand bestimmte die Geisen-Elf das Geschehen auf dem Platz. "Wir waren heute viel zu halbherzig und der Zug zum Tor hat gefehlt. Weshalb wir so zögerlich waren, kann ich nicht erklären. Letzte Woche beim 1:1 in Mörschbach sah das ganz anders aus. Vielleich ist der Druck für die Jungs einfach zu groß", rang Gästetrainer Jürgen Krayer nach Worten. Aber auch seinem Kollegen Geisen verschlug es nicht lange nach dem Wiederanpfiff die Sprache. Nicht aber, weil auch bei seinen Jungs der Zug zum Tor nicht da war, sondern eher, weil sie diesen Zug nicht erfolgreich abschlossen und gleich zwei Großchancen liegen ließen. Beim ersten Mal war es Tutas, der völlig freistehend eine genaue Hereingabe von Julian Hartmann über das Gehäuse köpfte (55.). Zwei Minuten später machte es ihm Stein mit dem Fuß nach. Von Tutas in der Spitze genial bedient, schob er den Ball am Pfosten vorbei (57.). Tutas schien gefrustet, ob der ausgelassen Möglichkeiten und man merkte ihm gleichsam an, dass er das wieder gutmachen wollte. Und dass er das Tore machen nicht verlernt hat, zeigte er bald. Steffen Diensberg erkämpfte sich auf der linken Seite energisch den Ball, seinen Pass in die Mitte nahm Tutas am Elfmeterpunkt auf, ließ einen Gegner aussteigen und lochte in abgeklärter Manier zum 2:0-Endstand ein.

Eich machte jetzt auf und drängte auf den Anschlusstreffer, aber außer einem Eckball von Dominik Bersch, der mit Windunterstützung auf der Latte des Vordereifeler Kastens landete, sprang nichts wirklich Gefährliches dabei heraus. Die SG Vordereifel hatte bei stürmisch nassem Wetter den so wichtigen Sieg in trockene Tücher gepackt.


Vordereifels Matthias Tutas (in Rot) machte ein starkes Spiel und belohnte sich in der zweiten Hälfte nach der einen oder anderen ausgelassenen Chance mit dem Tor zum 2:0.
Foto: Alfons Benz 

Tore:
1:0 Stein (8.), 2:0 Tutas (72.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Christoph Zimmer (Wittlich)

Zuschauer:
90

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Krämer, Hoffmann, Stripling, J. Hartmann, T. Hartmann (82. Bender), Geisen, Diensberg (74. Hammes), Stein, Tutas (90. Williams)

SG Eich
F. Nix, Nübel (68. Grafen), T. Nix, Assenmacher, Bons (78. Bieg), Sukalic, Auer, Bersch, Elvert (46. Lottre), Runkowsky, Buchner

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21. Spieltag
     
SG 2000 Mülheim-Kärlich II - SG Vordereifel 0:1 (0:0)

Da fielen einige Zentnerlasten von den Schultern bei den Fußballern des Mitte-Bezirksligisten SG Vordereifel. Durch ein Tor von Steffen Diensberg gewann das Team von Trainer Peter Geisen mit 1:0 (0:0) bei der SG Mülheim-Kärlich II. Durch den Sieg sind die Eifeler an ihren Gastgebern in der Tabelle vorbeigezogen und belegen nun den drittletzten Tabellenplatz.

„Klar fällt da ein Stein vom Herzen“, sagte Geisen, „wir mussten bis zum Abpfiff zittern, aber es war schon verdient, weil wir enormen Aufwand betrieben haben.“ Und das für einige Zeit zu zehnt, denn Stürmer Mathias Tutas hatte kurz vor Schluss eine kuriose Gelb-Rote Karte gesehen (88.). Tutas hatte schon vorher Gelb bekommen und verließ bei seiner Auswechslung (Maxime Höger sollte rein) den Platz nach dem Geschmack von Schiedsrichter Christian Fritzen zu langsam. Er zeigte Tutas die Ampelkarte, Höger musste warten und kam dann in der Nachspielzeit für Torschütze Diensberg. „Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gemacht hat“, ärgerte sich Geisen. Aber der Ärger hielt sich in Grenzen, denn es reichte trotzdem zum Sieg. Und das wegen des schwächeren rechten Fußes von Diensberg. „Normal will und kann er damit gar nicht schießen“, schmunzelte Geisen. In der 75. Minute tat er es aber und zirkelte den Ball schön ins lange Eck. Bei diesem Tor blieb es. Ein Sonderlob hatte Geisen noch parat: „Lukas Weiler hat ein überragendes Spiel auf der Außenverteidigerposition gemacht.“

Tore:
0:1 Diensberg (75.)

Besonderheiten:
Gelb/ Rot für Tutas (SGV) wegen Unsportlichkeit (88.)

Schiedsrichter:
Christian Fritzen (Neuwied)

Zuschauer:
70

SG 2000 Mülheim-Kärlich II
 
Hüneke, Sener, Velbinger, Kaes, Molitor (76. Alsbach), Lütkemeier, Storz, Dohmen, Schauer (55. Birkner), Heyer (70. Aretz), Henrichs

SG Vordereifel

D. Wilhelmy, Weiler, Hoffmann, Krämer, Stripling, J. Hartmann, Breitbach (44. J. Hammes), T. Hartmann, Diensberg (90. Höger), Stein, Tutas

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20. Spieltag
     
SG Mörschbach - SG Vordereifel 2:1 (2:1)

Fußball-Bezirksligist SG Mörschbach hat auf dem Argenthaler Hartplatz seinen siebten Saisonsieg eingefahren: Nach dem umkämpften 2:1 (2:1) gegen die SG Vordereifel können die Hunsrücker durchatmen, während die Eifeler auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschten.

Früh durften die Einheimischen erstmals jubeln: Nach einer Ecke von Maurice Volkweis kam Roman Theise aus nur fünf Metern freistehend zum Kopfball und erzielte so die frühe Führung (4.). Mörschbach hielt in der Anfangsphase weiter die Konzentration hoch, dominierte klar. Die Eifeler hatten zunächst wenig zu bestellen und kamen zu ihrer ersten gefährliche Aktion erst nach einer Viertelstunde, aber der Ball von Patrick Stein lief am langen Pfosten vorbei.
Im Gegenzug konnten die Einheimischen ein zweites Mal jubeln. Wieder Volkweis brachte den Ball optimal nach innen, wo erneut Theise unbedrängt stand und so aus sieben Metern mit seinen Kopfball-Doppelpack das 2:0 erzielte (16.). Erst nach einem weiteren Schuss der Einheimischen durch Daniel Müller (18.) kam Vordereifel ins Spiel. So hatte Matthias Tutas eine Möglichkeit aus elf Metern, aber Mörschbachs Torwart Michael Reuther hatte gut aufgepasst (23.).

Und nach einer halben Stunde durften dann auch die Gäste jubeln: Über links brachte Tobias Hartmann den Ball scharf nach innen, sodass Florian Breitbach am langen Eck stehend einschieben konnte. Der Rettungsversuch von Reuther kam zu spät und somit hatte Vordereifel den Anschlusstreffer zum 2:1 markiert. Noch vor der Pause hatte erneut Tutas eine Möglichkeit, zielte jedoch vorbei (38.).
Nach dem Wechsel ging es hin und her, und beiden Seiten kamen zu einigen Torchancen. So konnte Christopher Kauer einen Versuch von Stein noch gerade klären (53.) und eine Glanzparade von Vordereifels Torwart Daniel Wilhelmy verhinderte ein Kopfballtor von Pascal Endres (58.). Ebenfalls prächtig parierte Reuther, als er einen strammen Tutas-Schuss reflexartig über die Latte lenkte (62.). In der 69. Minute erzielte Endres sein zweites Abseitstor, wobei diesmal die Aberkennung des Treffers umstritten war. In der Schlussphase warfen die Gäste dann noch einmal alles nach vorne, jedoch verteidigten die Einheimischen clever die Führung über die Zeit. 

Vordereifels Coach Peter Geisen bilanzierte: „Mörschbach hat uns mit seiner Power in den ersten 20, 30 Minuten doch etwas überrascht. Danach war es ein offenes Spiel auf einem nicht leicht zu bespielenden Platz, wobei wir uns insgesamt zu wenige Chancen herausgespielt haben. Ich kritisiere selten den Schiedsrichter, aber ich hätte mir gewünscht, dass er die vielen gelben Karten doch etwas gleichmäßiger verteilt hätte.“

Auf der Argenthaler Asche hielt sich Gastgeber SG Mörschbach/Argenthal/Liebshausen (in Rot, von links mit Raphael Kauer und Daniel Müller) die SG Vordereifel beim 2:1 vom Leib und verabschiedete sich in das Tabellenmittelfeld. Foto: B&P Schmitt - B&P Schmitt

Tore:
1:0/ 2:0 Theise (4./16.), 2:1 Breitbach (20.)

Besonderheiten:
Gelb/ Rot für Geisen (84.) u. Weiler (90.), beide Vordereifel

Schiedsrichter:
Michel Lehmann (Hahnstätten)

Zuschauer:
120

SG Mörschbach
 
Reuther, Silbernagel, M. Leinininger, Volkweis, C. Kauer, Leyendecker (52. I. Gubetini), R. Kauer, Theise (85. J. Leininger), Müller, Carbach, Endres (75. Hilgert-Walber)

SG Vordereifel

Wilhelmy, WeilerWilliams (8. Stripling), GeisenHoffmann, T. Hartmann, Diensberg, Breitbach (76. Kasperski), May (50. J. Hartmann), Stein, Tutas

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Nachholspiel - 17. Spieltag
 
SG Vordereifel - ATA Sport Urmitz 2:1 (0:0)

Die SG Vordereifel hat den Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga Mitte angenommen – und wie. Mit zwei Treffern von Torjäger Patrick Stein in den letzten Minuten gewann die Eifel-SG das Nachholspiel auf dem Laubacher Rasen gegen Ata Sport Urmitz mit 2:1 (0:0), gab damit die rote Laterne in der Tabelle an Eich ab und liegt mit jetzt 17 Punkten auf dem drittletzten Rang.

Aber was war das für eine nervenaufreibendes Spiel kurz vor dem Abpfiff. 88 Minuten waren gespielt und die Heimelf lag mit 0:1 zurück. Rechtsverteidiger Lukas Weiler stand an der rechten Außenlinie und alle warteten auf einen seiner weiten Einwürfe in den gegnerischen Strafraum – und nur wenige Sekunden später fiel das 1:1. Torjäger Patrick Stein stand im Fünfer genau richtig und schob den langen Ball sicher in die Urmitzer Maschen. Die SGV war wieder dran am Gegner, aber wirklich gerechnet hatte damit wohl keiner mehr. Aber es wurde ja noch besser, viel besser für die Gastgeber: Kevin Kasperski hatte sich auf links durchgetankt und schoss aufs Urmitzer Tor. Torwart Talat Begen konnte noch abwehren, aber da stand wieder einer im Getümmel, der seine alten Torjägerqualitäten aufleben ließ und die Kugel zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer einnetzte: Patrick Stein. Es war der lange verletzte Mannschaftskapitän, der in der 89. Minute damit zum Matchwinner wurde. „Für das Gemüt des Trainers war das ein Supererlebnis“, meinte direkt nach dem Abpfiff der über das ganze Gesicht strahlende Vordereifel-Coach Peter Geisen, der genau wusste, wie wichtig dieser Sieg nach zwei Auftaktniederlagen nach der Winterpause für seine Elf war.

Zuvor hatte er ein Kampfspiel gesehen, in dem seine Spieler sich gegenüber der 2:4-Niederlage vom Sonntag gegen Gönnersdorf ganz anders präsentierten. „Heute hat die Mannschaft eine ganz tolle Moral gezeigt. Was sie läuferisch und kämpferisch geboten hat, das war erste Sahne. Dass dabei nicht unbedingt ein gutes Spiel herauskommt, war uns schon klar. Ganz wichtig war, dass wir uns nach dem 0:1 nicht aus der Ruhe haben bringen lassen und den Sieg dann quasi erzwungen haben. Ich bin stolz auf meine Spieler nach diesen verdienten drei Punkten“, jubelte Geisen. Das durfte er sein, obwohl sie seine Nerven über 90 Minuten doch arg strapaziert hatten.

Zunächst war es ein Kampfspiel ohne besondere Akzente nach vorne auf beiden Seiten. Die erste nennenswerte Aktion war ein Schuss von Stein an den Außenpfosten (31.), dann zeigte Heimkeeper Daniel Wilhelmy zweimal sein Können, zuerst bei einem Schuss von Yalcin Yürek (31.) und dann einem Kopfball von Serkan Begen (40.). Auf der anderen Seite hätte Steffen Diensberg für mehr Ruhe im Spiel der SGV sorgen müssen. Ganz alleine stand er vor Begen und schob die Kugel genau dahin, wo sie nicht hin sollte – dem Torwart in die Arme (45.). Großchance schlampig vertan, es war Halbzeit. Aber Tore fielen doch noch. Zuerst servierte Dogan Cevik eine Flanke auf den sträflich freistehenden Fatih Okumus, der das dankend annahm und zum 0:1 einköpfte (72.). Geisen wechselte mit Matthias Tutas sofort die zweite, ebenfalls lange verletzte Vordereifeler „Tormaschine“ aus der Vorsaison ein. Und Tutas hatte den Ausgleich auf dem Fuß, aber der Ball versprang (77.).

Aber es kamen ja noch die beiden oben bereits beschriebenen Spielminuten, die die Eifel beben ließen und Gästetrainer Nezir Aydin den guten Schlaf aber gründlich verdorben haben dürften: „Ich bin so enttäuscht. Fußball sind 90 Minuten und die muss man hellwach und konzentriert sein. Wie kann man so ein Spiel nicht über die Bühne bringen? Das ist zum Kotzen.“

Tore:
0:1 Okumus (72.), 1:1 Stein (88.), 2:1 Stein (89.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Alexander Müller (Mendig)

Zuschauer:
100

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Williams, Geisen, Hoffmann (87. J. Hartmann), Breitbach, T. Hartmann (83. Kasperski), Bender (73. Tutas), May, Diensberg, Stein

ATA Sport Urmitz
T. Begen, Narazyan, Dill, Yürek (63. Karaman), S. Begen (75. Ostavari), Cevik, Kadir, Osipov, Kayikci, Sallashi, Okumus

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19. Spieltag
 
SG Vordereifel - FC Gönnersdorf 2:4 (0:0)

Vor dem Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga Mitte gegen den FC Gönnersdorf war Peter Geisen, Trainer der SG Vordereifel, im Prinzip guter Dinge. Nach der verdienten 2:4 (0:0)-Niederlage auf dem Kunstrasen in Kaisersesch war er es aber nicht mehr - und er hatte auch allen Grund dazu.

Nicht nur, dass seine Elf nach dem gleichzeitigen 3:1-Sieg des bisherigen Schlusslichts SG Mengerschied gegen die FSG Bengen jetzt das Tabellenende ziert (14 Punkte), es war vielmehr der viel zu harmlose Auftritt seiner Spieler, der ihm nicht gefallen konnte. "Der Gegner kommt zu oft zu leichten Toren, weil bei uns schon im Mittelfeld die Absprachen fehlen. Ich sage den Spielern immer, ihr müsst miteinander reden. Aber was willst du als Trainer machen, wenn es nicht passiert", beschrieb Geisen ein gravierendes Manko im Spiel der SG Vordereifel.

Dabei begann die Partie für die Heimelf gut. Es waren vier Minuten gespielt, als Patrick Stein aus kurzer Entfernung vor dem Gästetor frei zum Schuss kam, aber an Torwart Vincent Klee scheiterte (4.). Das wäre es gewesen, war es aber nicht. Danach tat sich lange nichts. Auffielen aber schon die vielen unnötigen Ballverluste der Eifel-SG in der Vorwärtsbewegung, und dass die Gäste so allmählich immer besser ins Spiel fanden. Die beste Chance erspielten sie sich durch Melf Hargens, der aber in Winterneuzugang Patrice Sesterhenn im Heimtor seinen Meister fand (34.). Nach der Pause agierten die Gastgeber weiter viel zu zögerlich und die letzte Aggressivität fehlte. Bezeichnend dafür war die Szene vor dem 0:1: Kim Theurer hatte auf der rechten Angriffsseite alle Zeit der Welt, präzise auf Timo Schmidgen zu flanken, der die Kugel mit einer sehenswerten Direktabnahme unter den Balken hämmerte (52.). Theurers Gegenspieler Alexander Stripling hatte ihn nicht unter Druck gesetzt. Harmlos waren auch weiterhin die Angriffsbemühungen, die oft schon im Mittelfeld verpufften.

Aber dann kam sie doch, die Minute, in der Vordereifel jubeln durfte. Es war schon genial, wie Markus May einen Freistoß von halblinks genau von der Strafraumgrenze in den Winkel zum 1:1-Ausgleich zirkelte (70.). Wer jetzt gedachte hatte, die Heimelf zündet den Turbo und startet eine Schlussoffensive, der sah sich schnell getäuscht. Wieder war Stripling viel zu lasch, ließ Tobias Felten in aller Ruhe flanken und Kevin Schütz hatte unbedrängt freie Bahn zum 1:2 (75.). Leicht aber wunderschön herausgespielt kam es dann zum 1:3 durch Hargens (80.). Vordereifel schien in dieser Spielphase nur zum Zuschauen verdammt, was auch das 1:4 durch Schmidgen schonungslos demonstrierte (86.). Offen wie ein Scheunentor zeigte sich hier die Heimdefensive. So ähnlich spielte einmal auch Gönnersdorf hinten, als sie Maxime Höger über links freie Bahn ließen, der das dankend annahm und in der Mitte Stein bediente, der zum 2:4-Endstand einnetzte (88.).

Das Tor diente lediglich noch der Ergebniskosmetik und ließ bei Geisen die Stimmung selbstredend nicht steigen. "Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber quasi eigentlich nur wenig, ganz wenig davon umgesetzt. Wollen wir unten raus, dann müssen wir jetzt überall, auch da, wo keiner mit rechnet, Punkte holen", gab er die zukünftige Marschrichtung vor. Dafür, dass seine Mannschaft das auch wirklich umsetzt, bleibt ihm allerdings nicht viel Zeit. Am Mittwoch (19.30 Uhr) schon empfängt die SG auf dem Laubacher Rasen in einem Nachholspiel den ATA Sport Urmitz (21 Punkte). Oliver Göbel vom Gönnersdorfer Vorstand, Trainer Ralph Seul war verletzt außer Gefecht, zeigte sich nicht nur mit dem Ergebnis, sondern vor allem mit den toll herausgespielten Toren mehr als zufrieden.



Nach diesem Freistoß von Markus May keimte kurz Hoffnung bei den Vordereifelern auf, es war der Treffer zum Ausgleich in Kaisersesch gegen Gönnersdorf. Aber danach schlugen die Gäste noch dreimal zu, am Ende hieß es 2:4 aus Sicht der heimischen SG.  Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Schmidgen (52.), 1:1 May (70.), 1:2 Schütz (75.), 1:3 Hargens (80.), 1:4 Schmidgen (86.), 2:4 Stein (88.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Keramettin Kara (Neuwied)

Zuschauer:
160

SG Vordereifel
Sesterhenn, Weiler, Williams, Geisen, Stripling (78. Breitbach), T. Hartmann, Bender, Diensberg (87. Höger), May, Kasperski (74. Hammes), Stein

FC Gönnersdorf
Klee, Heuser, Theurer (67. Schütz), Friedsam, Morschhausen, Schmidgen Hargens, Felten (85. Bach), Zeytinli, Krupp, Schmitz (68. Wagner)

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18. Spieltag
     
TuS Kirchberg - SG Vordereifel 1:0 (0:0)

Ein böiger Seitenwind fegte über den Kirchberger Kunstrasen. Beide Teams kamen damit gut zurecht, weil er keine Mannschaft benachteiligte. Nur Schiedsrichter Fabian Mohr ignorierte die Naturgewalt und achtete penibel darauf, dass bei jedem Ab- und Freistoß der Ball absolut ruhte, was natürlich kaum möglich war.

Nach der langen Winterpause wollte kein Starkstromfußball aufkommen. Die Spielpartner neutralisierten sich weitgehend über die gesamten 90 Minuten. Hochkarätige Torchancen wurden vergebens gesucht. Aus der ersten Halbzeit waren zwei Aktionen von Kirchberg erwähnenswert. Einmal von Torjäger Dominik Kunz, der Gästetorwart Daniel Wilhelmy umkurvt hatte, aber sein Schuss wurde vom Keeper dann mühelos entschärft. So etwas wie eine Chance bot sich Christopher Wild in der 44. Minute. Doch er verzog aus Höhe der Strafraumgrenze.

Die beste Tormöglichkeit in Durchgang eins hatte Gästestürmer Tobias Hartmann. Von Kirchbergs Abwehr alleine gelassen tauchte er vor dem TuS-Gehäuse auf, ohne aber größeren Schaden zu verursachen. Logische Folge der Darbietung war ein torloses 0:0 zur Halbzeit. "Kirchberg ist keine Laufkundschaft. Wir haben gut gespielt, mehr wollten wir heute nicht", erklärte Vordereifels Coach Peter Geisen.

Eine gute Viertelstunde nach Wiederanpfiff folgte der einzige Höhepunkt der Auftaktpartie nach dem ganzen Kirchberger Hallenzauber: Alex Singer erhielt die Kugel an der Strafraumgrenze, lief einige Schritte parallel zur Linie und schob mit links ins kurze Eck ein. "Wenn das 1:0 früher fällt, wird das Spiel interessanter", meinte TuS-Trainer Christian Schneider. Die Gäste nahmen nach dem Rückstand mehr am Spiel teil, ohne Torgefahr zu entwickeln.

So kam nach 64 Minuten der Kirchberger Winterneuzugang Sebastian Kilp zu seinem Schnupperkurs unter Wettkampfbedingungen im neuen Verein. Auch der lange verletzte Patrick Berns fügte sich nach seiner Einwechslung(70.) mit zwei Aktionen gut ein. Am Ende stand ein knapper Heimsieg für Kirchberg, den Christian Schneider so kommentierte: "Vordereifel stand sehr tief. Ich wusste, dass es schwer wird. Der Sieg ist knapp, aber verdient."

Gäste-Coach Peter Geisen meinte abschließend: "Mit dem Spiel bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht." Geisen hatte mit Matthias Bender, Markus May und Kevin Kasperski drei seiner vier Neuzugänge von Beginn an gebracht. May machte dabei die beste Figur. Der andere Neue, Torwart Patrice Sesterhenn, saß auf der Bank, Wilhelmy bekam den Vorzug. Zudem erwähnenswert: Aufstiegs-Torjäger Patrick Stein feierte nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback und wurde nach 78 Minuten eingewechselt.

Gehörten zu den besten Spielern auf dem Feld in einer zähen Partie: Kirchbergs Christopher Wild (blaues Trikot) spitzelt hier Vordereifels Neuzugang Markus May den Ball vom Fuß. Kirchberg gewann mit 1:0.   Foto: Peter Scherer 

Tor:
1:0 Singer (61.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Fabian Mohr (Strohn)

Zuschauer:
195

TuS Kirchberg
Alexandrov, Heimer (64. Kilp), Kaspar, Wild, Daum (90.+1 Kratz), Sauer, Kunz (70. Berns), Singer, Spengler, Wagner, Sagel

SG Vordereifel

 D. Wilhelmy, Stripling, Geisen, Williams, Hoffmann (60. T. Wilhelmy), Breitbach (78. Hammes), Bender, T. Hartmann, Diensberg (78. Stein), May, Kasperski
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16. Spieltag
     
FSG Bengen - SG Vordereifel 3:2 (1:1)

Die Enttäuschung in der Stimme von Peter Geisen war nicht zu überhören. „Das war beispielhaft dafür, wie man sich selbst schlägt“, sagte der Trainer der SG Vordereifel nach der 2:3 (1:1)-Niederlage seines Teams in der Fußball-Bezirksliga Mitte bei der FSG Bengen. Da die SG Eich beim 1:1 in Höhr-Grenzhausen punktete, rutschte Vordereifel auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Begonnen hatte die Partie auf dem Kunstrasen in Leimersdorf gut für die Gäste, Julian Hartmann brachte den Aufsteiger nach 12 Minuten mit 1:0 in Führung. Ein umstrittener Foulelfmeter brachte den Ausgleich: Bengens Michael Radermacher war die Entstehung allerdings schnuppe, er verwandelte zum 1:1 (42.). „Für mich war das keiner, es war ein Gewühl und ein Bengener ließ sich fallen“, sagte Geisen, der in einer Situation danach eher einen Strafstoß für die FSG gegeben hätte, aber da blieb die Pfeife stumm. Geisen hatte ach 25 Minuten schon Alex Stripling auswechseln müssen, da er sich bei einem langen Schritt eine Muskelverletzung zuzog.

In der zweiten Hälfte waren zehn Minuten gespielt, als ein krasser Stellungsfehler in der Vordereifeler defensive das 2:1 für die Gastgeber durch Jeset Akwapay begünstigte. „Wir hatten gar keinen Druck in dieser Szene und hätten locker klären können“, ärgerte sich Geisen. Seien Elf kam aber wieder zurück und Julian Hartmann besorgte eine Viertelstunde vor Schluss mit seinem zweiten Treffer das 2:2. Kurz darauf sah FSG-Spielertrainer Akwapay die Gelb-Rote Karte und Geisen hatte das Gefühl, „dass Bengen ab da mit dem 2:2 zufrieden war“. Der Vordereifeler Trainer wäre das auch gewesen, aber es sollte anders kommen. Weil Vordereifel wieder einen groben Schnitzer machte. Erst wurde der Ball laut Geisen völlig unnötig im Aufbauspiel verloren, danach folgte 25 Meter vor dem eigenen Tor ein überflüssiges Foul. Es waren noch drei Minuten zu spielen, Radermacher trat an und traf direkt. „in der Nachspielzeit hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen, ein Bengener hat Matthias Adams bei einem Abwehrversuch im Gesicht getroffen.“ Allerdings gab es den Elfer nicht, stattdessen aber die zehnte Niederlage für die SGV.

Tore:
0:1 J. Hartmann (12.), 1:1 Radermacher (40. FE), 2:1 Akwapay (62.), 2:2 J. Hartmann (75.), 3:2 Radermacher (86.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Akwapay (Bengen) wg. wdh. Foulspiels (82.)

Schiedsrichter:
Viktor Baur (Daun)

Zuschauer:
60

FSG Bengen
Wäsch, Wilden, Giffels, Dahr, Radermacher (90. Sulewski), Münch, Akwapay, Rieder (90. Krahforst), Reich (80. Ley), Hayduroglu, Nolden

SG Vordereifel

D. Wilhelmy, Weiler Krämer (70. Höger), Williams, Stripling (25. Adams), T. Hartmann, Geisen, J. Hartmann, T. Wilhelmy, Diensberg, Hammes
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15. Spieltag
     
SF Höhr-Grenzhausen - SG Vordereifel 1:2 (1:0)

Ganz wichtiger Auswärtserfolg im Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga Mitte für die SG Vordereifel: Mit 2:1 (0:1) gewann der Aufsteiger bei den SF Höhr-Grenzhausen und verbesserte sich mit 14 Punkten auf den drittletzten Tabellenplatz.

„Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, war der Sieg überlebensnotwendig“, atmete Vordereifels Trainer Peter Geisen durch. Er hatte zunächst ein Spiel ohne Torchancen gesehen, es gab zumeist Zweikämpfe im Mittelfeld zu sehen. „Wir hatten zwar ein, zwei Dinger, die ein gesunder Matthias Tutas vielleicht macht“, sagte Geisen. Aber Tutas war nicht gesund, er hatte Leistenprobleme, die auf dem Höhrer Kunstrasen immer schlimmer wurden und nach 30 Minute zu seiner Auswechslung führten, für ihn kam Matthias Adams. Da stand es schon 0:1 aus Sicht der Gäste. In der 24. Minute hatte sich Vordereifels Torwart Daniel Wilhelmy auf ein „eins gegen eins“ mit Arthur Braun eingelassen, verlor den Ball nach einem anschließenden Fehlpass und Simon traf zum 1:0-Halbzeitstand ins leere Tor.

Nach der Pause versuchte Vordereifel alles, um die Partie zu drehen. Es war zwar auch in dieser Phase kein hochklassiges Spiel, aber die Gäste kämpften um den Ausgleich. Der fiel nach einer Stunde durch Tim Wilhelmy, der einen Handelfmeter sicher verwandelte. Es sollte aber noch besser kommen – und zwar in der 82. Minute: Alex Stripling war auf der linken Seite auf die Reise geschickt worden, machte einen Schlenker nach innen und traf aus 17 Metern ins lange Eck. Bei den Gastgebern war die Aufregung groß, denn sie hatten Stripling zuvor im Abseits gesehen. Geisen sah das etwas anders: „Ich weiß nicht, ob es Abseits war. Alex kam mit Tempo aus der Tiefe, schwer zu sagen. Aber im Endeffekt interessiert es mich auch nicht.“ Geisen hätte sich vielmehr im Anschluss gewünscht, dass seine Elf den einen oder anderen Konter besser ausgespielt hätte, um mit dem 3:1 für Ruhe zu sorgen.

So blieb es bis zum Schluss eng und hektisch und ein Freistoß der Gastgeber landete in der Nachspielzeit an der Latte, aber die Vordereifeler brachten den Sieg über die Zeit und feierten nach fünf Niederlagen in Folge wieder einen Dreier, der ihnen im Abstiegskampf sehr viel weiterhilft. „Wir haben gesagt, dass wir punkten müssen und das haben wir getan“, freute sich Geisen.

Tore:
1:0 Fein (27.), 1:1 T. Wilhelmy (60. HE), 1:2 Stripling (82.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Daniel Berger (Kettenhausen)

Zuschauer:
75

SF Höhr-Grenzhausen
Klauer, Sprenger, Schmidt, Roenspies, Müller (69. Tries), Braun, Fein, Schnug, Saal, Carrozzo, Blatt (86. Wasserburger)

SG Vordereifel

 D. Wilhelmy, Weiler, Williams, Geisen, Stripling, J. Hartmann (72. Hammes), T. Hartmann, Pohl (66. Hoffmann), T. Wilhelmy, Diensberg, Tutas (37. Adams).
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14. Spieltag
 
SG Vordereifel - FC Metternich 1:4 (0:1)

Dass es für die SG Vordereifel als Aufsteiger und ohne große personelle Verstärkungen in der Fußball-Bezirksliga Mitte eine harte Saison werden würde, stand ohne Zweifel schon vor dem ersten Anpfiff fest. Dass man nach 14 Spieltagen und der 1:4 (0:1)-Niederlage gegen den Tabellenzweiten FC Metternich auf dem heimischen Rasen in Laubach zusammen mit der SG Mengerschied und mit nur elf Zählern im Sack ganz unten im Tabellenkeller steht, davon hatte man natürlich nicht geträumt.

Aber mit Metternich hatte ein Gegner in der Eifel gastiert, der zu Recht ganz oben steht und mit erst zehn Gegentoren die beste Abwehrreihe der Liga stellt. Aber die Heimelf war gegenüber den Auftritten zuvor und vier Niederlagen in Folge nicht wiederzuerkennen. Sie zeigte ein engagiertes und kampfstarkes Spiel, allerdings gegen einen Gegner, der ruhig, technisch stark und durchdacht sein Spiel aufzog. „Für mich ist Metternich von der Qualität und der Spielanlage her die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben“, zollte Heimtrainer Peter Geisen dem FC ein großes Lob.

Sein Kollege Dominik Treis kennt natürlich sein Team und wollte Geisen nicht widersprechen. Er wusste aber auch, dass man gegen eine Elf, die unbedingt gewinnen will, sein Spiel erst mal durchziehen muss. Dass war seinen Spielern in Laubach gelungen. „Ich bin zufrieden, weil wir zum Aufstieg jeden Punkt brauchen. Das Spiel haben wir von Anfang an gut kontrolliert und ich glaube, man hat auch gesehen, dass wir eine gewachsene Mannschaft mit einer gewissen Spielphilosophie sind, die wir in diesem Jahr sogar noch etwas optimieren konnten.“

Zum Spiel: Geisen hatte umgestellt, sein Sohn Max war im Wechsel mit Algin Williams aus der Innenverteidigung nach vorne gerückt, was sich nach einer anfänglichen Nervosität durch alle Reihen aber positiv bemerkbar machte. Im Nachhinein wäre es interessant gewesen, wie man sich in dieser Konstellation und viel freieren Köpfen in den verlorenen Spielen gegen die Mitabstiegskonkurrenten aus Rheinböllen und Plaidt präsentiert hätte. Sei es drum, Metternich war etwas anderes und zeigte das mit einer seelenruhigen Spielweise und dem Lauern auf gegnerische Fehler, die kamen. Vordereifel hatte im Metternicher Strafraum den Ball verloren, die Abwehr war zu weit aufgerückt, und Jonas Simek schloss den Konter sicher zum 0:1 ab (16.). Aber die Heimelf ließ sich nicht demotivieren, zeigte gute Ansätze, kämpfte aufopferungsvoll und gestaltete die Partie ausgeglichen. Erst kurz vor dem Pausenpfiff kam die Treis-Elf noch zu zwei guten Chancen. Zuerst schaffte es Anton Grasmik, den Ball freistehend aus drei Metern über den Kasten zu schaufeln (45.), dann rettete Heimtorwart Daniel Wilhelmy glänzend gegen Simek (45.+1).

Nach der Pause blitzte dann die Metternicher Klasse wieder auf, als Dennis Stiefenhofer mit einem langen Ball Timo Hoffmeyer auf Reisen schickte, der überlegt zum 0:2 einnetzte (51.). Dieses Tor fiel genau in die Phase, als Vordereifel auf dem besten Weg war, gut ins Spiel zu finden. Aber es wäre trotz des Gegentreffers noch möglich gewesen. Alexander Stripling lief alleine aufs Tor zu, aber viel zu zaghaft landete sein Ball bei Gästekeeper Carsten Gerharz (56.). Dann vergab Matthias Adams freistehend eine Riesenchance (63.). „Wenn wir hier das 1:2 machen, dann hätten wir auch weiter die Möglichkeit auf einen Punkt gehabt. Leider ist uns das nicht gelungen“, bemerkte Geisen.

Ein leichtfertiger Abwehrfehler verschaffte Simek dann das Tor zum 0:3 (67.). Sein Tor zum 0:4 war ein Kracher in den Winkel nach einem schönen Zuspiel von Hoffmeyer (79.). Aber auch der Gastgeber zeigte, dass er das Toreschießen nicht ganz verlernt hat. Goalgetter Matthias Tutas netzte ein Zuspiel von Adams konzentriert zum 1:4-Endstand ein (81.). Etwas Ergebniskorrektur hätte noch gelingen können, aber nach einem Eckball verfehlte Williams das Gehäuse nur knapp (89.).

„Natürlich kann ich nicht zufrieden sein, wenn man auf eigenem Platz mit 1:4 verliert. Ich bin aber auch nicht ganz unzufrieden, weil meine Elf heute mit Willen und Einsatz gespielt hat. Ich hatte ja mal 20 Punkte als Ziel vor der Winterpause vorgegeben. Jetzt haben wir noch drei Spiele, die müssen wir halt nur gewinnen“, schmunzelte Geisen und ihm war anzusehen, dass die Enttäuschung ob der Niederlage gegen einen bärenstarken Gegner sich doch etwas in Grenzen hielt.



Timo Hoffmeyer (in Blau, im Zweikampf mit Vordereifels Steffen Diensberg) markierte das 2:0 für den FC Metternich beim 4:1-Sieg der Gäste in LaubachFoto: Alfons Benz


Tore:
0:1 Simek (16.), 0:2 Hoffmeyer (51.), 0:3, 0:4 Simek (67.,79.), 1:4 Tutas (81.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Nicole Justen (Kälz)

Zuschauer:
120

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Krämer (46. Hoffmann), Williams, Stripling, Geisen (68. Pohl), T. Hartmann , J. Hartmann (46. Adams), Diensberg, Tutas

FC Metternich
Gerharz, Kühl-Decker, Stiefenhofer (68. Volk), Zorlu, Hoffmeyer, Menten, Fast, Felber (64. Roll9, Wagner, Simek, Grasmik (82. Buckler)

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13. Spieltag
     
TuS Rheinböllen - SG Vordereifel 5:2 (2:1)

Wenn Benjamin Reiner dabei ist, dann gewinnt auch Rheinböllen. Das war bisher immer so in dieser Saison. Reiner arbeitet mittlerweile in der Schweiz und steht dem TuS nur noch sporadisch zur Verfügung. Am Freitag war er im Lande und bildete gegen Vordereifel wie gehabt das Sturmduo mit seinem älteren Bruder Oliver. Eine Brüder-Koproduktion brachte Rheinböllen auch nach nur 100 Sekunden in Front. Aber es waren nicht die Reiners, die den TuS jubeln ließen, sondern das Geschwister-Paar Flesch: Der jüngere Dennis köpfte einen Freistoß seines älteren Bruders Tim zum 1:0 für Rheinböllen ein (2.). Bemerkenswert: Es war das 18. TuS-Saisontor und fast alle hat Tim Flesch vorbereitet.

Der etwas ersatzgeschwächte Aufsteiger aus Müllenbach und Umgebung, bei dem Sturm-Ass Matthias Tutas doch spielen konnte, war allerdings kaum geschockt: Nach elf Minuten glich Tim Wilhelmy bereits zum 1:1 aus. Nach einem Querpass war die Rheinböllener Abwehr nicht gut sortiert, Wilhelmy nutzte den Raum und schloss ins lange Eck ab.

Dann schlug aber die Stunde von Benjamin Reiner: Aus rund 20 Metern hämmerte der Stürmer den Ball in den rechten oberen Torwinkel zum 2:1 für die Platzherren (23.). Das war auch der Pausenstand, denn Vordereifels Algin Williams ließ in der 34. Minute die große Chance zum erneuten Ausgleich leichtfertig liegen.

Nach dem Kabinengang geriet Rheinböllen ins Schwimmen, Rafal Czarnecki musste per Kopf auf der Linie klären (50.), ehe die große "Gebrüder-Reiner-Show" begann. Innerhalb von zwei Minuten setzte Benjamin seinen Bruder Oliver zweimal in Szene, zweimal schlug der Ball im Vordereifel-Netz ein. Rheinböllen erhöhte durch die Saisontore sieben und acht von Oliver Reiner auf 4:1 (67., 69.). In der Nachspielzeit gab es noch zwei Tore: Florian Breitbach verkürzte auf 2:4, ehe TuS-Kapitän Philipp Steigerwald das 5:2 markierte. Perfekt war der dritte Saisonsieg.

Trainer Peter Ritter war dementsprechend gut gelaunt: "Unsere Tore waren schon stark gemacht. Aber das Spiel war weiß Gott nicht einfach, wir mussten höllisch aufpassen, vor allem nach der Pause."


Tore:
1:0 D. Flesch (2.), 1:1 T. Wilhelmy (11.), 2:1 B. Reiner (23.), 3:1 und 4:1 O. Reiner (67., 69.), 4:2 Breitbach (90.+1), 5:2 Steigerwald (90.+2).

Besonderheiten:
Gelb-Rot für B. Reiner (Rheinböllen, 84.)

Schiedsrichter:
Lukas Liesch (Dill)

Zuschauer:
103

TuS Rheinböllen
Reifenschneider, Augustin, Ruof, Kuznecov (87. Günster), D. Flesch, Rogala (46. Helmerich), Steigerwald, T. Flesch, Czarnecki (70. Acht), O. Reiner, B. Reiner

SG Vordereifel

 D. Wilhelmy, Hoffmann (66. Hanke), Krämer, Williams, T. Hartmann, Weiler, J. Hartmann, Tutas (86. Breitbach), Geisen, Adams, T. Wilhelmy.
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12. Spieltag
 
SG Vordereifel - FC Plaidt: 2:3 (0:1)

Es war ein trüber Novemberabend in Laubach. Und für die Fußballer der SG Vordereifel war die Stimmung nach der 2:3 (0:1)-Niederlage im Kellerduell der Bezirksliga Mitte gegen den FC Plaidt noch trüber.

Zu Gast beim Tabellenvorletzten (11 Punkte) war der Viertletzte (13 Punkte). Im Vorfeld der Partie hatte SG-Trainer Peter Geisen aus diesem wichtigen Spiel drei Punkte gefordert, um so einen kleinen Sprung aus dem Dunkel des Tabellenkellers zu machen und in den Spielerköpfen eine Wende einzuleiten. Aber es kam ganz anders. Bereits nach fünf Minuten lag man mit 0:1 zurück. „An diese frühen Gegentore haben wir uns ja schon gewöhnt“, meinte Geisen sarkastisch. Und es war wieder so ein Tor der Kategorie „vermeidbar“. Im Mittelfeld gingen zwei Zweikämpfe verloren, und Dane Irmgartz zog aus 35 Metern unbedrängt ab. Lange, lange war der Ball in der Luft und senkte sich hinter dem wie angewurzelt auf der Linie verharrenden Torwart Daniel Wilhelmy zum 0:1 ins Vordereifeler Netz (5.). „Das war doch ein Sonntagsschuss, mit dem keiner gerechnet hatte“, sagte der nicht ganz schuldlose Tormann. Der Gastgeber wirkte danach wie gehemmt. Sehr nervös fand man nie richtig ins Spiel. Zwar hatte man mehr Ballbesitz, aber nur mit langen Bällen nach vorne konnte der dort alleine agierende Angreifer Matthias Tutas nichts anfangen. „Immer diese Holzbälle“, monierte Geisen verärgert von der Seitenlinie.

Die Gäste lauerten auf Konter und kamen zu Riesenmöglichkeiten. Es kam aber auch die Zeit von SG-Keeper Wilhelmy. Dreimal innerhalb kürzester Zeit hielt er zuerst gegen Sven Jakobs (31.), dann gegen Murat Yamuk (32.) und schließlich gegen Irmgartz (33.) seinen Kasten glänzend sauber. Nach der Pause trat Vordereifel etwas zielstrebiger auf, konnte in der 50. Minute ein Durcheinander in der Gästeabwehr aber nicht in Zählbares ummünzen. Im Gegenteil, auf der anderen Seite verhalf man dem Gegner zu leichten Toren. Völlig unnötig holte Peter Hoffmann an der Torauslinie Yamuk von den Beinen – und Christoph Ferenc verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 0.2 (59.). Aber es kam noch schlimmer. Diesmal war es Innverteidiger Jochen Krämer, der ohne große Not Jakobs im Strafraum foulte. Satbir Singh ließ sich diese Chance vom Elfmeterpunkt zum 0:3 nicht entgehen (69.).

Etwas verpufft war damit auch das Vordereifeler Signal zum Generalangriff. In der 63. Minute hatte Geisen mit Alexander Stripling, Tim Wilhelmy und Patrick Pohl gleich drei neue Spieler für Hoffmann, Tobias Hartmann und Matthias Adams aufs Feld geschickt. Hoffnung keimte dann jedoch in der 74. Minute auf, als Stripling aus spitzem Winkel das 1:3 markierte. Die nächste Einschussmöglichkeit hatten jedoch wieder die Gäste. Reaktionsschnell verhinderte Wilhelmy gegen Maximilian Hilt (82.) Schlimmeres. Viel zu spät kam der Anschlusstreffer zum 2:3-Endstand durch Matthias Tutas, dessen abgefälschter Freistoß in den Plaidter Maschen landete (90.+2). Gästetrainer Volker Schambach hatte allein wegen der zahlreichen vergebenen Torchancen einen hochverdienten Sieg ausgemacht. Sein Kollege Geisen meinte: „Wir hatten den Sieg heute nicht verdient, und Plaidt hat die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Aber wer weiß schon, wie das Spiel ohne die unnötigen Elfmeter gelaufen wäre. Eins weiß ich aber genau: Plaidt hat man angemerkt, worum es heute ging. Das wussten wir zwar auch, haben es aber nie umgesetzt.“ Für seine Mannschaft bedeutet das, man steckt weiter ganz tief im Tabellenkeller. Plaidt machte dagegen mit jetzt 16 Punkten einen Sprung nach vorne auf Rang neun.



Vordereifel (in Rot, mit Lukas Weiler) musste im Nachholspiel gegen Plaidt oft hinterherlaufen und verlor die wichtige Partie mit 2:3. Weiler wurde am Spieltag 26 Jahre alt, viel zu feiern gab es aber nicht. Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Irmgartz (5.), 0:2 Ferenc (59., Foulelfmeter), 0:3 Singh (69., Foulelfmeter), 1:3 Stripling (74.), 2:3 Tutas (90.+2).

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Athanasios Fasoulas (Ahrbrück)

Zuschauer:
100

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Geisen, Krämer, Hoffmann (63. Stripling), Williams, T. Hartmann (63. T. Wilhelmy), J. Hartmann, Diensberg, Adams (63. Pohl), Tutas

FC Plaidt
Ndolumingu, Vogt, Zorlu, Irmgartz, Yamuk, Lenarz (55. Hilt), Jakobs, Singh, Ferenc, Marder (73. Nübel), Schneider (80. Löhndorf)

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11. Spieltag
     
SG Andernach - SG Vordereifel 6:1 (3:0)

Die SG Vordereifel wollte ursprünglich beim Tabellenführer SG Andernach nicht in Ehrfurcht erstarren. Daraus wurde aber nichts, der Aufsteiger verlor in der Fußball-Bezirksliga Mitte mit 1:6 (0:3) und muss sich nun in der Tabelle zwei Plätze tiefer einordnen – und zwar auf dem zwölften Rang.

Den ersten Dämpfer für die Gäste gab es schon vor Spielbeginn, denn Stürmer Patrick Stein musste verletzungsbedingt passen, er war beim Aussteigen aus seinem Auto auf einem Bordstein nach innen umgeknickt. „Ich hoffe nicht, dass die Bänder alle durch sind, aber er kann kaum gehen, ich befürchte das Schlimmste“, sagte Vordereifels Trainer Peter Geisen. Schlimm war aber auch, was er sich von außen im Spiel ansehen musste. „Wir hatten uns eine Taktik zurecht gelegt und wollten im 4-3-3 den Spielaufbau der Andernacher stören, aber haben nichts davon umgesetzt.“ Zudem war von Selbstvertrauen bei seiner Elf nichts zu sehen: „Ich habe nichts dagegen, wenn man Respekt hat, aber keine Ehrfurcht oder Angst, das ärgert mich eigentlich am meisten. Man kann ja in Andernach verlieren, aber das war mir zu verhalten. Wir hatten eine Fehlpassquote von vielleicht 70 Prozent.“ Beispielhaft war für Geisen die Entstehung des 1:0 der Gastgeber, als der Ball nach einer Ecke von Kim Kossmann geklärt wurde, dann wieder Kossmann in die Füße gespielt wurde, die folgende Flanke wieder geklärt wurde, erneut zu Kossmann gespielt wurde, bevor dessen dritter Versuch am langen Pfosten Philipp Oster als Abnehmer fand (9.). Zur Pause stand es 3:0 durch Georg Egerov (26.) und Slawa Schipunow (38.), nach Wiederanpfiff schnell 5:0 durch Schipunow (49.) und Daniel Neunheuser (51.). Algin Williams blieb der Ehrentreffer vorbehalten (53.), den Schlusspunkt setzte indes Andernachs Jan Hawel (79.). Geisens Fazit: „Wir waren chancenlos, Andernach hat auf unsere Fehler gewartet und uns teilweise gnadenlos ausgekontert.“

Die Andernacher (in Blau) gestatteten der SG Vordereifel nicht viel allzu viele Spielanteile. Am Ende gewann die SG standesgemäß mit 6:1.
Foto: Andreas Walz

Tore:
1:0 Oster (10.), 2:0 Egorov (25.), 3:0 Schipunow (32.), 4:0 Schipunow (49.), 5:0 Neunheuser (54.), 5:1 Williams (55.), 6:1 Hawel (79.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Philipp Benner (Koblenz)

Zuschauer:
125

SG Andernach
Nett, H. Külahcioglu (60. Unruh), D. Kossmann, Hawel, K. Kossmann (75. Zeneli), Neunheuser, Oster, Schipunow, Egorov, Begen, F. Külahcioglu (66. Chamnankit)

SG Vordereifel

 D. Wilhelmy, Weiler, Krämer, Geisen (75. T. Wilhelmy), Hoffmann, T. Hartmann, Diensberg, Williams, J. Hartmann, Tutas (70. Hammes), Adams (75. Pohl)
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10. Spieltag
 
SG Vordereifel - FC Cosmos Koblenz 0:2 (0:1)

Wenn das mal für die Fußballer der SG Vordereifel kein Spiel zum Vergessen war. Im Heimspiel der Bezirksliga Mitte ging man gegen Cosmos Koblenz mit 0:2 (0:1) unter, und dass es keine wirkliche Klatsche wurde, lag einzig und allein am guten Torwart Daniel Wilhelmy.

Und Trainer Peter Geisen wollte die Niederlage auch nicht dem Umstand zuschreiben, dass mit Torjäger Patrick Stein und Linksverteidiger Alexander Stripling zwei etatmäßige Spieler fehlten. Er redete Klartext: „Was wir heute gezeigt haben, war einfach zu wenig. Aber das gilt nicht nur für heute, sondern generell für die Spielklasse. Nie hatten wir einen Zugriff zum Spiel. Cosmos war uns technisch und läuferisch überlegen und immer einen Tick schneller. Daniel Wilhelmy haben wir zu danken, dass wir nicht wirklich untergingen.“

In der Tat, die einheimischen Zuschauer sahen eine Heimelf, die direkt nach dem Anpfiff noch im Tiefschlaf zu sein schien. 45 Sekunden waren gespielt, als Recep Barut, der Zwillingsbruder von Top-Torjäger Ismail (sieben Treffer), auf rechts sträflich allein gelassen seelenruhig zum 0:1 einschieben durfte (1.). „Hier muss sich jeder von der Einstellung her mal hinterfragen, wie er in dieses Spiel reingegangen ist. Das kann doch nicht sein“, monierte Geisen den Auftritt seiner Spieler.

Nie hatte man das Gefühl, die Elf könnte den Hebel mal auf Spielbetrieb umlegen. Cosmos störte früh und kam zu weiteren Chancen. Die größte vergab Barut gegen eine völlig von der Rolle spielende Heimabwehr allerdings zu zaghaft. Freistehend vor Wilhelmy landete sein Kullerball in dessen Händen (20.). Auch der Austausch zur zweiten Hälfte auf der linken Vordereifeler Defensivleiste von Tim Wilhelmy für den unglücklich agierenden Peter Hoffman brachte nichts. Keeper Wilhelmy wurde erst recht gefordert. Zuerst holte er einen Ball von Armagan Aydogdu aus dem Winkel (52.), dann holte er die Kugel in letzter Sekunde Barut vom Fuß (53.). In der 58. Minute war er aber machtlos. Aydogdu schickte nach einer erneuten Heimschläfrigkeit Albert Buhler auf Reisen, der überlegt zum 0:2-Endstand einlochte.

Eine halbe Stunde war noch zu spielen, als Geisen seinen Sohn Max von der Innverteidigung nach vorne beorderte, aber ohne sichtbaren Erfolg. Im Gegenteil, mehrmals war wieder Torwart Wilhelmy gefordert, der auch weit außerhalb des Strafraums vorbildlich klärte. „Wenn der Torwart schon der beste Feldspieler ist, dann sagt das doch alles“, lautete der sarkastische Kommentar seines tief enttäuschten Trainers.

Eine Vordereifeler Torchance suchte man vergeblich. Mit ganz viel Wohlwollen, sah man die erste in der 85. Minute, als Max Geisen ein Zuspiel von Tobias Hartmann aus guter Position kläglich am Kasten vorbei schob. Die zweite war ein Schuss von Matthias Adams in der 91. Minute, der aber in den Armen von Gästetorwart Tim Renda landete. „Heute hatten wir wieder so ein Spiel, wo wir mit drei Punkten in der Tabelle einen wichtigen Schritt nach vorne hätten machen können. Wir haben es aber wieder nicht geschafft und müssen jetzt gucken, wie wir damit klar kommen“, so Geisen weiter.

Sein Kollege Erkan Aydogan strahlte: „Wir haben hoch verdient gewonnen. Es hätte auch höher ausfallen können, aber was soll es. Drei Punkte sind drei Punkte.“ Drei Punkte, die der SG Vordereifel fehlen. Mit weiterhin elf Punkten auf der Habenseite behält man zwar Tabellenrang zehn, aber der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt lediglich mal einen Zähler.

Hier klärt Vordereifels Torwart Daniel Wilhelmy (links) in höchster Not vor einem Akteur von Cosmos Koblenz. Kein Bild mit Seltenheitswert. Die Gäste siegten in Laubach völlig verdient mit 2:0.  Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Barut (1.), 0:2 Buhler (58.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Hamid Rostamzada (Mayen)

Zuschauer:
170

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Geisen, Krämer, Hoffmann (46. T. Wilhelmy), Williams, T. Hartmann, J. Hartmann, Diensberg, Hammes (61. Adams),Tutas

FC Cosmos Koblenz

Renda – Zymelka, Künzel, Ergat, Petrovici, Varelis (74. Asici), Buhler, Aydogdu, Barut (71. Issa), Cako, Mehmetaj
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9. Spieltag
     
SG Mengerschied - SG Vordereifel 3:5 (1:2)

Dritte Heimpleite in Folge für die SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth in der Fußball-Bezirksliga Mitte: Beim 3:5 (1:2) gegen den Aufsteiger SG Vordereifel kassierten die Gastgeber nicht nur das 13. Gegentor in den vergangenen drei Heimspielen, sondern stürzten auch auf einen Abstiegsplatz ab. Vordereifel zog in der Tabelle vorbei.

Früh ging die Heim-SG durch Thomas Werner mit 1:0 in Führung (3.). Einen Spielzug zuvor hatte Gästestürmer Matthias Tutas den Außenpfosten getroffen. Der zweite Vordereifeler Angreifer mit Torgarantie, Patrick Stein, scheiterte an Björn Moldenhauer (4.). Drei Großchancen in vier Minuten, das ließ sich gut an, dachten sich die Zuschauer. Zumal Patrick Sehn- Henn in der achten Minute mit seinem schwachen rechten Fuß aussichtsreich das Gästegehäuse knapp verfehlte.

Die Aufsteiger aus der Eifel präsentierte sich spielerisch auf einem guten Niveau. Vor allem der starke Linksfuß, Steffen Diensberg, brachte die Heimabwehr mit seinen präzisen Flanken in einige Verlegenheiten. Er war es auch, der die Flanke zum 1:1 schlug. Mit seinem vierten Bezirksligatreffer nahm Tutas die Vorbereitung mit dem Kopf dankend an. Sein kongenialer Sturmpartner aus der Aufstiegssaison, Patrick Stein, schaffte sogar vor dem Seitenwechsel das 2:1 für die Gäste. Nach einer schönen Kombination war er rechtzeitig zur Stelle, um die Gästeführung zu besorgen. Elfmeter oder nicht? Das ist nach alter Fußballweisheit immer das Gleiche: Entscheidend ist, was der Schiedsrichter macht. Benedikt Müller aus Blankenrath zeigte nach einem Foul von Steven Tittel an Tutas auf den Punkt, Stein verwandelte zum 1:3 (47.). Einige enttäuschte, einheimische Zuschauer traten schon die Heimreise an. Sie tippten auf ein weiteres 1:4, was sie sich nicht mehr antun wollten.

Mengerschied konterte aber. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Lars Herrmann schlug Daniel Georg mit dem 2:3 zu (49.). In der anschließenden Spielzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. „In der zweiten Halbzeit haben wir wenigstens gekämpft“, erkannte SGM-Trainer Andreas Auler. Das 2:4 von Tutas ärgerte ihn dennoch. Nach einigen Querschlägern im eigenen Strafraum verlor Mengerschieds Keeper Björn Moldenhauer das Spielgerät aus den Augen, schon war der alte Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt (53.).

Erneut war es Georg, der den Funken Hoffnung aufrecht erhielt. Alleine vor Gästetorwart Daniel Wilhelmy gelang im zweiten Versuch der 3:4-Anschlusstreffer (66.). „Nach zweimaliger Zwei-Tore-Führung haben wir uns unnötig in Schwierigkeiten gebracht“, monierte Gästetrainer Peter Geisen. Es hätte noch übler kommen können. Der sich jenseits seiner Bestform befindenden Patrick Sehn-Henn versemmelte zuvor schon den Anschlusstreffer fahrlässig.

Es reichte nicht zum Ausgleich. Im Gegenteil: Der eingewechselte Julian Hammes besiegelte die erneute Mengerschieder Heimniederlage mit dem 3:5 in der 80. Minute. Der Pfostenschuss von Vordereifels Max Geisen (86.) war nur noch eine Randnotiz. „Was wir hinten für Dinger drehen und vorne aus drei Metern das Tor nicht treffen, das ist unglaublich“, war Auler fassungslos.

Merlin Kubandt (beim Schuss) feierte sein Debüt für die neu gegründete SG Mengerschied/Unzenberg/Sargenroth. Es half nichts, denn die SGM unterlag der SG Vordereifel (in Rot, von links mit Algin Williams, Julian Hartmann, Julian Hammes und Simon Göbel) mit 3:5. Foto: B&P Schmitt

Tore:
1:0 Werner (3.), 1:1 Tutas (27.), 1:2 Stein (42.), 1:3 Stein (Foulelfmeter, 53.), 2:3 Georg (55.), 2:4 Tutas (59.), 3:4 Georg (72.), 3:5 Hammes (85.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Benedikt Müller (Blankenrath)

Zuschauer:
192

SG Mengerschied
Moldenhauer, Kaiser, Schneberger, Herrmann, Wickert, Dämgen, Sehn-Henn, Tittel, Georg, Werner, Steffens (53. Kubandt)

SG Vordereifel

 D. Wilhelmy, Stripling, Krämer (36. Hoffmann), Williams, T. Hartmann (47. Hammes), Weiler (75. Göbel), Stein, J. Hartmann, Tutas, Diensberg, Geisen
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8. Spieltag
 
SG Vordereifel - TSV Emmelshausen 1:4 (1:0)

Es sollte für die SG Vordereifel am achten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte der dritte Sieg in Folge werden. Aber der TSV Emmelshausen als Gast auf dem Kaisersescher Waldsportplatz machte da nicht mit und nahm mit einem hochverdienten 4:1 (0:1)-Erfolg die drei Punkte mit in den Hunsrück. Während die Eifel-SG mit acht Punkten weiter auf Tabellenrang zwölf verharrt, machte der TSV mit jetzt elf Punkten auf der Habenseite einen Sprung nach vorne auf Platz sechs.

Gästetrainer Marco Pfeffer war deshalb auch zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. „Am Anfang hatten wir mal wieder einige Probleme, was aber auch an dem engen Rasenplatz lag. Vordereifel hat bei der Auswahl an Plätzen nicht gerade den besten ausgewählt. Wir konnten das ja nicht ändern, und tun uns auf so einem Platz zunächst schwer. Aber mein Gefühl war, der Gegner bricht nach der Pause konditionell ein, und wir haben das dann klasse gemacht.“

In der Tat dominierten die Gäste nach der Pause die Partie klar und kamen auch zu ihren Toren. Aber es hätte auch anderes ausgehen können. 23 Minuten waren in einer bis dahin ausgeglichenen Partie gespielt, als Patrick Stein ein Zuspiel von Matthias Tutas zum 1:0 abschloss. Er profitierte dabei aber von einem groben Fehler von Torwart Lukas Will I, dem die haltbare Kugel unter dem Körper durchrutschte. Kurz darauf kam Stein erneut zum Schuss, in einer gemeinsamen Aktion waren sich Will I und Andreas Retzmann in die Schussbahn, Tor verhindert (25.).

Es war die stärkste Vordereifeler Phase, die fast mit dem Pausenpfiff hätte gekrönt werden können. Aber die Direktabnahme von Julian Hartmann nach einem Ball seines Bruders Tobias landete genau in den Armen von Will I (45.).

Nach dem Pausentee legte die Pfeffer-Elf dann so richtig den Vorwärtsgang ein, kam aber nochmals glimpflich davon, als Stein eine maßgerechte Hereingabe von Steffen Diensberg viel zu harmlos mit dem Kopf dem Gästekeeper in die Hände nickte (50.). Dann endlich jubelte man auf Hunsrücker Seite. Der alles überragende Tobias Lenz steckte die Kugel in die Spitze zu Martin Weber, der überlegt zum 1:1 einlochte (60.). Trotz eines Spiels in nur eine Richtung dauerte es bis zur 75. Minute, als Lenz seine Leistung mit dem Treffer zum 1:2 krönte. Das 1:3 durch Marcel Christ (82.) und das 1:4 durch Andreas Retzmann mit dem Schlusspfiff (90.) fielen dann noch unter gnädiger Mithilfe der Vordereifeler Defensive.

SG-Trainer Peter Geisen war etwas ratlos: „Ich weiß nicht so recht, woran es lag. Vielleicht waren wir noch müde vom Pokalspiel am Mittwoch. Emmelshausen war spritziger, frecher und gedanklich einfach besser. Nach der Pause haben wir doch kaum einen Zweikampf gewonnen, wenn überhaupt einen.“

Pfeffer hatte noch ein Sonderlob für Lenz parat: „Tobias spielt seit drei Wochen überragend. Er ist unser Kopf und alles was er macht, hat Hand und Fuß.“ Und der Gelobte selbst, dessen Vater aus Düngenheim stammt, sagte: „Man freut sich über jeden Sieg und jedes Tor. Aber heute war es schon was besonderes, wenn der Opa und die Tante am Rand stehen. Die Reise in die Eifel hat sich gelohnt.“

Tobias Lenz (links) war der überragende Mann auf dem Kaisersescher Waldsportplatz: Der Emmelshausener drehte mit einer Vorlage und einem Treffer die Partie gegen die SG Vordereifel (rechts Max Geisen). Am Ende gewann der TSV mit 4:1 in der Eifel. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Stein (23.), 1:1 Weber (60.), 1:2 Lenz (75.), 1:3 Christ (82.), 1:4 Retzmann (90.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Torsten Schlösser (Mürlenbach)

Zuschauer:
150

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler (80. Hoffmann), Geisen, Krämer, T. Wilhelmy, Williams, T. Hartmann, J. Hartmann, Diensberg (80. Hammes), Tutas, Stein

TSV Emmelshausen

Will I, Gaida (46. Hachenthal), Bast, Tillmanns, Christ, Retzmann, Kurt, Rath, Weber (83. Merg), Lenz, Feit (81. Kynast)

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7. Spieltag
     
SG Eich - SG Vordereifel 1:3 (0:1)

Es war sicherlich nicht das beste Spiel, das die SG Vordereifel in der Fußball-Bezirksliga Mitte ablieferte. Aber Trainer Peter Geisen war das nach dem verdienten 3:1 (1:0) beim Mitaufsteiger SG Eich/Kell/Nickenich ziemlich egal, denn seine Elf hatte gerade zu Beginn der Runde nach stärkeren Auftritten mit leeren Händen oder nur einem Punkt dagestanden. So war es der zweite Sieg in Folge, mit acht Punkten nach sieben Spielen kann die SGV leben.

„Wir haben schon besser gespielt, aber nicht gewonnen“, sagte Geisen nach den 90 Minuten bei sommerlichen Temperaturen auf dem Eicher Kunstrasen. „Das war nicht einfach bei der Hitze, aber wir waren direkt gut drin“, berichtete Geisen, der sich wunderte, dass die Gastgeber sehr tief standen. „Das hat mich überrascht, dadurch kamen wir gut uns Spiel.“ Bis zum ersten Tor dauerte es allerdings bis zur psychologisch wichtigen 44. Minute, als Tobias Hartmann einen Abstimmungsfehler der Eicher Abwehr inklusive Torwart ausnutzte und zum 1:0 traf. „Das war natürlich perfekt vom Zeitpunkt her“, freute sich Geisen.

In der zweiten Hälfte wurde Eich offensiver und machte Vordereifel das Leben schwerer als im ersten Durchgang. Trotzdem erhöhten die Gäste auf 2:0. Patrick Stein war zunächst am Keeper gescheitert, bevor er in seinem zweiten Versuch erst einen Gegenspieler aussteigen ließ und dann unhaltbar einschob. „Vor dem 2:0 hatte Eich ein, zwei gute Chancen, da hat Daniel Wilhelmy stark pariert“, wusste Vordereifels Coach, bei wem er sich in dieser Phase zu bedanken hatte.

Zwei Minuten nach dem 2:0 sahen die Zuschauer dann das schönste Tor des Tages: Matthias Tutas, der sich im Training eine Muskelverletzung zugezogen hatte, aber trotzdem durchspielte, setzte sich auf außen durch, passte in den Rückraum, wo Julian Hartmann den Ball direkt zu Max Geisen weiterleitete und der aus 15 Metern gegen die Laufrichtung des Torwarts traf. Damit war die Partie gelaufen, das 1:3 für Eich fiel in der 90. Minute.

Tore:
0:1 T. Hartmann (44.), 0:2 Stein (60.), 0:3 Geisen (62.), 1:3 Bersch (90.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Alexander Mroß (Wolken)

Zuschauer:
100

SG Eich
F. Nix, Schug, Meisner, Assenmacher, Buchner (70. Bitter), Bieg, Bersch, Ahnen, Sukalic (55. Auer), T. Nix, Lottré

SG Vordereifel

 D. Wilhelmy, Weiler, Krämer, T. Wilhelmy (65. Hoffmann), Stripling, T. Hartmann, Geisen (75. J. Hammes), J. Hartmann (65. Williams), Stein, Tutas, Diensberg

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6. Spieltag
 
SG Vordereifel - SG Mülheim-Kärlich II 4:1 (1:0)

Endlich ist er da – der erste Sieg der SG Vordereifel in der Fußball-Bezirksliga Mitte. Sechs Spiele musste der Aufsteiger warten, ehe er sich am Samstag auch nicht von einem kräftigen Gewitterguss aufhalten ließ und den SV Mülheim-Kärlich II verdient mit 4:1 (1:0) besiegte. Mit dem ersten Dreier im Sack und mit fünf Zählern auf der Habenseite verharrt man auf Tabellenrang 14 zwar immer noch im Ligakeller, aber der Anschluss nach oben ist wieder da.

Dabei sah es im Spiel zunächst so aus, als würde die Elf von Trainer Peter Geisen da weitermachen, wo sie zuletzt aufgehört hatte – im Auslassen von besten Torchancen. Sieben Minuten waren gespielt, als Tim Wilhelmy alleine vor Gästetorwart Niklas Schäfer auftauchte, sein Kullerball aber eine leicht Beute des Keepers wurde (7.). Dann kam Julian Hammes frei zum Schuss, scheiterte aber zu überhastet an zwei gegnerischen Spielern auf der Torlinie (11.). „Wieder haben wir unsere Chancen liegengelassen. Oh, oh, dachte ich, dass geht wieder nach hinten los“, beschrieb Geisen seine Gefühlswelt in diesen Momenten. Aber es kam anders, viel, viel besser. Der an diesem Tag bestens aufgelegte Mannschaftskapitän Patrick Stein wurde von Schäfer im Strafraum von den Beinen geholt, und Matthias Tutas markierte vom Punkt aus das 1:0 zur verdienten Pausenführung (33.).

Und offenbar hatte der Pausentee diesmal besonders gut geschmeckt, denn besser hätte man nicht in die zweite Hälfte starten können. Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff steckte Stein die Kugel durch zu Tutas, der locker zum 2:0 einnetzte (46.). Und es ging weiter in diesem Takt, diesmal aber unter gnädiger Mithilfe der Gäste. Schäfer nahm einen Rückpass mit der Hand auf, es folgte der indirekte Freistoß sieben Meter vor dem Gästetor. Jetzt war Steffen Diensberg war an der Reihe. Maßgenau und absolut sehenswert zirkelte er die von Stein angestupste Kugel ins obere Tordreieck zum 3:0 (53.). Das 4:0 gelang kurz darauf Julian Hammes, der den wieder von Stein hereingespielten Ball über die Linie schob (58.). Und dann kam auch Passgeber Stein, der in der Aufstiegssaison 32 Tore geschossen hatte, zu seiner Chance. Nach einem unfreiwilligen gegnerischen Zuspiel marschierte er mutterseelenallein aufs Gästetor zu, machte das Ding aber nicht (60.). Ob's bei Geisen wieder „oh, oh“ machte? Wohl nein, denn seine Mannen spielten die Partie ruhig durch, bis auf die 88. Minute, als Marcel Birkner nach einem Zuspiel von Jochen Lütkemeier den 4:1-Endstand markierte. Sein Coach Jan Alsbach saß nach dem Abpfiff erstarrt auf der Trainerbank und außer „Kein Kommentar, ich müsste sonst zu persönlich werden und das will ich nicht“ blieb er stumm.

Bei Geisen sah das natürlich ganz anders aus, auch wenn er die Reaktion seines Kollegen nicht ganz verstand. „Das Spiel war nicht so, wie es das klare Ergebnis ausdrückt. Mülheim-Kärlich war nicht so schlecht. Sie konnten heute halt nur das spielen, was wir zugelassen haben. Nach dem 1:0 waren wir richtig selbstbewusst und mit den schnellen Toren nach der Pause war das Spiel entschieden. Aber es war kein glücklicher Sieg, sondern ein gut herausgespielter.“ Und für den vor dem Kasten etwas unglücklich agierenden Stein hatte er noch ein Sonderlob parat: „Patrick gibt in jedem Spiel alles. Mit den Wegen, die er macht, wie er gegen den Ball geht und welche Lücken er reißt, arbeitet er unheimlich gut für die Mannschaft. Wenn die dann die Tore macht, muss er das selbst doch gar nicht.“ Und was sagt der Gelobte dazu: „Über die vergebenen Chancen ärgert sich keiner mehr, als ich selbst. Aber ich bin guter Dinge, dass sie wieder kommt, die Coolness vor dem Tor.“

Traf zum 3:0 per Freistoß im Laubacher Regen: Steffen Diensberg (rechts), der mit seiner Mannschaft den ersten Saisonsieg beim 4:1 über Mülheim-Kärlich II einfuhr. Foto: Alfons Benz

Tore:
1:0 Tutas (33., Foulelfmeter), 2:0 Tutas (46.), 3:0 Diensberg (53.), 4:0 Hammes (58.), 4:1 Birkner (88.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Hermann Condné (Gillenfeld)

Zuschauer:
135

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Göbel (74. Williams), Krämer, Stripling, Geisen, T. Wilhelmy (74. Bons), Diensberg, Hammes (84. Wendland), Tutas, Stein

SG Mülheim-Kärlich II

 Schäfer, Hoffmann (70. Grasso), Aga (75. Reif), Janzen, Czakert, Knöll, Lütkemeier, Aretz (54. Schauer), Birkner, Heyer, Wecker

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5. Spieltag
 
SG Vordereifel - SG Mörschbach 1:2 (1:0)

Fünf Spieltage sind gespielt in der Fußball-Bezirksliga Mitte, und Aufsteiger SG Vordereifel wartet immer noch auf den ersten Sieg. Auch beim Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SG Mörschbach/Liebshausen/Argenthal reichte es für die Eifel-SG nicht zu drei Punkten. Mit 1:2 (1:0) kassierte man gegen die Gäste aus dem Hunsrück in einem vom Kampf dominierten Spiel die dritte Saisonniederlage und verharrt mit zwei Zählern auf der Habenseite weiter im Ligakeller auf dem zweitletzten Tabellenrang.

Dabei hätte alles so schön sein können für die Elf von Trainer Peter Geisen. Aber hätte und können bringt im Fußball halt keine Punkte. Dafür müssen schon Tore her. Und ein solches machte die SG Vordereifel zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Fast mit dem Pausenpfiff brachte Tim Wilhelmy den Ball von rechts in die Mitte, wo Trainersohn Max Geisen genau richtig stand, den Fuß hinhielt und das Mörschbacher Netz zur 1:0-Pausenführung zappeln ließ (45.). Erstmals in dieser Saison lagen die Gastgeber vorne.

Offensichtlich hatte das die Spieler beflügelt, denn sie legten nach dem Wiederanpfiff einen fulminanten Start hin. Zweimal war bei ihren Angriffen das Spiel in die Spitze noch zu durchsichtig, dann aber setzte sich Geisen energisch durch und tauchte plötzlich mutterseelenallein vor Gästekeeper Michael Reuther auf, für den der schwache Abschluss des Angreifers aber eine leichte Beute wurde. Eine Riesenchance wurde leichtfertig verspielt (47.).

Aber es folgte der zweite Akt. Diesmal war es Alexander Stripling, der alleine auf Reuther zulief und auch in dem Torwart seinen Meister fand (54.). „Wir hatten zwei Großchancen. Davon müssen wir nur eine zum 2:0 machen, dann reicht das womöglich zum Sieg. Das haben wir leider versäumt und im Fußball wird man dafür oft bestraft. Das war der Knackpunkt und in unserem Spiel der Bruch“, haderte Coach Geisen mit den Unzulänglichkeiten seiner Spieler.

Sein Gegenüber Michael Schwegel hatte das ähnlich gesehen. „Was bin ich froh, dass wir hier gewonnen haben. Da war schon etwas Glück dabei. Für uns stand das Spiel auf der Kippe, wenn Geisen und Stripling ihre Dinger reinmachen“, gab er erleichtert zu Protokoll.

Aber es kam, wie es kommen musste. Schwegels Mannschaft machte mächtig Dampf, zu guten Möglichkeiten kam sie aber überwiegend durch leichte Ballverluste des Gegners. Zuerst schlug Steffen Diensberg noch einen Schuss von Maurice Volkweis von der Linie (69.), bis dann der Ball nach einem direkt getretenen Freistoß des stark aufspielenden Roman Theise doch zum 1:1-Ausgleich im Heimnetz landete (70.). Und Mörschbach legte nach, allerdings wieder begünstigt durch einen Vordereifeler Fehler. Aus einem Freistoß für die Gastgeber fast an der Mörschbacher Eckfahne entwickelte sich ein Gästekonter. Volkweis wurde alleine in Richtung Heimtor auf Reisen geschickt und markierte überlegt den 1:2-Endstand (75.). Das Spiel war gelaufen und die Punkte wanderten in den Hunsrück. Schwegel hatte aber noch ein Lob für den erfolglosen Gegner parat: „Sie sind zwar Aufsteiger, aber mit viel Pech haben sie erst zwei Punkte. Der wahre Maßstab für mich ist der 2:1-Sieg im Pokal gegen den Rheinlandligisten Mendig/Bell. Sie sind schon sehr stark und ich bin mir sicher, sie kommen auch unten raus.“

Worte, die Geisen und seinen Spielern zwar etwas Trost spenden sollten, für die sie sich in der schon prekären Situation aber nichts kaufen können. „Das höre ich immer wieder“, äußerte sich Geisen dazu. „Im Fußball zählen aber nur die Tore und davon machen wir einfach zu wenige.“

Vordereifels Kapitän Patrick Stein (in Rot, links; rechts Tim Wilhelmy) konnte sich nicht entscheidend gegen seine Mörschbacher Gegenspieler (im Hintergrund Daniel Müller) durchsetzen. Steins Team verlor 1:2 Foto: Alfons Benz


Tore:
1:0 Geisen (45.), 1:1 Theise (70.), 1:2 Volkweis (75.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Markus Jüris (Sinzig)

Zuschauer:
150

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Krämer, Göbel (81. Wöbcke), Stripling, Geisen, T. Wilhelmy, Diensberg (81. Breitbach), Hammes (73. Adams), Reuter, Stein

SG Mörschbach

 Reuther, Hilgert-Walber, C. Kauer, Carbach, M. Leininger, Volkweis, Müller, R. Kauer, Mähringer (50. Leyendecker), Theise (89. Hoffmann), Gubetini (65. Endres)

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4. Spieltag
     
FC Gönnersdorf - SG Vordereifel 2:1 (1:0)

Die SG Vordereifel bezahlt derzeit jede Menge Lehrgeld in der Fußball-Bezirksliga Mitte. Beim FC Gönnersdorf verlor der Aufsteiger nicht nur die Partie mit 1:2 (0:1), sondern auch Tobias Hartmann durch eine Rote Karte und Florian Breitbach mit Gelb-Rot. Damit rächt sich nun, dass die Vordereifeler aus den ersten beiden Spielen nur zwei Unentschieden statt zwei Siegen holten, denn nach der Niederlage jetzt und der davor gegen Kirchberg stehen nur zwei Zähler aus vier Begegnungen zu Buche.

„Wir sind noch zu naiv“, stellte Vordereifels Trainer Peter Geisen nach der zweiten Niederlage in Folge fest. Dass sein Team natürlich Leistungsträger wie die fehlenden Jochen Krämer, Julian Hartman und vor allem Matthias Tutas nur schwer ersetzen kann, weiß Geisen, als Ausrede lässt er es aber nicht gelten. Denn mit der Entstehung der Tore für die Gastgeber hatte das relativ wenig zu tun. So führte ein Missverständnis zwischen Max Geisen und Torwart Daniel Wilhelmy zum frühen 0:1 (8. Minute), als Geisen den Ball mit dem Kopf klären wollte, Wilhelmy aber bereits aus dem Tor geeilt war – und Melf Hargens diese Situation ausnutzte, in dem er Geisens zu kurze Kopfballabwehr ebenfalls mit dem Kopf über Wilhelmy ins Tor manövrierte. „Außerdem hatten wir Riesenprobleme am Anfang mit der unheimlichen Zweikampfstärke der Gönnersdorfer auf dem engen Platz“, sagte Geisen. Dennoch hatte Vordereifel Chancen, selbst in Führung zu gehen, da noch vor dem Hargens-Tor Steffen Diensberg und Patrick Stein Möglichkeiten für Vordereifel vergaben.

In der 51. Minute erhöhte Hargens nach einem langen Ball auf 2:0, doch Stein brachte die SG wieder heran (75.) und fortan drängten die Gäste auf den Ausgleich, dezimierten sich aber in der Schlussphase selbst, sodass es nicht mehr reichte. Hartmann bekam Rot, als er den Ball Richtung Schiedsrichter Keramettin Kara geworfen hatte und diesen laut Geisen unbeabsichtigt traf (88.) und Breitbach der nach einem „dummen Foul“ (Geisen) meckerte und so Gelb-Rot sah (90.).

Tore:
1:0 Hargens (8.), 2:0 Hargens (51.), 2:1 Stein (75.)

Besonderheiten:
Rote Karte für T. Hartmann (SGV) wg. Unsportlichkeit (88.)
Gelb-Rote Karte für Breitbach (SGV) wg. Meckerns (90.)

Schiedsrichter:
Keramettin Kara (Neuwied)

Zuschauer:
100

FC Gönnersdorf
Klee, C. Heuser, Gimnig, Friedsam, Schmidgen, Schütz (79. A. Heuser), Wagner, Hargens, Felten (71. Theurer), Zeytinli, Krupp (46. Morschhausen)

SG Vordereifel

D. Wilhelmy, Weiler, Hoffmann, Geisen, Stripling (71. Göbel), T. Wilhelmy (71. Breitbach), T. Hartmann, Bons (31. Williams), Diensberg, Hammes, Stein

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3. Spieltag
 
SG Vordereifel - TuS Kirchberg 2:4 (1:1)

Das war nichts. Wieder hat es für die SG Vordereifel in der Fußball-Bezirksliga Mitte nicht geklappt mit dem Gewinnen. Auch im dritten Meisterschaftsspiel schaffte die Elf von Trainer Peter Geisen nach bisher zwei Unentschieden nicht den erwünschten Dreier. Das Heimspiel auf dem Laubacher Rasen gegen den TuS Kirchberg ging verdient mit 2:4 (1:1) verloren.

In keiner Phase des Spiels zeigte die Eifel-SG das, was sie bisher ausgezeichnet hatte. Disziplin und Ordnung fehlten und wurden ersetzt durch Hektik und Zufall. Die Angriffe erfolgten viel zu hektisch und an sich gute Bälle wurden leichtfertig verschenkt. „Wir waren heute einfach nicht in der Lage, irgendwie ein Spiel aufzuziehen. Ich weiß es auch nicht, vielleicht waren wir übermotiviert“, gab der enttäuschte Geisen zu Protokoll.

So profitierten die Gäste beim Tor zum 0:1 durch Mannschaftskapitän Florian Daum von einer untätigen Vordereifeler Abwehr. Andre Spengler war frei zum Schuss gekommen, Torwart Daniel Wilhelmy ließ den Ball abprallen und Daum musste nur noch dankend einschieben (18.). Zu diesem Zeitpunkt konnten die Gastgeber aber noch schnell die passende Antwort geben. Zuerst schrammte ein Ball von Matthias Tutas nur knapp am Pfosten vorbei, dann parierte Torwart Wladimir Alexandrov einen Tutas-Schuss glänzend (20., 21.).

Aber er fiel doch, der bis dahin verdiente Ausgleich. Tim Wilhelmy nahm einen langen Einwurf von Lukas Weiler ungestört an und durfte die Kugel in aller Ruhe einnetzen (26.). Dann waren wieder die Gäste an der Reihe. Zuerst vergab Daum freistehend (30.), später hatte Vordereifel Glück, dass der sicher leitende Schiedsrichter Benjamin Klapper ein Tor von Daum nicht anerkannte. Er sollte Keeper Wilhelmy bedrängt haben (43.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff durfte Wilhelmy bei einem Schuss von Dominik Kunz noch glänzen (45.).

Glänzen tat nach dem Pausentee aber fast nur noch der Gast, wobei es ihm aber auch vom Gegner leicht gemacht wurde. Die Defensivarbeit war teilweise dürftig, dafür die Lücken in der Abwehr riesig. So konnte Spengler freistehend abziehen und das 1:2 markieren (48.). Vordereifel versuchte dann mit langen Bällen sein Glück, aber etwas Produktives kam dabei nicht zustande. Aber man staunte, dann war es doch ein langer, sogar ein ganz langer Ball, der das 2:2 brachte. Ein Freistoß von Steffen Diensberg fast von der Mittellinie setzte im Gästestrafraum auf und fand unbedrängt den Weg ins obere Toreck (77.). Die Partie war wieder offen.

Aber die Hunsrück-Elf wollte den Sieg. Ein Zeichen dafür setzte ganz klar Andre Spengler. „Wir gehen hier nicht runter, ohne zu gewinnen“, machte er eine ganz klare Ansage an seine Mitspieler. Und die hatten das wohl vernommen. Artem Sagel nutzte eine weitere Eifeler Unsortiertheit zum 2:3 (82.) und Niclas Pleitz tat es ihm beim Tor zum 2:4-Endstand gleich (84.). Ein zufriedener Gästetrainer Christian Schneider hatte einen verdienten Erfolg seiner Elf gesehen und noch ein Sonderlob für Sagel parat: „Artem ist für uns ein ganz wichtiger Spieler. Er verteilt die Bälle und ist auch noch der Kommunikator auf dem Platz.“ Ein solcher hat seinem Kollegen Geisen auf der anderen Seite in einer seiner Meinung nach kopflosen Mannschaft gefehlt: „Heute hat der den Ball gekriegt, der am lautesten geschrien hat. Da war kein System drin, unter dem Strich war das rein gar nichts.“

Ohne Sturmpartner Patrick Stein, der fehlte, stand Vordereifels Angreifer Matthias Tutas (In Rot) ziemlich oft allein auf weiter Flur: Hier attackieren ihn gleich zwei Kirchberger (links Alex Malysch, rechts Artem Sagel). Letztgenannter war es auch, der mit seinem Treffer zum 3:2 Kirchberg auf die Siegerstraße brachte. Am Ende gewann der TuS mit 4:2 in Laubach und feierte seinen ersten Saisonsieg. Foto: Alfons Benz


Tore:
0:1 Daum (18.), 1:1 T. Wilhelmy (26.), 1:2 Spengler (48.), 2:2 Diensberg (77.), 2:3 Sagel (82.), 2:4 Pleitz (84.)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Benjamin Klapper (Andernach)

Zuschauer:
150

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler (53. Hammes), Geisen, Hoffmann (70. Adams), Stripling, Williams, T. Hartmann, J. Hartmann, T. Wilhelmy, Diensberg, Tutas

TuS Kirchberg

 Alexandrov, Malysch, Kaspar, Wagner, Sauer (62. Schneider), J. Heimer, Sagel, Kunz (72. Pleitz), Spengler (86. Stehle), Singer, Daum

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2. Spieltag
     
ATA Sport Urmitz - SG Vordereifel 1:1 (0:0)

Wie schon beim Start, als Fußball-Bezirksliga-Aufsteiger SG Vordereifel beim 1:1 zu Hause gegen Bengen nicht recht wusste, ob man sich freuen oder ärgern sollte, verlief auch das erste Auswärtsspiel bei Ata Sport Urmitz. Das endete ebenfalls 1:1 (0:0), allerdings hatten die Gäste genug Chancen, um zu gewinnen.

Bei Vordereifels Trainer Peter Geisen überwog schließlich doch die Freude über die Leistung: „Wir haben richtig gut gespielt und hätten zur Pause eigentlich schon 3:0 führen können.“ Müßig zu spekulieren, ob der beruflich fehlende Goalgetter Patrick Stein eine der vielen Möglichkeiten genutzt hätte. Er war nicht dabei, ebenso wie Lukas Weiler, der sich im Abschlusstraining gezerrt hatte. „Bis zum 1:0 für Urmitz hatte ich 6:0 Chancen für uns gezählt“, sagte Geisen. Aber plötzlich lagen die Vordereifeler nach 65 Minuten in Rückstand, das Tor fiel laut Geisen aus abseitsverdächtiger Position.

Aber die Gäste gaben nicht auf – und kamen in der 86. Minute zum verdienten Ausgleich: In einer unübersichtlichen Situation im Strafraum war eigentlich alles bereinigt, als ein Urmitzer ein Foul beging. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt, und Matthias Tutas ließ sich diese Chance nicht entgehen, es stand 1:1. Und es hätte fast noch zum Sieg gereicht, aber ein Freistoß von Max Geisen strich nur den Außenpfosten, sodass es beim Remis blieb. „Vorher hätte ich es unterschrieben“, sagt Geisen, dem die Urmitzer Heimstärke natürlich bekannt war, „aber im Nachhinein haben wir zwei Punkte verschenkt. Dennoch sind wir weiter ungeschlagen, und ich bin mit unserem Spiel zufrieden.“

Gut verteidigt haben die Kicker der SG Vordereifel (rechts Steffen Diensberg) bisher in der Bezirksliga, wie hier beim 1:1 in Urmitz. Davor gab es ein 1:1 gegen Bengen. Am Sonntag soll in Laubach im zweiten Heimspiel gegen Kirchberg der erste Sieg her – auch wenn die Hunsrücker trotz ihres Fehlstarts favorisiert sind.Foto: Walz


Tore:
0:1 Kesmen (70.), 1:1 Tutas (87.FE)

Besonderheiten:
keine

Schiedsrichter:
Philippe Siegburger (Koblenz-Metternich)

Zuschauer:
70

ATA Sport Urmitz
Begen, Comez, Sayim, Yürek, Boyraz, Sögünmez, Kis (46. Victor), Cevik, Kadir, Kayikci (61. Kesmen), Karaman

SG Vordereifel

D. Wilhelmy, Hoffmann, Krämer, Geisen, Stripling, Williams (54. J. Hammes), T. Hartmann, T. Wilhelmy (80. Reuter), Adams (57. J. Hartmann), Diensberg, Tutas

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1. Spieltag
 
SG Vordereifel - FSG Bengen 1:1 (1:1)

„Aller Anfang ist schwer“ besagt eine alte Redensart. Und dass aller Anfang zumindest nicht leicht ist, musste die SG Vordereifel beim Saisonauftakt in der Fußball-Bezirksliga Mitte beim Heimspiel auf dem Laubacher Rasen gegen die FSG Bengen erfahren. Letztendlich reichte es für den Aufsteiger beim Einstieg in die neue Klasse nach einer starken kämpferischen Leistung aber zu einem gerechten 1:1 (1:1)-Unentschieden. Allemal bemerkenswert war der Auftritt der Vordereifeler gegen den Tabellensiebten der Vorsaison auch deshalb, weil sie sich den einen Punkt nach einem frühen Rückstand und über fast 70 Minuten in Unterzahl taktisch diszipliniert und aus einer sicheren Defensive heraus erspielt hatten.

Auch Trainer Peter Geisen war nach dem Abpfiff mit dem Spiel seiner Mannschaft einverstanden: „Wir standen so lange mit einem Mann weniger auf dem Platz, da kann ich mit dem Unentschieden gut leben, auch weil meine Jungs diese Situation gut aufgenommen und alles richtig gemacht haben.“ Was war geschehen? Steffen Diensberg war auf dem Vormarsch in Richtung Gästetor, als er im Strafraum zu Fall kam. Als wohl die meisten auf den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Fuat Yalcinkaya warteten, traf dieser eine ganz andere und für die Gastgeber äußerst harte Entscheidung. Diensberg, der vorher schon Gelb gesehen hatte, sah wegen einer Schwalbe und damit wegen unsportlichem Verhalten Gelb-Rot von dem sonst sehr gut leitenden Unparteiischen (23.). „Ich bin mir fast sicher, mit Steffen im Spiel hätten wir das Ding gewonnen“, trauerte Geisen dem Rauswurf etwas nach.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aber bereits mit 1:0. Bengens erst 22-jähriger Spielertrainer Jeset Akwapay hatte einen Freistoß genau auf seinen kopfballstarken Kapitän Fabian Münch gezirkelt, und Sergej Reich musste den Kopfballableger nur noch zur Führung über die Linie schieben. Es waren erst neun Minuten gespielt. „Genau vor einer solchen Szene haben wir gewarnt. Da waren wir hinten nicht wach“, beurteilte Vordereifels Torwarttrainer Frank Pinkhaus den aus seiner Sicht unnötigen Rückstand. Es folgte dann der besagte Feldverweis, aber auch die Antwort der Heimelf folgte prompt. Ein weiter Freistoßball von Innverteidiger Jochen Krämer landete bei Tim Wilhelmy, der alle Zeit der Welt hatte, um den Ausgleich und zugleich den 1:1-Endstand zu markieren (24.).

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, der ab und an auch der böige Eifelwind seinen Stempel aufdrückte. Vor allem die Gäste, die in Halbzeit zwei mit dem Wind im Rücken spielten, taten sich bei vielen langen Bällen in die Spitze sehr schwer. In der Abwehr standen sie aber immer sicher und Vordereifels Angreifer Matthias Tutas und Patrick Stein kamen nie zu echten Torchancen. „In der Bezirksliga geht es schon anders zu. Hier musst du blitzschnell zur Sache gehen, sonst ist der Ball weg“, kommentierte Stein, der zuletzt in der Kreisliga A Hunsrück/Mosel 32 Tore geschossen hatte, seine Bezirksliga-Premiere. Sein Trainer gewann dem Positives ab: „Die Gegner kennen Matthias und Patrick und stellen sich darauf ein. Wenn Mitspieler dafür in die Bresche springen, dann kann das für uns auch von Vorteil sein.“ Und mit etwas Glück hätte das schon gegen Bengen der Fall sein können. Bei Bällen von Alexander Stripling (56.) und Matthias Adams (64.) musste Gästekeeper Marco Schmidt nämlich sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern.

Akwapay sah deshalb einen gewonnen Punkt, auch wenn er ein wenig mit dem Wind haderte. Alle Verantwortlichen zufrieden, die einheimischen Zuschauer auch, dann darf man ruhig von einem gelungen Einstand der SG Vordereifel in der Bezirksliga Mitte sprechen.

Auf Vordereifels Kapitän und Torjäger Patrick Stein (rechts) haben auch die Bezirksliga-Abwehrreihen ein besonderes Auge. 32 Tore hatte er in der Aufstiegssaison für die SG gemacht, beim Bezirksliga-Debüt gegen Bengen, das 1:1 endete, blieb er ohne Tor. Foto: Alfons Benz

Tore:
0:1 Reich (9.), 1:1 T. Wilhelmy (24.)

Besonderheiten:
Gelb-Rote Karte für Diensberg (SGV) wg. Unsportlichkeit (23.)

Schiedsrichter:
Fuat Yalcinkaya (Bendorf)

Zuschauer:
200

SG Vordereifel
D. Wilhelmy, Weiler, Krämer, Geisen, Stripling, Adams (74. Hammes), T. Hartmann, T. Wilhelmy (74. J. Hartmann), Diensberg, Tutas, Stein

FSG Bengen

Schmidt, Wilden, Schüring, Münch, Giffels, Klein, Reich (35. Seul), Akwapay, Rieder, Ciesla, Nolden